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Autor Thema: Politik, Wissenschaft, Kirche, Glaube und Offenbarung  (Gelesen 4937 mal)
Epidophekles
Aus der Ferne grüssend
« am: 18. Februar 2009, 07:23:59 »

Was will die Welt, welche die Kirche kritisiert und eine bessere Ordnung ins Auge fasst?
Wird uns eine bessere Ordnung als jene, die Jesus lehrt, helfen können?

Es geht nun nicht nur um die römisch-katholische Kirche, sondern um alle religiösen
und weltlichen Organisationen, die nicht Gott die Führung überlassen und als Helfer
in der Verwirklichung des göttlichen Willens ihren Dienst in Demut und beglückender
Freude zur Verfügung stellen.


BD 2221  empfangen 25.-27.1.1942
Nachfolger Petri ....
Kirchlich-weltliche Macht ....


Leset in der Bibel, und ihr werdet erkennen, daß der Geist der Wahrheit verdrängt worden ist in offensichtlichster Weise. Es ist euch darum das Wort Gottes vorenthalten worden, damit ihr, die ihr die Wahrheit suchet, nicht sehend werdet. Die Überlieferung wird treulich innegehalten, doch wieweit diese Überlieferung der Lehre Christi entspricht, das wird nicht geprüft.

Und wie oft ist der Sinn des göttlichen Wortes verändert worden, wie oft wurde das Wort Gottes falsch gedeutet. und wie selten wurde die falsche Auslegung beanstandet.

Dieses Irreleiten der Menschheit kann nicht genug hervorgehoben werden, ist es doch die Ursache aller Spaltungen und religiösen Kämpfe gewesen.

Als Jesus auf Erden wandelte, sprach Er vom Reiche Gottes, von einem Reich, das nicht von dieser Welt ist .... Er sprach nicht von weltlicher Macht, Er sprach auch nicht von einer kirchlichen Macht, von einer Organisation; Er sprach auch nicht von Männern, die an Gottes Statt herrschen sollten über Seine Gemeinde; .... Er sprach nur zu Seinen Jüngern: „Gehet hin und lehret alle Völker ....“
Er gab ihnen den Auftrag, die Menschen zu unterweisen in Seiner Liebelehre, und Er versprach ihnen Seine Mitwirkung, so sie in Seinem Geist verblieben .... Denn sowie sie Liebe lehrten, mußten sie selbst in der Liebe leben, und also war der Herr Selbst mit ihnen, Der die Liebe ist. Wo aber die Liebe regieret, ist jede herrschende Gewalt unnötig .... wo die Liebe regieret, dort dienet einer dem anderen, und wo die Liebe regieret, dort sind Gebote unnötig, es sei denn, das Gebot der Liebe wird den Menschen gepredigt, das Gott Selbst gegeben hat. Was Liebe lehrt, ist dem göttlichen Willen entsprechend, was jedoch an sonstigen Geboten hinzugefügt wurde, ist nicht nach dem Willen Gottes, denn ein Gebieten setzt eine herrschende Macht voraus ....

Die Menschen aber sollen wie Brüder untereinander leben, nur dem Willen Gottes untertan, sowie sie das Reich Gottes erwerben wollen. Sie sollen sich keineswegs wider die weltliche Macht erheben, die Gott wohl eingesetzt hat zur Zucht und Ordnung, wo solche überschritten wird, jedoch Sein Reich ist nicht von dieser Welt ....

In Seinem Reich ist Er allein der Herr und Machthaber, und Er benötigt wahrlich keine Menschen auf Erden, die Ihn vertreten und ihre Macht ausüben den Mitmenschen gegenüber. Wo aber weiset ein Wort des Herrn bei Seinem Erdenwandel hin auf ein solche Macht? .... Er hat einen Lebenswandel geführt in Liebe, Er gab Liebe und lehrte Liebe .... Wahre Liebe aber schaltet ein Herrschen-wollen aus ....

Es sollte nicht das Stärkere das Schwächere bestimmen, selbst wo das Erfüllen der göttlichen Gebote gelehrt wurde. Denn eine im Zwang ausgeführte Handlung, und sei sie noch so edel und gut, ist nicht sehr hoch zu bewerten. Erst wenn der freie Wille im Menschen tätig geworden ist, sind diese Handlungen vor Gott angesehen. Und also fordert Gott nur den freien Willen des Menschen.

Niemals aber haben Menschen auf Erden das Recht, eigenmächtig den göttlichen Geboten ihre Gebote beizufügen. Und noch viel weniger darf das Innehalten dieser Gebote den Menschen zur Pflicht gemacht werden, also gefordert unter Androhung von Strafen zeitlich oder ewig. Denn um dieser Strafe zu entgehen, wird nun ein Gebot erfüllt, das sonst unbeachtet blieb. Also kann die Erfüllung solcher Gebote unmöglich tiefen Wert haben vor Gott und für die Ewigkeit.

Als die Jünger den Auftrag Christi ausführten und das Evangelium hinaustrugen in alle Welt, war das Wirken Gottes deutlich sichtbar, denn sie heilten in Jesu Namen Kranke, sie trieben böse Geister aus und wirkten Wunder zur Bekräftigung dessen, was sie lehrten. Denn der Geist Gottes war mit ihnen und in ihnen; es war alles, was sie vollbrachten, göttliches Geisteswirken. Sie verkündeten die Lehre Christi, die göttliche Liebelehre und lebten den Mitmenschen gleichfalls die Liebe vor, und also schaltete ein Herrschenwollen völlig aus, denn sie waren wie Brüder untereinander und dienten sich in Liebe. Dies war das Amt, das Jesus Christus Seinen Jüngern auftrug für ihr ferneres Wirken .... nicht aber setzte Er einen der Apostel ein als Oberhaupt, als Leiter, dem alle sich fügen sollten.

Was aber nachher entstand, wich gänzlich davon ab, was der Herr Selbst vertrat. Es wurde eine kirchlich-weltliche Macht ins Leben gerufen, die jegliches Liebesgebot auch in eine Form brachte, die nicht mehr dem entsprach, was Jesus Christus den Menschen Selbst gelehrt hat. Ein Dienen in Liebe wurde zwar noch gefordert, aber nicht mehr selbst geübt ....

Und es war dies von einschneidendster Bedeutung, denn es entstand wieder das gleiche, was Jesus Christus gebrandmarkt hat zur Zeit Seines Erdenwandels .... es wurde den Menschen geboten, was sie aus freiem Willen tun sollten. Und es nannten sich Männer von Ansehen, Rang und Würden Nachfolger der Apostel, die in größter Armut ihres Amtes gewaltet haben .... und es nannte sich ein Aufbauwerk von ungeheurer Prachtentfaltung die allein-seligmachende Kirche, die Jesus Christus eingesetzt habe mit den Worten: „Du bist Petrus, der Fels ....“ Diese Worte sind von Menschen, die Macht anstrebten, so ausgelegt worden, wie sie benötigt wurden; keineswegs aber lassen die Worte diese Deutung zu, daß Petrus der Gründer einer kirchlichen Macht und die dieser Kirche vorstehenden Machthaber die Nachfolger der Apostel sind .... jener Apostel, die ohne Rang und Würden nur in der Welt das Evangelium, die göttliche Liebelehre verkündeten. Petrus war der Gläubigste von ihnen, und Jesus hob seinen starken Glauben hervor durch die Worte: „Du bist Petrus, der Fels; auf diesem Felsen will Ich Meine Kirche bauen.“ Er nennt die Gemeinschaft der Gläubigen Seine Kirche, denn die das Reich Gottes erwerben wollen, müssen in tiefster Gläubigkeit sich zusammenschließen und also Seine Kirche bilden. So ist es Sein Wille, und diesen Willen brachte Er in den Worten zum Ausdruck. Nicht aber ist es Sein Wille, daß sich hohe und höchste Würdenträger als Vorsteher einer solchen Gemeinde fühlen und auch ihre Macht als solche gebrauchen .... daß unzählige Gebräuche und Zeremonien den eigentlichen Kern unwichtig werden lassen; d.h., daß die göttliche Liebelehre vor zahllosen Äußerlichkeiten, denen zuviel Wert beigelegt wird, unbeachtet bleibt und sonach die eigentliche Sendung der Apostel in die Welt zum Verkünden des Evangeliums nicht mehr erkannt wird.

Wohl können auch unter jenen Machthabern Männer nach dem Herzen Gottes sein, und ihnen wird Gott wahrlich nicht Seinen Geist und Seine Gnade vorenthalten, doch ihre Weisheit ist dann nicht die Folge ihrer Stellung oder ihres hohen Amtes, das sie bekleiden, sondern ihres rechten Wandels vor Gott .... Diese dann sind die echten Nachfolger Petri, denn sie sind glaubensstark, und aus der Stärke des Glaubens schöpfen sie die Weisheit, denn sie sind dann wie ein Fels, dem das lebendige Wasser entströmet .... sie sind dann die echten Vertreter der Kirche Christi, die da ist die Gemeinschaft der Gläubigen ....

Amen



Dieses Thema wird im Zusammenhang mit dieser Weissagung zu Trennung, Uneinigkeit und Spaltung gestartet.

Stichwort: "Organisation" - gesucht im Dudde-Werk.

Gespeichert
Epidophekles
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #1 am: 20. Februar 2009, 02:43:04 »

Ganz unerwartet sehe ich mich mit Menschen konfrontiert, die wissenschaftlich beweisen wollen, dass Jesus nicht auferstanden sei und dass viele der Worte in der Bibel, die Jesus gesprochen haben soll, ihm von Menschen späterer Zeit in den Mund gelegt wurden. Es ist dies Gerd Lüdemann.

Zu Gerd Lüdemann bin ich aufgrund des Besuchs eines neuen Vortragszyklos zur Gnosis gestossen. Bisher wusste ich kaum etwas davon, was die Gnosis besagt. Mit Erschrecken habe ich heute (es war ja gestern) vernommen, dass es eine Richtung der Gnosis gegeben haben soll, welche die Botschaft Jesu vollkommen gegen den Strich deutet, dazu zählt ja auch das Judasevangelium, das aber so, wie es vor nicht gar langer Zeit um die ganze Welt verbreitet wurde, jeglicher Relevanz entbehre. Ich habe auch schon geäussert, dass das Fleisch und diese Welt zu überwinden sei und das Reich Gottes nicht von dieser Welt, weshalb ich die Gnosis gar nicht als etwas Schlechtes und Falsches betrachten würde, als Robert Berghausen das Dudde-Werk als gnostische Lehre in Misskredit brachte. Auch hier sind wieder Missverständnisse vorhanden, es wird einseitig argumentiert: die Gnostiker wären lebensfeindlich und würden die Realität der Seele im Leib und vor allem einen höheren Sinn des Erdenlebens leugnen. Gut, ich darf auch jetzt noch nicht allzuviel dazu schreiben, denn über das, was Gnosis genau beinhaltet, erfahren wir erst in drei Wochen. Sicher ist aber, dass es verschiedene Richtungen gegeben hat, was auch aus den Schriften von Nag Hammadi hervorgeht. Dort kommt auch vor, dass nur der Gott Kains, Esaus und der Sodomiten der höhere Gott sei, der Gott der Juden (und Christen) ein falscher. Da soll dann eben auch Judas die Wahrheit am besten erkannt haben und Jesus aus dem Fleischkörper erlöst haben ....

Nun lese man mal, was Gerd Lüdemann schreibt. Dann vergleiche man mit den Aussagen von Bertha Dudde. Sie schreibt irgendwo, dass die derzeitigen Christgläubigen schwerste Zeiten zu erwarten hätten, weil die christliche Lehre zerpflückt werden wird. Und auch die Bibel soll ihnen noch entzogen werden. Derzeit sind es in Amerika die Kinderbücher, die alle vernichtet werden sollen, welche vor 1985 gedruckt wurden. Es geht wohl darum, dass gewisse der Seele nützliche Erzählmethoden und -inhalte der modernen Ausrichtung zur neuen Weltordnung im Wege stehen.

Ich wollte nicht viel schreiben oder gar nicht. Doch möchte ich zur Nachdenklichkeit anregen und auf den Ernst der Zeit und die Erklärungen durch Bertha Dudde nochmals hinweisen. Dieser Beitrag ist sehr unvollständig und lässt nur einen Teil von dem anklingen, was zu schwerwiegenden Problemen führen wird.

Eine Kundgabe soll in diesem Beitrag das letzte Wort haben und Gerd Lüdemanns feindliche Kritik in Frage stellen. Die gewählte Kundgabe soll nur eine Variante sein, wie dem Verstand Gerd Lüdemanns begegnet werden kann. Wir sehen im Fall Lüdemanns aber auch, wie auch im protestantischen Lager Uneinigkeit herrscht und Trennung vonstatten geht.

Mehr von Lüdemann: http://wwwuser.gwdg.de/~gluedem/eng/bibliography.htm
Und gleichfalls von ihm: Die Bibel der Häretiker



BD 4508  empfangen 12.12.1948
Gottes Wort ....
Gleichnisse ....
Bildersprache ....
Unlust der Menschen ....


Ihr werdet den Sinn Meiner Worte erst dann verstehen, so es euch ernst ist darum, in der Wahrheit zu stehen.

Ich habe stets in Gleichnissen geredet zu den Menschen, um sie zum Denken anzuregen, ansonsten die Worte an ihren Ohren verklungen wären, so sie nicht den ernsten Willen hatten, darüber nachzudenken. Ich ließ ihren Gedanken freien Lauf und legte ihnen daher alles entsprechungsweise nahe. Durch die Bildersprache sollte in ihnen das lebendig werden, was Ich ihnen zu sagen hatte .... Und Ich erreichte dadurch bei jenen Menschen mehr als mit einer trockenen Lehre, die ihnen unverständlich blieb, bevor sie nicht durch ein Liebeleben tiefere Erkenntnis besaßen.

Und in dieser Weise ist auch Meine Lehre niedergeschrieben worden nach Meinem Willen.

Und wieder gehört nur der ernste Wille des einzelnen dazu, einzudringen in den Kern Meiner Lehre, der durch Gleichnisse und bildhafte Umschreibung verhüllt worden ist, um den Menschen anzuregen, darüber nachzudenken. Es ist dies wahrlich eine geringe Anforderung, sich Mein Wort zum Inhalt der Gedanken zu nehmen, ernstlich nachzudenken über Sinn und Zweck jener Worte, die Meine Liebelehre enthalten, und jeder, der den ernsten Willen hat, wird auch bald den Sinn verstehen und selbst fähig sein, eine rechte Erklärung im Streitfall zu geben.

Denn Ich will, daß sich die Menschen austauschen über Mein Wort, dann erst werden sie den rechten Segen davon haben, dann erst geht das Samenkorn auf, das in das Erdreich gepflanzt wurde. Rede und Gegenrede bleiben haften im Gedächtnis mehr als ein geschriebenes Wort, über das hinweggelesen wird, so der Mensch nicht das Bedürfnis hat, ein tieferes Wissen zu schöpfen aus der Schrift, die Mein Wort wiedergibt. Durch Rede und Gegenrede wird der Mensch gezwungen zur Stellungnahme und zur Entäußerung seiner Gedanken. Darum ist es weit erfolgreicher, einen Austausch der Gedanken zu pflegen im kleinen Kreis, als Mein Wort anzuhören, ohne eine Gegenäußerung tun zu dürfen, denn es nimmt der Verstand des Menschen wohl Mein Wort auf, nicht aber das Herz, welches nun darauf angewiesen ist, daß durch den Willen des Menschen der Verstand angehalten wird, auch dem Herzen zuzuleiten, was er durch Hören aufgenommen hat. Zumeist aber entfällt dem Verstand das Vernommene, ohne daß das Herz davon Kenntnis genommen hat, und dann sind Meine Worte völlig bedeutungslos, weil ihr Sinn dem Verstand verborgen, dem Herzen aber offenbar wäre. Und Ich habe daher Mein Wort in dieser Form von den Jüngern niederschreiben lassen, wohl bedenkend die Unlust der meisten Menschen, sich eingehend mit diesen Meinen Worten zu beschäftigen. Doch vom Nachdenken darüber habe Ich es abhängig gemacht, wieweit Mein Wort ihnen verständlich wird ....

Amen
 
Gespeichert
Epidophekles
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #2 am: 20. Februar 2009, 04:44:29 »

Evangelium Veritatis - Das Evangelium der Wahrheit von Nag Hammadi

Das Evangelium der Wahrheit ist ein Frohlocken für die, die vom Vater der Wahrheit die Gnade empfangen haben, ihn zu erkennen durch die Kraft des Wortes,

das gekommen ist aus (35) dem Pleroma,
das im Denken und im Verstand des Vaters ist,
das der ist, den man Erlöser nennt,

es ist der Name für das Werk, das er vollbringen wird zur Erlösung derer, die den Vater nicht kannten,
wobei der Name [des] Evangeliums die Offenbarung der Hoffnung ist,
es ist das Finden für die, die nach ihm suchen.


Die Hervorbringung und Rolle des Irrtums

Denn als das All nach dem suchte, aus dem es gekommen war -- und das All war in ihm, dem Unbegreifbaren, Undenkbaren, der über jedes Denken erhaben ist --,  hat die Unwissenheit über den Vater Angst und Schrecken erzeugt. Und die Angst hat sich verdichtet wie ein Nebel, so daß niemand sehen konnte. Deswegen wurde der Irrtum stark. Er arbeitete an seiner Materie im Leeren (= ohne Erfolg), weil er die Wahrheit nicht kannte. Er war beschäftigt mit einem Gebilde, während er sich mit Kraft und Schönheit bemühte, den Ersatz für die Wahrheit zu bereiten.

Dies war keine Erniedrigung für ihn, den Unbegreifbaren, Undenkbaren, denn sie waren nichts, die Angst und das Vergessen und das Gebilde der Lüge, während die feststehende Wahrheit unveränderlich ist, unerschütterlich ist, etwas vollkommen Schönes ist. Verachtet deswegen den Irrtum! Auf diese Weise hat er keine Wurzel; er entstand in einem Nebel hinsichtlich des Vaters, während er dabei war, Werke und Vergessenheiten und Schrecken zu bereiten, damit er durch diese die (in) der Mitte (Befindlichen) herunterziehe und sie gefangennehme.

Das Vergessen des Irrtums war nicht offenbar. Es ist nicht ein [...] durch den Vater. Das Vergessen ist nicht entstanden bei dem Vater, obwohl es seinetwegen entstanden ist. Was dagegen in ihm entsteht, ist das Wissen, das offenbar wurde, damit das Vergessen aufgelöst und der Vater erkannt werde. Da das Vergessen enstand, weil man den Vater nicht kannte, wird dann, wenn der Vater erkannt wird, von diesem Augenblick an das Vergessen nicht mehr existieren.


Über Jesus und sein Erlösungswerk

Dies ist das Evangelium dessen, nach dem man sucht, welches geoffenbart *wurde* denen, die vollkommen sind durch die Gnadenerweise des Vaters, das verborgene Mysterium, Jesus Christus. Durch dieses hat er die erleuchtet, die in Finsternis waren durch das Vergessen. Er erleuchtete sie; er zeigte (ihnen) einen Weg. Dieser Weg aber ist die Wahrheit, die er sie lehrte.

Deswegen hat der Irrtum seinen Zorn gegen ihn erhoben, er hat ihn verfolgt, er hat ihn gequält, er hat ihn vernichtet. Er wurde an ein Holz genagelt, (und) er wurde eine Frucht der Erkenntnis des Vaters, die kein Verderben brachte, wenn man sie aß. Diejenigen aber, die sie aßen -- er veranlaßte, daß sie sich freuen in dem Finden. Denn er fand sie in sich, und sie fanden ihn in sich.

Der Unbegreifbare, der Undenkbare, der Vater, der Vollkommene, der das All geschaffen hat -- in ihm ist das All, und an ihm hat das All Mangel. Obwohl er seine Vollkommenheit, die er dem All nicht gegeben hatte, in sich zurückgehalten hatte, ist der Vater nicht neidisch. Denn welcher Neid könnte zwischen ihm und seinen Gliedern sein? Denn wenn dieser Äon so ihre [Vollkommenheit empfangen] hätte, hätten sie es nicht vermocht zu kommen [...] zum Vater. Er hält in sich selbst ihre Vollkommenheit zurück, indem er sie ihnen gibt als eine Rückkehr(--Möglichkeit) zu ihm und als ein vollkommenes, einzigartiges Wissen. Er ist derjenige, der das All schuf, und in ihm ist das All, und das All hatte Mangel an ihm.

Wie jemand, in bezug auf den einige unwissend sind, wollte er, daß sie ihn erkennen und ihn lieben, so -- denn an was könnte das All Mangel haben außer an dem Wissen um den Vater? -- wurde er ein Wegweiser, ruhig und ausdauernd. In den Schulen trat er auf (und) er sprach das Wort wie ein Lehrer. Es kamen welche, die sich für weise hielten, wobei sie ihn auf die Probe stellten. Er aber beschämte sie, denn sie waren leer. Sie haßten ihn, denn sie waren nicht wirklich weise.


Über die Offenbarung als Buch und den Tod Jesu und seine Folgen

Nach allen diesen Dingen kamen auch die kleinen Kinder, die, zu denen das Wissen um den Vater gehört. Nachdem sie gefestigt worden waren, lernten sie die Erscheinungweisen des Vaters kennen. Sie kannten, sie wurden erkannt; sie wurden geehrt, sie ehrten. Es wurde offenbart in ihrem Herzen das lebendige Buch der Lebenden, das geschrieben steht in dem Denken und dem Verstand [des] Vaters, welches vor der Grundlegung des Alls in seiner Unbegreifbarkeit gewesen ist -- das, das niemand wegnehmen kann, da es für den niedergelegt ist, der es wegnehmen und der geschlachtet werden wird. Niemand hätte offenbar werden können von denen, die an die Rettung glaubten, wenn nicht dieses Buch erschienen wäre. Deswegen war der erbarmungsvolle, treue Jesus geduldig, indem er die Leiden ertrug, bis er das Buch genommen hatte, weil er wußte, daß sein Tod Leben für viele ist.

Wie das Vermögen des verstorbenen Hausherrn verborgen ist in einem Testament, bevor es geöffnet ist, so (verhält es sich) mit dem All, welches verborgen blieb, wobei der Vater der Alls unsichtbar war, wobei er etwas war, das aus sich selbst existierte, durch den jeder Weg hervorkam. Deswegen trat Jesus in Erscheinung; er zog jenes Buch an; er wurde an ein Holz genagelt; er schlug an die Verfügung des Vaters an das Kreuz. Oh, welch große und erhabene Lehre! Er erniedrigte sich bis zum Tod, obwohl das ewige Leben ihn bekleidet. Nachdem er die vergänglichen Lumpen abgelegt hatte, zog er (die) Unzerstörbarkeit an, welche ihm niemand nehmen kann. Nachdem er hineingegangen war auf die leeren Wege der Schrecken, ging er an denen vorbei, die entblößt waren durch Vergessen, wobei er Wissen und Vollendung war, wobei er verkündete die Dinge, die in dem Herzen waren, [...] [...] die lehren, welche die Lehren annehmen werden. Die aber, welche die Lehren annehmen, [sind] die Lebendigen, die eingeschrieben sind in das Buch der Lebenden.

Es ist allein ihretwegen, daß sie (die) Lehre empfangen, wobei sie sie vom Vater empfangen, wobei sie wieder zu ihm zurückkehren. Da die Vollkommenheit des Alls im Vater ist, ist es für das All nötig, zu ihm aufzusteigen. Dann, wenn jemand hat (das) Wissen, empfängt er die Dinge, die ihm gehören, und zieht sie zu sich. Denn der, der unwissend ist, hat Mangel, und das, woran er Mangel hat, ist eine große Sache, denn er hat Mangel an dem, was ihn vollkommen machen soll. Da die Vollkommenheit des Alls im Vater ist, ist es für das All nötig, zu ihm aufzusteigen, und für jeden (ist es nötig), die Dinge, die ihm gehören, zu empfangen. Er hat sie vorher aufgeschrieben, wobei er sie vorbereitet hat, um sie denen zu geben, die aus ihm hervorgekommen sind.

Diejenigen, deren Namen er im voraus wußte, wurden bis zuletzt gerufen, so daß einer, der (das) Wissen hat, derjenige ist, dessen Namen vom Vater  ausgesprochen wurde. Denn der, dessen Name nicht ausgesprochen wurde, ist unwissend. Wie nun kann jemand hören, wenn sein Name nicht ausgerufen worden ist? Denn der, der unwissend ist bis zum Ende, ist ein Gebilde des Vergessens, und er wird mit ihm zusammen zugrunde gehen. Wenn nicht, warum ist es so, daß diese Elenden keinen Namen haben, (warum ist es so), daß sie den Ruf nicht (erhalten) haben? Deswegen ist einer, wenn er (das) Wissen hat, von oben. Wenn er gerufen wird, hört er, antwortet er und wendet sich zu dem, der ihn ruft, und steigt zu ihm auf. Und er erkennt, in welcher Weise er gerufen wird. Weil er (das) Wissen hat, tut er den Willen dessen, der ihn gerufen hat, er wünscht, ihm zu gefallen, er empfängt Ruhe. Der Name des Einen kommt ihm zu. Der, der auf diese Weise erkennen wird, weiß, woher er kommt und wohin er geht. Er erkennt wie jemand, der, indem er betrunken war und von seiner Trunkenheit ernüchtert worden (und) wieder zu sich selbst zurückgekehrt ist, das in Ordnung gebracht hat, was das Seine ist.

Er brachte viele aus dem Irrtum zurück. Er ging ihnen voran zu ihren Wegen, von denen sie sich entfernt hatten, als sie den Irrtum annahmen, wegen der Tiefe dessen, der jeden Weg umfaßt, ohne daß es etwas gibt, was ihn umfaßt. Es war ein großes Wunder, daß sie im Vater waren, wobei sie ihn nicht kannten, und (daß) sie in der Lage waren, allein hervorzukommen, da sie unfähig waren, den, in dem sie waren, (im Verstand) aufzunehmen oder zu kennen. Denn wenn sein Wille nicht in dieser Art von ihm ausgegangen war -- , denn er offenbarte ihn in einem Wissen, wobei alle seine Emanationen mit ihm verbunden waren.

Dies ist das Wissen des lebendigen Buches, das er offenbarte den Äonen am Ende als [seine Buchstaben], indem er offenbarte, wie sie keine Vokale waren noch Konsonanten, so daß jemand sie lesen und an etwas Eitles denken könnte, sondern sie sind Buchstaben der Wahrheit, welche allein die sprechen, die sie kennen. Jeder Buchstabe ist ein vollständiger *Gedanke* wie ein vollständiges Buch, weil sie Buchstaben sind, die geschrieben wurden von der Einheit, wobei der Vater sie aufgeschrieben hat für die Äonen, damit durch diese seine Buchstaben sie den Vater erkennen.


Hymnus auf das Wort

Indem seine Weisheit um das Wort bemüht ist,
wobei seine Belehrung es ausspricht,
hat sein Wissen *es* offenbart.

Während sein Schutz eine Krone auf ihm ist,
wobei seine Freude mit ihm verbunden ist,
hat seine Herrlichkeit es erhoben,
seine Gestalt hat es geoffenbart,
seine Ruhe hat es in sich empfangen,
seine Liebe hat einen Körper aus ihm gemacht,
seine Treue hat es umfangen.

In dieser Weise geht das Wort des Vaters hinaus in das All,
als die Frucht seines Herzens und eine Erscheinungsweise seines Willens.
Aber es trägt das All;
es erwählt sie
und empfängt wiederum das Abbild des Alls,
wobei es sie rettet, wobei es sie zurück in den Vater bringt,
in die Mutter,
Jesus von unendlicher Süße.


Die Offenbarung einigt

Der Vater offenbart seine Brust. Seine Brust aber ist der Heilige Geist. Er offenbart, was verborgen ist an ihm -- was verborgen ist an ihm, ist sein Sohn -- , so daß durch die Erbarmungen des Vaters die Äonen ihn erkennen und aufhören, sich abzumühen in der Suche nach dem Vater, indem sie in ihm ruhen und wissen, daß dieser die Ruhe ist. Nachdem er den Mangel auffüllte, hat er die Gestalt (sc. des Irrtums) aufgelöst. Dessen Gestalt ist die Welt, in der er Knecht war. Denn der Ort, wo Neid und Streit ist, ist im Mangel. Aber der Ort, wo Einheit ist, ist vollkommen. Da der Mangel entstanden ist, weil der Vater nicht bekannt war, deswegen wird, wenn der Vater bekannt ist, von diesem Zeitpunkt an der Mangel nicht länger existieren. Wie jemandes Unwissenheit, wenn er gekommen ist zur Erkenntnis, sich selbst auflöst, nämlich seine Unwissenheit, wie die Dunkelheit sich auflöst, wenn das Licht erscheint, so löst sich auch der Mangel auf in Vollkommenheit. So ist von diesem Augenblick an die Gestalt nicht mehr offenbar, sondern wird sich auflösen in der Verbindung mit der Einheit, denn nun sind ihre Werke niedergelegt, wobei sie gleich sind, zu der Zeit, in der die Einheit der Wege vollkommen wird. In der Einheit wird jeder einzelne sich selbst empfangen; im Wissen wird er sich selbst retten von der Vielheit in die Einheit, indem er die Materie in sich selbst -- einer Flamme gleich -- verzehrt, und (wie) die Finsternis durch Licht, der Tod durch Leben (verzehrt) wird.

Wenn nun diese Dinge geschehen sind einem jeden von uns, dann müssen wir vor allem darauf achten, daß das Haus (= die Kirche?) heilig sei und ruhig für die Einheit. (Es gleicht) Menschen, die aus Orten ausgezogen sind, wobei sie Gefäße hatten, die an einigen Stellen nicht gut waren. Wenn sie sie zerbrechen würden, würde der Hausherr keinen Schaden leiden. Vielmehr freut er sich, denn anstelle der schlechten Gefäße gibt es volle Gefäße, die zur Vollkommenheit gelangen. Denn dies ist das Gericht, welches gekommen ist von oben. Es hat jeden gerichtet; es ist ein gezücktes Schwert, mit zwei Schneiden, das nach dieser und jener Seite haut. Als das Wort erschien, das im Herzen derer ist, die es aussprechen -- es ist nicht allein ein Laut, sondern es wurde ein Körper --, entstand eine große Verwirrung unter den Gefäßen, denn einige wurden entleert, andere gefüllt. Denn siehe -- einige sind versorgt worden, andere sind ausgegossen worden, einige sind gereinigt worden, während andere zerbrochen wurden. Alle Wege wurden erschüttert und verwirrt, denn sie hatten weder Festigkeit noch Bestand. Der Irrtum war verwirrt, weil er nicht wußte, was er tun sollte. Er war betrübt, in Wehklagen sich selbst quälend, weil er nichts wußte. Als das Wissen sich ihm genähert hatte -- dies ist die Vernichtung (des Irrtums) und aller seiner Emanationen --, ist der Irrtum leer (geworden), so daß er nichts mehr in sich hat.

Die Wahrheit kam in die Mitte (=wurde offenbar); und alle ihre Emanationen erkannten sie. Sie begrüßten den Vater in Wahrheit mit einer vollkommenen Kraft, die sie mit dem Vater vereinigte. Denn wie in bezug auf jeden, der die Wahrheit liebt -- die Wahrheit ist nämlich der Mund des Vaters; seine Zunge ist der Heilige Geist --, wird der, der verbunden ist mit der Wahrheit, verbunden mit dem Mund des Vaters durch seine Zunge, wann immer er den Heiligen Geist empfängt, weil dies das Offenbarwerden des Vaters ist und seine Enthüllung zu seinen Äonen.


Die Offenbarung bringt wirkliches Sein

Er offenbarte, was verborgen war an ihm; er erklärte es. Denn wer umfaßt, wenn nicht der Vater allein? Alle Wege sind seine Emanationen. Sie erkannten, daß sie aus ihm hervorgekommen sind wie Kinder aus einem vollkommenen (= erwachsenen) Menschen. Sie erkannten, daß sie weder eine Form noch einen Namen empfangen hatten, (von) denen der Vater jeden einzelnen gebiert. Indem sie den Antrieb durch sein Wissen empfangen -- obwohl sie wahrhaft in ihm sind --, erkennen sie ihn (doch) nicht. Aber der Vater ist vollkommen, wobei er alle Wege kennt, die in ihm sind. Wenn er will, offenbart er das, was immer er will, indem er ihm eine Form gibt und ihm einen Namen gibt; und er gibt ihm einen Namen, und er veranlaßt, daß sie entstehen; bevor sie entstehen, sind sie unwissend in bezug auf den, der sie hervorgebracht hat.

Ich sage nicht, daß die, die noch nicht entstanden sind, nichts sind, sondern sie existieren in dem, der wünschen wird, daß sie entstehen, wenn er es will, wie der Zeitpunkt, der im Begriff ist zu kommen. Bevor alle diese Dinge erscheinen, weiß er, was er hervorbringen wird. Aber die Frucht, die noch nicht offenbar ist, weiß nichts, noch tut sie irgendetwas. So nun, jeder Weg, der im Vater ist, stammt von dem ab, der ist, der ihn festgesetzt hat aus dem, was nicht ist. Denn der, der weder eine Wurzel hat noch eine Frucht, obwohl er bei sich selbst denkt: ,Ich bin entstanden`, wird vielmehr zerstört werden durch sich selbst. Deswegen wird der, der überhaupt nicht existiert, auch nicht entstehen. Was nun will er, daß er denke? (Etwa) dies: ,Ich bin entstanden wie die Schatten und Phantome der Nacht.`? Wenn das Licht auf die Furcht leuchtet, die jener erfahren hat, erkennt jener, daß sie nichts ist.

So waren sie unwissend in bezug auf den Vater, da er der war, den sie nicht sahen. Da es Furcht und Verwirrung und Haltlosigkeit und Zweifel und Trennung gab, waren viele Phantasiegebilde am Werk durch diese, und (es gab) leere Unsinnigkeiten, als ob sie im Schlaf versenkt wären und sich in verwirrenden Träumen befänden. Entweder (ist da) ein Ort, zu dem sie fliehen, oder sie kommen ohne Kraft, nachdem sie andere verfolgt haben, oder sie sind verwickelt in Handgemenge, oder sie empfangen selber Hiebe, oder sie sind von hohen Orten hinabgefallen, oder sie heben ab in die Luft, obwohl sie keine Flügel haben. Wiederum, manchmal (ist es, als) wenn Menschen sie schlachten, obwohl niemand sie verfolgt, oder sie selbst ihre Nächsten umbringen, denn sie haben sich befleckt mit deren Blut. Wenn diejenigen, die durch alle diese Dinge gegangen sind, aufwachen, sehen sie nichts, (das sind) diejenigen, die mitten in all diesen Verwirrungen waren, denn sie (sc.\ die Verwirrungen) sind nichts. Dies ist die Art derer, welche die Unwissenheit von sich geworfen haben wie Schlaf, indem sie sie nicht für irgendetwas erachteten. Auch erachteten sie seine anderen Werke nicht für beständige Dinge, sondern sie ließen sie hinter sich wie einen Traum in der Nacht. Das Wissen des Vaters ermessen sie als Licht. In dieser Art und Weise hat jeder gehandelt, als er schlief zu der Zeit, da er unwissend war. Und dies ist die Art, wie er *gekommen ist zur Erkenntnis*, als ob er aufgewacht wäre. Gut für den Menschen, der zu sich zurückkehren wird und aufwachen wird! Und gesegnet ist der, der die Augen eines Blinden geöffnet hat.


Die Offenbarung macht die Rückkehr zum Vater möglich

Und der Geist lief ihm nach, wobei er sich beeilte, ihn aufzuwecken. Nachdem er dem seine Hand gereicht hatte, der auf dem Boden lag, richtete er ihn auf seine Füße, denn er hatte sich noch nicht aufgerichtet. Er gab ihnen (sc. den Menschen) die Möglichkeit, das Wissen über den Vater und die Offenbarung seines Sohnes zu erlangen. Denn als sie ihn gesehen und gehört hatten, gewährte er ihnen, ihn zu kosten und zu riechen und den geliebten Sohn anzufassen.
Nachdem er erschienen war, indem er sie über den unbegreiflichen Vater belehrte, nachdem er in sie gehaucht hat, was in dem Gedanken ist, indem er seinen Willen getan hat, als viele das Licht empfangen hatten, wandten sie sich zu ihm. Denn die Hyliker waren Fremde und haben seine Erscheinung nicht gesehen und haben ihn nicht erkannt. Denn er kam mittels einer Fleischgestalt, wobei nichts seinen Gang hinderte, weil die Unverderblichkeit unaufhaltsam ist. Da er wiederum in neuen Worten sprach -- seit er über das sprach, was im Herzen des Vaters ist --, brachte er das untadelige Wort hervor.

Während das Licht durch seinen Mund gesprochen hat, wie auch seine Stimme, die Leben gebar, gab er ihnen Denken und Verstehen und Erbarmen und Errettung und den kraftvollen Geist aus der Grenzenlosigkeit und die Süße des Vaters. Nachdem er die Bestrafungen und Geißeln aufhören ließ -- denn sie waren es, die einige von seinem Angesicht weg (in die Irre) führten, die das Erbarmen nötig hatten, die in dem Irrtum und in Fesseln waren --, löste er sie beide auf mit Kraft und vernichtete sie durch die Erkenntnis.

Er wurde ein Weg für die, die in die Irre gelaufen waren,
und ein Wissen für die, die unwissend waren,
ein Finden für die, die suchten,
eine Stärkung für die, die wankten,
eine Makellosigkeit für die, die beschmutzt waren.


Jesus als Hirte

Er ist der Schafhirte, der die neunundneunzig Schafe verließ, die nicht in die Irre gelaufen waren. Er kam, er suchte nach dem einen, das in die Irre gelaufen war. Er freute sich, als er es fand, denn neunundneunzig ist eine Zahl, die in der linken Hand ist, die sie hält. Aber wenn die eins gefunden wird, geht die ganze Zahl über auf die Rechte. Wie das, dem das eine fehlt -- das ist die ganze rechte (Hand)-- an sich zieht das, was mangelhaft ist und es von der linken Handseite nimmt und (es) zu der rechten (Handseite) bringt, ebenso wird die Zahl einhundert. Die Bedeutung dessen, der in ihrer Stimme ist: Es ist der Vater. Selbst am Sabbat arbeitete er für das Schaf, das er in die Grube gefallen fand. Er gab dem Schaf Leben, indem er es aus der Grube zog, damit ihr innerlich wißt -- ihr, die Söhne des inneren Wissens -- was der Sabbat ist, an dem es nicht angemessen ist, für die Erlösung untätig zu sein, damit ihr sprecht von dem Tag oben, der keine Nacht hat, und von dem Licht, das nicht untergeht, weil es vollkommen ist.


Paränese

Sagt nun aus dem Herzen, daß ihr der vollkommene Tag seid und daß in euch das unverderbliche Licht wohnt! Sprecht über die Wahrheit mit denen, die sie suchen, und (über) die Erkenntnis mit denen, die in ihrem Irrtum Sünde begangen haben! Macht fest den Fuß derer, die gestrauchelt sind, und streckt eure Hände aus zu denen, die krank sind! Speist die, die hungrig sind, und gebt Ruhe den Geplagten, und richtet die auf, die aufstehen wollen, und weckt die, die schlafen! Denn ihr seid die Klugheit, die gestärkt ist. Wenn die Stärke so handelt, dann wird sie noch stärker. Seid beschäftigt mit euch selbst, seid nicht beschäftigt mit anderen Dingen, die ihr von euch entfernt habt! Kehrt nicht zu dem zurück, das ihr erbrochen habt, um es zu essen! Seid keine Motten! Seid keine Würmer, denn ihr habt es bereits abgeschüttelt! Werdet nicht ein (Wohn--)Ort für den Teufel, denn ihr habt ihn bereits zerstört! Stärkt nicht (die, die sind) eure Hindernisse, die hingefallen sind, wobei sie Abfall sind! Denn der Gesetzlose ist jemand, den man schlechter behandeln muß als den Gesetzestreuen. Denn jener tut seine Werke als Gesetzloser; dieser (handelt,) wie ein gesetzestreuer Mensch seine Werke bei anderen tut. Ihr nun, tut den Willen des Vaters, denn ihr stammt von ihm ab!


Offenbarung ist Anziehung

Denn der Vater ist süß, und in seinem Willen ist das, was gut ist. Er hat Kenntnis genommen von den Dingen, die eure sind, damit ihr euch in ihnen ausruht. Denn durch die Früchte erkennt man die Dinge, die euer sind, denn die Kinder des Vaters sind sein Duft, denn sie stammen aus der Gnade seines Antlitzes. Deswegen liebt der Vater seinen Duft und offenbart ihn an jedem Ort; und wenn er vermischt ist mit der Materie, gibt er seinen Duft zu dem Licht, und in seiner Ruhe bewirkt er, daß er jede Gestalt (und) jedes Geräusch übertrifft. Denn es sind nicht die Ohren, die den Duft riechen, sondern (es ist) der Geist, der die Wahrnehmungseigenschaft des Riechens hat und den Duft zu sich zieht und eintaucht in den Duft des Vaters, so daß er ihn behütet und ihn zu dem Ort nimmt, wo er herabgekommen ist, von dem ursprünglichen Duft, welcher kalt geworden ist. Es ist etwas in einem seelischen Gebilde, wobei er wie kaltes Wasser ist, das gefroren ist (?) und welches sich auf lockerer Erde befindet, von der die, die sie sehen, meinen, daß es Erde ist. Nachher löst es (sc. das Wasser?) sich wieder auf. Wenn ein Lufthauch es zieht, wird es heiß. Die kalten Düfte nun stammen aus der Trennung. Deswegen kam der Glaube; er löste die Trennung auf, und er brachte das warme Pleroma der Liebe, damit das Kalte nicht wiederkomme, sondern damit die Einheit des vollkommenen Gedankens entstehe.

Dies *ist* das Wort des Evangeliums des Findens der Vollendung für die, welche auf die Rettung, die von oben kommt, warten. Während ihre Hoffnung, in der sie warten, wartet deren Ebenbild das schattenlose Licht ist --, dann ist zu dieser Zeit das Pleroma im Begriff zu kommen. Der *Mangel* der Materie ist nicht entstanden durch die Grenzenlosigkeit des Vaters, der kommt, um dem Mangel Zeit zu geben, wenngleich niemand sagen könnte, daß der Unvergängliche in dieser Weise kommen werde. Aber die Tiefe des Vaters wurde viel, und der Gedanke des Irrtums existierte nicht in ihm. Es ist eine Sache, die vergeht, es ist eine Sache, die ruht und sich (wieder) aufrichtet, wenn sie den findet, der zu ihm gekommen ist, den er zurückbringen will. Diese Rückkehr nennt man nun Bekehrung.

Deswegen hauchte die Unvergänglichkeit aus; sie verfolgte den, der gesündigt hatte, damit er Ruhe finde. Denn die Vergebung ist das, was übrigbleibt für das Licht in dem Mangel, das Wort des Pleroma. Denn der Arzt eilt zu dem Ort, wo Krankheit ist, weil das der Wille ist, der in ihm ist. Der, der einen Mangel hat, verbirgt ihn also nicht, denn der (eine) hat das, was dem (anderen) fehlt. So ist das Pleroma, das keinen Mangel hat, aber den Mangel auffüllt, das, was er gegeben hat von sich, um das aufzufüllen, was ihm ermangelt, damit er nun die Gnade empfange. Denn als er mangelhaft war, hatte er keine Gnade. Deshalb war Minderes an dem Ort, wo keine Gnade ist. Als das Mindere nun ergriffen wurde, offenbarte er das, was Mangel hatte, indem es ein Pleroma war. Dies ist das Finden des Lichtes der Wahrheit, die ihm aufleuchtet, denn es ist unveränderlich.

Deswegen sprach Christus in ihrer Mitte, damit die, die in Verwirrung geraten waren, eine Rückkehr erlangten und er sie salbe mit der Salbung. Die Salbung ist das Erbarmen des Vaters, der Erbarmen mit ihnen haben wird. Diejenigen jedoch, die er gesalbt hat, sind die, die vollkommen geworden sind. Denn die vollen Gefäße sind die, die man zu salben pflegt. Aber wenn die Salbung sich bei einem auflösen wird, ist sie leer. Und die Ursache dafür, daß es mangelhaft wird, ist die Sache, von dem seine Salbung weggeht. Denn zu dieser Zeit zieht ein Hauch es, etwas durch die Kraft dessen, das in ihm ist. Denn von dem, der keinen Mangel hat, wird kein Siegel abgelöst noch etwas ausgegossen, sondern das, woran er Mangel hat, füllt der vollkommene Vater wieder auf. Er ist gut. Er kennt seine Pflanzungen, denn er ist derjenige, der sie in seinem Paradies gepflanzt hat. Sein Paradies nun ist sein Ort der Ruhe.


Rückkehr ereignet sich durch den Willen und den Namen des Vaters

Dies ist die Vollkommenheit in dem Denken des Vaters, und dies sind die Worte seiner Überlegung. Jedes von seinen Worten ist das Werk seines einzigen Willens in der Offenbarung seines Wortes. Seit sie Tiefen in seinem Denken sind, hat das Wort, welches zuerst hervorgekommen ist, sie geoffenbart zusammen mit einem Verstand, der spricht, das eine Wort in schweigender Gnade. Er wurde ,das Denken` genannt, da sie in ihr (sc. der Gnade) waren, bevor sie offenbart wurden. Es geschah aber, daß er zuerst hervorging zu der Zeit, als es dem Willen dessen, der wollte, gefiel. Und der Wille ist es, in dem der Vater ruht und an dem er Gefallen hat. Weder geschieht etwas ohne ihn, noch geschieht etwas ohne den Willen des Vaters, sondern sein Wille ist unerforschbar. Seine Spur ist der Wille; und niemand wird ihn kennen, und es ist für niemanden möglich, ihn zu prüfen, um ihn zu erfassen. Sondern wenn er will, was er will, ist dies -- auch wenn das Sehen ihnen in keiner Weise gefällt vor Gott -- der Wunsch des Vaters. Denn er kennt den Anfang von ihnen allen und ihr Ende. Denn an ihrem Ende wird er sie ins Angesicht fragen. Das Ende aber ist das Empfangen des Wissens über den, der verborgen ist: Dieser aber ist der Vater, der, aus dem der Anfang gekommen ist, zu dem alles zurückkehren wird, was aus ihm entstanden ist. Und sie sind in Erscheinung getreten zur Ehre und zur Frohlockung seines Namens.

Der Name des Vaters aber ist der Sohn. Er ist es, der dem zuerst einen Namen gab, der aus ihm hervorgegangen ist, wobei er er selbst ist, und er gebar ihn als Sohn. Er gab ihm seinen Namen, der zu ihm gehörte; er ist derjenige, zu dem alles gehört, was bei ihm ist, der Vater. Sein ist der Name; sein ist der Sohn. Es ist möglich für ihn, gesehen zu werden. Der Name jedoch ist unsichtbar, denn er allein ist das Geheimnis des Unsichtbaren, das zu (den) Ohren kommt, die vollständig gefüllt sind mit ihm durch ihn. Denn der Name des Vaters wird nicht genannt, sondern er ist offenbar durch (den) Sohn. In dieser Weise nun ist der Name etwas Großes.

Wer nun ist es, der in der Lage ist, für ihn einen Namen auszusprechen, den großen Namen, wenn nicht der allein, zu dem der Name gehört, und die Söhne des Namens, in denen der Name des Vaters ruhte, (die) andererseits selbst in seinem Namen ruhten? Da der Vater ungeworden ist, ist er allein derjenige, der ihn sich als Namen geboren hat, bevor er die Äonen erschaffen hatte, damit der Name des Vaters sei über ihren Häuptern als Herr, das ist der Name in Wahrheit, welcher feststeht in seinem Befehl durch die vollkommene Kraft. Denn der Name gehört weder zu den Worten, noch gehört sein Name zu den Benennungen, sondern er ist unsichtbar. Er gab ihm allein einen Namen, weil nur er allein ihn sieht (und) weil er allein die Kraft hat, ihm einen Namen zu geben. Denn der, der nicht existiert, hat keinen Namen. Denn was für einen Namen soll man dem geben, was nicht existiert? Aber der, der existiert, existiert auch zusammen mit seinem Namen, und er allein kennt ihn, und er allein (weiß) ihm einen Namen zu geben. Es ist der Vater. Der Sohn ist sein Name. Er hat ihn also nicht in einem Gegenstand verborgen, sondern er existierte. Dem Sohn allein hat er einen Namen gegeben. Der Name nun ist der des Vaters, wie der Name des Vaters der Sohn ist. Wo nun wird die Barmherzigkeit einen Namen finden, wenn nicht beim Vater?

Ganz sicher wird jemand sagen zu seinem Gefährten: ,,Wer ist es, der dem, der vor ihm existierte, einen Namen geben wird, als ob nun die Gezeugten nicht empfangen einen Namen von denen, die *sie* gezeugt haben?`` Zunächst nun ist es angebracht für uns, die Sache zu bedenken: Was ist der Name? Es ist der Name in Wahrheit. Es ist ja nicht der Name des Vaters, denn er ist der, welcher der Name im eigentlichen Sinn ist. Er empfing nun den Namen nicht als Darlehen wie andere, in der Weise, wie jeder mit ihm versehen wird, sondern dies ist der Name im eigentlichen Sinn. Es gibt niemand andern, der ihn ihm gab. Sondern er *ist* unbenennbar, unbeschreibbar bis zu der Zeit, als der Vollkommene ihn selbst aussprach. Und er ist der, der die Kraft hat, seinen Namen zu sagen und ihn zu sehen.


Die Rückkehr führt zur Ruhe im Vater

Als es ihm nun gefiel, daß sein Name, der geliebt ist, sein Sohn sei, und er ihm den Namen gab, ihm, der aus der Tiefe gekommen war, da sprach er über seine Geheimnisse, da er wußte, daß der Vater ohne Bosheit ist. Deswegen brachte er ihn hervor, damit er spreche über den Ort und seinen Ruheplatz, aus dem er hervorgekommen war, und damit das Pleroma preise die Größe seines Namens und die Süße des Vaters. Über den Ort, aus dem jeder einzelne hervorgekommen ist, wird er sprechen und zu jenem Ort, wo er seine Aufstellung empfangen hat, eilen, um wieder zurückzukehren und hinweggenommen zu werden von dem Ort -- dem Ort, wo er sich befand --, weil er geschmeckt hat den Ort und Nahrung erhalten hat und Wachstum erhalten hat. Und sein eigener Ruheplatz ist das Pleroma.

Deswegen sind alle Emanationen des Vaters Pleromata, und die Wurzel aller seiner Emanationen ist in dem einen, der sie alle aus sich heraus wachsen ließ. Er gab ihnen ihre Bestimmungen. Jeder von ihnen ist offenbar, damit durch ihren eigenen Gedanken *...*. Denn der Ort, zu dem sie ihre Gedanken senden, jener Ort, ihre Wurzel, ist das, was sie hinaufträgt in alle Höhen zu dem Vater. Sie besitzen sein Haupt, welches Ruhe für sie ist, und man steht ihnen bei, indem sie ihm nahe sind, so daß sie sagen, daß sie Anteil an seinem Gesicht genommen hätten durch die Umarmungen. Aber sie werden nicht offenbar in dieser Weise, denn sie haben sich nicht über sich selbst erhoben. Weder haben sie den Ruhm des Vaters herabgesetzt, noch dachten sie über ihn gering, noch (dachten sie), daß er bitter sei, (noch dachten sie,) daß er zornmütig sei, sondern (sie dachten über ihn, daß) er ein Wesen ohne Bosheit sei, unerschütterlich, süß, wobei er alle Wege kennt, bevor sie entstanden sind, und er hat keinen Bedarf an Belehrung.

Das ist die Weise derer, die (etwas) von oben aus der unermeßlichen Größe besitzen, wie sie warten auf den einen allein und den Vollkommenen, der für sie da ist. Und weder steigen sie hinab in die Unterwelt, noch haben sie Neid noch Murren noch Tod in sich, sondern sie ruhen in dem, der (in ihnen) ruht, indem sie keine Mühe haben oder verdreht sind um die Wahrheit herum. Vielmehr sind sie selbst die Wahrheit; und der Vater ist in ihnen, und sie sind im Vater, wobei sie vollkommen sind, wobei sie ungeteilt sind in dem wahrhaft Guten, wobei sie in nichts irgendeinen Mangel haben, sondern sie haben Ruhe, indem sie durch den Geist erfrischt werden. Und sie werden auf ihre Wurzel hören. Und sie werden beschäftigt sein mit den (Dingen), in denen er seine Wurzel finden wird, und er wird keinen Schaden an seiner Seele leiden. Das ist der Ort der Seligen, das ist ihr Ort.

Die übrigen aber mögen wissen, wo immer sie sind, daß es für mich nicht angemessen ist, nachdem ich am Ort der Ruhe war, über etwas anderes zu reden. Vielmehr ist der er, in dem ich sein werde, und (es ist angemessen,) allezeit mit dem Vater des Alls beschäftigt zu sein und den wahrhaften Brüdern, über die sich ergießt die Liebe des Vaters und in deren Mitte kein Mangel an ihm ist. Sie sind diejenigen, die in Erscheinung treten in Wahrheit, da sie im wahren und ewigen Leben sind und von dem Licht sprechen, das vollkommen ist und voll ist mit dem Samen des Vaters und welches in seinem Herzen und im Pleroma ist, wobei sein Geist in ihm jubelt und den einen ehrt, in dem er existierte, denn er ist gut. Und seine Kinder sind vollkommen und seines Namens würdig, denn er ist der Vater. Es sind die Kinder dieser Art, die er liebt.


http://ein-kurs-in-wundern.net/Nag_Hammadi/node20.html




Weitere Hinweise zu Nag Hammadi:

Nag Hammadi, Stadt in Oberägypten, die am linken Ufer des Nil, etwa 50 Kilometer (Luftlinie) nordwestlich des Tals der Könige liegt.

Unweit der Stadt entdeckte im Dezember 1945 ein arabischer Bauer bei Feldarbeiten ein Tongefäß, das 13 so genannte Kodizes enthielt. Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um eine Sammlung von über 50 Manuskripten in koptischer Sprache. In Fachkreisen geht man davon aus, dass die ursprünglich griechischen Texte wahrscheinlich im 2. Jahrhundert n. Chr. geschrieben worden sind und die gefundenen Papyrus-Dokumente Abschriften aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. darstellen. Diese später als Nag-Hammadi-Bibliothek getaufte Sammlung liefert Berichte über die Gnosis und u. a. auch die Evangelien des Thomas und des Philippus sowie das „Evangelium der Wahrheit”. Außerdem enthält die Sammlung Niederschriften über apokryphische Gespräche mit Jesus sowie mehrere Fragmente gnostischer Originaltexte. Die Nag-Hammadi-Bibliothek zählt zu den besterhaltenen Informationsquellen für die Gnosisforschung.


http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761566922/Nag_Hammadi.html





(Seite aus dem Thomas-Evangelium)

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Epidophekles
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« Antworten #3 am: 21. Februar 2009, 04:02:23 »




Zitat
Testimonium Flavianum

Um diese Zeit lebte Jesus, ein Mensch voll Weisheit, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er tat nämlich ganz unglaubliche Dinge und war der Lehrer derjenigen Menschen, welche gern die Wahrheit aufnahmen; so zog er viele Juden und viele aus dem Heidentum an sich. Er war der Messias. Auf Anklage der Vornehmen bei uns verurteilte ihn Pilatus zwar zum Kreuzestode; gleichwohl wurden die, welche ihn früher geliebt hatten, auch jetzt ihm nicht untreu. Er erschien ihnen nämlich am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten neben tausend anderen wunderbaren Dingen von ihm verkündet hatten. Noch bis jetzt hat das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, nicht aufgehört.


Frederick Fyvie Bruce hat das Testimonium Flavianum textkritisch untersucht und festgestellt, dass darin häufiger kleine Auslassungen vorkommen als absichtliche Einfügungen, besonders wenn der veränderte Text für den Schreiber plausibel gewesen sei. Einzelne Ausdrücke, etwa „alethe“ (Wahrheit) und „aethe“ (seltsame Dinge), könnten verwechselt worden sein. Demnach könnte Josephus ursprünglich geschrieben haben (Einfügungen fett):

„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er vollbrachte nämlich ganz unglaubliche Taten und war der Lehrer aller Menschen, die mit Lust seltsame Dinge aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. Dieser war der sogenannte Christus. Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. Denn er erschien ihnen, wie sie behaupteten, am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorhergesagt hatten. Und bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.“
 




Tacitus war schon zu Lebzeiten nicht nur als erfolgreicher Politiker, sondern auch als römischer Historiker bekannt. Er schrieb 116–117 seine teilweise recht kaiserkritischen Annalen, deren Kapitel 13–16 die Regentschaft Neros beschreiben: Auf die ruhigen Anfangsjahre (A. 13) sei mit dem Brand Roms 64 eine Tyrannei gefolgt (A. 14–16). Nero habe vergeblich versucht, den Verdacht, er selbst habe die Brandlegung befohlen, durch alle möglichen Anstrengungen zu beschwichtigen. In diesem Zusammenhang erwähnte Tacitus die Christen:[12]

„Um das Gerücht aus der Welt zu schaffen, schob er die Schuld auf andere und verhängte die ausgesuchtesten Strafen über die wegen ihrer Verbrechen Verhassten, die das Volk ‚Chrestianer‘ nannte. Der Urheber dieses Namens ist Christus, der unter der Regierung des Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden war. Für den Augenblick war [so] der verderbliche Aberglaube unterdrückt worden, trat aber später wieder hervor und verbreitete sich nicht nur in Judäa, wo das Übel aufgekommen war, sondern auch in Rom, wo alle Greuel und Abscheulichkeiten der ganzen Welt zusammenströmen und gefeiert werden.“

Zitat

Der syrische Stoiker Mara Bar Sarapion schrieb aus dem Gefängnis an unbekanntem Ort zwischen 73 und 135 n. Chr. einen Brief mit Lebensratschlägen an seinen Sohn Sarapion als Vermächtnis, falls er verurteilt würde. Er empfahl diesem, nur nach Weisheit zu streben, die trotz aller Verfolgung der Weisen ewig sei. Für diesen Gedanken nannte er eine Reihe von Beispielen, darunter Jesus, ohne diesen namentlich zu nennen:

„Welchen Vorteil hatten die Athener davon, dass sie Sokrates zum Tode verurteilten? Hunger und Seuchen kamen über sie als Strafe für ihr Verbrechen.
Welchen Vorteil hatten die Männer von Samos davon, dass sie Pythagoras verbrannten? In einem Augenblick wurde ihr Land von Sand verschüttet.
Was hatten die Juden davon, dass sie ihren weisen König umbrachten? Bald darauf wurde ihnen ihr Reich weggenommen.
Denn Gott rächte diese drei Weisen: die Athener starben Hungers; die Bewohner von Samos wurden vom Meer bedeckt, die Juden umgebracht und aus ihrem Land vertrieben, nachdem es zerstört worden war. Danach lebten sie in vollständiger Zerstreuung.
Doch Sokrates starb nicht umsonst. Er lebt fort in den Lehren des Plato; auch Pythagoras starb nicht umsonst, er lebt fort in der Statue der Hera. Und auch der weise König der Juden starb nicht umsonst; er lebt weiter in den neuen Geboten, die er verkündet hat.“


Zitat
Der griechische Satiriker Lukian von Samosata (120 bis ca. 180 n. Chr.) schrieb um das Jahr 170 n. Chr. über das Lebensende des Peregrinus (De morte Peregrini, 11):[16]

„Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte … Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: Daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben.“


Den Impuls zu diesen Geschichtsnotizen gab eine Diskussion im Geschichtsforum
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Epidophekles
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #4 am: 21. Februar 2009, 04:17:43 »


Hans-Josef Klauck, Apokryphe Evangelien. Eine Einführung, Stuttgart 2002

Die im Neuen Testament (NT) enthaltenen 27 Schriften sind ein Produkt des ersten christlichen Jahrhunderts. Einige wenige Texte wie das Johannesevangelium – das vierte Evangelium nach Matthäus, Markus und Lukas – sind wohl erst zu Anfang des zweiten Jahrhunderts fertig gestellt worden.

Ab dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert entstanden bis ins Mittelalter hinein eine Reihe neuer Evangelien und andere den neutestamentlichen Texten vergleichbare Schriften (Briefe, Apokalypsen), die als apokryph bezeichnet werden (griechisch = verborgen). Apokryph meint im Blick auf die Evangelien, dass diese Texte "verborgene" Worte und Geschichten Jesu enthalten sollen, die angeblich auf Geheimlehren Jesu zurückgehen und sich in den anerkannten und deshalb allgemein bekannten neutestamentlichen Texten nicht finden. Apokryph bezieht sich also darauf, dass die Texte nach Auffassung ihrer Anhänger nicht für die große Öffentlichkeit bestimmt waren, sondern nur verdeckt kursieren sollten. Es gibt freilich Überschneidungen zwischen den anerkannten und den apokryphen Texten. In den apokryphen Evangelien gibt es Worte und Geschichten, die auch in den kanonisch anerkannten Texten stehen, andere finden sich zwar nicht in den Texten des NT, aber bei kirchlich anerkannten frühchristlichen Schriftstellern.

Ursprünglich sind die apokryphen Evangelien nur in kleinen Gruppen entstanden und gelesen worden. Einige haben aber die Frömmigkeit der ganzen Kirche stark beeinflusst. Besonders gilt dies für die so genannten Kindheitsevangelien. Ochs und Esel an Krippe, Joachim und Anna als Eltern Marias, die Kindheit Mariens – von alledem ist im Neuen Testament nicht die Rede, aber in apokrpyhen Schriften des älteren Christentums. Durch die Namen ihrer Verfasser beanspruchten sie, apostolischer Herkunft zu sein. Das war ein damals gebräuchliches Stilmittel, das mit dem modernen Urheberrecht nicht verwechselt werden darf.

Einige der apokryphen Evangelien und Schriften sind gnostisch oder sie enthalten Passagen gnostischen Inhalts. Sie sind also von der Gnosis (griechisch = Wissen, Erkenntnis) geprägt, jener einflussreichen, zugleich diffusen Weltanschauungsbewegung zur Zeit der Entstehung des NT und vor allem der beiden Jahrhunderte danach. Das wesentliche Kennzeichen dieser Gnosis ist eine radikal negative Sicht der Welt, des Leibes und der Sexualität. Jesus wird nicht als wahrer Mensch, sondern als wandelnder Halbgott auf Erden gesehen.

Eines der ältesten, bekanntesten und wichtigsten apokryphen Evangelien ist das so genannte Thomasevangelium. Lange Zeit nur in einigen Fragmenten bekannt, fand sich sein vollständiger Text in koptischer Sprache unter den im ägyptischen Nag Hammadi gefundenen Schriften (in den Jahren 1945 – 1947). Es handelt sich um eine Sammlung und Aneinanderreihung von "Logien", also von Worten und Aussprüchen Jesu. Die genaue Datierung des Thomasevangeliums ist umstritten (wahrscheinlich zweites Jahrhundert n. Chr.), ebenso seine genaue kirchliche und regionale Zuordnung. Wie stark gnostische Einflüsse sind, ist umstritten.

Der letzte der hier gesammelten 114 Aussprüche Jesu bezieht sich auf eine Maria. Petrus verlangt, Maria fort zu schicken, da sie eine Frau ist. In seiner Antwort an Petrus betont Jesus dass er Maria männlich machen werde und dass jede Frau, die sich männlich mache, ins Reich Gottes eingehe. Dieser Ausspruch Jesu wurde Gegenstand zahlreicher Interpretationsversuche. Einige Interpreten meinen, er beziehe sich auf Maria Magdalena oder, damit verbunden, er beziehe sich grundsätzlich auf die Möglichkeit weiblicher Jüngerschaft, sei ein Beweis für die Bedeutung der Maria Magdalena. Angesichts der Kürze und Mehrdeutigkeit des Ausspruchs sind aber alle Überlegungen, worum es genau geht, mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Wahrscheinlich begegnet ein gnostischer Gedanke, wonach das Weibliche, das Geschlechtliche überwunden und dem Männlichen, Göttlichen angepasst werden soll. Dieser Gedanke wird in den späteren apokryphen Evangelien nach Philippus (Ende 2./Anfang 3. Jh.) und Maria (Mitte bis Ende 2. Jh.) noch stärker zum Ausdruck gebracht.
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Epidophekles
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #5 am: 21. Februar 2009, 08:23:24 »

'Eines der "wichtigsten" ...'
Da finden sich denn leicht noch herrlichere Texte  aus Nag Hammadi.
Wenn sie das Herz ansprechen, zur Demut führen, und Jesu Weisheit aus der Kraft Seiner Liebe darstellen, dann sind es für mich wertvolle Texte.
Doch, nur die Texte besitzen und sich daran ergötzen führt noch nicht sehr weit.



BD 2292  empfangen 8.4.1942
Christentum .... Formen ....
Kampf gegen Geistesrichtungen zugelassen ....


Was ihr zu besitzen glaubt, das müsset ihr euch erst erwerben, denn ihr könnet es so lange nicht euer eigen nennen, wie ihr euch an der Form genügen lasset.

Die Lehre Christi ist von Menschen in eine Form gezwängt worden, und diese Form wird nun fälschlich das Christentum genannt. Folglich nennen sich die Menschen Christen, die dieser Form genügen. Sie wähnen sich im Besitz der von Christus verkündeten Lehre, sie fühlen sich als Anhänger der Kirche Christi und können doch weitab davon stehen, sowie sie nicht der Lehre Christi entsprechend leben.

Wollt ihr nun echte Christen sein, dann müsset ihr es euch angelegen sein lassen, tief in die göttliche Liebelehre einzudringen, die Jesus Christus in der Welt verkündet hat. Dann erst wird sie euer Eigentum, dann besitzet ihr etwas Köstliches, und dann erst dürfet ihr euch Christen nennen.

Die Christenheit der Jetztzeit hat keinen großen Umfang, denn Menschen, die so leben, wie Christus gepredigt hat, gibt es nur noch wenige auf der Erde, und diese sind überall vertreten, d.h., jede Konfession und jede Geistesrichtung hat Menschen aufzuweisen, denen die göttliche Liebelehre zur Richtschnur für ihren Erdenlebenswandel geworden ist. Und diese sind die wahren Christen, die weder äußerliche Formen beachten noch sich abhängig fühlen von bestimmten menschlich entstandenen Organisationen, die für sich den Anspruch erheben, von Gott gegründet zu sein.

Geistige Verbundenheit ist wohl sehr förderlich für die Gestaltung der menschlichen Seele, ein formeller Zusammenschluß dagegen dieser eher hinderlich, denn er trägt die Gefahr in sich, mehr beachtet zu werden als die Lehre, die den eigentlichen Kern jedes geistigen Strebens bilden soll.

Und darum wird gerade die Form, d.h. das Gebäude, das entstanden ist als Schale, welche den Kern umschließt, morsch werden und einstürzen .... Es wird alles schwinden, was Menschen im Laufe der Zeit erstehen ließen, und nun erst wird es sich zeigen, wer das rechte Wissen, den tiefen Glauben und die reine Lehre Christi sein eigen nennt .... Nun erst wird der Mensch beweisen müssen, wie tief er im Christentum steht und wieweit er sich abhängig gemacht hat von den Formen, die lediglich Menschenwerk sind und darum auch keinen Bestand haben können. Denn alles, was von Menschen ist, verfällt, und nur, was aus Gott ist, hat Bestand .... Die göttliche Liebelehre aber ist rein und unverfälscht von Gott den Menschen durch Jesus Christus übermittelt worden, und sie wird auch rein und unverfälscht bestehenbleiben. Was aber von Menschen hinzugefügt oder verändert wurde, geht seinem Verfall entgegen.

Und darum wird auch keine Geistesrichtung Bestand haben, die von der Lehre Christi abweicht. Und darum ist der Kampf gegen die verschiedenen Geistesrichtungen von Gott aus zugelassen, wenn es auch nicht Seinem Willen entspricht, daß alles auf Erden bekämpft wird, was geistiges Streben verrät. Doch mit desto größerer Klarheit wird Sein ewig wahres Wort zur Erde geleitet, das als reine Lehre Christi immer wieder den Menschen nahegebracht wird, auf daß sie diese sich zu geistigem Eigentum machen und sich nun zu rechten Christen gestalten können, so sie nach dieser Lehre leben ....

Amen

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Epidophekles
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« Antworten #6 am: 21. Februar 2009, 08:50:00 »


BD 2356  empfangen 2.6.1942
Geistiger Untergang ....
Hilfeleistung durch Mitmenschen ....


Die gesamte Menschheit steht vor dem geistigen Untergang, denn überall ist der gleiche Zustand, der Zustand der Lieblosigkeit, und überall ist das Verlangen nach irdischem Gut vorherrschend, und dies kennzeichnet die geistige Unreife der menschlichen Seele. Geistiges Streben dagegen wird zumeist ausgeschaltet, und darum wird auch nur sehr selten das Manko ausgeglichen, was wohl möglich ist, wenn dem Menschen ein Wissen erschlossen wird und er nun bewußt danach strebt, sich zu vervollkommnen. Dieses bewußte Streben kann dem Menschen hohe geistige Erfolge eintragen.

Es wird nun aber gerade jegliches Wissen unterbunden .... es wird ihm etwas geboten als göttliche Sendung, was jedoch sehr mangelhaftes Wissen bezeugt, und daher wird diese Lehre auch die Menschen nicht zur bewußten Arbeit an sich anregen, und gerade die bewußte Arbeit an sich trägt der Seele den Reifegrad ein. Wird diese nun unterbunden, dann besteht auch die Gefahr einer gänzlichen Verflachung, denn die Menschen verlieren jegliche Kenntnis, weil sie nur dem Weltgeschehen ihre Aufmerksamkeit zuwenden.

Und deshalb ist es von unnennbarem Segen, wenn außerhalb der bestehenden Organisationen geistiges Wissen gepflegt wird, wo die Menschen sich gegenseitig erziehen zur Liebe, zur Barmherzigkeit, zur Sanftmut und Geduld. Wenn das göttliche Wort von Mund zu Mund sich fortpflanzt, ist jede Organisation überflüssig, denn dann hat der Mensch alles, was er braucht .... Er braucht dieses nur zu befolgen, dann erschließt sich ihm das Wissen, und der wissende Mensch beginnt auch das Umgestaltungswerk an sich, d.h., er sucht sich dem anzupassen, was verlangt wird, und kann sonach auch als wissender Mensch seine Mitmenschen recht leiten und sie gleichfalls anspornen, sich an dem Umgestaltungswerk zu beteiligen.

Die wenigsten Menschen gehen mit allen ihren Sorgen zu Gott, eben weil sie eine ewige Gottheit nicht anerkennen wollen und können. Und also muß ihnen durch Mitmenschen erklärt werden, daß sie dem Körper gegenüber Pflichten haben nur soweit ihr irdisches Leben davon abhängt .... Es muß ihnen erklärt werden, daß sie die Arbeit an der Seele allem anderen voransetzen müssen, so daß sie den Körper nun nicht mehr so bedenken wie zuvor .... Dann erst beginnen sie, wissend zu werden .... Und dieses Wissen können sie nun weitergeben, zuerst im engsten Kreise und dann auch in der Öffentlichkeit, wenngleich von der irdischen Gewalt dies unterbunden wird. Doch es ist nötig, der Menschheit zu Hilfe zu kommen, weil sie in einer unfaßbaren Not sich befindet und ihr nur auf dem Wege vollständiger Willensfreiheit geholfen werden kann .... durch Unterweisungen, die sie nun annehmen und ablehnen können, und dadurch dem geistigen Untergang entgehen oder ihm verfallen sind ....

Amen
 
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Epidophekles
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #7 am: 21. Februar 2009, 13:19:03 »


Nun stehen wir am Anfang dieses Geschehens, wie es hier angekündigt wurde,
vor 65 Jahren als Wort Gottes empfangen und niedergeschrieben durch Bertha Dudde.
Wer konnte sich das damals vorstellen? Nur wer das Wort Gottes verstehen konnte.
Erzählt es weiter! Tut etwas! Klärt auf! Helft mit am Schöpfungsplan Gottes!
Konzentriert Euch auf das Wesentliche, befreit euch von Schlacken und Fesseln!



BD 2742  empfangen 16.5.1943
Religiöse Organisationen .... Vergänglichkeit ....

Der gänzliche Zerfall der religiösen Organisationen wird nicht lange mehr auf sich warten lassen. Es stehen die Menschen schon zu weit abseits des geistigen Strebens, als daß ihnen die religiösen Einrichtungen noch viel bedeuten könnten, und so durch irdische Maßnahmen letztere aufgelöst werden sollen, sträuben sie sich nicht dagegen, sondern sie unterstützen jene Maßnahmen noch durch stillschweigendes Dulden.

Nur die Menschen werden sich auflehnen, die, wenn auch gläubig zu nennen, noch nicht innerlich genug sind, um zu erkennen, daß nicht von menschlichen Einrichtungen die geistige Höherentwicklung abhängig ist. Denn diese hängen noch zu sehr an Äußerlichkeiten, an traditionellen Handlungen, die für sie der Inbegriff religiösen Empfindens ist. Sie sind noch nicht tief genug eingedrungen in geistiges Wissen, ansonsten sie unberührt blieben von jenen Maßnahmen, die wohl die äußere Schale zerstören können, niemals aber den inneren Kern. Denn dieser kann weit eher zur Reife kommen ohne die Schale, die ohnehin nur Menschenwerk ist und die geistige Höherentwicklung nicht sehr begünstigt.

Es haben die vielen Organisationen keine großen geistigen Erfolge zeitigen können, denn die Menschheit ist immer entgeistigter geworden, trotz dieser menschlichen Einrichtungen, also wird auch das Ausschalten dieser keinen Rückgang in der geistigen Entwicklung bedeuten.

Dagegen wird es sich klären, wieweit der einzelne es sich nun angelegen sein läßt, geistig zu streben, denn dieses erst hat rechten Wert vor Gott.

Den Menschen soll der Glaube an einen liebevollen, weisen und allmächtigen Schöpfer nahegebracht werden und Dessen Willensäußerung, die göttlichen Gebote, sollen ihnen verkündet werden .... Und es sind dazu wahrlich keine Organisationen nötig, wie sie menschlicherseits entstanden sind. Es können diese Lehren immer und überall den Menschen verkündet werden, sowie ein Mensch wissend ist und sein Wissen in Liebe dem Mitmenschen weitergeben will. Sind aber die Menschen solchen Lehren gänzlich unzugänglich, dann verklingen sie an den Ohren, wie umgekehrt der willige Mensch empfänglich ist und sich stets bemühen wird, die Lehren zu befolgen.

Die Menschheit der Jetztzeit aber wendet sich von allem Geistigen ab, nicht zuletzt deshalb, weil ihnen diese weltlich-kirchlichen Organisationen nicht zusagen, weil sie in diesen nur das Menschenwerk sehen und der Kern ihnen verschlossen bleibt, der diese Einrichtungen rechtfertigen würde. Es wird zuviel Wert gelegt auf das Äußere, und folglich sucht man, das zu zerstören, was dem Menschen mißfällt.

Den irdischen Maßnahmen wird alles zum Opfer fallen, auch die Bestrebungen, die Wahrheit zu verbreiten, werden unterbunden werden, was ein Zeichen ist für die entgeistigte Menschheit, die nichts mehr gelten lassen will, was außerhalb des Irdischen liegt. Und doch läßt Gott alle diese menschlichen Übergriffe zu, sind sie doch andererseits dazu geeignet, die Menschen zum Nachdenken zu veranlassen. Und es wird dies erfolgreich sein bei denen, die noch zu lau und äußerlich waren und nun gezwungen sind zu einer Stellungnahme.

Noch sind die Mitläufer ohne eigene Meinung, dann aber müssen sie für sich selbst eintreten, sie müssen außerhalb der Organisation stehend ihr Verhältnis zu Gott klären, sie müssen selbst die Verbindung suchen mit Gott, und ihr Lebenswandel muß dem Willen Gottes entsprechen, der einem jeden Menschen hinreichend bekannt ist und den sie nur zu erfüllen brauchen, um sich auch Gott verbunden zu fühlen und Seiner Kirche anzugehören, die nicht weltlich, sondern geistig zu verstehen ist.

Große Umänderungen werden die Menschen zu erwarten haben, denn die Zeit der Entscheidung rückt immer näher, und alles muß sich zuvor noch erfüllen, was Gott verkündet hat in Wort und Schrift .... „es wird kein Stein auf dem anderen bleiben ....“, es wird nichts bestehenbleiben, was ist, weil Menschen es entstehen ließen und Menschenwerk vergänglich ist ....

Amen

Auch vor vier Jahren schon im Forum Endzeitprophetie veröffentlicht:
http://gloriadei.info/forum1/messages/2593.htm

 


Juden sollen wieder missioniert werden und der Papst holt Erzreaktionäre in die Kirche zurück.
Von Rabbiner Walter Homolka

Unverständnis überall erntet Benedikt XVI. für seinen Kurs, der jetzt das Ansehen der katholischen Kirche ins Schlingern bringt. Selten sah man so viel öffentliche Ablehnung auch durch katholische Fakultäten und sogar von Bischöfen. .... Der allgemeine Aufschrei bringt den Vatikan in arge Bedrängnis. .... Die Kurie habe die politischen Zusammenhänge und Verflechtungen zu wenig beachtet .... keinesfalls solle die Karfreitagsfürbitte Benedikt XVI. vom letzten Jahr in Bezug gesetzt werden zu seiner Öffnung gegenüber den Traditionalisten.

Die Rücknahme der Exkommunikation für die vier Traditionalisten-Bischöfe war um den Petersplatz in Rom schon Stadtgespräch lange bevor das Dekret des Papstes bekanntgegeben worden war. Auch nicht unbekannt war jahrelang, wes Geistes Kind die Anhänger Lefebvres sind ....

Juden sollen missioniert werden
Womit wir Juden rechnen müssen, hat der Distriktobere der Pius-Bruderschaft für Deutschland, Franz Schmidberger, bereits letzten Dezember in einem Brief an die deutschen Bischöfe ausgesprochen: Die Juden unserer Tage seien nicht nur nicht unsere älteren Brüder im Glauben, sie seien vielmehr des Gottesmordes mitschuldig, solange sie sich nicht durch das Bekenntnis der Gottheit Christi und die Taufe von der Schuld ihrer Vorväter distanzieren würden.

Schlimm, dass dieses Denken heute von ganz oben wieder hoffähig gemacht wird. Noch schlimmer, dass Judenmission in der katholischen Kirche eine konkrete Option geworden ist.

Unter Benedikt XVI. sei der christlich-jüdische Dialog um 50 Jahre zurückgefallen, urteilte dieser Tage Venedigs Rabbiner Elio Enrico Richetti. Der gegenwärtige Papst halte diesen Dialog für unnütz, wolle lieber, dass die Überlegenheit des christlichen Glaubens bezeugt werde ....

....

Kommen damit die alte Ekklesiologie und die alten Absolutheitsansprüche der katholischen Kirche wieder? .... Jetzt heisst es: «Wir wollen auch beten für die Juden, dass unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen als Heiland aller Menschen.» - Ein Sturm der Entrüstung war die Folge....


Aus Sicht des Papstes ist das heutige Judentum defizitär. Wenig hilfreich war da Kardinal Karl Lehmanns Urteil vom April 2008, die christliche wie jüdische Kritik sei uninformiert. Jetzt zeigt sich, wir Juden haben seit 2007 sehr genau gesehen, wo die Reise hingeht. Es ist eben kein kurialer «Betriebsunfall», dass Benedikt XVI. nun vier Bischöfe der ultrakonservativen Pius-Bruderschaft rehabilitiert. Er kommt dem rechten Rand immer weiter entgegen.

Es geht nicht darum, dass Richard Williamson ein eklatanter Volksverhetzer ist. Es geht auch nicht darum, dass seine Wiederaufnahme zum internationalen Holocaust-Gedenktag geschah, was das deutsche Episkopat noch in letzter Minute zu verhindern versuchte. Es geht darum, dass der Papst Abtrünnige und Rückwärtsgewandte ohne jede Vorbedingung in den Schoss der Kirche zurückkehren lässt. Weit weniger Grossmut erfuhren kluge Theologen wie Hans Küng oder die Kirchen der Reformation im ökumenischen Gespräch.


.... Das Vertrauen schwindet ....

Die Frage nach der Gültigkeit der Heilszusage Gottes an das jüdische Volk ist plötzlich durch den Papst selbst in Frage gestellt.

Die immer lauter werdenden Proteste seit 2008 zeigen, dass das Vertrauen in ihn schwindet. Nicht nur bei Juden, Muslimen und in der Ökumene, jetzt auch unter den 1,1 Milliarden Katholiken, die mehrheitlich den Weg nach vorne wollen – und nicht den Weg zurück.




«Fall Williamson» im Zeitraffer

Am 25. Januar meldeten die Sonntagszeitungen, dass Papst Benedikt XVI. die Exkommunikation von vier Bischöfen der Priesterbruderschaft Pius X. aufgehoben habe. Gleichzeitig wurde bekannt, dass einer dieser vier Bischöfe den Holocaust leugnet. Der Brite Richard Williamson sagte in einem Interview im schwedischen Fernsehen, er glaube, es habe «keine Gaskammern» gegeben. Darauf fegte ein Proteststurm über den Vatikan. Auch die Schweizer Bischöfe kritisierten den päpstlichen Entscheid. Gefordert wurde, dass die Bischöfe der Priesterbruderschaft das Judentum glaubwürdig anerkennen müssten. Die Priesterbruderschaft begann sich vorsichtig von Williamson zu distanzieren. Bekannt wurde auch, dass das Akzeptieren des Zweiten Vatikanums nicht Voraussetzung für die Aufhebung der Exkommunikation war, wie der Vatikan zuerst mitgeteilt hatte. Am 28. Januar bekräftigte der Papst in seiner Mittwoch-Audienz seine Solidarität mit den Juden und Williamson bat ihn kurz darauf um Verzeihung. Es hagelte aber weiterhin Kritik und mittlerweile wurde die Frage gestellt, ob der Papst wirklich nicht gewusst habe, wen er da rehabilitiere. Der Druck auf den Vatikan nahm, unter anderem mit einer Intervention von Bundeskanzlerin Angela Merkel, weiter zu. Längst ging es um Schadenbegrenzung. Nachdem der Papst zuerst den «Fall Williamson» als erledigt erklärt hatte, forderte er ihn am 4. Februar zum Widerruf auf. Dieser sagte, er wolle zuerst die historischen Beweise prüfen. Am Dienstag wurde gemeldet, dass die Priesterbruderschaft ihm die Leitung eines Seminars entzogen habe. (kl)

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Epidophekles
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« Antworten #8 am: 23. Februar 2009, 08:55:23 »

BD 2784  empfangen 22.6.1943
Mangel an geistigem Wissen ....

Der Mangel an geistigem Wissen wird im kommenden Glaubenskampf ganz besonders zutage treten, weil nun die Menschen das vertreten oder annehmen werden, was sie überzeugt bejahen können, und die Unkenntnis auf geistigem Gebiet der Grund ist, weshalb sie jeglichen Glauben verwerfen und wider ihn zu Felde ziehen.

Nur der wissende Mensch kennt den Zusammenhang aller Dinge, er weiß um den Sinn und Zweck der Schöpfung und die Erdenaufgabe des Menschen. Und da er nun tief gläubig ist und alles überzeugt vertreten kann, erkennt er nun auch die Führung Gottes und Seinen Willen, und also ist sein Erdenweg um vieles leichter trotz Anfeindung durch die Welt, und er wird die Proben des Glaubens siegreich bestehen. Denn das Wissen ist seine Waffe, seine Kraft und seine Stärke ....

Den wissenden Menschen kann nichts bedrücken, sowie er sich mit Gott verbunden weiß. Der wissende Mensch hat auch keine Zweifel über den Ausgang des Glaubenskampfes, wohingegen der Mensch ohne geistige Kenntnisse ständigen Zweifeln und Bedenken unterworfen ist, weil ihn die Überzeugung der Gläubigen zaghaft macht und er selbst wohl vermutet, aber keine Gewähr hat für die Richtigkeit seiner Vermutungen. Dem wissenden Menschen ist jede Phase des Glaubenskampfes verständlich, ihn überrascht nichts, denn er weiß, daß alles so kommen muß, wie es durch das Wort Gottes den Menschen kundgetan wurde. Denn er selbst ist durch das Wort Gottes wissend geworden, und also weiß er auch um den Ausgang eines Kampfes, der nur dem geistigen Licht gilt, weil die Finsternis gegen alles Lichtvolle zu Felde zieht.

Und so wird auf der einen Seite gekämpft werden in blinder Wut gegen jeglichen Vertreter göttlicher Wahrheit, es wird weder Weisheit noch Liebe zu erkennen sein in den Verfügungen, denen sich der Mensch unterordnen soll .... Es wird kein Aufbau angestrebt werden, sondern lediglich ein Vernichtungswerk sich abspielen, das jeglichem geistigen Wissen gilt, das besonders die Organisationen betrifft, deren Lehren zum Glauben an Jesus Christus als Erlöser der Welt anhalten, denn diesen wird der brutalste Kampf angesagt werden .... und der unwissende Mensch wird keine Erklärung dafür haben .... er wird den seichten Glauben an Gott noch hingeben und den Ausführungen derer Gehör schenken, die noch unwissender sind; die wenigsten aber werden sich bei den Gläubigen Rat holen, die allein ihnen Aufklärung geben könnten. Und doch kann nur das Wissen ihnen das Weltgeschehen verständlich machen, es kann nur der wissende Mensch wahrheitsgemäß den Mitmenschen die Notwendigkeit und die Zweckmäßigkeit des Glaubenskampfes unterbreiten, nur der wissende Mensch kann die Mitmenschen trösten und sie hinweisen auf den Einen, Der ihnen helfen kann und helfen wird, so sie sich Ihm selbst anvertrauen und standhalten wider die Feinde ....

Und es werden diese wissenden Menschen überzeugend reden können, und es wird Gott Selbst durch ihren Mund reden, um noch die schwachen, unschlüssigen Menschen zu gewinnen für Sich, deren Willen noch nicht gänzlich Gott abgewandt ist und die Ihn daher auch nicht ableugnen können.

Und darum leitet Gott zuvor schon dieses Wissen zur Erde, Er bildet Sich Seine Streiter aus, indem Er sie einführt in die Wahrheit und ihnen Kenntnis gibt über die kommende Zeit, auf daß sie erstarken an der Wahrheit Seines Wortes, so die Zeit gekommen ist, da Er sie zum Wirken für Ihn benötigt ....

Amen
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Epidophekles
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #9 am: 23. Februar 2009, 09:09:14 »

BD 2886  empfangen 18.9.1943
Liebelehre Christi ....
Rechte Vertreter ....
Glaubenskampf ....


Worte des Glaubens und der Liebe müssen dargeboten werden von denen, die selbst in der Erkenntnis stehen, sollen sie wirksam werden können an den Mitmenschen, ansonsten sie ohne Kraft sind und an den Ohren derer verhallen. Und darum kann das Evangelium nur von jenen dargeboten werden, denn sie allein sind fähig, den Worten die Kraft zu verleihen, weil sie selbst Kraftempfänger wurden durch die ihnen vermittelte Erkenntnis.

Und das ist das Merkmal eines rechten Vertreters Christi auf Erden, daß er klar alle Zusammenhänge erläutern kann, sowie die Menschen Erklärung begehren, daß er alles begründen kann und daß seine Begründungen Weisheit ausstrahlen, während die falschen Vertreter Christi, die selbst nicht in der Wahrheit stehen, sich nur an Bücherwissen halten, das aber zumeist einen Zusammenhang vermissen läßt. Sowie sie jedoch selbst von der Wahrheit dessen, was sie predigen, durchdrungen sind, werden die Worte des Glaubens und der Liebe auch auf fruchtbaren Boden fallen, so die Liebe zum Nächsten den Menschen dazu bestimmt, die Liebelehre Christi zu verkünden.

Es geht nicht so sehr um Äußerlichkeiten als um die Erziehung der Menschen zur Liebe, denn nur durch Liebeswirken gelangt der Mensch zum Glauben, zur Wahrheit und also auch zur Erkenntnis, so er sich letzterer nicht widersetzt durch zähes Festhalten an einer falschen Lehre trotz inneren Drängens, sie abzulehnen.

Es soll den Menschen das Evangelium verkündet werden, die reine Liebelehre Christi soll ihnen nahegebracht werden .... doch was ihnen zur Zeit geboten wird, ist unstreitbar nicht mehr die einfache, klare und verständliche Lehre, die Jesus Christus Selbst auf Erden den Menschen gab, sondern alles trägt den Stempel irdischen Denkens. Das Göttliche ist mit menschlichem Beiwerk durchsetzt, das Geistige mit irdischen Zielen verbunden worden, und so ist eine Kirche gebildet worden, die nur wenig noch den Anspruch hat auf eine Gründung durch Jesus Christus.

Und ständig wird der Kampf gelten dem zusätzlichen Menschenwerk, wohingegen die Liebelehre Christi einer jeden Konfession das Vermächtnis Christi ist, die immer und ewig anerkannt und also auch gefördert werden wird.

Wer in der Kirche Christi eine Organisation sieht, der steht noch nicht in der rechten Erkenntnis, er kann aber dennoch ein echter Vertreter Seiner Liebelehre sein und zum Segen in der Menschheit wirken, nur kann er selbst nicht reifen im Wissen und also auch nicht das rechte Wissen den Mitmenschen vermitteln. Er kann nicht auf die vielen Fragen Antwort geben, die der ernstlich um Gott und die Wahrheit ringende Mensch stellen wird, so die schwere Zeit des Glaubenskampfes angebrochen ist, die von den Menschen eine klare Einstellung fordert, die er aber nur durch ein Wissen, das der Wahrheit entspricht, gewinnen kann. Der wissende Mensch, der eine wahrheitsgemäße Aufklärung den Mitmenschen verständlich bieten kann, wird ungleich mehr Erfolg haben, er wird eher Glauben finden, einen Glauben, der überzeugt ist und die schweren Wirren im Glaubenskampf überstehen wird. Denn nur eine feste Überzeugung gibt dem Menschen die Kraft, auszuharren bis zum Ende. Und die Überzeugung kann nur gewonnen werden durch die reine Wahrheit, niemals aber durch von Irrtum durchsetzte Lehren, selbst wenn sie von gläubigen Menschen dargeboten werden, d.h. von Menschen, die Gott zustreben, also Gott zugewandten Willens sind.

Der Irrtum wird immer zersetzend wirken, während die Wahrheit zusammenfügend, ergänzend und also Wissen vermehrend sich auswirkt. Und vermehrtes Wissen gibt dem Menschen geistige Freiheit, es gibt ihm Kraft der Welt gegenüber, und es sichert ihm den Aufstieg zur Höhe, es sichert ihm einen Reifezustand, der niemals erreicht werden kann von denen, die nicht in der Wahrheit, d.h. in der rechten Erkenntnis, stehen. Ihnen mangelt es an Kraft, und ihr Ringen ist um vieles schwerer, so sie sich bewähren müssen, so sie für ihren Glauben eintreten sollen vor der Welt ....

Amen
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Epidophekles
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #10 am: 23. Februar 2009, 10:42:17 »

(Anmerkungen zu besserem Verständnis:
Ruhe kann leicht mit Frieden gleichgesetzt werden.
Pleroma ist das Reich der Vollkommenheit, der Liebe, des Lichtes und des Friedens.)




( 43.25) Es gibt einige, mein Sohn Rheginus, die viel lernen wollen. Dieses Ziel haben sie, wenn sie an Fragen herangehen, deren Lösung aussteht.
Und wenn sie auf diese (Lösungen) treffen, pflegen sie groß über sich zu denken. Ich glaube aber nicht, daß sie im Wort der Wahrheit stehen, da sie mehr als ihre Ruhe suchen, die wir durch unseren Erlöser, unseren Herrn, den Christus, erlangt haben, die wir erlangt haben, als wir die Wahrheit erkannten. Und in ihr kamen wir zur Ruhe.


Abhandlung über die Auferstehung

Aber da du uns fragst, wie es angemessen ist, in Freundlichkeit, hinsichtlich der Auferstehung, schreibe ich dir: Sie ist notwendig!
Und -- es gibt zwar viele, die nicht an sie glauben, einige (wenige) aber, die sie finden. Deswegen wollen wir die Sache erörtern.

Wie hat der Herr die Dinge gehandhabt, als er im Fleisch war und als er sich offenbarte als (ein) Gottesohn?

Er ging an diesem Ort (= Welt) umher, an welchem du lebst, indem er sprach gegen das Gesetz der Natur -- ich bezeichne es aber als ,den Tod`.
Der Sohn Gottes aber, Rheginus, war ein Menschensohn; er umfaßte beide (Naturen), indem er die Menschheit und die Gottheit besaß, damit er einerseits den Tod besiege, dadurch, daß er Sohn Gottes war, und damit sich anderseits durch den Menschensohn die Wiedereingliederung ins Pleroma vollziehe. Denn zuerst war er von oben Same der Wahrheit, bevor das Gefüge entstanden war, in welchem zahlreiche Herrschaften und Gottheiten entstanden (waren).

Ich weiß, daß ich ankündige ( 45.1) die Auflösung schwieriger Dinge, aber innerhalb des Wortes der Wahrheit gibt es nichts Schwieriges, -- doch, weil die Lösung in die Mitte kommt, um nichts verborgen zu lassen, sondern um alles über das Werden offen zu enthüllen. Die Auflösung des Schlechten einerseits, das Offenbarwerden des Auserwählten anderseits, das ist die Hervorbringung der Wahrheit und des Geistes, die Gnade aber gehört zur Wahrheit.

Der Erlöser verschlang den Tod -- du zählst nicht zu den Unwissenden --, denn er legte die Welt, die zugrunde geht, ab. Er verwandelte [sie] in einen unvergänglichen Äon und richtete sie auf, indem er das Sichtbare durch das Unsichtbare verschlang. Und er gab uns den Weg unserer Unsterblichkeit. Dann aber, wie der Apostel gesagt hat(te): ,,litten wir mit ihm, und wir standen mit ihm auf, und wir gingen zum Himmel mit ihm.``

Wenn wir aber offenbar sind in dieser Welt als solche, die ihn angezogen haben, sind wir Strahlen von jenem und sind von ihm umfaßt bis zu unserem Untergang: Das ist unser Tod in diesem Leben. Wir werden von ihm zum Himmel emporgezogen wie die Strahlen von der Sonne, ohne daß uns etwas zurückhielte. Dies ist die geistige (pneumatische) Auferstehung, ( 46.1) welche die seelische (psychische) ebenso wie auch die fleischliche (sarkische) verschlingt.

Wenn es aber jemanden gibt, der nicht glaubt, so ist es nicht möglich, ihn zu überreden.
Denn es ist der Grundsatz des Glaubens, mein Sohn, und nicht jener der Überredung: Wer tot ist, wird auferstehen!

Und es gibt einen, der glaubt unter den Philosophen, die an diesen Orten (= Welt) sind. Schließlich wird er auferstehen.
Und der Philosoph, der an diesen Orten ist -- laß ihn nicht glauben, er sei einer, der von selbst zurückkehrt.

Und durch unseren Glauben haben wir nämlich den Sohn des Menschen erkannt und sind zu dem Glauben gekommen, daß er auferstanden ist von den Toten. Und dieser ist es, von dem wir sagen: „Er ist zur Auflösung des Todes geworden.”
Da der ein Großer ist, an den man glaubt, sind (auch) jene groß, die (an ihn) glauben. Es wird nicht zugrunde gehen das Denken derer, die gerettet sind; es wird nicht zugrunde gehen der Verstand derer, die ihn erkannt haben.

Deswegen sind wir auserwählt für die Rettung und die Erlösung, da wir von Anfang an dazu bestimmt sind, nicht in die Torheit derer, die unwissend sind, zu fallen, sondern wir sollen in die Weisheit derer, die die Wahrheit erkannt haben, eingehen. Die Wahrheit nun, die man bewahrt, kann nicht (mehr) losgelassen werden, noch ist sie (je) entstanden.

Stark ist das System des Pleroma, klein ist, was sich löste (und) Welt wurde. Das All aber ist das, was umfaßt wird. Es ist nicht ( 47.1) entstanden, es war. Deshalb zweifle nicht an der Auferstehung, mein Sohn Rheginus, denn wenn du nicht im Fleisch warst, hast du Fleisch empfangen, als du in diese Welt gekommen bist. Weswegen sollst du nicht das Fleisch empfangen, wenn du in den Äon kommst, der besser ist als das Fleisch, der (aber zugleich) Grund des Lebens dafür (sc. das Fleisch) ist? Was deinetwegen entstanden ist, ist es nicht dein? Was aber dein ist, ist es nicht bei dir? Aber, wenn du an diesen Orten bist, woran mangelt es dir? Das ist es, was du dich eifrig zu erfahren bemüht hast. Die Nachgeburt des Körpers ist das Alter, und du bist vergänglich. Du hast den Verlust als Nutzen, denn du wirst nicht das Wertvolle ablegen, wenn du gehst. Das Schlechte hat die Eigenschaft der Abnahme, aber es gibt Gnade dafür. Nichts nun erlöst uns aus diesen Orten, sondern das All -- das sind wir -- wir sind gerettet. Wir haben das Heil ganz und gar empfangen. Laßt uns so denken, laßt uns so empfangen!

Aber es gibt etliche, (die) beim Fragen nach den Dingen, die sie betrachten, erfahren wollen, ob der Gerettete, wenn er seinen Körper verläßt, sofort gerettet wird. Daran möge niemand zweifeln: (In den alten Fesseln befindlich) werden die sichtbaren Glieder, die tot sind, ( 48.1) nicht gerettet werden: Denn (nur) die lebenden (Glieder), die in ihnen sind, werden auferstehen.

Was also ist die Auferstehung?
Sie ist das fortwährende Sichtbarwerden derer, die auferstanden sind. Wenn du dich nämlich erinnerst, im Evangelium zu lesen: „Elia erschien und Mose mit ihm“, so glaube nicht, daß die Auferstehung eine Illusion sei. Sie ist keine Illusion, sondern sie ist Wahrheit. Vielmehr ist es passend zu sagen, daß die Welt eine Illusion ist -- eher als die Auferstehung, die zustande gekommen ist durch unseren Herrn, den Erlöser, Jesus, den Christus.

Worüber belehre ich dich nun? Die Lebenden werden sterben. Wie leben sie doch in einer Illusion! Die Reichen wurden arm, und die Könige wurden gestürzt. Alles pflegt sich zu ändern: eine Illusion ist die Welt -- um die Dinge nicht noch mehr herabzusetzen. Aber mit der Auferstehung verhält es sich nicht so: Denn sie ist die Wahrheit, das Feststehende, und sie ist die Offenbarung dessen, was ist, und der Wandel der Dinge und ein Übergang hin zu einem neuen Sein. Denn die Unvergänglichkeit ( 49.1) [kommt] herab auf das Vergängliche, und das Licht überströmt die Finsternis, indem es sie verschlingt. Und das Pleroma füllt den Mangel auf. Dies sind die Symbole und (Ab)bilder der Auferstehung; das ist es, was das Gute zeugt. Daher sollst du nicht (nur) stückweise denken, oh Rheginus, noch sollst du nach diesem Fleisch wandeln der Einheit wegen, sondern komme aus den Teilungen und Fesseln, und schon hast du die Auferstehung.

Wenn nämlich der, der sterben wird, von sich selbst weiß, daß er sterben wird -- selbst wenn er viele Jahre in diesem Leben zubringt, wird er dahin gebracht --, warum siehst du nicht (auf) dich selbst, indem du (schon) auferstanden und dahin gebracht bist? Wenn du die Auferstehung hast, aber dich (noch) so verhältst, als ob du sterben würdest, obgleich doch jener weiß, daß er gestorben ist, warum lasse ich deine Ungeübtheit hingehen?

Es ist angemessen für jeden, sich auf viele Arten zu üben, um (so) erlöst zu werden von diesem Element, damit er nicht in die Irre gehe, sondern sich selbst empfange, wie er zuerst gewesen ist.

Diese Dinge habe ich empfangen aus der Neidlosigkeit meines ( 50.1) Herrn, Jesus, des Christus. [Ich habe] dich und deine [Brüder], meine Söhne, darüber belehrt, ohne irgendetwas wegzulassen, was zu eurer Festigung nötig ist. Wenn nun aber irgendetwas geschrieben ist, was (zu) tief ist in der Darbietung der Abhandlung, so will ich es euch erklären, wenn ihr (danach) fragt. Nun aber beneide nicht etwa einen, der zu dir gezählt wird, indem es ihm möglich ist, nützlich zu sein. Viele blicken auf das, was ich dir geschrieben habe. Diese belehre ich aber über den Frieden unter ihnen und die Gnade. Ich grüße dich zusammen mit denen, die euch in brüderlicher Liebe lieben.



Im Gegensatz dazu die Meinung eines zeitgenössischen Theologen:
http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/Michael.Luetge/Diss2b.htm

1. Jesus ist nicht leibhaftig auferstanden.
2. Leibhaftige Auferstehung der Menschen würde zu einer alle bisherigen Hungerkatastrophen verblassen lassenden Überbevölkerungskrise der Erde führen, die in keiner vorstellbaren Form wirtschaftlich zu bewältigen wäre. Um des Überlebens der Auferstandenen willen ist es besser, sie wären nicht auferstanden, wären sie denn auferstanden.
3. Die Hoffnung auf unsterbliches Leben ist naiv, weil die Vergänglichkeit und Geschichtlichkeit die Einmaligkeit und Besonderheit des Lebensbogens und damit auch die auratische Würde des menschlichen Lebens verbürgt. Nicht sterben können ist eine Verdammnis zum Leben, wie sie in der Ethik der Apparatemedizin inzwischen zugunsten des Rechtes auf den eigenen Tod überdacht wird.
4. Die Begrenztheit des Lebens zwingt die nur einmal Lebenden dazu, aus diesem Leben etwas von einem bleibenden Wert zu machen, welcher zugleich diese Begrenztheit überschreitet. Damit wachsen sie über sich und den gesetzen Rahmen ihres Lebens hinaus. Davon zehren die Nachgeborenen in ihrer Enkulturation. Würden wir über einen unendlichen Schatz von Leben verfügen, wäre jedes einzelne Leben unwichtig, weil der Getötete ja lediglich einen kurzen Ausflug in den Himmel macht, um alsbald in ein weiteres Leben zu inkarnieren. Die Hoffnung auf die Fortsetzung des Lebens mit anderen Mitteln als den irdischen hier und jetzt macht fahrlässig gegenüber der unantastbaren Würde des Menschen.



Es geht ja gar nicht um die fleisch-leibliche Auferstehung, sondern um die "Eingeburt" in die geistige Welt.
Jetzt ist unser Sehen und Erkennen gefangen in der irdischen, gefallenen Welt, dann aber sind wir frei, so wir aus dem Sündenfall erlöst sind. Dort ist das wahre Leben, im Geist und in der Wahrheit Jesu, Der die Liebe und Weisheit des Vaters verkörpert, Dem alle Macht gegeben ist. Dort ist das 'Pleroma'.
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Epidophekles
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #11 am: 24. Februar 2009, 06:28:06 »

BD 3729  empfangen 29.3.1946
Die Kirche Christi .... Glaube - Fels ....

Die wahre Kirche Christi umfasst nicht die Anhänger dieser oder jener Geistesrichtung, dieser oder jener Organisation, sondern nur allein die Schar derer, die im lebendigen Glauben stehen.

Vom Glauben allein hat es Gott abhängig gemacht, ob sich der Mensch zur Kirche Christi zählen kann. Darum wird Seine Kirche auch überall bestehen können, sie wird überall verbreitet sein, wo Menschen leben, die im Glauben an Jesus Christus stehen und Ihm zufolge auch ein Leben führen, das Nachfolge Christi genannt werden kann, das dem Willen Gottes entspricht, Der in Jesus Christus auf Erden wandelte, um den Menschen Seinen Willen kundzutun durch Sein Wort und Seinen Wandel auf Erden als lebendiges Beispiel Seines Wortes. Denn wer tief gläubig ist, der hält auch die Gebote Gottes, er wandelt in der Liebe und gestaltet sich zu einem Kind Gottes, er ist Anhänger der Kirche Christi und darum Anwärter auf Sein Reich.

Der tiefe Glaube und also ein Leben in Liebe zieht das Wirken des Geistes Gottes im Menschen nach sich, und also wird die Kirche Christi stets und ständig von Seinem Geist erfüllt sein, sie wird nur wahr und recht predigen können, sie wird Weisheit lehren können und in voller Kraft des Glaubens stehen, d.h., sie wird auch andere Menschen, so sie willig sind, zu überzeugen vermögen von ihrem Wert, von ihrem Wirken im Auftrag Gottes, Sein Reich zu verkünden aller Welt. Doch nur die guten Willens sind, werden dies erkennen, den anderen aber bleibt ihr Wert verborgen, denn sie wissen nichts um die Merkmale der Kirche Christi .... und sie wissen auch nicht Rechtes von Falschem zu unterscheiden.

Wo aber weltliche Organisationen den Anspruch machen, die von Jesus Christus erwähnte Kirche Christi auf Erden zu sein, vertreten sie zumeist nur die äußere Form, nicht aber den Kern .... Sie lehren wohl Christi Wort, doch erst der lebendige Glaube gibt dem Wort Gottes den rechten Sinn und den rechten Wert für die Seele des Menschen. Und es kann der lebendige Glaube in jeder kirchlichen Organisation sein, wie er auch in einer jeden fehlen kann, doch Anhänger Seiner Kirche ist nur, der diesen lebendigen Glauben sein eigen nennt. Der lebendige Glaube stellt aber zuerst das rechte Verhältnis zu Gott her durch Wirken in Liebe .... Dadurch wird der Geist im Menschen erweckt, der ihn belehrt, und dann kann der Mensch hell und klar erkennen, worin die Kirche Christi besteht .... er kann wohl unterscheiden Gottes Willen und den Willen der Menschen unter dem Deckmantel christlichen Glaubens .... Dann gehört er zur Kirche Christi, die keinen anderen Namen benötigt, die kein äußeres Merkmal aufzuweisen hat als nur die Wirksamkeit der Kraft des Geistes, die auch nach außen zu erkennen ist durch einen Lebenswandel in Liebe und Weisheit. Ist aber der Mensch Anhänger jener Kirche, dann ist er auch jener Kirche treu bis zum Ende, denn wer einmal im lebendigen Glauben steht, der hat auch in sich das Licht, das ewig leuchtet .... er steht in der Wahrheit und wird nun auch aufklärend tätig sein können, weil der Geist in ihm ihn dazu treibt. Unerschütterlich ist sein Glaube und also wie ein Fels, der allen Anstürmen Trotz bietet .... und die Pforten der Hölle werden nichts ausrichten wider einen solchen Glauben und nimmermehr die Kirche Christi zum Wanken bringen .... wie es Christus verheißen hat .... Seine Kirche ist unüberwindlich und wird es bleiben bis in alle Ewigkeit ....

Amen

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Epidophekles
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #12 am: 24. Februar 2009, 06:35:24 »

BD 4028  empfangen 22.4.1947
Kirche Christi ....
Petrus, der Fels ....
Weltliche Organisationen ....


Die zu Meiner Kirche gehören, werden sich finden und eng zusammenschließen, und ihr Wille wird stets sein, in der Wahrheit zu wandeln, in der Liebe zu leben und Mir zu dienen in Zeit und Ewigkeit. Denn sie tragen Meinen Geist in sich, sie haben den Geistesfunken, der Mein Anteil ist, zum Leben erweckt, und sie sind so zum Mitglied Meiner Kirche geworden, die Ich Selbst gegründet habe. Und Ich werde sie segnen immerdar.

Wer in der Wahrheit steht, d.h., wer von Meinem Geist in sich gelehrt wird, der weiß auch, daß Liebe und Glaube die Grundmauern Meiner Kirche sind; er weiß auch, wie Ich Mein Wort verstanden haben will: „Du bist Petrus, der Fels, auf dir will Ich Meine Kirche bauen ....“ Er weiß ferner, daß keine Organisation, die Menschen gebildet haben, darunter zu verstehen ist, sondern daß Meine Kirche alle Menschen umfaßt, die das rechte Verhältnis zu Mir hergestellt haben durch ihren Willen und ihre Liebe zu Mir und zum Nächsten.

Ich fordere von den Menschen nur Erfüllung Meines Liebegebotes und starken Glauben und habe denen die ewige Seligkeit versprochen, das ewige Leben, die an Mich glauben .... an Mich glauben aber heißt, Meine Lehre anzunehmen als göttlich und ihr entsprechend zu leben .... Und denen versprach Ich das ewige Leben. Und also müssen diese auch zu Meiner Kirche gehören, zur Gemeinschaft der Gläubigen, die Ich Meine Kirche nenne. Benötigen sie aber nun einen weltlichen Zusammenschluß, der hergestellt wird durch die Zugehörigkeit zu einer Organisation, die von weltlicher Seite ihren Ausgang nahm? ....

Diese Frage ist von so großer Wichtigkeit, daß sie eingehend betrachtet werden muß. Es gibt keine Organisation, die sich rühmen könnte, in Mir ihren Gründer zu haben, doch kann eine jede voll und ganz sich Meiner von Mir gegründeten Kirche angliedern. Also könnten ihre Mitglieder sich als zu Meiner Kirche gehörig fühlen, so sie sich zum Fels des Glaubens gestalten ....

Es muß als erstes in einer Organisation der Charakter Meiner Kirche vorherrschen, es müssen die Anhänger von tiefstem Glauben erfüllt sein an Mich, dann umfaßt also die weltlich gegründete Kirche Meine Gläubigen, und diese wieder können in jeder Organisation sich als Anwärter Meines Reiches betrachten, denn sie gehören Meiner Kirche an, die Ich Selbst auf Erden gegründet habe.

Meine Worte sind rein geistig zu verstehen, d.h., sie enthalten nur die Aufforderung zu unerschütterlichem Glauben, und von diesem abhängig ist das Wirken des Geistes, der Meiner Kirche sicherstes Wahrzeichen ist, denn wer den rechten Glauben hat, der hat auch die Liebe, weil der rechte Glaube nur lebendig ist durch Werke der Liebe. Und das Zeichen des Lebens ist die Äußerung Meines Geistes im Menschen. Wer also vom Geist belehrt wird, wer erfüllt ist von seiner Wahrheit, der kann sich mit Recht zu Meiner Kirche zählen, er gehört zu den Meinen, und er wird auch voller Überzeugung eintreten für Meine Lehre, denn er selbst hat sie aufgenommen mit Herz und Verstand, sie hat seinen Glauben verstärkt und ihn frei und glücklich gemacht, und es treibt ihn die Liebe dazu, den Mitmenschen das gleiche zuwenden zu wollen ....

Es ist nun aber keineswegs Bedingung, daß eine weltlich-kirchliche Organisation die Menschen erst zu Anwärtern für das geistige Reich macht, denn wieder ist es nur das Herz, auf das Ich sehe, der Wille des Menschen und seine Gedanken. Drängen sie Mir zu, dann hat er auch Mich schon gefunden .... schweifen sie ab vom Reingeistigen, dann wird eine kirchliche Organisation keine Änderung dessen herbeiführen, denn was unter Zwang geschieht, hat keinen Wert vor Meinen Augen. Das Verlangen nach Mir aber kann in jedem Menschen erweckt werden nur durch Bekanntgabe Meines Wortes.

Das ist es, weshalb Ich die weltlich-kirchlichen Organisationen nicht verdamme, sondern insofern unterstütze, als daß Ich auch die in ihnen wirkenden Lehrkräfte unterstütze, soweit dies angängig ist und ihr Leben gleichzeitig Meinen Geboten entspricht. Und gehört einer von ihnen Meiner von Mir gegründeten Kirche an, daß er also fest und unerschütterlich glaubt an Meine Liebe, Macht und Weisheit, dann erfülle Ich ihn mit Meinem Geist, auf daß er erfolgreich einwirken kann auf die Schar seiner kleinen Gemeinde, auf daß auch sie das Wort begehren, durch das allein sie ausreifen können.

Dennoch ist es weit verdienstvoller, so der Mensch von sich heraus ringt und sucht, so er auf seine innere Stimme achtet, die ihm ständig das Rechte kund tun wird und ihn anhalten wird zum Wirken in Liebe. Befolgt er diese Stimme, dann kommt er Mir bedeutend früher näher, er faßt Mein Wort lebendig auf, er nimmt es auf in sein Herz, und er lebt es auch aus .... er wird in Wahrheit der Kirche Christi angehören, die unüberwindlich ist und selbst den stärksten Anstürmen, die höllische Kräfte noch zum Ende unternehmen werden, standhalten wird. Denn auch diese Verheißung habe Ich den Menschen gegeben, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen werden, denn Meine Kirche ist unveränderlich, und sie bleibt bestehen bis an das Ende .... Und sie wird auch der Grundstock alles geistigen Strebens auf der neuen Erde sein. Es wird jeder Meiner Kirche angehören, weil nur die tiefgläubigen, Mich über alles liebenden Menschen diese neue Erde beleben werden, während alles andere abfällt, sowie sie nur Mitglieder von weltlich kirchlichen Organisationen sind, die ohne inneres Leben sind ....

Amen

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Epidophekles
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #13 am: 26. Februar 2009, 12:02:22 »


Es muß eine gewaltige Arbeit einsetzen, um die reine Lehre zu scheiden von zusätzlichem Menschenwerk.

Es werden jedoch auch auf jener Seite Beweise erbracht werden von der Richtigkeit dessen, was der reinen Wahrheit widerspricht. Doch diese Beweise sind nicht vollwertig, sie entstammen zum Teil menschlichen Darstellungen, die sanktioniert worden sind, zum Teil aber auch unklaren Berichten, denen bewußt der Stempel der Glaubwürdigkeit aufgedrückt wurde, um das Fundament einer Organisation dadurch zu stärken, die eine Machtstellung einnehmen wollte.

Doch die Gelegenheit wird allen geboten, Stellung zu nehmen zu dem ihnen vermittelten Geistesgut, denn ein jeder wird in die Lage kommen, über Streitfragen zu diskutieren, doch wie lange solche ihr Denken bewegen, liegt wieder am freien Willen des Menschen. Unterläßt er dies, so muß er sich verantworten vor Mir als der ewigen Wahrheit Selbst, die Ich einem jeden biete, der nur ernstlich danach Verlangen trägt, um Meinen Gegner zu entkräften, dessen eifrigstes Bestreben ist, die Wahrheit zu untergraben und die Menschen in irriges Denken zu leiten.

Und Ich werde wahrlich den Sieg davontragen, denn Mein Gegner wird unterliegen am Ende der Tage, während Mein Wort, das Licht aus den Himmeln, die reine Wahrheit, bestehenbleiben wird, wenngleich Himmel und Erde vergehen werden ....

Gespeichert
Epidophekles
Aus der Ferne grüssend
« Antworten #14 am: 27. Februar 2009, 21:14:31 »

BD 4395  empfangen 4.u.5.8.1948

Verschiedene Geistesrichtungen ....
Lehre Christi ....


In keiner Geistesrichtung wird die absolute Wahrheit vertreten werden können, solange sie nicht das Wort aus der Höhe als Ursprung ihrer Lehre aufweisen kann, wenngleich nicht alles als Irrtum bezeichnet werden kann, was eine jede Richtung vertritt. Es werden immer die Menschen Anhänger sein, die es ernst meinen, sowie sie sich von kirchlichen Organisationen entfernt haben und einer solchen Geistesrichtung sich zuwenden. Und darum wird diesen auch immer wieder Gelegenheit geboten, der Wahrheit nahezukommen, denn was sie einmal als solche erkannt haben, das halten sie fest und sind also treuere Mitglieder geistiger Zusammenschlüsse als die Anhänger der Kirche, die offiziell als Meine Einrichtung hingestellt wird, doch zumeist nur Mitläufer sind oder Formgläubige, die niemals tiefer einzudringen begehren in das Ewig-Wahre, in Meine Liebelehre, die Ich als Kern Meiner von Mir gegründeten Kirche bezeichne.

Nur das Wort aus der Höhe ist reine Wahrheit, und dieses Wort empfing und verbreitete auch Jesus auf Erden, und also war Seine Lehre die einzig wahre, und sie wird es bleiben bis in alle Ewigkeit.

Wer nun die Lehre Christi predigt, ist Mein Vertreter auf Erden, und er wird jeder Geistesrichtung Aufschluß geben können, wieweit sie sich in der Wahrheit befindet und welche Ansichten irrig sind.

In der Endzeit aber brauchen sich die rechten Vertreter Meiner Lehre mit anderen Konfessionen oder Gemeinschaften nicht zu befassen, denn sie werden alle bekämpft werden von seiten irdischer Machthaber und auch mit Sicherheit ihre Anhänger verlieren.

Meine Diener sollen nur die Abgefallenen sammeln und sie für Mich und Mein Reich zu gewinnen suchen; sie sollen ihnen die reine Wahrheit vermitteln und jede Gelegenheit nützen zur Aufklärung irregeleiteter Menschen .... Und Ich werde ihnen dazu Gelegenheit geben, Ich werde sie denen zuführen, die noch zu gewinnen sind, die noch unentschieden sind und nur die Wahrheit benötigen, um die rechte Bahn einzuschlagen.

Die Wahrheit spricht für sich selbst, und niemand wird sie entkräftigen können, wo aber irrige Lehren unterlaufen sind, dort ist stets ein Abfall zu gewärtigen, so eine Not an die Menschen herantritt, eine Not, der sie durch Hingabe des Glaubens entgehen können. Denn in der letzten Zeit wird die große Not nur die Gläubigen betreffen, die Mir treu bleiben wollen und deshalb angefeindet werden von der Welt. Die Welt wird restloses Ablehnen des Glaubens an einen Gott und Schöpfer von Ewigkeit, Der das Geschick eines jeden Menschen lenkt, fordern, und wer seinen Glauben ablegt, dessen Not wird behoben sein. Wer standhält, wird leiden müssen in ungewöhnlicher Weise. Wer aber den rechten Glauben hat, wer in der Wahrheit steht, die er von Mir Selbst empfangen hat, der bleibt Mir auch treu, denn er weiß, daß die Not nicht ewig währt und dann einem freudvollen Zustand in Seligkeit weichet. Er weiß, daß die Erde ihr Ende erlebt und mit ihr die Menschen, die um des Irdischen willen den Glauben hingeben. Die von Mir empfangene Wahrheit hat ihm das Wissen vermittelt um das Kommende, und dieses Wissen gibt ihm Kraft, auszuhalten bis an das Ende.

Nur die Wahrheit gibt Kraft, nur wer in der Wahrheit steht, der wird durchhalten, und darum ist es so dringend notwendig, den Menschen die Wahrheit zuzuführen, denn sie allein gibt Verständnis für alles, was geschieht. Wer nicht die absolute Wahrheit hat, der wird unschlüssig werden, er wird zweifeln an allem und die Welt mit ihren Freuden seinem zweifelhaften Wissen vorziehen. Ich aber will den Menschen die reine Wahrheit geben, um ihnen zu helfen, das letzte Ende zu überstehen im festen Glauben an Mich, an Meine Weisheit und Liebe, die den Meinen ein Paradies bereiten will nach der Zerstörung dieser Erde .... Wer durch Mein Wort unterrichtet ist von Meinem Heilsplan von Ewigkeit, dem wird alles verständlich sein, sein Blick wird, stets zu Mir gewandt, ins geistige Reich zu schauen vermögen, und Kraft und Gnade wird er empfangen, um durchzuhalten bis ans Ende ....

Amen
 
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