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Autor Thema: Im Garten der Seele  (Gelesen 668 mal)
Epidophekles
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Oft steht man einsam da ...


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« am: 19. Juli 2009, 04:07:29 »


Ein schöner Titel und heile Empfindungen. Doch der Körper ist mit dabei. Die Seele leidet ein klein wenig. Ich verstehe.

Draussen zeigt das Thermometer weniger als 6°C an. Bei mir ist es warm, angenehm, 22°. Habe am Abend noch lange im Tagebuch gelesen, noch nie es so nachgelesen wie jetzt. Es waren die Jahre 2000 und 2001, von letztem nur der erste Monat. Da lernte ich meine herrliche Freundin kennen, die mich immer noch begleitet, mir hilft und mir beisteht.

Damals, im 1999/2000 war ich im Umbruch wie noch nie. Ich las meine Gebete, meine Bitten, von meiner Heimatlosigkeit, über meine Sehnsucht. Alles glich dem, was ich zeitlebens mit mir herumtrage, nur wie durch eine Lupe betrachtet und erlebt.

Jetzt sind über acht Jahre vergangen und es zeichnete sich der Weg deutlicher ab, und was sich bewährt hat, ist fester verankert. Körper und Verstand sind noch Faktoren, die mir zu schaffen machen, z.B. wollte ich doch vorhin schlafen, die Seele fühlte sich wohl und wollte auf die Nachtreise in ihre liebgewonnenen Gegenden gehn, aber ich konnte nicht tief einschlafen. Die Frage nach dem 'Warum?' liess mich auf den Körper schliessen, der seine eigenen Gesetze oder Wünsche hat. Ich schlafe ja zu unregelmässigen Zeiten, je nachdem, mit was ich beschäftigt bin und was mich beschäftigt.

Ich wohne allein, es ist still hier, das hatte ich mir schon oft so gewünscht. Doch merke ich, dass es ohne Austausch schwierig ist und dass der Mensch Kontakt sucht. Und wenn es im Innern warm ist, dann ganz besonders. Nur lässt sich das nicht so ohne Weiteres nach aussen tragen und verwirklichen, was die Seele spürt und mit teilen will.

Ja, die Begegnungen .... der Weg des Menschen, sein Hiersein, sein Streben, seine Liebe, seine Hoffnungen, seine Ziele, seine Sehnsüchte ... sein Irren - und sein Geführtsein zum Guten hin .... so ganz langsam, sachte, entgegen der hohen Erwartungen in Ungeduld.
Später, später, später wieder ....




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Epidophekles
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Oft steht man einsam da ...


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« Antworten #1 am: 19. Juli 2009, 08:18:17 »


Im Anschluss an meine Mitteilung oben hatte ich direkt zu folgenden Worten gefunden:
(Es ist die Antwort von Engeln, die uns begleiten, die jemand anderem gegeben wurde, aber auch für uns gültig ist)


Mein liebes Kind, wir alle wissen, daß du abhängig bist von deiner täglichen Arbeit, und suchen dir deshalb zu jeder Zeit entgegenzukommen, auf daß du ohne Unterbrechung die täglichen Aufnahmen entgegennehmen kannst. Doch bedenke, wie viel besser es ist, wenn du eine gleiche Zeit innehalten kannst - es ist in unseren Reihen eine geregelte Tätigkeit zu erfüllen und so belehren wir deshalb möglichst immer zur gleichen Zeit einen jeden; das wird dir heute wenig verständlich erscheinen, doch vertraue unseren Worten, im Aufnehmen wirst du es spüren, daß unsere Gedanken leichter dir zufließen, sobald du völlig losgelöst dich uns zur Verfügung stellst. Es sind gewisse bestimmende Gesetze, denen ein jedes Wesen unterliegt, und so sind wir schon immer zur rechten Zeit bereit, daß du empfangen kannst, was dir zugeteilt ist. - Doch heute setze dein Schreiben fort, wir sind für dich bereit!
Erklären wollten wir dir nur, wie viel leichter es für dich und für uns ist, wenn du nach Möglichkeit immer zur gleichen Zeit dich mit uns verbindest:

Und nun beginne:
"Bleibe in der Liebe tätig!" - Dieses Wort sollst du dir tief ins Herz schreiben, denn es ist der Inbegriff eines gottseligen Lebenswandels. Für dich bedeutet es unsagbar viel, wenn die Liebe immer bestimmend auf dein Handeln einwirkt, denn solche Taten der Liebe sind Gott wohlgefällig. Und wenn dir von anderer Seite ein Gleiches gepredigt wird, daß jede gute Tat ihren Segen nach sich ziehe, so wisse, daß immer die Liebe Veranlassung dazu sein muß!

Wie oft wird das außer acht gelassen - wie oft wird gegeben, wie oft wird rein mechanisch eine Tat vollbracht, ohne daß das Herz in Liebe dabei beteiligt ist - - - und dann ist diese Tat nicht angesehen vom Herrn. - Jedes kleinste Werk soll von der Liebe geleitet sein, und immer sollt ihr in euch spüren des Heilands Nähe. Denn in jeder Tat der Liebe ist euch Gott Selbst nahe. Was du auch tust - so es verbunden ist mit dem Gefühl der Liebe zu deinem Heiland, zu deinen Mitmenschen, so wird es auch immer Gnade finden vor den Augen des Herrn. Und dann erst seid ihr „in der Liebe tätig .... "

Mein Kind, unterweise deine Mitmenschen stets von der Wichtigkeit dieser Lehre. Mache ihnen klar, daß sie von innen heraus arbeiten müssen an sich selbst, daß sie zuerst die Liebe pflegen müssen, um dann immer leichter zu erreichen die Verbindung mit Gott, die ihnen dann wieder die Gnade gibt, den rechten Weg zu beschreiten, denn nur durch Taten der Liebe bleibt der Mensch mit Gott verbunden - und alle göttliche Gnade fließt hinfort den Menschen zu, die dies beachten und sich gleichsam umformen von innen heraus, wenn sie zuerst die Liebe pflegen in ihren Herzen. Und wo ihr dem Nächsten Liebe entgegenbringen könnt, dort wird auch euer Wandeln wieder Frucht tragen, denn Liebe erweckt Gegenliebe - und so zieht eine jede gute Tat in Liebe wieder ebensolche nach sich - und veredelnd wirkt sich ein solches Wandeln aus auf alle, die mit dir und um dich sind! -
Bedenke dies und strebe! -

Im Sinne der Göttlichkeit ist es, daß euch zuteil werde die Liebe des Himmels; um diese zu erwecken, müsset ihr euch würdig erweisen - - - ihr müsset von selbst danach streben, teilhaftig zu werden der Liebe Gottes.

Darum übet euch in der Liebe zu Gott und euren Mitmenschen, denn nur durch Liebe kann euch Erlösung werden - jetzt schon auf Erden - und dereinst in der Ewigkeit!


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Epidophekles
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Oft steht man einsam da ...


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« Antworten #2 am: 06. November 2009, 11:35:16 »


" ... und das Tor zur Vergangenheit wirst du geöffnet sehen."

Siehe dazu: http://gloriadei.info/forum999/messages/633.htm
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Epidophekles
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Oft steht man einsam da ...


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« Antworten #3 am: 25. November 2009, 04:39:35 »

Grosses geschieht derzeit und ein grosses Tor steht offen.
Alsogleich nach dieser Zeile kommt mir dieses Wort in den Sinn:
"... und das Tor zur Vergangenheit wirst du geöffnet sehen."

Ich wollte doch schlafen, aber vieles ging mir durch Kopf und Herz und Seele. Ich war einfach nicht müde.

Es war einiges, das ich gerne mitgeteilt hätte, doch muss ich mich zurückhalten, und das aus verschiedenen Gründen. Es ist auch schwierig, Ordnung zu halten in den Gedanken, und allein, diese zu ordnen, beansprucht seine Zeit. Am besten geht das jeweils nach längerem Schlaf während ich noch im Bett liege. Bald nach dem Aufstehen kommen die Ablenkungen und kommt die Zeit dazu, die nicht alles durchzuführen erlaubt, was im Geist so leicht zugänglich war.

Das, was ich jetzt in Angriff nehme, liegt eingebettet in vielen Geschehnissen, Erlebnissen, Erkenntnissen, Begegnungen, Überlegungen, Kämpfen, Gebeten und auch Träumen, und ich kann darum den Grundgedanken zu dieser aufsteigenden Welle nicht ausführlich darstellen. (Wäre dieses Vorwort überhaupt nötig gewesen?) Eine ähnliche Situation hatte ich hier erwähnt.

Zuerst beginne ich mit einem Wort aus dem 1. Johannesbrief. Doch dazu greife ich nochmals die Begegnung mit dem evang. Studentenseelsorger an der Uni St.Gallen Markus Anker auf. Neuerdings besuchen wir nämlich noch eine andere Vorlesung: Das frühe Christentum: Von der Sekte zur Weltreligion. Der Titel lässt Assoziationen aufkommen .... doch ich konzentriere mich jetzt nur auf eine Bemerkung des Referenten, aus der hervorgeht, dass das Johannesevangelium zweifelhaft sei und die Johannesbriefe um sozusagen 180° entgegengesetzte Aussagen mache. Das Johannesevangelium wird in Frage gestellt, weil es der Gnosis zu nahe stehe (für mich ist das aber eben gerade ein gutes Zeichen, sofern nicht eine gespiegelte Gnostik darunter verstanden wird. - Gespiegelt nenne ich nun etwas, das eine Nachäffung und Verdrehung ist .... so wie Luzifer anstelle Gottes treten wollte. Man sieht, die Gedanken fliessen .... aber ich kann sie nicht alle aufzeichnen). Meine Nachfrage, was denn die in den Johannesbriefen gegenteiligen Aussagen betreffe, beantwortete Anker damit, dass im Johannesevangelium die Juden schlecht wegkämen, aber in den Johannesbriefen die eigenen Gemeindeglieder. Ich musste nachlesen - und ich stiess auch noch auf anderes, das mir wichtig erscheint. Ich bekam Freude, gründlicher die Bibel zu lesen und möchte gerne viel Zeit dafür aufwenden. Aber auch Swedenborg wartet schon lange, z.B. "Die wahre christliche Religion" (C.G. Jung hat sieben Bücher von Swedenborg gelesen); auch seine "Himmlischen Geheimnisse" hätte ich gerne studiert, denn seine Deutung der Entsprechungen hatte mich auch schon beeindruckt, das Gute, die Wahrheit, das Gute aus der Wahrheit oder die Wahrheit aus dem Guten. Er differenziert stark und kommt immer wieder auf gleiche Ergebnisse ....

Nun lese ich zum ersten Johannesbrief:
Zitat

Der letzte überlebende Apostel Johannes schrieb diesen Brief ca. 90 n. Chr. vermutlich in Ephesus. Er steht in enger Beziehung zu dem von ihm verfaßten Evangelium. Der Brief sollte die Gläubigen am Ende der apostolischen Zeit vor aufkommenden Irrlehren (besonders gnostischer Art) und falschen Propheten warnen und ihnen die Unterscheidung von Echt und Falsch im Glaubensleben ermöglichen. Er ist eine prophetische Mahnung für die »letzte Stunde« und ruft die wahren Kinder Gottes auf, in einer Zeit des geistlichen Verfalls und der Verführung an der Wahrheit des Wortes Gottes, an echter Liebe und entschiedener Absonderung von der Welt festzuhalten. Er betont die Wichtigkeit eines Wandels im Licht, während die Irrlehren, die er bekämpft, praktizierte Sünde und Gesetzlosigkeit förderten. Jesus Christus wurde als der im Fleisch gekommene (menschgewordene) Sohn Gottes geleugnet; es gab falsche Propheten, durch die der Geist der Irreführung wirkte. Daher sollen die Gläubigen die Geister prüfen, ob sie von Gott stammen. Der ganze Brief ist durchzogen vom Zeugnis der großen Liebe des Vaters, der seinen Sohn für sündige Menschen gab, und dem Aufruf, diese Liebe mit ungeheuchelter Gegenliebe zu beantworten.


Das konnte ich dem Internet entnehmen (und dazu nun auch noch etwas schreiben, ginge einfach zu weit), in meiner Stuttgarter Jubiläumsbibel ist es aber noch ausführlicher und nicht ganz gleich beschrieben .... Weiter: hat es einen Sinn, Anker nochmals zur Rede zu stellen? Er erweckt auch den Eindruck, dass er sich tiefer gehenden Gesprächen entziehen will oder es als vergeudete Zeit erachtet, sich mit Laien länger auseinanderzusetzen.
Um was es geht? - Das habe ich oben angedeutet: um die Gnosis, die Identität der Person des Johannes und die angeblichen Widersprüche, die keine sind. Ich lasse das jetzt beiseite. Bzgl. Gnosis aber erinnere ich an Peter Schwagmeier. Ein wichtiges Referat von ihm ist hier verlinkt.

(Bei Anker und Schwagmeier weckt eine ganz bestimmte jüdische Verteidigungshaltung Verdacht ... )

Der 1. Johannesbrief beginnt so:

Zitat
Was von Anfang war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens (- und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das bei dem Vater war und uns erschienen ist –) was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.

Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist. Wenn wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und doch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit; wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.

Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, daß wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

(Vor ein paar Tagen schon fiel mir beim Lesen gemeinsam mit meiner Freundin die Stelle 1.Joh. 4,4-6 auf, die ich mir merken und Herrn Anker vorlegen wollte ....)

Jetzt aber, bei 1.Joh. 1,5 dachte ich an jene, die Gott beide Eigenschaften zulegen: helle und dunkle (auch Lorber hatte diesbezüglich etwas Falsches geschrieben und die Lorberfundamentalisten kämpfen damit auf glitischigem Eis und fechten gegen Bertha Dudde). Also: Gott ist Licht und in Ihm ist keine Finsternis. Die Sünde ist Abkehr von Gott, durch die Sünde erst kam Finsternis auf. Das ist ja ganz einfach. Anstatt sich nach Gott zu richten, schaute man in den eigenen Spiegel und begann sich mit den eigenen Illusionen auseinanderzusetzen und glaubt lieber an diese eigene "Schöpfung", die wirklicher sei als was von Gott kommen soll ...

Nun aber zurück zum Garten der Seele, zu dem, was in der Seele an Grossem geschieht - das nächste Mal werde ich etwas an die Oberfläche zu ziehen versuchen; es wird wohl weniger als die Spitze des Eisbergs sein ....

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Epidophekles
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« Antworten #4 am: 25. November 2009, 12:04:41 »


Wasser ist oft das Geheimnis eines üppigen Gartens. Ein erfahrener Gärtner weiß das, während der Anfänger, der vielleicht knauserig mit dem Wasser umgeht, sich wundert, warum bei ihm nicht alles so wird, wie es im Katalog oder auf den Samentütchen abgebildet ist. Junge Pflanzen brauchen zum Wachsen Wasser - in der richtigen Dosierung natürlich. An­sonsten verdorren sie. Und frisch eingesäter Samen muss in den ersten Tagen ständig feucht gehalten werden, damit er keimt. Sonst geht er nicht auf.

Die spanische Mystikerin und Ordensfrau Teresa von Avila (1518 - 1582) greift das Bild vom Garten und vom Wasser auf und überträgt es auf den Menschen. Für sie ist die Seele eines Menschen ein Garten, der ohne Wasser abstirbt. In ihrem so genannten "Gartengleichnis" hat sie sich Gedanken darüber gemacht, wie ein Mensch auf dem Weg des inneren Gebetes reifen und wachsen kann. Dabei vergleicht sie die Seele mit einem Garten. Und der kann nur ge­deihen, wenn er gründlich bewässert wird. Sie unterscheidet vier Bewässerungsarten, damit der "Garten der Seele" auf dem Weg von Gebet und Meditation zu einem Ort des "Lebens in Fülle" werden kann. Teresa schreibt in ihrem Gartengleichnis:

„Zum einen können wir das Wasser aus einem Brunnen emporziehen. Das ist für uns sehr mühevoll. Zum anderen können wir ein Schöpfrad oder einen Schöpfeimer benutzen, die über eine Winde nach oben geholt werden, so wie ich es manchmal tat. Das ist schon weniger an­strengend und bringt mehr Wasser. Oder wir können das Wasser von einem Fluss oder Bach ableiten: damit können wir wirkungsvoller gießen, denn die Erde wird viel besser durchtränkt, und wir müssen nicht so oft bewässern. So hat der Gärtner weniger Arbeit. Schließlich müs­sen wir uns überhaupt nicht mehr anstrengen, weil der Herr es kräftig regnen lässt. So bewäs­sert er den Garten ohne unser Zutun. Das ist unvergleichlich viel besser als alles Andere.“


www.kirche-im-sr.de


Dass der Herr es regnen lässt, bedeutet aber nicht, dass ich mich innerlich zurücklehnen kann und denke: Der liebe Gott macht es nun. Nein, Stille, Gebet und Ergebenheit müssen eingeübt werden. Regelmäßig, beharrlich, mit viel Geduld und einem langen Atem. Wir sind für unseren Garten verantwortlich und sollen ihn pflegen, sonst ist er schnell überwuchert mit Unkraut und wilden Sträuchern.

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Epidophekles
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« Antworten #5 am: 25. November 2009, 12:23:50 »


Welche Schönheiten auch diese irdische Welt in sich vereinigen mag, so besitzt doch unser Herr Jesus Christus dies alles in der himmlischen Welt in unvergleichlich höherm Grade.

Unter den Blumen gilt die Rose für die lieblichste, aber der Herr Jesus ist unendlich herrlicher und schöner im Garten der Seele, als es die Rose im irdischen Garten sein kann. Er ist der Allerschönste und Auserkorne unter vielen Tausenden. Er ist die Sonne und alle andern die Sterne; die Himmel und der Tag sind dunkel gegen Ihn denn der König in seiner Schöne überstrahlt sie alle.

"Ich bin eine Blume zu Saron."
Das war die beste und seltenste unter allen Rosen.
Der Herr Jesus ist nicht bloß ,,eine Rose", sondern Er ist die "Rose zu Saron", gerade wie Er seine Gerechtigkeit "Gold" nennt und dann beifügt: "Gold aus Ophir", das Beste von allem Besten. Er ist ganz lieblich; und nicht nur das: Er ist der Allerliebenswürdigste. Es ist eine große Mannigfaltigkeit in seinen herrlichen Eigenschaften. Die Rose ist lieblich fürs Auge und riecht außerordentlich angenehm und erfrischend; so findet ein jeglicher Sinn unsrer Seele, sei es das Gefühl des Gemüts, das Gehör, das Gesicht oder der geistliche Geruch, eine unnennbare Befriedigung in Jesu. Wie lieblich ist nicht das Andenken seiner Liebe.

Nimm die Rose von Saron, und nimm ein Blatt um das andre davon und lege es ein zwischen die Blätter deines Gedächtnisses, so wirst du erfahren, daß es noch lange Zeit hernach seinen köstlichen Duft von sich gibt und das ganze Haus mit Wohlgeruch erfüllt.

Christus befriedigt den edelsten Geschmack des feingebildeten Herzens und des Geistes aufs völligste. Der wählerischste Liebhaber von Wohlgerüchen ist durchaus befriedigt mit dem Duft der Rose; und wenn die Seele die höchste Stufe des wahren Geschmacks erreicht hat, so wird sie dennoch immer wieder aufs neue von Christo angezogen, ja, sie schätzt Ihn nur umso höher. Der Himmel selber besitzt nichts, was diese Rose zu Saron überträfe. Die höchsten Schönheiten der Welt zusammen können seine überschwengliche Köstlichkeit nur mit schwachen Farben zeichnen.

O köstliche Rose, blühe immer in meinem Herzen!


(Charles Haddon Spurgeon)





  • Jesaja 33,9: Das Land liegt kläglich und jämmerlich, der Libanon steht schändlich zerhauen, und Saron ist wie eine Wüste, und Basan und Karmel ist öde.
  • Jesaja 65,10: Und Saron soll eine Weide für die Herde und das Tal Achor soll zum Viehlager werden meinem Volk, das mich sucht.
  • Apostel 9,35: Und es sahen ihn alle, die zu Lydda und in Saron wohnten; die bekehrten sich zu dem HERRN.

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in Gottes Garten erblühen


« Antworten #6 am: 25. November 2009, 15:13:34 »

Wie kann der Duft der Seele erblühen? Warum hält das Geschenk der Rose nicht länger an?
Der Dichter Rilke schenkt einer Bettlerin eine weisse Rose. Das geistige Geheimnis hinter der
Rose kann allein damit noch nicht verstanden werden - der Weg im Herzen beginnt erst...

Während seines ersten Aufenthaltes in Paris ging der deutsche Schriftsteller Rainer Maria Rilke(1875-1926) jeden Mittag in der Begleitung einer jungen Französin an einer alten Bettlerin vorbei. Stumm, starr, unbeweglich und unbeteiligt saß sie Tag für Tag auf einem Mauerstück eines öffentlichen Gartens. Zu keinem Geber sah sie auf. Sie bat nicht und dankte nicht. Hatte einer ein Geldstück in ihren Handteller gelegt, dann holte sie die Hand zu sich zurück, ließ die Münze in ihrer Kleidertasche verschwinden und schickte die aufgetane Hand wieder von sich fort.

Während nun die Französin die Bettlerin stets mit einer ansehnlichen Gabe bedachte, spendete Rilke keinen Sou. "Man müßte ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand", sagte er ihr, als sie sich über sein Verhalten wunderte. Am nächsten Mittag trug der Dichter eine kaum erblühte weiße Rose zart, behutsam und gütig zwischen den Spitzen seiner Finger. Über das Gesicht der Freundin lief Freudenröte. Sie dachte: "Mir eine Rose aus der Hand Rainer Maria Rilkes!" Doch sie bekam die Rose nicht. Bei der Bettlerin angekommen, stand der Dichter still und legte die weiße Rose in die geöffnete Hand der alten Frau. Da geschah, was bisher noch nie geschehen war: Die Bettlerin sah zum Geber empor. Mehr noch: sie stand auf, griff nach der Hand des fremden Mannes, küßte sie und ging mit der Dichterrose fort.

An den folgenden Tagen mied Rilke die Straße der Bettlerin. Die Freundin hingegen konnte es nicht unterlassen, alle Tage den gewohnten Weg zu gehen, nur um - wie sie sich selbst zur Entschuldigung sagte - der Bettlerin die ihr täglich zustehende Münze zu geben. Doch zu ihrer großen Verwunderung traf sie die Bettlerin nicht an. Nach einer Woche hielt sie das Schweigen nicht länger aus. Sie war entschlossen, mit dem Dichter über die Wirkung seiner Gabe zu sprechen, und zwar sobald er das nächste Mal an der Bettlerinstraße vorübergehen wollte. Aber genau in dem Augenblick, da sie ihre Frage stellen wollte, bog Rilke in die seit einer Woche gemiedene Straße ein. "Jetzt können wir wieder hier entlanggehen, denn sie sitzt heute wieder an ihrem Platz." Die Freundin war nur noch eine einzige Frage. Der Dichter hatte recht. Die alte Bettlerin saß wie gewohnt auf dem Mauerstück: stumm, starr, unbeweglich, unbeteiligt. Und während die Rilke-Freundin eine Münze in die ausgestreckte Hand legte, die größer war als je zuvor, und die Bettlerin diese auf die übliche Weise verschwinden ließ, gab Rilke nichts. Die Freundin aber hatte eine Frage, die sie nicht unterdrücken konnte: "Wovon hat sie all die Tage, da niemand Geld in ihre Hand legen konnte, gelebt?" Rainer Maria Rilke antwortete ihr: "Von der Rose!"

Vgl. Hans Franck, Das Herzgeschenk, Sponholtz Verlag, Hannover-Hameln 1954.
http://www.zum.de/Faecher/kR/BW/bibellit/texte/t072.htm


Gottes Liebe zu uns ist dadurch offenbar geworden, daß Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn das Leben empfangen. Darin besteht die Liebe: nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt. Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben. Niemand hat Gott je gesehen; doch wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns zur Vollendung gekommen. Daß wir in ihm bleiben und er in uns, erkennen wir daran, daß er uns von seinem Geist gegeben hat. Wir aber haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn als Retter der Welt gesandt hat.
1 Johannes 4, 9-14
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Oft steht man einsam da ...


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« Antworten #7 am: 26. November 2009, 23:14:48 »


Danke, liebe Albamira, du erwirkst mit deinen Zeilen grosse Freude!







Nun hatte ich ein Bedenken zu Spurgeons Text, das mir nun geklärt erscheint. Denn dass der Herr Sich als "Rose" bezeichnen würde, wollte mir nicht recht passen. Von Spurgeon lesen wir: Der Herr Jesus ist nicht bloß "eine Rose", sondern Er ist die "Rose zu Saron".


Daraufhin habe ich verschiedene Bibelübersetzungen miteinander verglichen. Die Darstellung des Textes in der ersten Bibel verwirrte mich noch mehr und ich wusste nicht, wer diese Aussage von der Rose denn eigentlich mache. Schaut euch mal diese Übersetzung und Darstellung an bei Schlachter. Als Erstes hat mich das verwirrt, weil ich Spurgeon glaubte, dass das eine Aussage des Geliebten sei. In vielen Bibeln muss man selbst herausfinden, wer nun spricht, und man kann es auch verstehen, wenn man sich vom heiligen Geist leiten lässt und die Liebe zwischen den Beiden versteht. Dann erstaunte mich, dass hier von Narzisse und Lilie die Rede ist, wo Spurgeon so viel Gewicht auf die Rose gelegt hatte.

Eine Antwort gab mir die Stuttgarter Jubiläumsbibel mit Anmerkungen. Der Text dort lautet gleich, wie ich ihn zitiert und verlinkt habe: Ich bin eine Blume zu Saron und eine Rose im Tal, denn das ist die Luther-Übersetzung.
Die Anmerkung in der Jubiläumsbibel dazu lautet:
Statt 'Rose' muss es überall in unserm Buch 'Lilie' heissen.
 - Ich bin eine Feldblume, ein einfaches Naturkind.


Das Beispiel der Einheitsbibel:
1 Ich bin eine Blume auf den Wiesen des Scharon, / eine Lilie der Täler.
2 Eine Lilie unter Disteln / ist meine Freundin unter den Mädchen.


Bei Menge lesen wir:
Ich bin eine Narzisse (oder: Herbstzeitlose) in Saron, eine Lilie der Täler. –
»Wie eine Lilie unter den Dornen, so ist meine Freundin inmitten der Mädchen.«


Meiner Scofieldbibel entnehme ich:
Zitat
(Sie spricht)
Kapitel 2
1. ICH bin eine Blume zu Saron und eine Rose im Tal.

(Salomo spricht)
2. Wie eine Rose unter den Dornen,
so ist meine Freundin unter den Töchtern.

Nun verstehe ich das so:

Die Braut spricht:
Ich bin eine Blume zu Saron und eine Lilie im Tal. (eine Feldblume, ein einfaches Naturkind)
Und der Bräutigam erwidert:
Wie eine Lilie unter den Dornen, so ist meine Freundin inmitten der Töchter.




Der andere Text auf der verlinkten Webseite wird unten zitiert und erklärt Einiges.
Aber ich verstehe nicht, warum er dann unten zu so missverständlichen und andern Aussagen kommt (siehe oben).
Irgendetwas stimmt nicht - oder verstehe ich etwas falsch von dem, wie es Spurgeon schildert?
Auf alle Fälle verstehe ich die Bibel nun noch besser
und ich hoffe auch viele von euch Leserinnen und Lesern

Spurgeon schrieb zwei kurze Auslegungen zu dem folgenden Bibeltext:

„Ich bin nur eine Blume in der Ebene Saron, eine Lilie aus den Tälern. Aber wie eine Lilie unter den Dornen ist meine Freundin unter den Mädchen!“
Hohelied 2/1-2

1. Viele Gläubige befinden sich in Familien, wo sie nicht mehr geschätzt werden als die Lilie von den Dornen. Heilige lieben heilige Gesellschaft, aber oft müssen sie allein stehen. Aber Gott übersieht sie nicht; er besucht diejenigen, die von seinen Dienern übersehen werden.

Wenn Menschen dich nicht sehen, du einsamer Gläubiger, kannst du trotzdem sagen: "Du, Gott, siehst mich!"

Die Dornen können die Lilie in ihrem Wachstum hindern. Ebenso ergeht es einem echten Christen in der Umgebung von Ungläubigen. Doch durch Gottes Gnade lebt und wächst er. Ihr wißt, wie der gute Same wegen der Dornen nicht wachsen konnte, sondern das kleine Pflänzchen durch sie erstickt wurde. Aber hier ist ein guter Same, ein köstlicher Halm, der blüht, wo ihr es nicht erwartet hättet.
Wir würden dem Text nicht gerecht werden, wenn wir es unterließen, eine Erinnerung an die Verfolgung darin zu sehen, die viele der besten Kinder Gottes erleiden müssen. Sie müssen ihr ganzes Leben gleich einer Lilie inmitten der Dornen zubringen. Einige unter euch befinden sich in dieser Lage. Ihr könnt kaum ein Wort sprechen, das nicht sogleich aufgefangen und euch zum Unglück verwandt wird. Heute können euch die Verfolger nicht an den Galgen hängen; aber die alte Trübsal grausamen Spottes besteht noch; in manchen Fällen wütet sie noch schlimmer als sonst. Gottes Volk ist zu allen Zeiten verfolgt worden; warum sollte es euch anders ergehen?

Tragt die Lasten, die ihr mit allen Erwählten gemeinsam habt, im rechten Geist! Die Lilie inmitten der Dornen sollte sich freuen, daß sie eine Lilie und kein Dorn ist; und wenn sie verwundet wird, so sollte sie das als ganz natürlich betrachten und getrost weiterblühen.


Wie wertvoll und schön sind die Rosen Sarons - wie Morgentau auf den Steinen , wie der Duft des Meeres am Abend.



Anmerkung Sarons:

Wie wahr ist dieser Text auch in unserer Zeit:
Wir bewundern die Buddhisten für ihre Meditation, verehren den Dalai Lama, versuchen uns in hinduistischen Wiedergeburtslehren, suchen nach einem guten Karma und feiern multireligiöse Gottesdienste mit den Moslems. In den Medien gibt es viele positive Berichte über alle möglichen Formen der Esoterik. Aber wer an den Gott der Bibel glaubt, wird ausgelacht, verspottet und mal als „Sektierer“ mal als „Fundamentalist“ angegriffen. Von dem Mann auf der Straße genauso wie von Medien.

Warum eigentlich? Was ist so ärgerlich an gläubigen Christen? Wem schaden sie?



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