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Autor Thema: Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn Er ist von Ewigkeit ....  (Gelesen 2742 mal)
Maria
Aus der Ferne grüssend
« am: 04. März 2012, 07:07:51 »

BD 1921  empfangen 17.5.1941
   
     

Gedanke .... Parallele ....

Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn Er ist von Ewigkeit, und Er wird sein bis in alle Ewigkeit.

Dieses Mysterium wird den Menschen ein Mysterium bleiben, denn Wesen, deren Dasein inmitten des Materiellen sich abspielt, können das nicht fassen, was außerhalb der Materie, also völlig unabhängig von dieser, ist. Doch die materielle Schöpfung ist nur ein kleines Reich der Wesenheiten, welche Form-gewordene Dinge benötigen, um wieder dem geistigen Reich sich angliedern zu können ....

Das geistige Reich aber hat keine Raum- und Zeitbegrenzung .... es ist immer und überall .... denn in ihm ist Gott, und Gott ist immer und überall ....

Die einzige Erklärung, die euch Menschen zu geben wäre, ist, den Gedanken als Parallele dazu hinzustellen, der Gedanke, der nichts Schaubares und nichts Greifbares ist und doch das Größte im menschlichen Dasein ausmacht .... Was wäre der Mensch ohne Denken .... ein maschinenhaftes Wesen, das trotz äußerer Tätigkeit tot genannt werden müßte .... Der Gedanke ist erst das Lebendige im Menschen, und doch ist es etwas, wofür sich der Mensch auch keine Erklärung geben kann.

Es ist der Mensch gleichsam durch seine Gedankentätigkeit erst ein freies Wesen geworden, denn weder Zwang noch Einfluß von außen kann den Gedanken des Menschen bestimmen .... Der Gedanke ist sein Alleingut, das ihm niemals genommen werden kann; denn der Gedanke ist etwas Geistiges, etwas, was mit der Materie an sich nichts zu tun hat, was daher auch bleibt, wenn das Wesen frei von jeglicher Materie geworden ist.

Es kann also der Mensch inmitten der Materie sein und doch alles um sich ausschalten und im Geistigen weilen, sowie er seinen Gedanken freien Lauf läßt.
Selbst wenn sich der Gedanke irdischen Dingen zuwendet, bleibt er dennoch etwas Geistiges, denn der Gedanke an sich ist nichts Materielles, er ist geistige Kraft, die nur falsch genützt wird. Sowie nun der Mensch, unbeeindruckt von seiner irdisch materiellen Umgebung, die Gedanken schweifen läßt, ganz gleich wohin, bewegt sich das Wesenhafte im Menschen im geistigen Reich, und also wird es nun verständlich sein, daß alles Materielle, alles Sichtbare, schwinden kann und doch das Eigentliche bestehenbleibt .... daß das denkende Wesenhafte keine materielle Umgebung benötigt .... daß nur von Bedeutung ist, welchem Ziel sich das Denken des Wesens zuwendet ....

Licht kann nur als Licht empfunden werden, wo Finsternis der Gegensatz ist .... die Finsternis wieder nur als qualvoller Zustand erkannt werden, wo Licht geboten wird, es muß dies erkannt werden, um das Wesen anzutreiben zur Tätigkeit oder zum Widerstand ....





Anmerkung durch die Aufsicht / Epidophekles:

Zum letzten Absatz machte Bertha Dudde eine Bemerkung, indem sie sich fragte, ob das Wort bereits zur nächsten Kundgabe Nr. 1922 zu zählen sei und beide Kundgaben zusammen gehören.

Die Aussage "Licht kann nur als Licht empfunden werden, wo Finsternis der Gegensatz ist ...." passt nun aber genau auch zu aktuellen Meldungen im Internet, wo das Yin und Yang als Jehova und Satan gedeutet wird. Weil die biblische Wahrheit zunehmend in Frage gestellt wird, entstand dieser Beitrag. Wir müssen unterscheiden zwischen vollkommenem Geistigen und dem gefallenen. Das Gefallene muss seinen Zustand erkennen und kann das nur, wenn seinem dunkeln Zustand das Licht gegenüber gestellt wird. Es ist nicht so, dass Gott ohne Satan nicht existieren kann! Satan aber lügt und möchte sich vor Gott stellen und beginnt damit, dass er sich Gott zur Seite stellt, um ihn dann völlig auszuschalten. Das war im noicon-Blog in ähnlicher Weise der Fall, wobei Jesus nichts mit Jehova zu tun habe und der Vater Jesu ein anderer sei ....
« Letzte Änderung: 04. März 2012, 15:35:04 von Aufsicht » Gespeichert
Maria
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #1 am: 04. März 2012, 07:16:44 »

BD 1417  empfangen 13.5.1940
   
     

Gedankentätigkeit .... Gehirn .... Bilder ....

Der Gedankenapparat des Menschen gleicht unbeschriebenen Buchseiten, solange er außer Tätigkeit ist, d.h., solange das Denkvermögen noch nicht ausgebildet, also der Mensch noch nicht fähig ist, Gedanken zu formulieren ....

Es sind im zarten Kindesalter die Denkorgane noch nicht in Tätigkeit, und es bedarf einer gewissen Zeit, bis das menschliche Gehirn beginnt, Eindrücke von außen in sich aufzunehmen. Und dies geschieht in folgender Weise: Es vermittelt das menschliche Auge ein geschautes Bild dem Denkapparat des Menschen, dem Gehirn, und dieses beginnt nun seine eigentliche Tätigkeit, indem es das ihm vermittelte Bild wirken läßt auf eine Netzhaut mit feinstem Empfinden. Diese nimmt das Bild auf, und nun ergeben sich bewußte Eindrücke, die als Gedanken im Menschen auftauchen und gewissermaßen also Rückwirkungen des Bildes im menschlichen Gehirn sind .... Jeder Eindruck wieder macht sich kenntlich auf der bisher leeren Fläche der Gehirnwandung und kann entweder auf lange Zeiten unverwischbar eingegraben sein .... er kann aber auch durch neue Eindrücke unkenntlich werden und ins Unbewußte verschwinden, also dem Menschen nicht mehr zum Bewußtsein kommen.

Solange der Mensch lebt, bilden sich immer wieder neue Schichten, die bestimmt sind, neue Eindrücke aufzunehmen und widerzuspiegeln. Jedoch wird die Empfindsamkeit immer geringer, und es werden sich daher die Bilder nicht mehr so scharf abheben von der Empfangsfläche und also auch nicht mehr dem Denkapparat die Eindrücke so stark vermitteln können, so daß sich dies äußert in Vergeßlichkeit, in schwächerem Fassungsvermögen und im Nachlassen der Aufnahmefähigkeit für Eindrücke, die eine gewisse Konzentration erfordern.

Es arbeitet der Denkapparat nun nur noch langsam, es sind die Eindrücke von außen nicht mehr imstande, eine erhöhte Tätigkeit zu veranlassen; es werden die Bilder nicht mehr klar der Gehirnwandung vermittelt, und es tritt eine Stockung ein in der gesamten Gedankentätigkeit .... Es wird der Mensch nicht mehr leicht und unbeschwerlich die einzelnen Vorgänge sich ins Bewußtsein rufen können, weil diese Bilder unklar und verschwommen sind, jedoch die früheren Vorgänge mit Genauigkeit schildern können, weil diese Bilder unverwischt und klar in seinem Bewußtsein vorhanden sind und sogar aus frühester Zeit ans Tageslicht gefördert werden können, weil der Denkapparat von jenen klaren Bildern beeindruckt werden kann und also in Form von Gedanken jedes Bild zum Vorschein kommt.

Der Vorgang der gedanklichen Tätigkeit ist wie ein ständiges In-die-Tiefe-Tauchen und zur Oberfläche Herauf-Holen .... so es sich um frühere Erlebnisse handelt. Zahllose Bilder sind in zahllose Blättchen eingegraben, alles Freie, Unbeschriebene ist bedeckt worden von Eindrücken, die das menschliche Auge vermittelt hat, und zahllose Flächen sind von gedanklichen Bildern bedeckt worden, die ein von außen eindringendes Bild wieder entstehen ließ.

Die gedankliche Funktion der dazu bestimmten Organe ist also eine in sich bedingte Tätigkeit, hervorgerufen durch äußere Eindrücke und ausgeführt durch den Willen des Menschen, diese oder jene Bilder auf sich wirken zu lassen.


Es brauchen diese Bilder nicht immer durch das Auge zu ihm dringen, es können auch geistige Bilder den gleichen Vorgang auslösen, Bilder, die der Mensch in sich selbst durch seinen Willen entstehen läßt und die dann eine damit zusammenhängende Gedankentätigkeit auslösen.

Es werden jene Organe also erst durch den Willen des Menschen angeregt, tätig zu sein, und es nehmen die Gedanken nun jene Richtung, die dem Willen des Menschen entspricht. Rein irdische Interessen und Vorstellungen werden erklärlicherweise nur solche Bilder der Gehirnwand vermitteln, und es wird die Denktätigkeit sich also so äußern, daß ebensolche Gedanken den Menschen beherrschen, die mit den irdischen Vorstellungen übereinstimmen.

Immer ist der Gedankengang des Menschen konform gehend mit seinem Willen .... Es bestimmt der Wille seine Gedankenwelt .... Und darum ist der Mensch auch für seine Gedanken verantwortlich, da es ihm freisteht, seinem geistigen Auge Bilder zu vermitteln gleich welcher Art. Nur darf er nicht vergessen, daß zu viele irdische Bilder die Eindrucksfähigkeit vermindern und es also sein eigener Nachteil ist, wenn die gedankliche Tätigkeit entsprechend geringer wird und zuletzt für geistige Wahrheiten, d.h. gedankliche Übermittlungen, nicht mehr aufnahmefähig ist. Es werden sonach alle Gedanken immer das ausdrücken, was den Menschen zutiefst bewegt .... und also ist der Mensch, der vom göttlichen Schöpfer mit allen Fähigkeiten .... wozu auch die gedankliche Tätigkeit gehört .... ausgestattet ist, voll verantwortlich für alle seine Gedanken, weil es ihm freisteht, diese zu formulieren nach seinem Willen ....

Amen

   
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Maria
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #2 am: 06. März 2012, 08:45:03 »

Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 232


232. — Der Bau des menschlichen Gehirns

[GEJ 4.232.1] (Der Herr:) „Nun aber werden wir sehen, ob wir uns ein Gehirntäfelchenwerk zu eurer näheren Belehrung werden zu verschaffen imstande sein! Wir könnten uns nun zwar aus Rom durch den Raphael sogleich ein paar natürliche Menschenköpfe herschaffen lassen – denn soeben sind zwei Hauptverbrecher in Rom, sogar auf dem Kapitol, enthauptet worden! –, aber es wäre uns mit diesen Bösewichtsschädeln wenig oder nichts geholfen!

[GEJ 4.232.2] Es soll denn geschehen, daß uns der Engel vier ganz taugliche weiße und ganz reine Kiesel aus irgendeinem Bache herbeischafft. Aus diesen werden wir ein menschliches Gehirn darzustellen suchen, so gut sich das mit der Materie nur immer tun läßt. – Raphael, gehe und besorge das Verlangte!“

[GEJ 4.232.3] Raphael ward nun auf einmal unsichtbar, etwa sieben Augenblicke lang; dann aber stand er wieder plötzlich bei uns und legte vier ganz schneeweiße Kiesel vor uns, das ist vor Mir, auf den Tisch. Zwei waren größer und zwei kleiner, entsprechend dem großen Vorderhauptsgehirn für Lichtbilder und dem kleinen Hinterhauptsgehirn für die Zeichen der Töne.

[GEJ 4.232.4] Als die Steine vor Mir in rechter Ordnung lagen, rührte Ich sie an, und sie wurden durchsichtig wie ein reinster Bergkristall. Darauf hauchte Ich sie an, und sie teilten sich in Millionen vierflächiger Pyramidchen, jedes bestehend aus drei Seiten oder Außenflächen und aus der Unterfläche.

[GEJ 4.232.5] Die zwei zu Meiner Rechten aufgestellten Steine stellten das Gehirn in rechter Ordnung und die zu Meiner Linken das Gehirn in der durch die falsche Erziehung und durch andere nachträglich böse Einflüsse verkehrten Ordnung dar, wie es gewöhnlich unter den Menschen vorkommt.

[GEJ 4.232.6] Da aber waren nicht lauter Pyramiden, sondern nebst den wenigen Pyramiden waren nahezu alle in der Meßkunst vorkommenden stereometrischen Formen, Figuren und Typen zu ersehen, was um so genauer zu ersehen war, als Ich durch einen Anhauch die vorliegenden Gehirnnachgebilde ums Zehnfache vergrößert hatte, so daß nun vier ganz große Haufen vor uns auf dem Tische, der zu dem Behufe von Raphael schnellst um ein Bedeutendes vergrößert werden mußte, vor den Augen der überaus erstaunten Jünger wohlaufgerichtet lagen.

[GEJ 4.232.7] Ich sagte: „Nun könnet ihr die Tafelformen aller vier Gehirnhaufen wohl absonderlich und gut unterscheidbar betrachten!

[GEJ 4.232.8] Seht, hier zur Rechten besteht das große Vorderhauptsgehirn aus lauter höchst regelrechten Pyramiden, und ebenso das kleine Hinterhauptsgehirn aus den gleichen Pyramiden, – nur sind sie ums Dreifache kleiner, aber zur Aufnahme von lauter Luftvibrationszahlen für die Seele dennoch groß zur Übergenüge.

[GEJ 4.232.9] Besehet aber nun auch die beiden Haufen zu Meiner Linken! Da gibt es schon sehr verschiedene Formen, wie schon früher bemerkt, und sie passen nirgends gut zusammen; bald ist da, bald dort ein hohler Raum und gibt Anlaß zu allerlei falschen Abspiegelungen, wie ihr solches später tatsächlich erschauen werdet. Das Hinterhaupt, ganz dem Vorderhaupte gleichend, hat ebenfalls ums Dreifache kleinere Tafelformen denn das Vorderhaupt. – Betrachtet nun einmal die Formen!“

[GEJ 4.232.10] Nun kommen alle, um zu betrachten das nun aus den vier Kieselsteinen künstlich im vergrößerten Maße dargestellte Gehirn – bis jetzt noch bloß nur in seinen Pyramidaltäfelchen-Formen ohne innere Kammerabteilung und ohne Verband der Gehirntäfelchen untereinander.

[GEJ 4.232.11] (Der Herr:) „Wenn alle sich davon einen möglichst klaren Begriff werden genommen haben, werde Ich durch einen wiederholten Anhauch die Gehirntäfelchen in Kammern absondern und sie in jeder Kammer polarisch verbinden sowie die Kammern selbst und das Vorderhaupt mit dem Hinterhaupte, damit dadurch die Gehirntäfelchen, welcher Art sie auch seien, bilder- und zeichenaufnahmefähig werden.“

[GEJ 4.232.12] Cyrenius kann sich vor lauter Staunen gar nicht erholen und sagt endlich: „Ah, nun geht mir ein Licht auf! Die Urägypter, die zuerst ihre Schulhäuser in der Gestalt der Pyramiden erbaut haben, waren sicher noch urvollkommene Seelenmenschen, also von innen voll Lichtes, und konnten beschauen ihres Leibes organischen Bau! Denen werden diese Pyramidalformen, als für das Erkennen des Menschen die wichtigsten, sicher auch beschaulich gewesen sein, und sie haben hernach denn auch diese Form bei der Erbauung ihrer großartigsten Schulhäuser gewählt. Ja, sie werden auch den Bau einer jeden einzelnen Gehirntafelpyramide möglichst genau durchschaut und durchmustert und dann einer jeden Pyramide auch innerlich eine solche Einrichtung im größten Maßstabe gegeben haben, als wie organisch eingerichtet sie eine Gehirntafelpyramide gefunden haben!

[GEJ 4.232.13] Darum hat so eine Pyramide innerlich eine solche Menge von allerlei Gängen und Gemächern, bei und mit denen sich ein nun auch schon allervernünftigster Mensch unmöglich mehr auskennen kann, wofür das eine oder das andere gut war! – Herr, habe ich nun wohl so ganz recht geurteilt?!“

[GEJ 4.232.14] Sage Ich: „Ganz vollkommen recht und richtig; denn also war es, und die Ägypter haben denn auch die Flächen der Pyramiden besonders von innen mit allerlei Zeichen und Schriften und Bildern bemalt, die entsprechend alles mögliche anzeigten, was ein Mensch auf dieser Erde in seinem Fleische durchzumachen und zu erkämpfen hat, wie er sich selbst zu erkennen hat, und wie die wahre Liebe der Mittelpunkt alles Lebens ist.“
« Letzte Änderung: 07. März 2012, 06:28:19 von Maria » Gespeichert
Maria
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #3 am: 06. März 2012, 09:05:10 »

Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 233


233. — Der Zusammenhang des Vorderhauptgehirnes mit dem Hinterhauptgehirn.

[GEJ 4.233.1] (Der Herr:) „Aber nun hauche Ich unsere vier Gehirnhaufen noch einmal an, und du wirst dann auch etwas Ähnliches wie die zwei und zwei Oubeliske (Spitzsäulen) vor den Pyramiden erschauen. Die Spitzsäulen waren wohl zu einem andern Zwecke bestimmt als die je zwei und zwei Säulchen vor jeder Fläche der Gehirnpyramidentäfelchen; denn die Spitzsäulen vor den Pyramiden zeigten bloß an, daß in den Pyramiden die Weisheit zu suchen sei, wozu freilich nur ein erwiesen reiner Mensch zugelassen wurde.

[GEJ 4.233.2] Die zwei Spitzlein vor den Gehirntäfelchenflächen, deren somit jedes Gehirnpyramidlein acht besitzt, sind die Schreibstifte, mit denen mittels der Bewegung der dazu eigenen Gehirnnerven, die mit den Seh- und Gehörnerven in einer höchst kunstvollen und organisch-mechanischen Verbindung stehen, die Täfelchen entweder nach einer gewissen Ordnung beschrieben oder mit noch anderen entsprechenden geistigen Lichtbildern bezeichnet werden.

[GEJ 4.233.3] Gebt aber nun ganz besonders acht auf alles, was da vorkommen wird! Wir wollen nun diese Schreibstifte mit einer Lymphe füllen und zuerst unsere Betrachtungen bei dem ordentlichen Gehirne anfangen! – Ich will, daß die Täfelchen dieses Gehirnes zuerst ordentlicherweise, wie von einem Gemüte ausgehend, sowohl seh- als auch gehörseits, ganz ordentlich überzeichnet werden!“

[GEJ 4.233.4] Nun strengten alle nach Möglichkeit die Augen an und starrten mit der gespanntesten Aufmerksamkeit nach unserem Gehirnapparate. Ich mußte hier freilich die Lichtbilder auch von materiellem Grellichte entstehen lassen; denn mit dem Seelenlichte wäre für die Fleischaugen Meiner Jünger so gut wie nichts zu sehen gewesen. – Was bemerkten denn nun die aufmerksamsten Beobachter?

[GEJ 4.233.5] Sie bemerkten, wie sich aus den Spitzen rötliche und bläuliche Sternlein über die Gehirntäfelchen ergossen, und zwar in einer solchen Ordnung, daß ein recht scharfes Auge aus diesen zahllosen Sternlein auf den Gehirntäfelchen allerlei der wundersamsten Bildchen zu entdecken begann.

[GEJ 4.233.6] Ich bewirkte für diesen Augenblick freilich auch, daß die Augen der Beobachtenden auf einige Augenblicke die stark vergrößernde Eigenschaft eines Mikroskopes bekamen, was hier sehr notwendig war, weil sonst die Beobachter von den wunderbaren Lichtzeichenbildern und -formen nicht viel ausgenommen haben würden. Da hätte die frühere zehnfache Vergrößerung der Gehirnpyramidchen nicht ausgelangt. Da sie aber nun die Gehirntäfelchen ums Tausendfache größer ersahen, so konnten sie schon immer recht sehr vieles entdecken.

[GEJ 4.233.7] Ich fragte denn nun auch den Cyrenius, was er nun alles sähe. Und er sagte: „Herr, Wunder über Wunder! Aus den sehr beweglichen und aus sehr vielen Organen nach der ganzen Länge und nach kreuz und quer bestehenden Vorpyramid-Obelisken strömen fortwährend eine Menge Sternlein von lichtrötlicher und lichtbläulicher Farbe. Die beiden gleichsam Fühlhörner jeder der vier Pyramidenflächen sind ununterbrochen tätig und fahren mit ihren funkensprühenden Spitzen ununterbrochen auf der ihnen gegenüberstehenden Pyramidenfläche mit aller Emsigkeit umher und bestreuen diese mit den Sternlein. Man sollte meinen, daß durch dieses scheinbar sinnlose und wie zufällige Herumfahren auf der Dreikanttafel nichts als ein Gekritzel herauskommen könne; aber es wächst wie von selbst allerlei ordentliches Gebildwerk heraus und ist gar lieblich anzusehen.

[GEJ 4.233.8] Nur merke ich nun, daß die beiden Säulchen ganz ruhig werden, wenn eine Fläche einmal voll angezeichnet ist. Es ist aber kaum glaublich, daß diese tausendmal tausend Zeichen und Bildchen in der kurzen Zeit von den zwei lebendigen Zeichenstiften auf eine solche Dreiecktafel haben hingezeichnet werden können! Die Formen sind zwar noch sehr klein, obwohl wir so eine Fläche in der größten Manneshöhe erschauen; aber so rein stehen diese kleinen Bildchen und Zeichlein da, daß man sich schon nichts Reineres und Vollendeteres denken kann.

[GEJ 4.233.9] Aber warum sind denn im Hinterhaupte auf den dem Vorderhaupte ganz ähnlichen Täfelchen keine Bildchen zu entdecken? Ich entdecke darauf nichts als pure Linien, Punkte und anderes hakenförmiges Zeichenwerk, aus dem ich nicht klug werden kann. Was soll denn das zu bedeuten haben?“

[GEJ 4.233.10] Sage Ich: „Das sind Zeichen der Töne und Zeichen des Wortes; sie stehen aber dennoch nicht allein für sich da, sondern stehen stets mit einer Fläche eines Vorderhauptsgehirntäfelchens in einer polarischen Verbindung, und der Ton oder der Begriff, der auf des Hinterhauptes Täfelchen mittels Linien, Punkten und anderer hakenförmiger Zeichen aufgetragen wird, wird im selben Momente auch gewöhnlich auf die zuunterst liegende Pyramidenfläche des Vorderhauptes als ein entsprechendes Bildlein aufgezeichnet und so der Seele zur leichtere Erkennung dargestellt.

[GEJ 4.233.11] Um das zu bewerkstelligen, müssen eine Menge von Nervenfäden von jedem Gehirnpyramidchen des Hinterhauptes zum entsprechenden Pyramidchen des Vorderhauptes gezogen sein, ansonst sich niemand von einem vernommenen Begriffe, von einer mit Worten beschriebenen Gegend oder Handlung eine klare Vorstellung machen könnte.

[GEJ 4.233.12] Unartikulierte Töne, auch Musik, werden nicht übertragen, daher sich denn auch kein Mensch unter einem Tone oder unter einer Harmonie oder einer Melodie irgendein Bild oder irgendeine Sache vorstellen kann; denn, wie gesagt, es werden solche Töne nicht auf des Vorderhauptes Gehirntäfelchen wiedergezeichnet, sondern bleiben allein auf einer entsprechenden Pyramidenfläche des Hinterhauptes haften als Linien, Punkte und Häkchen.

[GEJ 4.233.13] Von den mit puren Tönen angezeichneten Hinterhauptspyramidflächen gehen aber dafür Nerven durch das Rückgratmark zu den Magengrubennerven (Ganglien) und von da zum Herzen, aus welchem Grunde denn die Musik, wenn sie ganz rein ist, auch hauptsächlich nur auf das Gemüt wirkt, es ergreift und nicht selten zart und weichfühlend macht.

[GEJ 4.233.14] Aber vom Gemüte ausgehend und aufsteigend, können die Töne dennoch durch das Licht der Liebe als die Sternlein durch zwei Obelisklein auf die Gehirntäfelchen in Formen gezeichnet werden und sind dann der Seele nicht selten wahre Wegweiser in die großen Lebenshallen des Geistes, und aus diesem Grunde kann eine rechte und ganz reine Musik der Seele sehr behilflich sein zur vollen Einigung mit ihrem Geiste. Daher lernet und lehret auch die reine Musik, wie sie dereinst David betrieb!

[GEJ 4.233.15] Daß eine reinste Musik das vermag, könnet ihr auch daraus ersehen, daß ihr auf einem Platze Feinde und Freunde aufstellen und dann in ihrer Mitte erschallen lassen könnet die reine Musik, und ihr werdet statt der Feinde bald lauter gemütliche Freunde erblicken. Aber es bringt diese Wirkung nur eine reinste Musik zustande; eine unreine und zotige Musik bewirkt gerade das Gegenteil.

[GEJ 4.233.16] Du hast denn nun gesehen, wie auch die Töne auf einem Umwege dennoch auch als etwas Beschauliches der Seele vorgestellt werden, wennschon nicht als Sachbilder, so doch als höhere geistige Formen in Gestalt von allerlei Zeichen, wie man ähnliche auch auf den alten Denkmälern Ägyptens antrifft. Ich meine, daß dir das bisher Gezeigte so ziemlich klar sein wird, und so setze Ich da nichts Weiteres mehr hinzu, als daß das alles nur bei einem wohlgeordneten und unverdorbenen Gehirne vorkommt in der ordentlichen Vorbildung aus dem Gemüte, wo die Gehirntäfelchen zuerst mit dem Lichte mit allerlei seelischen und geistigen Formen beschrieben werden.“
« Letzte Änderung: 07. März 2012, 06:27:08 von Maria » Gespeichert
Maria
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #4 am: 06. März 2012, 09:16:57 »

Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 234



234. — Die Verbindung der Sinnesorgane mit dem Gehirn

[GEJ 4.234.1] (Der Herr:) „Da wir aber nun diese gar wichtigste Vorarbeit beschaut und begriffen haben, so müssen wir, um die Sache ganz zu verstehen, auch noch ganz kurz auf das einige Blicke richten, wie endlich die Seele auch die Bilder aus der materiellen Welt denselben Gehirntäfelchen einprägen läßt.

[GEJ 4.234.2] Sehet nun her, es sollen nun denn auch Bilder, durch die Augen kommend, den Gehirntäfelchen eingeprägt werden! – Ich will es, und also geschehe es!

[GEJ 4.234.3] Besehet nun die besonders vor zwei Flächen angebrachten Schreibstifte oder Obelisken, wie sie nun auf einmal ganz dunkel geworden sind! Es hat das Ansehen, als wären sie mit einem sehr dunklen Safte angefüllt worden, und sehet, schon sind wir alle, zum Reden getroffen, auf die Gehirntäfelchen von Zug zu Zug, nebst den Bäumen und nebst allem, was uns da zu Gesichte kommt, gezeichnet! Aber nicht nur einseitig und tot, sondern allseitig und wie lebendig!

[GEJ 4.234.4] Jede Bewegung, die wir machen, wird hier ein wie tausendmal tausend Male wiedergegeben, und dennoch bleibt eine frühere oder auch tausend frühere Stellungen, in der Pyramide inneren Gemächern eingezeichnet, dem Auge der Seele gleichfort ersichtlich, weil vom geistig-seelischen Lichte gleichfort erhellt; und das bewirket das, was man zum Teil ,Gedächtnis‘ und zum Teil ,Erinnerung‘ nennt, weil es inwendig der Gehirnpyramiden haftet. Dieses vervielfacht sich aber auf dem Wege der vielfältigsten Reflexion so, daß man einen und denselben Gegenstand dann unzählige Male in sich tragen kann.

[GEJ 4.234.5] So trägt ein jeder Mensch, besonders in seiner Seele und noch unaussprechbar mehr in seinem Geiste, die ganze Schöpfung vom Größten bis zum Kleinsten ihrer Teile in sich, weil er daraus genommen ist.

[GEJ 4.234.6] Beschaut er nun die Sterne oder den Mond oder die Sonne, so wird alles das von neuem wieder in seine Gehirnorgane gezeichnet auf die euch nun gezeigte Art, und die Seele beschaut es und hat ein rechtes Wohlgefallen daran, und es wird das Geschaute durch die rechte Lust der Seele gleich in der Gehirnpyramidchen Inneres und Innerstes, natürlich in sehr verkleinertem Maßstabe, vielfach auf dem Wege der inneren Reflexion eingegraben und kann von der Seele allzeit wieder gefunden und vollkommener beschaut werden.

[GEJ 4.234.7] Alle die Zeichnungen aus der Sphäre der äußeren Welt erscheinen zwar für sich nur als dunkle Bilder; aber die hinter ihnen stehenden Lichtbilder aus einer bessern Lebenssphäre erhellen die Naturbilder, und diese sind daher selbst und in allen ihren Teilen zur Genüge erhellt, so daß sie die Seele in ihrem Innerstgefüge gar wohl durchschauen, erforschen und begreifen kann.

[GEJ 4.234.8] Zudem aber steht besonders das Vordergehirn mit den Geruchs- und Geschmacksnerven in einer steten Verbindung, so wie das Hinterhaupt mit den allgemeinen Gefühlsnerven. Diese hinterlassen denn auch auf den eigens dazu bestimmten Gehirntäfelchen gewisse Merkmale, aus denen die Seele gleich und ganz leicht wieder erkennt, wie zum Beispiel eine oder die andere Blume oder Salbe riecht, oder wie diese oder jene Speise, Frucht oder dieses und jenes Getränk schmeckt und auch wieder riecht; denn es ist die Einrichtung also getroffen, daß jedes Geruchs- und Geschmackstäfelchen durch sehr reizbare Nerven in strenger Verbindung mit einem oder dem andern Sachtäfelchen steht.

[GEJ 4.234.9] Sobald nun ein bekannter Geruch die Geruchsnerven jemandes in Bewegung setzt, so repräsentiert sich das auch gleich auf einer entsprechenden Geruchs- oder Geschmackstafel, und von der aus wird sogleich die entsprechende Sachtafel angeregt, und die Seele erfährt dadurch schnell und leicht, womit sie unter jenem Geruche oder Geschmacke zu tun hat. Ebenso repräsentiert sich der Seele auch von seiten des allgemeinen Gefühls durch das Hinterhaupt die Sache, durch die irgend das Gefühl erregt worden ist, in ihrer Form und Beschaffenheit. Aber das alles geschieht wohl erkenntlich nur bei einem, wie nun gezeigt, höchst geordneten Gehirne; bei dem andern, ungeordneten Gehirne werden wir hie und da kaum entfernte Ähnlichkeiten mit diesem geordneten Gehirne finden, wie wir uns davon gleich faktisch und praktisch überzeugen werden.

[GEJ 4.234.10] Ihr bemerket dieses zweite Gehirn in seinem Tafelgefüge und in der Unregelmäßigkeit der Haupt- und Nebenkammerabteilungen schon als ein Gemenge von allerlei stereometrischen Figuren, darunter auch Scheiben, Kugeln, Sphäroiden und sonstige breiartige Klumpen. Die Obelisken vor den Flächen sind zumeist gar nicht als daseiend ersichtlich; und wo sie noch ersichtlich sind, da sind sie wie ganz verkümmert und selten von irgend gleicher Größe und Stärke!

[GEJ 4.234.11] Wie kann solch ein Gehirn einer Seele dienlich sein? Dies Gehirn, wie es sich nun darstellt, kam aus den gezeigten Gründen schon also zerrüttet aus dem Mutterleibe. Wir werden aber nun sogleich ersehen, welchen Verlauf es mit der gewöhnlichen Weltbildung nehmen und zu welch einem Ende und Ziele es gelangen wird. Gebet nun alle wohl acht darauf!“
« Letzte Änderung: 07. März 2012, 06:25:45 von Maria » Gespeichert
Maria
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« Antworten #5 am: 06. März 2012, 10:27:58 »

Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 235


235. — Das unverdorbene und das verdorbene Gehirn

[GEJ 4.235.1] Fragt Cyrenius etwas verblüfft: „Herr, ist denn dies nur von Dir allmächtiger- und somit wunderbarerweise hierhergeschaffene Gehirn auch schon in einem Mutterleibe seiend verdorben worden durch die sinnlich- wollüstigen Nachbeischläfe?“

[GEJ 4.235.2] Sage Ich: „Aber Freund, welch eine Frage von dir! Sagte Ich denn nicht ehedem, daß dieses alles nur also dargestellt wird, wie es in der Wirklichkeit vorkommt? Wem könnte es denn je beifallen, daß dieses hier nur der Belehrung wegen künstlich dargestellte Gehirn je im Ernste in einem Mutterleibe wäre verdorben worden?! Es sieht nur genau also aus, und darum sagte Ich: Dies Gehirn kam schon also zerrüttet, wie es sich zeigt, aus dem Mutterleibe! Das ist nur eine etwas bestimmtere Diktion des leichteren Verständnisses wegen und darum an sich nur eine nachgebildete Wirklichkeit, aber keine genitative (erbliche), wahre Realität! – Bist du nun im klaren?“
[GEJ 4.235.3] Sagt Cyrenius: „Herr, vergib mir meine große Dummheit; denn ich sehe sie nun schon ein!“

[GEJ 4.235.4] Sage Ich: „Das wußte Ich wohl, daß du es einsehen wirst; aber zu deiner nun höchst albernen Frage hatte dich so ein reminiszierender (erinnernder) Weltspritzer in dein Gehirn verleitet, und du kannst daraus ersehen, welch eine Weisheit alle sogenannte Weltklugheit einer nach Wahrheit lechzenden Seele bietet oder bieten kann!

[GEJ 4.235.5] Alle Fragen der Weltklugen sind an und für sich schon über alle die Maßen dumm; wie sieht es dann erst mit den Antworten aus, die andere Weltkluge den fragenden Weltklugen geben? So ihr Licht schon Nacht und Finsternis ist, wie sehr Nacht und Finsternis wird dann erst ihre wirkliche Nacht und Finsternis sein?

[GEJ 4.235.6] Darum hütet euch vor aller Weisheit der Welt; denn Ich sage es euch, daß sie um vieles finsterer und böser ist als das, was die hochangesehene Weltweisheit Dummheit nennt! Denn einem Weltdummen ist leicht zu helfen, während einem so recht aus der Wurzel Weltweisen gar nicht mehr oder nur höchst schwer zu helfen ist. Ihr fragt läppischerweise, ob denn der eigentlichen Weltweisheit gar nicht mehr zu helfen wäre? Das liegt doch nun mit diesem zweiten, verdorbenen Gehirne klar am Tage vor euch!

[GEJ 4.235.7] Seht dies rechts aufgestellte urgeordnete und ganz unverdorbene Gehirn an! Welch eine Klarheit in seinen Gebilden! Alles Licht und Licht, und alle Formen, sowohl ihrer äußern Umfassung, wie auch ihrem innern organischen Gefüge nach, sind da in höchster Klarheit rein ausgebildet zu sehen! Welch klare Begriffe und Vorstellungen muß eine solche Seele von all den Dingen und Verhältnissen bekommen! Wie weise und wie in jeder Hinsicht lebenskräftig steht ein solcher Mensch da! Wer aus der Zahl der vielen Weltkinder kann sich mit ihm messen?! Was eine urgeordnete Seele alles vermag, das habt ihr früher an den Schwarzen zu beobachten Gelegenheit gehabt!

[GEJ 4.235.8] Nun aber haben wir ein verdorbenes Gehirn vor uns und werden es schauen, wie dieses durch eine nachträgliche,
allerschlechteste und verkehrteste Erziehung noch mehr verdorben wird, und ihr werdet daraus mehr denn klar doch wohl ersehen können, wie gänzlich frucht- und weisheitslos so eine Weltweisheit gegenüber der wahren, himmlisch geordneten Weisheit sich ausnimmt! Sehet an nun dieses wahre Chaos von einem Gehirne! Nirgends ein geordneter Zusammenhang; hie und da nur ein verkrüppeltes Gehirnpyramidchen! Die ganze Geschichte sieht lange eher einem Schotterhaufen denn irgendeinem Gehirne gleich!

[GEJ 4.235.9] Eine solche Gestalt bekommt das Gehirn schon im Mutterleibe! Was soll aus einem Menschen in der Folge werden, welche Fortschritte wird er in der wahren Lebensschule machen mit solch einem Gehirne?! Ja, wenn man es noch beließe und finge mit einer sorgfältigen Bildung des Gemütes an bei zehn Jahre lang! Aber wo bleibt die Gemütsbildung?! Es wird ihrer gar nie mehr gedacht, in den höherstehenden Volksklassen schon gar nicht! Die untere Volksklasse aber weiß ohnehin weder von einer Seelen- noch Lebensbildung irgend etwas Besseres mehr als die lieben Tiere der Wälder, und ihre Eigenschaften gleichen vollkommen jenen Urbewohnern der Wälder, die vom Raube und Blute anderer sanfterer Tiere sich ernähren und leben.“
« Letzte Änderung: 07. März 2012, 06:24:48 von Maria » Gespeichert
Maria
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #6 am: 07. März 2012, 05:50:05 »

Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 236

236. — Der Charakter des Weltweisen und sein jenseitiges Unglück

[GEJ 4.236.1] (Der Herr:) „So schlecht aber derartige Menschen auch notwendig sind, so ist aus ihnen dennoch eher ein vollkommener Mensch zu machen als aus einem echten Weltweisen. Die Weltweisen haben zwar in mancher Hinsicht – das heißt auf einen Punkt hingezielt, meistens auf den selbstsüchtigen – einen recht scharfen Verstand, und das auf Grund dessen, weil die Pyramidalgehirntäfelchen sich zum wenigsten in der Mitte des Gehirns bei jedem Menschen teil- und zeilenweise erhalten, und das macht, daß viele Weltweise in einem gegenseitigen Rathalten mitunter, aber nur für rein irdische Zwecke, irgend etwas Besonderes herausbringen; aber alles Innere, Tiefere – Geistige bleibt ihnen dennoch fremd. Denn zwischen den Vorteilen der Welt und jenen ewig dauernden des Geistes und der Seele bleibt eine unübersteigbare Kluft, über die ewig nimmer auch der schärfste Weltverstand je eine Brücke finden wird.


[GEJ 4.236.2] Und seht, das liegt alles in der Grundverdorbenheit des menschlichen Gehirnbaues schon im Mutterleibe und darauf in der nahe noch schlechteren Erziehung des Herzens und des Gemüts; denn würde wenigstens nach der Geburt eine rechte Erziehung des Herzens und des Gemütes erfolgen, so würde durch diese das im Mutterleibe verdorbene Gehirn zum größten Teile wieder zurechtgebracht werden, und die Menschen könnten in der Folge zu so mancher Helle und Lebenskraft gelangen, und durch eine fortgesetzte rechte Demut und wahre Herzensgüte würde sich, freilich nach Jahren, das Verlorene wieder ganz finden oder ersetzen lassen.

[GEJ 4.236.3] Denn wer da sät auf ein gutes Erdreich, bei dem kann die Ernte nicht unterm Wege bleiben; aber so in das ohnehin ganz magere und schlechte Erdreich weder ein Dünger und noch weniger je ein Same der vollen Wahrheit des Lebens gestreuet wird, wie und von woher soll da eine Frucht oder gar eine reichliche Lebensernte zu erwarten sein?

[GEJ 4.236.4] Ja, die Weltmenschen verstehen es wohl recht, den materiellen Boden der Erde gleich den Schweinen und Schermäusen zu durchwühlen und mit allerlei Früchten zu bebauen. Sie machen bedeutende Ernten, füllen ihre Scheuern und Getreidekästen bis obenan und werden darauf voll Stolzes und Hochmutes und darum desto härter und gefühlloser gegen die arme Menschheit, welcher die zu große Habgier der Weltreichen und darum Mächtigen keine Spanne breit Erdreichs zum sich selbst erhaltenden Eigentume zukommen ließ.

[GEJ 4.236.5] Also das verstehen die Weltmenschen ganz vortrefflich; aber das Erdreich des Geistes, des ewigen Lebens, lassen sie gleichfort brachliegen und kümmern sich wenig darum. Ob darauf Dornen oder Disteln wuchern, das kümmert sie wenig oder nichts, und es wird darum begreiflich, wie und warum die Menschen dieser Erde anstatt besser stets schlechter und elender werden. Wenn sie sich nur prachtvolle Paläste erbauen können, liegen auf weichen Betten, und sie haben, um ihren Bauch mit den besten Leckerbissen zu stopfen und ihre Haut zu bekleiden mit weichen, königlichen Kleidern, dann haben sie genug und sind zufrieden; denn sie haben ja das, was ihr selbstsüchtigstes Fleischleben nur immer verlangen kann durch die kurze Zeit ihres irdischen Lebens.

[GEJ 4.236.6] Wenn aber dann kommt der stark hinkende Bote, die böse Krankheit und ihr folgend, der Tod, dann geht ihre verkümmerte Seele von einer großen Angst in eine stets noch größere, endlich in die volle Verzweiflung, Ohnmacht und endlich gar in den Tod über, und lachende Erben teilen sich dann in die hinterlassenen großen Schätze und Überflüsse des verstorbenen Weltnarren. Und was hat dieser dann jenseits? Nichts als in jeder Hinsicht die größte Armut, die größte Not und das größte, für diese Welt unbeschreibbare Elend, und nicht etwa nur so auf eine kurze Zeit, sondern auf für eure Begriffe undenkbar lange Zeiten, die ihr ganz sicher mit dem Begriffe ,ewig‘ bezeichnen könnet, was aber auch ganz natürlich ist; denn woher soll eine Seele, die nie für etwas anderes gesorgt und gearbeitet hat als nur für ihren Leib, die Mittel nehmen, um sich zu vollenden in einer Welt, die in nichts anderem bestehen kann und darf als nur in dem, was eine Seele in sich hat und dann durch ihren geistigen Außenlebenslichtäther in eine sie umgebende Wohnwelt umgestaltet.

[GEJ 4.236.7] In solch einer Welt sollte ihre neue, liebtätigste Wirtschaft in ihrem höchst eigenen Geisterreiche beginnen. Wie soll aber das möglich sein, wenn ihr Gemüt, respektive Herz, verhärtet und unempfindsam ist, stets tiefer in einen sich selbst bedauernden Ärger versinkt, Zorn und Rache brütet, und wenn in ihr der Geist wie völlig tot, taub, stumm und blind ist und somit der Seele Gehirntäfelchen nimmer beschauen und in den hellen Augenschein nehmen kann?

[GEJ 4.236.8] Und würde ein solcher himmlischer Geist, so es möglich wäre, sich in der total verkümmerten Seele auch aufrichten, um zu beschauen und zu befühlen, was alles im Gehirne der Seele für Dinge vorhanden sind, um ihr daraus ein neues Wohn- und Wirkungsreich schaffen zu helfen, so würde er im Gehirne der Seele dennoch nichts finden, woraus er selbst, ihr helfend, das zu bewerkstelligen vermöchte. Denn von all dem Materiellen, was die Seele in dieser Welt in ihr total verdorbenes Fleischgehirn aufgenommen hatte, konnte unmöglich etwas in ihr eigenes geistiges Gehirn gelangen, weil ihr für solch eine Übertragung das Hauptlebensmittel, das Licht aus der Lebensliebesflamme zu Gott und daraus zum Nächsten, gänzlich fehlte!“
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Maria
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« Antworten #7 am: 07. März 2012, 06:01:11 »

Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 237


237. — Die Folgen eines geistig finsteren Gehirns

[GEJ 4.237.1] (Der Herr:) „Oder gebet ihr einen noch so hellen Spiegel in einen total finstern Keller, ob sich wohl die im Keller befindlichen Gegenstände darauf abbilden werden? Ihr werdet, als mit eurem Keller ganz vertraut, mit eurem Tastsinne die darin befindlichen Gegenstände nach ihrer Art wahrnehmen und zur Not auch ohne ein Licht erkennen; aber einen Spiegel werdet ihr umsonst in dem finstern Keller aufstellen, denn der wird euch ohne Licht nie ein feines Abbild von den Kellerdingen für eure Augen liefern.

[GEJ 4.237.2] Also ist es auch bei einem Menschen mit einem weltgebildeten, verdorbenen und finsteren Gehirne der Fall. Von dem aus geht kein die entsprechenden geistigen Formen in sich tragender Lichtstrahl aus dem finstern materiellen Gehirne in das seelische, also schon geistige Gehirn über, und die gänzlich verkümmerten Gehirntäfelchen der Seele bleiben in sich selbst finster und leer; dränge dann auch des Geistes Licht auf die Täfelchen, so würde das dem Geiste und der Seele ebensoviel nützen, als so da jemand stellte ein Licht in ein vollkommen leeres, nur allein mit Kalk übertünchtes Gemach.

[GEJ 4.237.3] Was wird er darin erschauen? Nichts als die leeren Wände! Welche Studien wird er wohl darin vornehmen? Sicher keine anderen als die der verzweiflungsvollen Langweile! Und den Sinn fassend, wird er sich selbst zurufen: ,Hinaus mit dir und deinem Lichte aus dieser leeren Kammer; denn da ist nichts! Dahin mit dem Lichte, allwo es etwas zu beleuchten gibt! Mit dem Lichte soll etwas gewirkt werden, – warum damit die leeren vier Wände erhellen, die, lichtvoll wie lichtlos, leer dastehen?!‘

[GEJ 4.237.4] Wenn des Geistes Augenlicht in der Seele Gehirntäfelchen blickt, und sie sind leer, dann dringt kein Licht eines Geistesauges mehr hinein, und es bleibt darin finster gleich schon so gut wie nahe für ewig! Wenn aber unwiderlegbar also und nicht anders, woher soll dann jenseits eine Seele das Baumaterial zur Erbauung einer für sie bewohnbaren Welt hernehmen? Wie wird sie das anfangen? Ihr meinet, daß Ich auch solch einer armen Seele werde helfen können? O ja, aber ewig nie durch eine Art schwachen, menschlichen, zu unzeitigen Erbarmens, sondern nur nach Meiner ewig unwandelbaren Ordnung, die aber bekanntlich überlange, langmütige und der höchsten Geduld volle Arme hat!

[GEJ 4.237.5] Erst infolge der den höchsten Kulminationspunkt erreicht habenden höchsten Not, in der die Seele durch den mächtigen Druck aller Verzweiflung in eine Art Glühleuchten übergehen wird, werden aus der höchsten Angst ihres Herzens, also aus ihrem beklommensten Gemüte wie aus einer verzehrenden Feueresse Glühfünklein in ihr Gehirn aufsteigen, und es werden sich daraus Dämmerbilder ihrer Not, ihrer Qual, ihrer Pein, ihrer Schmerzen, ihres Elends, ihrer Ohnmacht, ihrer Verlassenheit in ihre Gehirntäfelchen einprägen; dann erst wird sie selbst wieder zu einigen magersten Ideen gelangen und nach langen Zeiten imstande sein, anzufangen, aus solchen höchst kläglichen Bildern sich eine höchst magere Wohnwelt aus sich anzulegen!


[GEJ 4.237.6] Um solch einen Besitz aber wird sie sicher wohl niemand beneiden, und es wird abermals höchst lange hergehen, bis so eine Seele aus sich eine Verbesserung ihrer Zustands-Wohnwelt bewirken wird. Dazu werden lauter Gewaltmittel zur tätigen Belebung ihres Gemüts von neuem nötig sein! Erst aus den vielen und vielen Notständen wird solch eine Seele zu einer Copia von wenigstens lauter höchst traurig aussehenden Begriffen in ihr über sich selbst gelangen und wird sich daraus also auf ihrem Grund und Boden Wege zu ordnen anfangen, auf denen sie nicht so leicht mehr in die allerhöchste Not und Verzweiflung geraten könnte!

[GEJ 4.237.7] Nun, das könnte man dann schon mit Fug und Recht ein Kapital und eine eigene Ernte nennen; aber welch eine Beschränktheit noch darin, welche Magerkeit und welch eine Unbehilflichkeit!

[GEJ 4.237.8] Wenn jemand unmündige Kinder in einem dichten Walde aussetzete, so wäre ein möglicher Fall, daß eines oder das andere aufkäme im Walde. Nehmen wir an, es kämen ein Männlein und ein Weiblein davon, weil sie gerade unter einem Feigenbaum ausgesetzt wurden, dessen Früchte, ihnen in den Schoß fallend, sie anfänglich ernährten bis zu einem gewissen Alter, in welchem sie, als ganz verwildert, sich dann auch eine andere Kost zu suchen anfangen würden! Sie wüchsen nun auf, erreichten ein mannbares Alter, zeugeten Kinder, und es würde aus ihnen in ein paar Jahrhunderten ein Volk; das aber bliebe ohne Unterricht und ohne Offenbarung von oben!

[GEJ 4.237.9] Gehe hin zu solch einem Volke und erkundige dich nach seiner Bildung, und du wirst dich überzeugen, daß du statt Menschen Tiere antreffen wirst, die viel wilder und reißender sind als alle Tiger, Hyänen, Wölfe und Bären! Du wirst unter ihnen keine Sprache, sondern nur eine Nachahmung von allerlei Naturlauten antreffen, mit denen sie sich nur ihre Gier und ihren allerrohesten Willen mitteilen. Sie werden die fremden Menschen, Tiere und Früchte roh auffressen – und bei großem Hunger auch sich selbst. Ihre Beschäftigung wird in einer beständigen Jagd nach Nahrung bestehen.

[GEJ 4.237.10] Erst wieder nach ein paar Jahrhunderten – wenn sie ihre ländergroßen Urwälder überschritten haben und an irgendein gebildetes Volk gestoßen sind, von dem sie zurückgetrieben und etliche von ihnen gefangen und einer Bildung übergeben wurden, und sage, nach öfter wiederholten solchen Fällen und nach der Rückkunft der gewitzigten und einiger zwar gefangen gewesener, aber nun mit einiger Bildung versehenen Landsleute – wird der ganze Stamm mit der Zeit zu einiger Bildung gelangen, die aber freilich von einer rein geistig menschlichen Bildung himmelweit entfernt sein wird!

[GEJ 4.237.11] Wie lange wird so ein Volk darauf aber noch zu tun haben, bis es nur wenigstens eure äußere, weltliche Kultur erreicht haben wird, und wie lange bis zu eurer nunmaligen geistigen, das heißt, auf dem bloß sich selbst überlassenen Naturwege!“
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Maria
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« Antworten #8 am: 07. März 2012, 06:06:26 »


Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 238


238. — Die Entwicklungsschwierigkeiten einer verweltlichten Seele im Jenseits

[GEJ 4.238.1] (Der Herr:) „Natürlich durch Offenbarung von oben her dürfte es mit der Bildung solch eines Naturvolkes schneller hergehen! Eine Offenbarung kann aber einem Volke auf dieser Welt leichter gegeben werden denn jenseits einer Seele, die vorbeschriebenermaßen aber auch nicht ein Fünklein dessen mit nach jenseits hinübergebracht hat, was nur von fernehin einer göttlichen Ordnung gliche.

[GEJ 4.238.2] Wenn eine so ganz vermaterialisierte Seele durch eine Unzahl von allerlei Notständen und unmenschlichen Bedrängnissen jenseits endlich dahin kam, daß sie zu gewissen Begriffen und Ideen gelangt ist, und aus der größeren Regsamkeit ihres Gemütes ein mattes Licht in ihr substantielles Gehirn kommt, woraus sie sich infolge ihrer sehr dürftigen Einbildung und ihres Wollens eine schimärische (trügerische) Notwohnwelt bildet, die natürlich noch lange keinen Bestand haben kann, weil noch zu ferne von der einigen Wahrheit und der göttlichen Ordnung daraus, – so ist es dann erst möglich, durch Sendlinge, die, ganz ihr ähnlich scheinend, sie besuchen, sie ganz behutsam und so unvermerkt als möglich mit mehreren und besseren Begriffen zu versehen und zu bereichern.

[GEJ 4.238.3] Und da sind oft noch hundert Erdjahre ein zu geringer Zeitraum, um die auf dieser Welt so gänzlich verdorbene Seele in eine ganz kümmerliche Ordnung der Himmel zu bringen.

[GEJ 4.238.4] Höher aber als bis zum untersten, ersten und puren Weisheitshimmel sie zu fördern, ist und bleibt nahezu unmöglich; denn ihr Gehirn verliert die traurigen ersten Merkmale nimmer, aus denen sich von Zeit zu Zeit stets noch eine Art Racherecht und -weisheit entwickelt, was im nun stets mehr erleuchteten Gehirne auch wieder ein Bild hinterläßt und der Seele Gemüt dahin stimmt, daß sie einsieht, daß es ihr zwar ganz gut geht, aber dies Gutgehen lange kein Ersatz ist für alles das, was sie bis dahin ausgestanden hat.

[GEJ 4.238.5] Sie gleicht einem alten römischen Soldaten, der seines Alters und seiner vielen Wunden und Narben wegen vom Kaiser einen Bauerngrund zum Geschenk erhielt, auf dem er sich durch seiner Hände Fleiß ein ganz gutes Auskommen verschaffen kann. Aber der alte Soldat murret dennoch, wenn er seiner Wundnarben ansichtig wird, und sagt: ,Gut ist gut, aber viel zuwenig für mich, der ich für Kaiser, Volk und Vaterland so oftmals mein Leben in die Schanze geschlagen habe! Meine Nachbarn haben nie wider einen mächtigen und bösen Feind gekämpft, haben einen gesunden und geraden Leib und können ihre Felder leicht bebauen. Ich habe wohl auch Diener und Dienerinnen, die mir arbeiten helfen; aber dennoch muß auch ich selbst die Hand ans Werk legen, wenn ich etwas Ordentliches haben will. Ich brauche freilich dem Kaiser keine Steuern und keinen Zehent zu geben, solange ich lebe, und auch meine Kinder bis ins fünfte Nachkommenglied nicht, besonders so einer meiner Söhne für Kaiser und Staat die Kriegsrüstung tragen wird. Aber das ginge unsereinem noch ab, nun auch noch dem Kaiser Steuern zahlen zu müssen! Aber dennoch, auch ohne Steuern, ist dieser sehr angesehene Lohn für mich viel zuwenig!‘

[GEJ 4.238.6] Und so auf diese Weise schmollen denn auch die Seelen des untersten Himmels in einem fort, besonders wenn sie sich erinnern, daß sie viel ausgestanden haben und nun als Selige selbst arbeiten müssen, und das mit vielem Fleiße auch noch dazu, um sich den nötigen Lebensunterhalt zu verschaffen gleichwie dereinst als Menschen auf der Erde, nur mit dem leidigen Unterschiede, daß sie sich dort keinen übermäßigen Überfluß erwerben können; denn das gibt's drüben nicht, weil solches die Vorsteher der Vereine auf das sorgfältigste zu vermeiden und zu hintertreiben verstehen. Und so sind denn diese seligen Seelen nie so ganz glücklich, weil ihnen vermöge ihrer Natur immer etwas abgeht.

[GEJ 4.238.7] Ja, es geht ihnen freilich so hübsch viel ab; aber das Abgängige ist für die meisten von ihnen so gut wie völlig für ewig unerreichbar, weil dazu die Grundelemente in ihnen gar nicht vorhanden sind. Sie gleichen auch den Menschen, die gar so gerne gleich den Vögeln in der Luft herumfliegen möchten und darum oft ganz traurig sind, weil ihnen als Menschen solche vorzüglichen Eigenschaften versagt sind, deren sich so viele unvernünftige Tiere in einem höchst vollkommenen Grade erfreuen können.

[GEJ 4.238.8] Aber was nützt den Menschen solch ein Trauern? Es fehlen ihnen zum Behufe des Fliegens die Grundelemente, und so können sie trotz aller Trauer und trotz alles Schmollens dennoch nicht erreichen, was die Vögel besitzen, nämlich das herrliche, freie Fliegen.

[GEJ 4.238.9] Nun habe Ich dir, du Mein Cyrenius, und euch allen so ganz klar gezeigt, zu welchen Erfolgen eine Seele jenseits durch ihre diesseitige Verweltlichung gelangen muß, weil ihr außer Meiner ohnehin alles umfassenden Ordnung durchaus nicht zu helfen ist, – außer man müßte ihr Sein ganz aufheben und ein fremdes an seine Stelle setzen, womit aber der Seele auch sicher nicht gedient wäre!

[GEJ 4.238.10] Eine jede Seele muß sich entweder hier leicht oder jenseits schwer einmal selbst bilden, wozu ihr die Mittel eingepflanzt sind. Versäumt sie es hier, weil sie sich zu sehr von der Welt und ihren verlockenden Schätzen hat umstricken lassen, so wird sie es jenseits tun müssen. Auf welche Art und Weise, das habe Ich euch soeben ganz klar gezeigt und eure Herzensfragen zur Genüge beantwortet. Machet ihr nun keine gar zu freundlichen Gesichter dazu, so kann Ich euch dennoch nicht helfen und kann es unmöglich anders machen, wie es gemacht und gestellt ist; denn drei mal drei kann nie sieben, sondern stets nur neun sein und ausmachen! Der Apfelbaum muß ewig Äpfel und der Feigenbaum ewig Feigen als Frucht tragen!“
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Maria
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« Antworten #9 am: 07. März 2012, 06:08:55 »

Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 239


239. — Der Einfluß einer falschen Erziehung auf das Gehirn

[GEJ 4.239.1] (Der Herr:) „Um aber alles das noch heller und handgreiflicher zu verstehen, wollen wir zu dem Behufe das Gehirn hier zu Meiner Linken mit der größten Aufmerksamkeit in seinen weiteren Ausbildungsperioden verfolgen!

[GEJ 4.239.2] Es ist bis jetzt noch ganz unverändert also zu sehen, wie es, schon im Mutterleibe verdorben, in die Welt ausgeboren wird. Wir werden aber nun gleich sehen, welches Gesicht und was für eine Farbe es annehmen wird, wenn das Kind etwa nach fünf Jahren Alters die ersten Züge einer verkehrten Erziehung bekommt, in der man da anfängt, sein Gedächtnis mit allerlei Auswendiglernereien zu belästigen und soviel als möglich zu verwirren.

[GEJ 4.239.3] Sehet an, Ich will, daß nun die ersten Weltbegriffe dem Gehirne eingeprägt werden! Sehet nun nur recht genau her, und ihr werdet es leicht bemerken, wie die Obelisken vor einem oder dem andern zerstreut vorkommenden Gehirnpyramidchen ganz plump und mit einer sehr trägen Bewegung anfangen, auf eine Gehirntafel von einer Sache ein sehr mageres Bild mit einer ganz dunklen Substanz zu schmieren!

[GEJ 4.239.4] Die erste Anlage ist kaum als etwas anderes als eine pure, ganz sinnlose Schmiererei anzusehen, daher die Seele solch eines Kindes sich anfangs in dem vorgesagten Sachbegriff auch lange nicht zurechtfinden kann. Hundert Male darf es dem Kinde vorgesagt oder vorgezeigt werden, bis es sich davon wohl endlich einmal eine gemerkte, aber immer nur eine höchst dunkle Vorstellung machen kann.

[GEJ 4.239.5] Der Grund davon liegt erstens in der Unreife der etlichen, an und für sich selbst noch ganz ordentlichen Pyramidalgehirntäfelchen. Die vor ihnen angebrachten Zeichenstifte (Obelisken), selbst noch ganz schwach und ungeübt, werden mit äußerer Gewalt genötigt, zu zeichnen ohne die gehörige, aus dem Gemüte hervorgegangene Übung und ohne Besitz der rechten Substanz, und das auf die rohen, noch lange nicht zum Daraufzeichnen gehörig präparierten Täfelchen. Daher verrinnt das Bild immer von neuem wieder und muß nicht selten von den ordentlich genotzüchtigten Obelisken zum hundertsten Male von neuem gezeichnet werden, bis einmal ein Bild, ganz schwach nur, auf der unreifen Tafel haften bleibt.

[GEJ 4.239.6] Und welchen Gewinn hat dann eine Seele von solch einem puren Schattenbilde? Sie erschaut nun bloß die matten äußersten Umrisse. Von einem Eindringen in die Sache selbst ist bei solch einem Bilde wohl von weitem keine Möglichkeit! Wer könnte aus einem matten Schatten eines Menschen ersehen, wie er innerlich beschaffen ist?! Durch vieles und mühsames Zwingen und Nötigen werden die brauchbaren Gehirntäfelchen zum größten Teile mit schwarzer Tünche übersudelt, auch die Gotteslehre wird gleich dem Einmaleins in das Gehirn hineingekeilt, und des Gemütes Bildung besteht bloß in den Raststunden von der materiellen Verstandeskeilerei.

[GEJ 4.239.7] Erst, wenn der junge, geplagte Mensch nach zurückgelegten sogenannten ,Berufs‘verstandesquetschereien (Studien) irgendein Amt überkommen hat, wird sein Herz um etwas freier; er sieht sich nach einer ihm wohlgefälligen Maid um, um sie zum Weibe zu nehmen. Die kurze Zeit des eigentlichen Verliebtseins ist für den jungen Menschen noch die beste, weil während ihrer Dauer der Mensch doch ein wenig in seinem Gemüte eine kleine, wennschon sehr untergeordnete Erregung überkommt, durch die so viel Licht in sein Gehirn kommt, daß er sich erst mit Hilfe dieses wenigen Lichtes in allem dem, was er jahrelang mühsam erlernt hat, doch ein wenig praktischer auszukennen anfängt und also für ein weltliches Amt ein etwas tauglicheres Individuum wird.

[GEJ 4.239.8] Menschen aber, die sogar von dieser Liebe in ihrem Gemüte nicht irgend wärmer erregt werden, bleiben höchst selbstsüchtige und stoische Pedanten, die sich fürderhin nicht um ein Haarbreit über ihre stereotyp besudelten Gehirntäfelchen erheben und in nichts anderem herumwühlen als nur in ihren Gehirnschattenbildern, deren Zahl keine große sein kann, und was noch da ist, ist finster, schwarz und fürs Sehvermögen der Seele rein unwahrnehmbar.

[GEJ 4.239.9] Die Seele eines solchen Stoikers ist daher so gut wie vollends blind. Wie auch ein jeder sonst noch so scharf sehende Mensch in einer stockfinsteren Nacht ebensogut als vollkommen blind ist und sich zur Not nur mit dem Greifen fortbringen kann, also kann auch die Seele so eines rechten Selbstsüchtlers nicht etwa beschauen, was auf ihren Täfelchen gezeichnet ist, sondern weil bei einer so gänzlich verkehrten Gehirnbildung, wo nur durch oft wiederholtes Besudeln einer Gehirntafel ein Bild am Ende ganz stereotyp und plastisch auf derselben haften bleibt, durch irgendeine regere Gemütsbewegung, die nicht vorkommt, gar kein Licht ins Gehirn für bleibend aufsteigt, so muß sich die Seele aufs Befühlen ihrer finsteren, aber stereotypen Gehirntafelbilder verlegen.

[GEJ 4.239.10] Weil aber eine solche verrumpelte Seele nur durchs Betasten ihrer bezeichneten Gehirntafeln sich ihre Weisheit schafft, so wird es etwa doch auch begreiflich sein, warum eine solche Seele in allem ihrem Tun und Lassen so abgemessen pedantisch und stereotyp wird und nichts als ein Etwas annimmt, was sie nicht allergröbst und materiellst mit den Händen greifen und betasten kann. Eine solche Seele hält am Ende auch das, was sie in der Außenwelt mit ihren Augen sieht, für eine optische Täuschung, und was sie hört, für Lüge; nur was sie nach allen Seiten hin mit den Händen betasten kann, hält sie für eine reelle Wahrheit. Wie es dann mit der Weisheit und höheren geistigen Kultur einer solchen Seele aussieht, davon kann sich ein jeder leicht einen Begriff machen, der dieses von Mir nun Gezeigte und hinreichend Erklärte nur einigermaßen aufgefaßt hat.

[GEJ 4.239.11] Besehet nun noch einmal zum Überflusse dieses Gehirn links da! Es stellt nun gerade die finstere Weisheitskammer eines so recht stereotypen Weltweisen dar, und du, lieber Freund Cyrenius, als mit sehr scharfen Augen begabt, rede, was du darin nun alles erschaust!“
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Maria
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« Antworten #10 am: 07. März 2012, 06:15:28 »

Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 240


240. — Das Gehirn eines Weltweisen

[GEJ 4.240.1] Sagt Cyrenius: „Herr, das Vorder- wie auch das Hintergehirn sehen dunkelgrau auf ihrer Oberfläche aus; tiefer hinein ist trotz des darauffallenden Sonnenlichtes alles schwarz und finster, und die dazwischen herausglitzernden, weißgrauen Punkte stellen gar nichts vor. Und so bin ich denn eigentlich auch schon fertig mit allem, was da zu sehen ist. Nur eine Frage erlaube, o Herr, mir noch, und diese bestehe darin: Was hat es denn in diesem verdorbenen Gehirne mit jenen anderen Gehirngebilden, die als die Meistzahl keine pyramidale Bildung haben, für eine fürdere Bewandtnis?“

[GEJ 4.240.2] Sage Ich: „Diese sind für nichts; sie sind eine wahre Wüste im Gehirne und erzeugen in der Seele bloß das leidige Gefühl eines unendlichen Nichtwissens und Nichterkennens. Und willst du solch einer Seele gleich von höheren, überirdischen Dingen und Verhältnissen etwas vorzureden anfangen, so wirst du bald die Bitte, davon zu schweigen, bekommen; denn so sie darüber weiter nachdächte, müßte sie offenbar ein Narr werden. Es ist darum mit solchen Menschen nichts zu reden, weil sie solches, wie du nun den wahren Grund einsehen kannst, unmöglich einsehen und irgend begreifen können. Sie werden ganz natürliche, irdische Dinge schwer oder gar nie völlig begreifen, geschweige geistige und himmlische.

[GEJ 4.240.3] Siehe, ein Ochse hat auch ein Maul, im selben eine sehr bedeutende Zunge und Zähne und hat auch eine Stimme. Die Folge davon sollte sein, daß er auch ganz wohl sollte reden lernen; allein, versuche, ob du es mit einem Ochsen in zwanzig Jahren dahin bringen wirst, daß er dir nur ein einsilbiges Wort auszusprechen imstande sein wird! Und doch sage Ich dir, daß es eher noch möglich wäre, einen Ochsen reden zu machen, als einem mit solchem Gehirne versehenen Menschen etwas Übersinnliches als begreiflich beizubringen! Denn so du mit ihm von so etwas, das zu sehr über seinen beschränktesten Wissenshorizont steigt, wirst zu reden anfangen, so wird er dich höchstens ganz gutmütig auslachen und dich für einen Narren zu halten anfangen. Und wirst du es fortsetzen, ihn mit derlei für ihn zu fabelhaften Dingen zu belästigen, so wird er toll werden und dich ganz grimmig zur Türe hinausweisen!“

[GEJ 4.240.4] Sagt Cyrenius: „Ja, wie wird man denn hernach solchen Menschen, deren es doch eine Unzahl gibt, Dein Wort vortragen?“

[GEJ 4.240.5] Sage Ich: „Findet ihr bei den Menschen, zu denen ihr kommen werdet, ein teilnehmendes Herz, und werden sie euch
aufnehmen in ihre Wohnungen, so bleibet und suchet vor allem ihr mit einigem Leben behaftetes Gemüt soviel als möglich zu beleben! Werdet ihr das tun, so wird solcher Menschen stets tätiger werdendes Gemüt anfangen, ein Licht im Gehirne zu verbreiten, und die Wärme dieses Lichtes wird dann anfangen, die Gehirntäfelchen mehr und mehr in eine erträgliche Ordnung zu bringen, und es werden dann solche Menschen für eine höhere Lehre bald aufnahmefähiger werden und so von Stufe zu Stufe emporsteigen zum stets reineren Lichte.


[GEJ 4.240.6] Findet ihr aber ein ganz totes Gemüt bei dem, zu dem ihr kommet, da ziehet nur schnell weiter! Denn da sollet ihr die Perlen den Schweinen nimmer vorwerfen! – Verstehet das alles nun wohl! Wer noch in etwas nicht ganz im reinen ist, nun, der frage noch, und es soll ihm eine rechte Antwort werden! Sonst sollen die beiden Gehirne weggeschafft werden.“

[GEJ 4.240.7] Kommt der alte Markus herbei und sagt: „Herr, es nahet der Mittag! Soll ich noch nicht fürs Mittagsmahl zu sorgen anfangen?“

[GEJ 4.240.8] Sage Ich: „Das ist schon ganz löblich von dir, daß du Mich fragest; aber das Mittagsmahl für Seele und Geist, das aus Meinem Munde kommt, hat vor deinem leiblichen Mittagsmahle einen unberechenbar großen Vorzug! Daher wollen wir noch einige geistige Gerichte vorher verspeisen, und Ich werde es dir dann schon sagen, wann es an der Zeit sein wird, für ein leibliches Mittagsmahl zu sorgen! Gut ist gut, aber besser ist besser!“

[GEJ 4.240.9] Mit dem gibt sich Markus ganz zufrieden und bleibt mit seinen Söhnen stehen, um zu sehen und zu hören, was da Weiteres vorkommen werde.
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Maria
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« Antworten #11 am: 07. März 2012, 08:25:44 »

BD 1129  empfangen 8.10.1939
   
     

Denkfähigkeit und Weltverstand .... Empfinden des Herzens ....

Nicht die Denkfähigkeit ist ausschlaggebend für die innere seelische Beschaffenheit des Menschen, und nicht des Weltverstandes Größe zeitigt den Reifezustand der Seele, sondern allein der Grad der Liebe dessen, der ungeachtet seiner irdischen Fähigkeiten und Lebenslage versucht, sich Gott zu nahen, und dieses Verlangen im tiefsten Herzen verspürt.

Und dazu gehört wahrlich weder Weltweisheit noch außergewöhnliche gedankliche Tätigkeit, doch das Empfinden des Herzens kann ein jeder pflegen, da es in ihm als Keim schlummert und es jedes Menschen eigenste Angelegenheit ist, diesen Keim zur Blüte zu bringen, und dazu auch ein jeder Mensch die Fähigkeit besitzt ....

Wo wäre sonst die Gerechtigkeit Gottes .... so Er dem einen Menschen die Bedingungen zum Erreichen der Vollkommenheit leichter, dem anderen schwerer stellen möchte? .... Die gleiche Möglichkeit und die gleichen Vergünstigungen stehen allen Menschen zu Gebote, mag es gleich scheinen, als seien die natürlichen Voraussetzungen so verschiedenartig, daß sie also auch verschiedene Entwicklungen zeitigen müßten.

Es hat das einfache, unkomplizierte Denken des einen Menschen scheinbar voraus, daß der Glaube für ihn leichter annehmbar ist .... andererseits jedoch ist der Mensch, dessen Verstandesdenken außergewöhnlich entwickelt ist, fähig, die Wunder der göttlichen Schöpfung eingehender zu durchdenken, und also könnte er, der die Möglichkeit hat, Einblick zu nehmen in umfangreichster Weise in Gottes Schöpfung, gleichfalls gläubig werden, wenn nicht durch dieses Verstandeswissen seine Überheblichkeit ihn daran hinderte, und diese wieder ist eben ein Widerstand, den er zum Zwecke der Vollendung freiwillig überwinden muß ....

Es werden die gleichen Bedingungen allen Wesen gestellt, und es hat also ein jedes Wesen gegen die gleichen Schwächen und Fehler anzukämpfen, nur gelingt deren Überwindung den einen in kürzerer Zeit, während die anderen oft unterliegen und dadurch gerade diese Fehler verstärken und also immer größere Kraft benötigen, um ihrer Herr werden zu können, und so wird daher manche häßliche Eigenschaft stärker zum Ausdruck kommen, weil der Kampf dagegen ihr nicht von Anfang an galt, sondern zuvor erst erheblich zur Vermehrung beigetragen wurde und nun desto größerer Widerstand erforderlich ist.

Es hat also niemals irgendwelchen Nachteil auf das Seelenleben oder die Möglichkeit des Ausreifens der Seele, ob das Denken des Menschen sich in kleineren oder größeren Distrikten bewegt, denn letzten Endes ist nur die Empfangsfähigkeit des Herzens ausschlaggebend, diese aber jedes einzelnen eigenste Angelegenheit, sie zu entwickeln oder verkümmern zu lassen, denn die Liebe Gottes hat alle Seine Erdenkinder mit dieser Fähigkeit ausgestattet und nur den einzelnen Wesen es überlassen, sie zu nützen nach ihrem Willen ....

Amen


   
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Maria
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« Antworten #12 am: 07. März 2012, 15:22:21 »

     
BD 4744  empfangen 20.9.1949
   
     

„Die Weisheit der Weisen will Ich zunichte machen ....“

Die Weisheit der Weisen will Ich zunichte machen und den Verstand der Verständigen verwerfen und denen das rechte Wissen geben, die ohne irdisches Wissen sind, doch Mir in Liebe zugetan .... die an Mich glauben .... Und an diesem Wissen soll die Welt erkennen, daß eine Macht Sich kundgibt, Die sie verleugnen möchte. Die Weltweisen sollen stutzen, und Ich nenne auch die weltweise, die geistiges Wissen durch die Welt entgegengenommen haben, die sich verstandesmäßig jenes Wissen aneigneten, Mich Selbst aber nicht darum angegangen sind .... Weltweise nenne Ich auch die Vertreter Meiner Lehre, die, obwohl sie diese vertreten, doch zu wenig gläubig sind, als daß sie jedes Wort von Mir überzeugt vertreten können, und die darum auch nicht Meines Geistes Wirken in sich zulassen.

Das Wissen, das sie besitzen, wird sie nicht beseligen, doch was Ich austeile Meinen Kindern, die Mein Wort hören wollen, weil ihr Glaube ein lebendiger ist, das wird sie auch beglücken, erkennen sie es doch als ein Gnadengeschenk, das Meine Vaterliebe ihnen bietet.

Wer vor der Welt weise erscheint, wer den Verstand sprechen läßt, der wird unwissend sein und bleiben und von Mir nicht angesehen werden .... Doch wo im Verborgenen ein Herz Meine Gegenwart zuläßt, dort wirke Ich und trete sichtlich in Erscheinung, indem Ich den Geist dessen erhelle, so daß er weise und verständig wird, daß er Aufschluß zu geben vermag über Dinge, die der Weltverstand und die Weltweisheit nicht ergründet.

Und Ich werde immer wirken im Verborgenen, wenngleich Ich es dann füge, daß auch die Menschen Kenntnis nehmen können, die noch der Welt ihr Herz zuwenden. Denn diese will Ich aufmerksam machen, daß sie die Weisheit nicht bei den Weltweisen suchen sollen, sondern daß sie ein schlichtes Gewand wählt, in dem sie auftritt, um Zugang zu finden zu den Menschen.


Wo Prunk und Glanz ist, dort hält sich Weisheit nicht auf, denn sie ist göttlich, sie geht von Mir aus und sucht sich ein würdiges Gefäß aus, das geistig vorbereitet ist, jedoch keine irdischen Vorzüge benötigt, um von Mir erwählt zu werden zu Trägern der Wahrheit. Die Weisheit der Weisen wird keinen Schlüssel zur Wahrheit finden, der Verstand der Verständigen wird ihn nicht suchen, doch sie werden glauben, ihn zu besitzen ....

Der Schlüssel zur Weisheit aber ist und bleibt die Liebe .... die im Herzen eines schlichten, unwissenden Menschen auflodern kann zu hellster Glut und darum ein solches Herz die ewige Wahrheit anzieht, die sich nun als gegenwärtig im Herzen des Menschen hörbar äußert und ihn in die Wahrheit leitet ....


Und es wird der Mensch Gott erkennen, Ihn lieben aus ganzem Herzen und Ihm einen Altar errichten, es wird der Mensch von der Fülle göttlicher Gabe abgeben an die Mitmenschen, er wird tiefste Weisheit und hellstes Wissen vermitteln allen denen, die es annehmen wollen, und so werden alle, die ihn anhören, weise sein, denn sie sind von Gott Selbst gelehrt, sie empfangen Meine Predigt, und sie werden selig sein schon auf Erden und dereinst im geistigen Reich ....

Amen



   
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Maria
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #13 am: 07. März 2012, 15:35:09 »

http://www.jakob-lorber.cc/index.php?s=GEJ4.241&l=de

http://www.jakob-lorber.cc/index.php?s=GEJ4.242&l=de



Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 243


243. — Das Wesen Gottes. Des Erdenlebens notwendige Probeschwere

[GEJ 4.243.1] Sage Ich: „Ja ja, das ist eben der Knoten, den Ich auf die Gehirnerklärung nicht nur in dir, sondern in mehreren von euch entdeckt habe, und Ich habe euch auch eben darum zu fragen aufgefordert.

[GEJ 4.243.2] Es versteht sich ja von selbst, daß Gott, als die höchste und purste Liebe von Ewigkeit unverändert gleich, nimmerdar irgend lieblos sein kann, und daß Sie alle Ihr zu Gebote und zu Diensten stehenden Mittel auf das allerlebhafteste anwenden wird, um irgendeine wie immer kranke Seele zu heilen. Aber der Seele ihr eigenes charakteristisches Ich kann Sie nicht nehmen, sondern muß es belassen und die Seele in solche Zustände kommen lassen, die sie, wenn sonst alles nichts nützt, durch eine Art Witzigung zurechtbringen!


[GEJ 4.243.3] In einem äußersten Falle kann dieser Weg freilich nur ein äußerst langwieriger werden; aber es trägt dann niemand die Schuld als die zu sehr starr- und eigensinnig gewordene Seele, die freilich das zumeist nur infolge dessen wurde, was Ich euch von ihrer Unvollkommenheit ehedem erzählt und erklärt habe.

[GEJ 4.243.4] Aber es ist das ja der vollstarke, höchst eigene Wille der Seele; sie will es also und tut immer nur, was ihr gut dünkt! Nun, da geht es mit einem allmächtigen und also gewaltigsten Entgegenwirken nicht; denn das würde der Seele erst die allerunerhörtesten Qualen bereiten! – denn schon ein leisestes Einfließen bereitet ihr die unsäglichsten Schmerzen; was würde sie bei einem allzustarken Einfließen erst auszustehen haben?!

[GEJ 4.243.5] Gott ist in Sich das höchste Feuer alles Feuers und das stärkste Licht alles Lichtes! Wer aber kann ein Feuer ertragen, wenn er nicht selbst Feuer, und das höchste Licht, wenn er nicht selbst Licht ist?! Da siehe das linke noch hier seiende Gehirn! Ersiehst du irgendein Feuer darin oder irgendein Licht, auch nur so stark leuchtend wie ein Sonnenwendkäferlein in der Nacht? Was gehört dazu, bis dieses Gehirn ganz Feuer und hellstes Licht wird?!

[GEJ 4.243.6] Wollte Ich aber mit aller Gewalt hier einzufließen anfangen, so wirst du diese beiden Linksgehirnhaufen nicht mehr schauen; denn sie werden sofort in jene dir noch bekannten Feuerzünglein aufgelöst werden und sich zerstreuen, bis Mein Wille sie irgend erfaßt und aus ihnen ein neues Wesen bildet. Was ist aber dann mit dieser gegenwärtigen Wesenheit?!

[GEJ 4.243.7] Damit aber kein Wesen, das einmal besteht, ewig je irgend in seiner seelischen Sphäre zerstört und in ein anderes Wesen übergehen kann und verlieren das Ur- Ich, so ist dahin Meine als ewig unwandelbar fest gestellte Ordnung ja auch gut! Und mag eine Seele mit ihrer Vollendung noch solange zu tun haben, so bleibt sie dennoch ihr eigenstes Ur-Ich und wird sich als solches auch für ewig unwandelbar erkennen, was denn hoffentlich doch tröstender ist, als so die Seele als völlig zerteilt in ein anderes Individuum übergehen würde, allwo alle Erinnerung an ein früheres Sein notwendig verschwinden müßte und keine Spur von einem früheren konkreten Sein übrigbliebe! Wozu wäre dann ein sich selbst frei bestimmendes Vorleben gut gewesen? Wäre da ein Mensch wohl besser daran denn ein kriechender Wurm im Staube?!

[GEJ 4.243.8] Das Vorleben ist doch zumeist mit allerlei Drangsalen gesegnet. Der Mensch, und sei er ein Königssohn, muß von seiner Geburt bis zum Grabe hin so manche sehr schwere Probe mitmachen. Er hat sich oft tausend Pläne gemacht, die er alle auf das gelungenste ausführen wollte; aber es traten bald unvorhergesehene Hindernisse entgegen, und aus allen den schönen Plänen wurde nichts. An ihre Stelle traten allerlei Plackereien, Krankheiten, Verdrießlichkeiten, – kurz, auf einen Anmutstag kommen gewöhnlich fünf Tage, von denen keiner etwas besonders Erfreuliches aufzuweisen hat, und in einem Lebensjahre hat ein Mensch sicher dreißig ganz vollendet schlechte Tage gehabt!“
Gespeichert
Maria
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #14 am: 07. März 2012, 15:47:35 »

BD 7569  empfangen 5.4.1960
   
     

Ichbewußtsein des Urgeistes ....

Jeder Urgeist wird sich seines Ichs wieder bewußt, wenn er als Mensch über die Erde wandelt und sich selbst als Mensch erkennt. Dann sind wieder alle Seelenpartikelchen in ihm versammelt, die einstmals aufgelöst waren zum Zwecke des Rückführungsganges in der Schöpfung, und dann ist das Wesen auch fähig, sich den Reifegrad zu erwerben, den es uranfänglich als erschaffener Geist besaß, den es dahingegeben hatte und nun wieder erlangen muß, um als Lichtgeist eingehen zu können in das geistige Reich.

Und so ist also ein jeder Mensch ein verkörperter Urgeist, ein einst gefallenes Wesen, ein Erschaffungsprodukt Meiner unendlichen Liebe, das nur sich selbst im freien Willen von Mir entfernte und aber auch im freien Willen wieder zu Mir zurückkehren muß. Der Mensch besitzt aber dieses Wissen nicht, was er war, was er ist und wieder werden soll ....

Er braucht auch erst einen gewissen Reifezustand, bevor ihm dieses Wissen zugeführt werden kann und es ihm auch verständlich ist. Er erkennt sich wohl bald als Mensch, aber nicht als ein Geistwesen, das seine Bestimmung erfüllen soll, und weil er sich nur als Mensch erkennt, der sich in der irdischen Welt bewegt, sind auch seine Gedanken mehr weltlich gerichtet.


Und das ist zumeist ein Hindernis für das geistige Erkennen, das er erst dann haben wird, wenn er sich schon von der Welt abwendet, dem geistigen Reich zu. Dann ist es möglich, ihm das Wissen über seine eigentliche Bestimmung zuzuführen, und dann kann er es im freien Willen annehmen und sich einstellen, was sein geistiges Ausreifen mit Sicherheit nach sich ziehen wird.

Hat er es aber einmal angenommen, dann beglückt ihn auch der Gedanke und die Gewißheit, zu den Urgeistern zu gehören, die Ich als Geschöpfe hinausstellte und die als Kinder zu Mir zurückkehren und als Mensch also kurz vor ihrer Vollendung stehen.

Und es braucht nur der Wille des Menschen gut zu sein, denn dann richtet sich dieser von selbst zu Mir, es verlangt der Mensch nach seinem Gott und Schöpfer, und dieser Wille schon ist rechte Entscheidung, es ist das Bestehen der Willensprobe, die dem Urgeist als Mensch auf Erden gestellt ist. Das Dasein auf dieser Erde ist nicht von langer Dauer, es kann aber vollauf genügen, daß sich der Mensch völlig vergeistigt, daß er einen Grad erreicht, der ihm die Kindschaft Gottes einträgt, d.h. den Urgeist wieder in den Zustand der Vollkommenheit versetzt, den er selbst durch seinen freien Willen zum höchsten Grad gebracht hat und in Meiner allernächsten Nähe nun weilen kann, wo ihm die direkte Liebedurchstrahlung von Mir gesichert ist .... wenngleich auch jeder andere Urgeist immer höher wird steigen können, so er nur einmal das Lichtreich betreten durfte, was ebenjenen rechten Willensentscheid auf Erden voraussetzt. Und überselig ist jeder Urgeist, wenn es ihm zum Bewußtsein kommt, welchen endlos langen Gang er zurückgelegt hat, um zur höchsten Lichtfülle zu gelangen, um unermeßlich selig zu sein .... Und er wird Mir Lob und Dank singen und Mich preisen bis in alle Ewigkeit, er wird Mein Kind sein und bleiben, das niemals mehr von Mir geht, das schaffen und wirken wird nach Meinem Willen zur eigenen Seligkeit ....

Amen


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