Vegelt's Gott, liebe Maria!
Ja, dieses Gedicht ist wahr!
Nun steht die Menschheit da, sie steht vor einer schweren Entscheidung.
Ob sie Ostern angenehm und fröhlich beglückt erleben wird?
Wir erleben den
Karfreitag der Äonen, wir stehen auf dem Ölberg, wir können uns noch stärken, doch das Abendmahl kann auch verpasst werden, das uns Kraft gibt.
Die Tempelreinigung, die Fusswaschung, das kostbare Öl, mit dem Maria Magdalena Jesus die Füsse salbte, das alles dürfen und sollen wir auch auf die Jahrhunderte und Jahrzehnte und die letzten und nächsten Jahre und auf uns selbst übertragen.
Das Kreuz ist ein Geheimnis, doch nicht bleibend, wenn wir es tragen lernen.
Es scheint ein Widerspruch darin zu liegen, dass Jesus sagt, wer sein Kreuz auf sich nehme, dem werde sein Leben fortan gesegnet sein und alles leichter fallen. Wer es nicht tragen will und seinen eigenen Weg geht, der wird es sehr schwer haben und unter der Last seines eigenen Lebens zusammenfallen .... sie werden es leicht in der Welt haben, doch in der Seele wird sich Moder und Todesgeruch ausbreiten und die Kraft schwinden. - Wer hingegen das Kreuz trägt, der hat es schwer, muss manches auf sich nehmen, das ihn sehr nachdenklich macht, aber gleichzeitig ist Jesus jederzeit bei ihm und hilft ihm tragen, und eine nicht gekannte Erleichterung lässt ihn gerne weitergehen, bis wieder ein Kreuzlein kommt, das ihn weiter himmelan führt. Eine Last zu tragen haben beide, doch das Resultat ist ein völlig verschiedenes.
Wer sich vorsorgt und alle Mittel anwendet, um sich das Kreuz zu erleichtern, will sich nur auf "sichere" Mittel verlassen, die wenig mit der Liebe zum Heiland zu tun haben. Gestern am Karfreitag hatte ich Kreuzschmerzen wie angeworfen, konnte nur gebückt gehen, so unangenehm waren die Schmerzen. Doch über Nacht sind diese im Schlafe fast ganz wieder weggegangen und ich kann wieder den Weg gehen wie ich will. Hätte ich Schmerztabletten genommen, würde ich ihnen das Resultat zuschreiben, nun aber weiss ich, dass es auch anders geht: mit Glauben und Vertrauen und Tragen des Kreuzes.
Die Menschheit hat die Wahl. Sie hat jetzt das Kreuz zu tragen! Jeder Mensch muss sich entscheiden, ob er es mit Jesu Hilfe tragen will oder allein oder gar nicht. Ein Teil wird sich auch auf die Seite des Judas schlagen, viele sind mit den
Schriftgelehrten und Pharisäern in Verbindung zu bringen. - Bitten wir also Jesus Christus um Hilfe und Kraft, wenden wir uns nur IHM ganz zu und lernen wir von IHM. Sein Glück ist ewig, Irdisches ist vergänglich.
Darüber möchte ich nun bald in mehr Abgeschiedenheit nachdenken und hoffe auf Jesu Beistand und werde
hier weiterschreiben, so es 'mir' gelingt.
Rufen wir nach Jesus, singen wir IHM ein Lied trotz Schmerz und Leid, denn Ostern ist nicht weit!
Epidophekles