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Autor Thema: Personifizierung der Gottheit  (Gelesen 242 mal)
Maria
Aus der Ferne grüssend
« am: 15. November 2011, 16:24:15 »


Personifizierung Gottes   
   
In Sich Selbst und für Sich aber ist Gott ein Mensch  (Lorbertext Evangelium Johannes 06, Kapitel 088)


Der Glaube an eine wesenhafte Gottheit setzt keineswegs eine personifizierte Gottheit voraus        (Duddetext 3443)



Immer wieder ist in den Duddeschriften die Rede davon, dass die Gottheit nicht personifiziert werden kann.
Jedoch in den Lorberschriften steht, dass Gott eine menschliche Gestalt hat, bzw ein Mensch ist.
Es stimmt, dass Gott für sich ein Mensch ist, aber es stimmt auch, dass Gott nicht personifiziert werden kann.
Den Begriff der Personifizierung kann man nur auf uns Menschen anwenden.
Hierzu habe ich Dudde und auch Lorbertexte zusammengestellt, die das meines Erachtens begründen.
Man lese selbst und überzeuge sich davon.




Jakob Lorber , Evangelium Johannes 06, Kapitel 088 

01] (Der Herr:) »Du siehst daraus, daß da ohne den wahren und lebendigen Glauben an einen einigen und ewig wahrhaftigen Gott kein Mensch zur Lebensmeisterschaft gelangen kann. Daher ist es vor allem notwendig, an einen wahren Gott zu glauben; denn solange du nicht glaubst, daß es einen allein wahren Gott gibt, solange kannst du auch keine Liebe zu Ihm in deinem Herzen wachrufen. Ohne solche Liebe aber ist es unmöglich, sich Gott zu nähern und endlich nahe völlig eins zu werden mit Ihm.

   02] Ohne das aber kann von einer wahren Lebensmeisterschaft ebensowenig die Rede sein, als daß da jemand ein Meisterspieler auf der Harfe werden sollte, der nie von ihr etwas hat reden hören und noch weniger irgendwo eine gesehen hat.


   03] Wenn du aber noch immer fragst und sagst: "Ja, wo ist denn Gott, und wie sieht Er wohl aus?", da sage Ich dir, daß das eigentliche Gottwesen niemand sehen kann und leben, - denn Es ist unendlich und somit auch allgegenwärtig und ist sonach als Reinstgeistiges auch das Innerste eines jeden Dinges und Wesens, das heißt in Seinem auswirkenden Willensmachtlichte; in Sich Selbst und für Sich aber ist Gott ein Mensch wie Ich und auch du und wohnt in einem unzugänglichen Lichte, das in der Welt der Geister die Gnadensonne genannt wird. Diese Gnadensonne aber ist nicht Gott Selbst, sondern sie ist nur das Auswirkende Seiner Liebe und Weisheit.


   04] Wie du aber die Sonne dieser Welt wirken siehst dadurch, daß sie allenthalben gegenwärtig ist durch den beständigen Ausfluß ihres Lichtes nach allen erdenklichen Richtungen hin, also wirkt auch der Gnadensonne allenthalben wirkende Kraft als ein aus ihr strömendes Licht in allen Wesen schaffend und belebend gegenwärtig.

   05] Wer nun versteht, recht viel des Lichtes aus der Gnadensonne der Himmel im Herzen seiner Seele aufzufangen, aufzunehmen und dann zu behalten durch die Macht der Liebe zu Gott, der bildet in sich selbst eine Gnadensonne, die der Urgnadensonne in allem völlig ähnlich ist, und die volle Innehabung einer solchen Gnadensonne ist dann eben soviel als die Innehabung der allein wahren Lebensmeisterschaft.

   06] Die Klarheit und die lichte Fülle dieser wahrsten Lehre aber wirst du auch erst dann einsehen, wenn du auf diese Weise selbst zur Lebensmeisterschaft gelangen wirst; denn jetzt kannst du das noch nicht völlig fassen, obwohl du all das Gesagte ganz gut aufgenommen hast.«

   07] Sagte der Zöllner: »Ja, du hast recht, lieber Meister! Ich habe wohl alles verstanden; aber ich weiß nun noch nicht, was ich damit beginnen soll. Das jedoch ist etwas Sicheres, daß die Erlangung der vollen Lebensmeisterschaft durchaus keine leichte Arbeit ist; denn da heißt es viel betrachten, viel erfahren, viel denken, wollen und handeln danach. - Aber nur eine Frage noch, lieber Meister!«

   08] Sagte Ich: »So rede, obwohl Ich ganz genau weiß, was du Mich fragen wirst!«

   09] Sagte der Zöllner: »O lieber Meister, so rede du nur gleich; denn ich zweifle nicht daran!«

   10] Sagte darauf Ich: »Du zweifelst gar nicht daran, - aber so ein wenig möchtest du denn doch dich überzeugen, ob Ich das wohl wüßte, um was du Mich noch fragen möchtest! Allein das macht nichts, und Ich werde dir die Frage dennoch vorsagen! Sie lautet also: "Meister, bist du auch auf diese Weise zu deiner Lebensmeisterschaft gelangt, und wer hat dir also wie du nun mir die gehaltvolle Anleitung gegeben?"

   11] Siehe, also lautet deine Frage Wort für Wort! Aber Ich kann dir darauf nur eine dich ebenso wenig befriedigende Antwort geben als auf deine früheren ganz ähnlichen Fragen. Sieh, als purer Mensch habe Ich wahrlich ganz dasselbe (wie du) tun müssen; aber da Ich, aufrichtig gesagt, Meinem inneren Geistwesen nach etwas mehr denn ein purer Mensch bin, was du morgen schon noch früh genug erfahren wirst, so hatte Ich es eigentlich schwerer, weil Ich als Mensch dieser Erde nie einen eigenen Willen in Mir aufkommen lassen durfte, sondern stets den Willen Dessen auf das genaueste befolgen mußte, der durch Mich in diese Welt kommen und den Menschen das ewige Leben bringen und geben wollte. Davon jedoch wirst du morgen von Meinen Jüngern ein mehreres überkommen. Für heute aber werden wir unsere Sitzung beschließen und uns zur Ruhe begeben!«

   12] Sagte der Zöllner: »Meister, so es dir genehm wäre, da könntet ihr alle gleich in diesem Saale die Ruhe nehmen; denn an den Wänden sind hier rundherum die allerbequemsten Ruhestätten angebracht!«

   13] Sagte Ich: »Gut denn, so bleiben wir hier, und derlei Ruhestühle sind Mir lieber als die faulen Liegestätten, die sich höchstens für die Kranken schicken. - Und so stehen wir auf und begeben uns zur Ruhe!«
 




BD 3443
Personifizierung Gottes ....


Der Glaube an eine wesenhafte Gottheit setzt keineswegs eine personifizierte Gottheit voraus, weshalb sich der Mensch nicht einen eng begrenzten Begriff machen darf von Gott, Der allgegenwärtig ist und über Zeit und Raum erhaben. Er erfüllt alles mit Seinem Geist, das ganze Weltall, das ganze geistige Reich .... und Er ist darum nicht vorstellbar als Person, die nach menschlichem Begriff räumlich begrenzt ist.

Vielmehr muß von einer Personifizierung Gottes gänzlich abgesehen werden, will der Mensch annähernd die höchste und vollkommenste Wesenheit Gottes sich vorstellen. Wohl hat Gott Sich Selbst in einer menschlichen Form Seinen Geschöpfen anschaulich gemacht, indem Er den Leib Jesu mit Seiner Gottheit erfüllte und sich in verklärtem Zustand den Menschen zeigte, auf daß sie sich nun in Jesus Christus die ewige Gottheit vorstellen konnten.


Doch so die Seele ihren Leib abgelegt hat und ins Lichtreich eingeht, wird es ihr klar, daß die ewige Gottheit in Ihrem Wesen niemals von Menschenverstand erfaßt werden kann und daß die Verkörperung in Jesus Christus den Menschen während ihres Erdenlebens den Glauben an eine wesenhafte Gottheit erwecken oder festigen soll, weil ihnen dieser Glaube sonst schwer fallen würde, er aber nötig ist, um eine Verbindung mit Gott herzustellen durch das Gebet ….



In Jesus Christus ist also den Menschen die ewige Gottheit schaubar geworden, Die in erbarmender Liebe Sich Selbst ihnen nahe zu bringen sucht, um sie zum Gebet zu Sich, zur Herstellung der Verbindung mit Sich zu veranlassen. Jesus Christus war die Form, in Der Sich die ewige Gottheit barg für die Menschen auf der Erde .... Im Lichtreich wird die gleiche Form geistig geschaut werden von den Wesen, die den Reifegrad erlangt haben, um zur Anschauung Gottes zu gelangen ....

Es ist aber die wesenhafte Gottheit überall gegenwärtig und darum niemals in einer begrenzten Form erschöpft. Und Sie kann darum auch nicht als persönliche Gottheit angesprochen werden, weil dies ein Begriff ist, der nur für das Erdenleben, für den Menschen selbst, anzuwenden ist, der als isoliert im Weltall stehendes Einzelwesen den Anspruch des Anerkennens einer Persönlichkeit erhebt, also unter Person immer ein menschliches Lebewesen zu verstehen ist.


Daß dieser Begriff niemals auf die ewige Gottheit anwendbar ist, geht daraus hervor, daß Gott ein Geist ist .... der Geist aber niemals etwas Begrenztes, in einer Form Gebundenes ist, sowie er vollkommen ist.



Die höchste Vollkommenheit ist sonach über alle Begriffe frei und durchstrahlt die ganze Unendlichkeit, sie ist allgegenwärtig, weil ihre Ursubstanz die Liebe ist, die gleichfalls nicht begrenzt ist und daher auch nicht als Form vorstellbar ist.

Der Mensch hat nur ein begrenztes Fassungsvermögen, er kann sich nicht mehr vorstellen als Dinge, die auf Erden vorhanden sind, solange er noch unerweckten Geistes ist. Und darum sucht er, auch die ewige Gottheit sich als Person vorzustellen, sowie er an einen wesenhaften Gott glaubt, an einen Gott, zu Dem er beten kann.
Und Gott kam diesem rein menschlichen Verlangen entgegen, indem Er Sich in Jesus Christus verkörperte, d.h. den Menschen zeigte, wie ein Mensch, der nach dem Wohlgefallen Gottes lebt, auf Erden den Zusammenschluß mit Gott finden kann und also eins wird mit Ihm .... Er wollte den Menschen den Weg zeigen, das Endziel, die gänzliche Vereinigung mit Gott, zu erreichen.

Die Ausstrahlung der göttlichen Wesenheit erfüllte den Menschen Jesus, folglich war nur noch die Außenhülle, die körperliche Form, menschlich, die Seele und der Geist aber göttlich, sie hatten sich voll und ganz wieder mit Gott zusammengeschlossen, von Dem sie ausgegangen waren. Doch die ewige Gottheit hat Sich nicht erschöpft, weil dies für das vollkommenste Wesen unmöglich ist, daß Es je eine Begrenzung findet in einer Form.

Dennoch ist die ewige Gottheit etwas Wesenhaftes, d.h. geistige Kraft, der Wille und Denkfähigkeit zugesprochen werden muß, also ein Wesen, mit Dem der Mensch in innige Fühlungnahme treten kann auch durch seinen Willen und sein Denken. Denn es ist das Wollen und Denken des Menschen auch nicht an die äußerliche Form gebunden, sondern Anteil des Geistigen, das in der menschlichen Form verkörpert ist. Sowie die körperliche Hülle abfällt, bleibt das Geistige, das Wesenhafte, weiter fähig, zu denken und zu wollen, nur daß diese Fähigkeit seinem Reifezustand entsprechend schwächer oder stärker sein kann, während die ewige Gottheit als vollkommenstes Wesen Ihren Willen und Ihr Denken in tiefster Weisheit und unvorstellbarer Kraft zur Ausführung bringt.

Die körperliche Form des Menschen ist nur ein Mittel zum Zweck für die Dauer des Erdenlebens. Doch wer an die Unsterblichkeit der Seele glaubt, dem wird es auch verständlich sein, daß die äußere Form, die Person, zur Fortexistenz der Seele nicht benötigt wird. Dennoch bleibt die Seele ein Einzelwesen in ihrem Bewußtsein, selbst wenn sie sich mit gleich reifem Geistigen zusammengeschlossen hat .... wie auch die ewige Gottheit gleichfort das höchste und vollkommenste Wesen bleiben wird auch für die höchsten Lichtwesen, die den Zusammenschluß mit Ihr gefunden haben .... die völlig vereint sind mit Gott und doch im Bewußtsein ihrer eigenen Existenz unsagbar selig sind, weil sie stets und ständig die Liebekraft Gottes empfangen und empfinden, Der als ewiger Vater mit ihnen in innigster Verbindung steht ....
Amen




0662
Die ewige Dreieinigkeit ....

Sei dir stets der großen Gnade bewußt, in der du stehst, und bleibe allzeit willig, die dir gesetzte Arbeit auszuführen, und der Herr wird dich segnen. So nimm heut eine Kundgabe entgegen, die dir in Kürze verständlich machen soll die ewige Dreieinigkeit. Es ist dies ein Problem, das euch Menschen zu schaffen macht, und doch so überaus leicht verständlich, denn nur die Gottheit ist alles in einer Person. Sie vereinigt in Sich die Weisheit, die Liebe und die Macht des Willens. Wenn von einer Dreieinigkeit gesprochen wird, so ist dies immer nur der Inbegriff von der Liebe als Vater, der Weisheit als Sohn und des Willens als heiliger Geist. Denn die Liebe des Vaters ließ alles erstehen, was ist .... die Weisheit Gottes als Folge stellte dann alles Geschaffene auf seinen rechten Platz und wies ihm die Bestimmungen zu .... und der Geist des Willens belebt das Ganze und sichert ihm das Bestehen .... Nur so, daß alles in der einen ewig-unvergänglichen Gottheit vereinigt ist, weil Gott von Ewigkeit her der Inbegriff aller Liebe, Weisheit und Macht ist, ist die verständlichste Lösung des Problems zu finden, woraus aber sich die Menschen oft eine falsche Ansicht bildeten und dadurch die irrige Erklärung der drei Gottheiten gaben.

Das lebendige Verhältnis des Kindes zum Vater läßt die rechte Erklärung am leichtesten finden, daß Gott doch alles in allem ist und daß keinerlei Trennung möglich ist .... daß somit sich in Gott auch alles vereinigen muß.

Die Menschen mit ihrem unzulänglichen Fassungsvermögen suchten der ewigen Gottheit gleichfalls menschliche Grenzen zu setzen und schufen sich im Geist eine Gestalt, die ihnen das Ewig-Göttliche verkörpern sollte, und dies nach ihrem Ermessen und ihren Begriffen. Jede Personifizierung Gottes ist falscher Begriff .... denn ein Wesen, in Dem Sich alles vereint und Das in Seiner Licht und Kraftfülle unvorstellbar ist, kann nicht in einer Person zum Ausdruck gebracht werden.

Doch um den Menschen den Vorstellungsbegriff zu ermöglichen, verkörperte Sich diese ewige Gottheit in einem Menschen, so daß diesen nun wohl das Äußere vorstellbar ist, was nun als Sohn Gottes der Menschheit begreiflich wurde. In diesem Sohn Gottes vereinigte sich die Liebe und Weisheit, der Wille und die Allmacht gleichfalls, und es ward wiederum nichts voneinander getrennt. Es ist durch den Tod Jesu am Kreuze die Macht des Todes gebrochen worden .... d.h., es wurde nun den Menschen möglich, durch ihren Willen das Böse zu besiegen .... Der Wille ward gleichzeitig Kraft, und so ging dem willigen Erdenmenschen von nun an auch die Kraft zu aus Gott, seinen Willen in die Tat umzusetzen und sich so zu erlösen. Diese Kraft des hl. Geistes ist wiederum eine Ausstrahlung der alles in Sich bergenden Gottheit, doch nimmermehr eine Person in sich .... Das verstandesmäßige Ergründen-Wollen eines solchen Problems würde nur zu immer größerem Irrtum führen, denn ihr Menschen habt euch etwas aufgebaut, das eben allzu menschlich ist und der Wahrheit nicht entfernt nahekommt, wenn ihr euch die Gottheit in dreifacher Form vorzustellen versucht ....
Amen






Was will ich damit sagen, wir dürfen uns Gott nicht als etwas unseres Gleichen vorstellen.
Gott ist Alles in Allem und wir sind nur ein Teil von Ihm und somit auch in Ihm, also können wir Ihn nicht sehen und trotzdem kann er eine vollkommen menschliche Gestalt haben.
Aber sichtbar ist er uns geworden in Jesus Christus indem er sich verkörpert hat und uns auch gleichzeitig erlöst hat und uns geschenkt hat das ewige Leben, so wir bereit sind, es anzunehmen.
Ich hoffe, ich konnte mich verständlich machen.

Viele Grüße
Maria
Gespeichert
Maria
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #1 am: 15. November 2011, 17:10:14 »

Vielleicht hilft dieses Kapitel aus dem Lorberwerk, Von der Hölle bis zum Himmel, die jenseitige Führung des Robert Blum, auch noch zum besseren Verständnis was es heißt, Gott ist wahrer Gott und Mensch zugleich.


303. Kapitel – Ausblick durch die dritte Mittags-Tür. Der große, herrliche Lichtmensch der
neuen Schöpfung.

[RB.02_303,01] Alle eilen nun in die dritte Mittags-Tür und sehen da wieder einen endlos
großen Menschen von allersanftest und lieblichst strahlendem Licht umflossen. Nur aus der
Gegend des Herzens dringt ein mächtiges Licht hervor, das aber das Auge nicht beleidigt,
sondern in ihm ein überaus wonniges Gefühl hervorruft. Unter dem linken Fuße aber ist in
einer halb liegenden, mit dem Kopf abwärts gewandten Stellung eine ganz kleine
Menschengestalt zu ersehen, die jener in der zweiten Tür geschauten ganz ähnlich ist und hier
von einem höchst matten rötlichen Schimmer umgeben ist.

[RB.02_303,02] Robert fragt natürlich sogleich, was dies alles vorstelle. – Und Ich sage: „Da
hast du die erste und die zweite Schöpfung nebeneinander! Der große Lichtmensch stellt die
neue Schöpfung dar, einen neuen Himmel und eine neue Erde. Hier befindet sich die Erde
nicht mehr in der kleinsten Fußzehe wie bei der ersten, materiellen Schöpfung, sondern im
Zentrum des Herzens dieser neuen Schöpfung. Das mächtige Licht aus der Gegend des
Herzens entstammt der neuen Erde, die ein ewiges Wohnhaus Meiner Liebe und aller Meiner
Kinder bleiben wird.

[RB.02_303,03] Wenn du diesen übergroßen Menschen voll hellsten Lichtes genauer
betrachtest, wirst du leicht entdecken, daß auch er aus zahllos vielen herrlichsten Sternen
besteht, sein Gewand sowohl wie sein ganzer Leib. Jeder dieser Sterne ist um unberechenbar
vieles größer als der ganze, in der zweiten Tür gesehene Mensch mit all seinen zahllosen
Hülsengloben. Denn diese Sterne sind Vereine, bewohnt von seligsten Geistmenschen, von
denen jeder kleinste tausendfach größer und mächtiger ist als jener erste Mensch, dessen Bild
du hier im geistigen Verhältnis zu diesem zweiten Himmelsmenschen unter dessen kleinster
Fußzehe gleich einem gekrümmten Würmchen ersiehst. Er ist gegen die wirkliche Größe
dieses zweiten Menschen kaum das, was da ist ein irdisches Sandkorn gegen die Größe des
ganzen Hülsenglobenmenschen.

[RB.02_303,04] Dieser zweite Mensch aber stellt im Grunde des Grundes Mich Selbst in
Meiner Wirkung auf einem schon vollbestellten Acker dar.


[RB.02_303,05] Du siehst aber, daß auch die Form dieses zweiten Menschen notwendig eine
Begrenzung haben muß, sonst könntest du daraus keinen Menschen erschauen. Was ersiehst
du aber über diese Form hinaus, die in all ihren Teilen pur Leben ist?“

[RB.02_303,06] Sagt Robert ganz zerknirscht: „Herr und Vater! Ich sehe Licht und Licht, so
weit das Auge reicht!“ – Sage Ich: „Das ist alles Mein Geist, Meine Macht, Meine Liebe! –
Hier werden noch Myriaden solcher Großmenschen den geräumigsten Platz finden, denn alle
Meine Kinder müssen ja auch Raum haben, um ihre Schöpfungen unterbringen zu können.

[RB.02_303,07] Nun aber, Meine lieben Kindlein und Brüderchen, wissen wir für die erste
Stunde eures Seins in Meinem Hause genug! Daher werden wir auch die drei Türen gegen
Osten jetzt nicht öffnen, denn ihr würdet noch nicht ertragen, was diese verschließen. Wenn
ihr aber einmal mit allen Einrichtungen Meines Vaterhauses vertrauter sein werdet, dann
werdet ihr auch den Inhalt dieser drei Türen gen Osten beschauen können.

[RB.02_303,08] So viel aber sage Ich euch dennoch in aller Kürze, daß die erste das gesamte
Geisterreich der Erde und dann auch das aller anderen Sonnen, Erden und Monde jeder
einzelnen Hülsenglobe enthält. – Die zweite Tür zeigt im Vordergrund den ersten oder
untersten Weisheitshimmel unserer Erde und im Hintergrund dieselben Himmel der Welten
aller Hülsengloben. – Im gleichen Verhältnis enthält die dritte Tür den zweiten oder Liebe-
Weisheitshimmel, zuvorderst der Erde und im Hintergrund den aller Hülsengloben. – Für den
dritten und obersten, reinen Liebehimmel aber, in dem ihr euch befindet und ewig befinden
werdet, findet sich hier keine Tür, weil wir uns ohnehin in demselben befinden. In den
unteren Himmeln aber befindet sich in eines jeden Engelsgeistes Wohnung auch eine Tür in
den dritten Himmel. Diese ist jedoch sehr schwer und manchmal auch gar nicht zu eröffnen,
was oft im untersten Himmel und ganz besonders in dem anderer Welten der Fall ist.

[RB.02_303,09] Nun aber wisset ihr vorderhand genug und beinahe alles, was ein jeder
Engelsgeist dieses obersten aller Himmel wissen muß. Die sonderheitliche, von ewig
steigendem Interesse begleitete Einsicht ins einzelne aber nimmt hier erst ihren Anfang und
dauert ewig fort, stets auch größere Seligkeiten nach sich ziehend.

[RB.02_303,10] Begeben wir uns nun wieder hinauf in den großen Saal, von wo aus ihr dann
mit Meinen Brüdern euch in der großen Stadt umsehen und euch frei nach jeglicher Lustliebe
eurer Herzen vergnügen könnt.

[RB.02_303,11] Mich aber werdet ihr stets daheim antreffen.

[RB.02_303,12] Zugleich werden euch die drei Brüder eure für ewig bleibenden
Wohnzimmer und ihre Einrichtung zeigen und zuweisen – dir, Bruder Robert, vor allem auch
eine geheime Tür, durch die du allezeit zu deinem Verein gelangen kannst, wann immer du
willst. Dort ordne und richte alles in Meinem Namen vollkommen ein und sei all deinen
Untergebenen ein rechter Führer und Bruder!

[RB.02_303,13] Genießt von nun an ein jeder von euch die vollste Freiheit und vergnügt euch
an allem, daran euer Herz Wohlgefallen findet! Denn hier herrscht die vollste Freiheit, da gibt
es für den Geist kein Gesetz mehr und somit auch ewig keine Sünde!

[RB.02_303,14] So geschehe denn nun, was Ich von Ewigkeit angeordnet habe!“

[RB.02_303,15] Nach diesen Worten begeben wir uns alle hinauf in den Saal, wo uns eine
große Menge seligster Brüder und Schwestern auf das freundlichste begrüßen. Hier erst
nimmt dann auch die himmlische Geselligkeit ihren Anfang. Und alle verfügen sich nach und
nach seligst und glücklich in ihre ewigen, wunderbar herrlichen Wohngemächer und bringen
Mir ein großes Lob dar.

[RB.02_303,16] Das aber ist die in umständlichster Fülle gezeigte Führung eines großen
Geistes in der Geisterwelt.

[RB.02_303,17] Wohl dem, der sie mit redlichem Herzen betrachtet und sein Leben darnach
einrichtet! Er wird dereinst auch diesen Weg zu machen haben, so er redlichen Herzens ist.
Hat er ihn schon auf Erden getreu getan, wird er dereinst nur einen sehr kurzen Weg zu
wandeln haben.

[RB.02_303,18] Jeder aber lese das Kundgegebene mit dem Herzen und nicht mit dem Kopf,
so wird er dadurch in seinem Leben zu einem großen Segen gelangen, und der Tod wird
weichen aus seinen Lenden. Wer es aber lesen wird mit dem puren Verstand, der wird darin
seinen Tod finden, aus dem er schwerlich je wieder erwachen wird.


[RB.02_303,19] Damit ist diese Schilderung aus dem Geisterreiche beendet. Wohl denen, die
sich daran nicht stoßen werden! – Amen, Amen, Amen!

Dir, o Herr und Vater, ewigen Dank für diese übergroße Enthüllung, deren wir armen,
sündigen Menschen nicht im geringsten wert sind! O Herr, segne alle, die sie mit gläubigem
und freudigem Herzen aufnehmen! Amen! J. Lorber
Gespeichert
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