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Autor Thema: Soldatentum aus der Sicht eines Christen  (Gelesen 431 mal)
Epidophekles
Aus der Ferne grüssend
« am: 18. Dezember 2008, 08:33:39 »

Ist ja schwierig, zu entscheiden, ob ich, wieviel ich und wo ich über ein Traumerlebnis dieser Nacht schreiben soll.

Gestern noch zweifelte ich ob meines Verhaltens in einem Traum, wo mir eine neue berufliche Tätigkeit ermöglicht wurde und ich dafür aufgeschlossen war, denn ich sollte als Chauffeur für eine Musikband engagiert werden. Diesen Traum verstehe ich nicht, ich fragte mich, ob ich da richtig gewählt hatte oder ob hier versteckte Schwächen mitspielen und ich ein falsches Ziel erstrebe.

Heute nun sieht es wieder anders aus, mein heutiger Traum bestärkt mich, obwohl ich da dem Herr General widerstand. Wiederum werde und kann ich nicht alles beschreiben, es ist gar nicht möglich, weil andere Träume mit hineinspielen, an die ich mich kaum mehr erinnern kann.

Doch soviel:
Der unsere Einheit besuchende oberste Militär hatte es schliesslich auf mich abgesehen, ähnlich wie schon einmal in Wirklichkeit vor 40 Jahren, doch diesmal ausführlicher. Er wollte mich fertig machen, foppen und bloss stellen. Zunächst blieb ich zurückhaltend, vielleicht ängstlich. Doch, als er sich weiter hinaus wagte, zeigte sich meine Kraft. Ich besiegte ihn. Er war zum Narren und Hampelmann geworden....

Ich erzähle das auch im Hinblick auf die zeitlich gleichlaufenden Beiträge über Tolstoi - und ich erinnere mich an meine Zeit als Rekrut. Auch im Traum erwähnte ich dem obersten Militär, dass er sich an mir irre, wenn er mich für dumm halte, denn da hätte ich jede Prüfung, zumindest die meisten, als bester Prüfling abgeschlossen. Ich konnte deshalb auch mehrere Male schon am Freitag in den Urlaub fahren.

Meine Erzählung hat mit Militärdienstverweigerung zu tun, obwohl ich alle obligatorischen Diensttage hinter mich brachte, denn ich wurde am Ende der Rekrutenzeit nochmals zum zuständigen Obersten vorgeladen, um meinen Entschluss, Soldat zu bleiben, anders zu lenken. Er konnte mich auch überreden: meine Bedenken im Zusammenhang mit meiner Ausbildung am Abendtechnikum und sportlicher Betätigung, welche ich als Hindernis für die ersten Jahre der militärischen Weiterbildungszeit bezeichnete, beschwichtigte er und zeigte auf, dass das sehr wohl nebeneinander her gehen könne, ja sogar gewünscht sei. Ich unterschrieb. - Doch ein paar Wochen oder Monate später reute mich dieser Kniefall und ich suchte einen Weg, wie ich dem noch entkommen könnte. Es gelang mir auch, obwohl mein Bruder, der schon Feldweibel war, das für unmöglich bezeichnete ...

Meine Rekrutenzeit war ausgezeichnet in mehrerer Hinsicht. Dort gewann ich auch als Führer einer Gruppe den einzigen Orientierungslauf der ganzen Schule und legte in punkto genauem Auge und ruhiger Hand die Grundlage für das bald darauf folgende Scharfschützenabzeichen. Mein Einsatz im theoretischen und im körperlichen Bereich war vorbildlich und es freute mich, brachte mir aber schon damals Vorwürfe meiner Kameraden ein, dass ich ein Streber sei ... was aber nicht der Fall war, wie dann auch meine Verweigerung, eine Karriere als Offiziersaspirant zu starten, bewies. Ich hatte einfach Freude an Leistung und Gehorsam, damit einen möglichst reibungslosen Ablauf für alle unterstützend.

Einige Jahre später wollte mich ein Freund dazu bewegen, den Miliitärdienst ganz zu verweigern. Ich begründete mein weiteres Verbleiben bei der Armee als Charakterbildungsstätte und als Möglichkeit, mit Menschen zusammenzutreffen, denen ich über meinen christlichen Glauben und von der Endzeit erzählen könne ... und hatte ab und zu Schwierigkeiten damit. Im Kriegsfall würde es sich dann erst entscheiden, wie ich damit umgehen würde.

Einmal stellte mich der Kompaniekommandant vor der ganzen Truppe blöd hin, weil meine Mütze angeblich nicht auf meinen Kopf passte; sie war mir zu gross. Dass er mir das - als sonst vorbildlicher Soldat - antat, schien mir möglicherweise einen andern Hintergrund zu haben. Es war für mich nicht glaubhaft, dass die entscheidenden Vorgesetzten nicht über frühere Diensttage - in meinem Fall über meine Verweigerung zum Weitermachen - orientiert werden. Mir verleidete die machmal offen zutage tretende Lügenmaschine und das heuchlerische Verhalten vieler im Militär den Dienst zunehmend, aber ich stand alles durch.

Heute im Traum habe ich nun endlich einen Sieg erfochten!
Ich fühle mich die Stunden nach dem Erwachen geistig ganz stark...
Aber ich muss und werde aufpassen, dass mich nicht der Übermut in Beschlag nimmt.
Diese Erzählung passt zu Tolstois Gedankengängen und zu Geschichten, die später als Legende bezeichnet wurden - und als unwahr hingestellt werden. Tell gab es meiner Überzeugung nach und sein Tun betrachte ich als absolut gerechtfertigt und dem Sinne nach als wahr. Und wenn solches verleugnet wird, weil solcher Mut nicht wahr sein darf, damit die Elite ihre Irreführung besser durchsetzen kann, so sollte heute jemand beweisen, dass es ein ähnlich mutiges Kraftverhalten wie von Tell auch heute noch gibt. Ich bin aber ziemlich ängstlich, muss ich zugeben. Doch geistig ist ja einiges möglich, weil wir dazu erzogen werden - vom Höchsten HERRN.

Noch betrachte ich diese Spekulationen als Hirngespinst und Luftschlösser bauen. Innerlich bin ich aber überzeugt, dass die Schatten der grossen Lügen und ihre dunklen Höhlen nur durch mutige Operationen erhellt werden können, um der Wahrheit zum Siege zu verhelfen. Wir müssen nur die Zeit abwarten, dürfen nicht eigensinnig vorpreschen. Ich will alles wirklich Jesus übergeben und erkenne meine absolute Schwäche ohne IHN.

Diese Überlegungen hätten auch wieder hierher gepasst, doch was soll's. Ich bin unvollkommen und auf dem Weg, auf dem Weg mit Unkonzentriertheiten und Quergedanken, die noch geordnet werden müssen, und ängstlich, wenn ich mir die Gewalt der Masse und die Macht der Irre-Führenden vor Augen halte. Doch ich lebe noch hier auf der Erde und habe einen Körper, in dem ich wirken kann. Jesus sei mein Heerführer und ich Sein Soldat der Liebemacht, die ich noch vielfältig üben muss - auch gegenüber dem Feind, nur den Satan soll man nicht lieben.

Herzliche Grüsse aus geistigen Sphären, die in der Seele noch nachhallen.
Epidophekles
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