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 51 
 am: 07. März 2012, 15:47:35  
Begonnen von Maria - Letzter Beitrag von Maria
BD 7569  empfangen 5.4.1960
   
     

Ichbewußtsein des Urgeistes ....

Jeder Urgeist wird sich seines Ichs wieder bewußt, wenn er als Mensch über die Erde wandelt und sich selbst als Mensch erkennt. Dann sind wieder alle Seelenpartikelchen in ihm versammelt, die einstmals aufgelöst waren zum Zwecke des Rückführungsganges in der Schöpfung, und dann ist das Wesen auch fähig, sich den Reifegrad zu erwerben, den es uranfänglich als erschaffener Geist besaß, den es dahingegeben hatte und nun wieder erlangen muß, um als Lichtgeist eingehen zu können in das geistige Reich.

Und so ist also ein jeder Mensch ein verkörperter Urgeist, ein einst gefallenes Wesen, ein Erschaffungsprodukt Meiner unendlichen Liebe, das nur sich selbst im freien Willen von Mir entfernte und aber auch im freien Willen wieder zu Mir zurückkehren muß. Der Mensch besitzt aber dieses Wissen nicht, was er war, was er ist und wieder werden soll ....

Er braucht auch erst einen gewissen Reifezustand, bevor ihm dieses Wissen zugeführt werden kann und es ihm auch verständlich ist. Er erkennt sich wohl bald als Mensch, aber nicht als ein Geistwesen, das seine Bestimmung erfüllen soll, und weil er sich nur als Mensch erkennt, der sich in der irdischen Welt bewegt, sind auch seine Gedanken mehr weltlich gerichtet.


Und das ist zumeist ein Hindernis für das geistige Erkennen, das er erst dann haben wird, wenn er sich schon von der Welt abwendet, dem geistigen Reich zu. Dann ist es möglich, ihm das Wissen über seine eigentliche Bestimmung zuzuführen, und dann kann er es im freien Willen annehmen und sich einstellen, was sein geistiges Ausreifen mit Sicherheit nach sich ziehen wird.

Hat er es aber einmal angenommen, dann beglückt ihn auch der Gedanke und die Gewißheit, zu den Urgeistern zu gehören, die Ich als Geschöpfe hinausstellte und die als Kinder zu Mir zurückkehren und als Mensch also kurz vor ihrer Vollendung stehen.

Und es braucht nur der Wille des Menschen gut zu sein, denn dann richtet sich dieser von selbst zu Mir, es verlangt der Mensch nach seinem Gott und Schöpfer, und dieser Wille schon ist rechte Entscheidung, es ist das Bestehen der Willensprobe, die dem Urgeist als Mensch auf Erden gestellt ist. Das Dasein auf dieser Erde ist nicht von langer Dauer, es kann aber vollauf genügen, daß sich der Mensch völlig vergeistigt, daß er einen Grad erreicht, der ihm die Kindschaft Gottes einträgt, d.h. den Urgeist wieder in den Zustand der Vollkommenheit versetzt, den er selbst durch seinen freien Willen zum höchsten Grad gebracht hat und in Meiner allernächsten Nähe nun weilen kann, wo ihm die direkte Liebedurchstrahlung von Mir gesichert ist .... wenngleich auch jeder andere Urgeist immer höher wird steigen können, so er nur einmal das Lichtreich betreten durfte, was ebenjenen rechten Willensentscheid auf Erden voraussetzt. Und überselig ist jeder Urgeist, wenn es ihm zum Bewußtsein kommt, welchen endlos langen Gang er zurückgelegt hat, um zur höchsten Lichtfülle zu gelangen, um unermeßlich selig zu sein .... Und er wird Mir Lob und Dank singen und Mich preisen bis in alle Ewigkeit, er wird Mein Kind sein und bleiben, das niemals mehr von Mir geht, das schaffen und wirken wird nach Meinem Willen zur eigenen Seligkeit ....

Amen



 52 
 am: 07. März 2012, 15:35:09  
Begonnen von Maria - Letzter Beitrag von Maria
http://www.jakob-lorber.cc/index.php?s=GEJ4.241&l=de

http://www.jakob-lorber.cc/index.php?s=GEJ4.242&l=de



Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 243


243. — Das Wesen Gottes. Des Erdenlebens notwendige Probeschwere

[GEJ 4.243.1] Sage Ich: „Ja ja, das ist eben der Knoten, den Ich auf die Gehirnerklärung nicht nur in dir, sondern in mehreren von euch entdeckt habe, und Ich habe euch auch eben darum zu fragen aufgefordert.

[GEJ 4.243.2] Es versteht sich ja von selbst, daß Gott, als die höchste und purste Liebe von Ewigkeit unverändert gleich, nimmerdar irgend lieblos sein kann, und daß Sie alle Ihr zu Gebote und zu Diensten stehenden Mittel auf das allerlebhafteste anwenden wird, um irgendeine wie immer kranke Seele zu heilen. Aber der Seele ihr eigenes charakteristisches Ich kann Sie nicht nehmen, sondern muß es belassen und die Seele in solche Zustände kommen lassen, die sie, wenn sonst alles nichts nützt, durch eine Art Witzigung zurechtbringen!


[GEJ 4.243.3] In einem äußersten Falle kann dieser Weg freilich nur ein äußerst langwieriger werden; aber es trägt dann niemand die Schuld als die zu sehr starr- und eigensinnig gewordene Seele, die freilich das zumeist nur infolge dessen wurde, was Ich euch von ihrer Unvollkommenheit ehedem erzählt und erklärt habe.

[GEJ 4.243.4] Aber es ist das ja der vollstarke, höchst eigene Wille der Seele; sie will es also und tut immer nur, was ihr gut dünkt! Nun, da geht es mit einem allmächtigen und also gewaltigsten Entgegenwirken nicht; denn das würde der Seele erst die allerunerhörtesten Qualen bereiten! – denn schon ein leisestes Einfließen bereitet ihr die unsäglichsten Schmerzen; was würde sie bei einem allzustarken Einfließen erst auszustehen haben?!

[GEJ 4.243.5] Gott ist in Sich das höchste Feuer alles Feuers und das stärkste Licht alles Lichtes! Wer aber kann ein Feuer ertragen, wenn er nicht selbst Feuer, und das höchste Licht, wenn er nicht selbst Licht ist?! Da siehe das linke noch hier seiende Gehirn! Ersiehst du irgendein Feuer darin oder irgendein Licht, auch nur so stark leuchtend wie ein Sonnenwendkäferlein in der Nacht? Was gehört dazu, bis dieses Gehirn ganz Feuer und hellstes Licht wird?!

[GEJ 4.243.6] Wollte Ich aber mit aller Gewalt hier einzufließen anfangen, so wirst du diese beiden Linksgehirnhaufen nicht mehr schauen; denn sie werden sofort in jene dir noch bekannten Feuerzünglein aufgelöst werden und sich zerstreuen, bis Mein Wille sie irgend erfaßt und aus ihnen ein neues Wesen bildet. Was ist aber dann mit dieser gegenwärtigen Wesenheit?!

[GEJ 4.243.7] Damit aber kein Wesen, das einmal besteht, ewig je irgend in seiner seelischen Sphäre zerstört und in ein anderes Wesen übergehen kann und verlieren das Ur- Ich, so ist dahin Meine als ewig unwandelbar fest gestellte Ordnung ja auch gut! Und mag eine Seele mit ihrer Vollendung noch solange zu tun haben, so bleibt sie dennoch ihr eigenstes Ur-Ich und wird sich als solches auch für ewig unwandelbar erkennen, was denn hoffentlich doch tröstender ist, als so die Seele als völlig zerteilt in ein anderes Individuum übergehen würde, allwo alle Erinnerung an ein früheres Sein notwendig verschwinden müßte und keine Spur von einem früheren konkreten Sein übrigbliebe! Wozu wäre dann ein sich selbst frei bestimmendes Vorleben gut gewesen? Wäre da ein Mensch wohl besser daran denn ein kriechender Wurm im Staube?!

[GEJ 4.243.8] Das Vorleben ist doch zumeist mit allerlei Drangsalen gesegnet. Der Mensch, und sei er ein Königssohn, muß von seiner Geburt bis zum Grabe hin so manche sehr schwere Probe mitmachen. Er hat sich oft tausend Pläne gemacht, die er alle auf das gelungenste ausführen wollte; aber es traten bald unvorhergesehene Hindernisse entgegen, und aus allen den schönen Plänen wurde nichts. An ihre Stelle traten allerlei Plackereien, Krankheiten, Verdrießlichkeiten, – kurz, auf einen Anmutstag kommen gewöhnlich fünf Tage, von denen keiner etwas besonders Erfreuliches aufzuweisen hat, und in einem Lebensjahre hat ein Mensch sicher dreißig ganz vollendet schlechte Tage gehabt!“

 53 
 am: 07. März 2012, 15:22:21  
Begonnen von Maria - Letzter Beitrag von Maria
     
BD 4744  empfangen 20.9.1949
   
     

„Die Weisheit der Weisen will Ich zunichte machen ....“

Die Weisheit der Weisen will Ich zunichte machen und den Verstand der Verständigen verwerfen und denen das rechte Wissen geben, die ohne irdisches Wissen sind, doch Mir in Liebe zugetan .... die an Mich glauben .... Und an diesem Wissen soll die Welt erkennen, daß eine Macht Sich kundgibt, Die sie verleugnen möchte. Die Weltweisen sollen stutzen, und Ich nenne auch die weltweise, die geistiges Wissen durch die Welt entgegengenommen haben, die sich verstandesmäßig jenes Wissen aneigneten, Mich Selbst aber nicht darum angegangen sind .... Weltweise nenne Ich auch die Vertreter Meiner Lehre, die, obwohl sie diese vertreten, doch zu wenig gläubig sind, als daß sie jedes Wort von Mir überzeugt vertreten können, und die darum auch nicht Meines Geistes Wirken in sich zulassen.

Das Wissen, das sie besitzen, wird sie nicht beseligen, doch was Ich austeile Meinen Kindern, die Mein Wort hören wollen, weil ihr Glaube ein lebendiger ist, das wird sie auch beglücken, erkennen sie es doch als ein Gnadengeschenk, das Meine Vaterliebe ihnen bietet.

Wer vor der Welt weise erscheint, wer den Verstand sprechen läßt, der wird unwissend sein und bleiben und von Mir nicht angesehen werden .... Doch wo im Verborgenen ein Herz Meine Gegenwart zuläßt, dort wirke Ich und trete sichtlich in Erscheinung, indem Ich den Geist dessen erhelle, so daß er weise und verständig wird, daß er Aufschluß zu geben vermag über Dinge, die der Weltverstand und die Weltweisheit nicht ergründet.

Und Ich werde immer wirken im Verborgenen, wenngleich Ich es dann füge, daß auch die Menschen Kenntnis nehmen können, die noch der Welt ihr Herz zuwenden. Denn diese will Ich aufmerksam machen, daß sie die Weisheit nicht bei den Weltweisen suchen sollen, sondern daß sie ein schlichtes Gewand wählt, in dem sie auftritt, um Zugang zu finden zu den Menschen.


Wo Prunk und Glanz ist, dort hält sich Weisheit nicht auf, denn sie ist göttlich, sie geht von Mir aus und sucht sich ein würdiges Gefäß aus, das geistig vorbereitet ist, jedoch keine irdischen Vorzüge benötigt, um von Mir erwählt zu werden zu Trägern der Wahrheit. Die Weisheit der Weisen wird keinen Schlüssel zur Wahrheit finden, der Verstand der Verständigen wird ihn nicht suchen, doch sie werden glauben, ihn zu besitzen ....

Der Schlüssel zur Weisheit aber ist und bleibt die Liebe .... die im Herzen eines schlichten, unwissenden Menschen auflodern kann zu hellster Glut und darum ein solches Herz die ewige Wahrheit anzieht, die sich nun als gegenwärtig im Herzen des Menschen hörbar äußert und ihn in die Wahrheit leitet ....


Und es wird der Mensch Gott erkennen, Ihn lieben aus ganzem Herzen und Ihm einen Altar errichten, es wird der Mensch von der Fülle göttlicher Gabe abgeben an die Mitmenschen, er wird tiefste Weisheit und hellstes Wissen vermitteln allen denen, die es annehmen wollen, und so werden alle, die ihn anhören, weise sein, denn sie sind von Gott Selbst gelehrt, sie empfangen Meine Predigt, und sie werden selig sein schon auf Erden und dereinst im geistigen Reich ....

Amen



   

 54 
 am: 07. März 2012, 08:25:44  
Begonnen von Maria - Letzter Beitrag von Maria
BD 1129  empfangen 8.10.1939
   
     

Denkfähigkeit und Weltverstand .... Empfinden des Herzens ....

Nicht die Denkfähigkeit ist ausschlaggebend für die innere seelische Beschaffenheit des Menschen, und nicht des Weltverstandes Größe zeitigt den Reifezustand der Seele, sondern allein der Grad der Liebe dessen, der ungeachtet seiner irdischen Fähigkeiten und Lebenslage versucht, sich Gott zu nahen, und dieses Verlangen im tiefsten Herzen verspürt.

Und dazu gehört wahrlich weder Weltweisheit noch außergewöhnliche gedankliche Tätigkeit, doch das Empfinden des Herzens kann ein jeder pflegen, da es in ihm als Keim schlummert und es jedes Menschen eigenste Angelegenheit ist, diesen Keim zur Blüte zu bringen, und dazu auch ein jeder Mensch die Fähigkeit besitzt ....

Wo wäre sonst die Gerechtigkeit Gottes .... so Er dem einen Menschen die Bedingungen zum Erreichen der Vollkommenheit leichter, dem anderen schwerer stellen möchte? .... Die gleiche Möglichkeit und die gleichen Vergünstigungen stehen allen Menschen zu Gebote, mag es gleich scheinen, als seien die natürlichen Voraussetzungen so verschiedenartig, daß sie also auch verschiedene Entwicklungen zeitigen müßten.

Es hat das einfache, unkomplizierte Denken des einen Menschen scheinbar voraus, daß der Glaube für ihn leichter annehmbar ist .... andererseits jedoch ist der Mensch, dessen Verstandesdenken außergewöhnlich entwickelt ist, fähig, die Wunder der göttlichen Schöpfung eingehender zu durchdenken, und also könnte er, der die Möglichkeit hat, Einblick zu nehmen in umfangreichster Weise in Gottes Schöpfung, gleichfalls gläubig werden, wenn nicht durch dieses Verstandeswissen seine Überheblichkeit ihn daran hinderte, und diese wieder ist eben ein Widerstand, den er zum Zwecke der Vollendung freiwillig überwinden muß ....

Es werden die gleichen Bedingungen allen Wesen gestellt, und es hat also ein jedes Wesen gegen die gleichen Schwächen und Fehler anzukämpfen, nur gelingt deren Überwindung den einen in kürzerer Zeit, während die anderen oft unterliegen und dadurch gerade diese Fehler verstärken und also immer größere Kraft benötigen, um ihrer Herr werden zu können, und so wird daher manche häßliche Eigenschaft stärker zum Ausdruck kommen, weil der Kampf dagegen ihr nicht von Anfang an galt, sondern zuvor erst erheblich zur Vermehrung beigetragen wurde und nun desto größerer Widerstand erforderlich ist.

Es hat also niemals irgendwelchen Nachteil auf das Seelenleben oder die Möglichkeit des Ausreifens der Seele, ob das Denken des Menschen sich in kleineren oder größeren Distrikten bewegt, denn letzten Endes ist nur die Empfangsfähigkeit des Herzens ausschlaggebend, diese aber jedes einzelnen eigenste Angelegenheit, sie zu entwickeln oder verkümmern zu lassen, denn die Liebe Gottes hat alle Seine Erdenkinder mit dieser Fähigkeit ausgestattet und nur den einzelnen Wesen es überlassen, sie zu nützen nach ihrem Willen ....

Amen


   

 55 
 am: 07. März 2012, 06:15:28  
Begonnen von Maria - Letzter Beitrag von Maria
Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 240


240. — Das Gehirn eines Weltweisen

[GEJ 4.240.1] Sagt Cyrenius: „Herr, das Vorder- wie auch das Hintergehirn sehen dunkelgrau auf ihrer Oberfläche aus; tiefer hinein ist trotz des darauffallenden Sonnenlichtes alles schwarz und finster, und die dazwischen herausglitzernden, weißgrauen Punkte stellen gar nichts vor. Und so bin ich denn eigentlich auch schon fertig mit allem, was da zu sehen ist. Nur eine Frage erlaube, o Herr, mir noch, und diese bestehe darin: Was hat es denn in diesem verdorbenen Gehirne mit jenen anderen Gehirngebilden, die als die Meistzahl keine pyramidale Bildung haben, für eine fürdere Bewandtnis?“

[GEJ 4.240.2] Sage Ich: „Diese sind für nichts; sie sind eine wahre Wüste im Gehirne und erzeugen in der Seele bloß das leidige Gefühl eines unendlichen Nichtwissens und Nichterkennens. Und willst du solch einer Seele gleich von höheren, überirdischen Dingen und Verhältnissen etwas vorzureden anfangen, so wirst du bald die Bitte, davon zu schweigen, bekommen; denn so sie darüber weiter nachdächte, müßte sie offenbar ein Narr werden. Es ist darum mit solchen Menschen nichts zu reden, weil sie solches, wie du nun den wahren Grund einsehen kannst, unmöglich einsehen und irgend begreifen können. Sie werden ganz natürliche, irdische Dinge schwer oder gar nie völlig begreifen, geschweige geistige und himmlische.

[GEJ 4.240.3] Siehe, ein Ochse hat auch ein Maul, im selben eine sehr bedeutende Zunge und Zähne und hat auch eine Stimme. Die Folge davon sollte sein, daß er auch ganz wohl sollte reden lernen; allein, versuche, ob du es mit einem Ochsen in zwanzig Jahren dahin bringen wirst, daß er dir nur ein einsilbiges Wort auszusprechen imstande sein wird! Und doch sage Ich dir, daß es eher noch möglich wäre, einen Ochsen reden zu machen, als einem mit solchem Gehirne versehenen Menschen etwas Übersinnliches als begreiflich beizubringen! Denn so du mit ihm von so etwas, das zu sehr über seinen beschränktesten Wissenshorizont steigt, wirst zu reden anfangen, so wird er dich höchstens ganz gutmütig auslachen und dich für einen Narren zu halten anfangen. Und wirst du es fortsetzen, ihn mit derlei für ihn zu fabelhaften Dingen zu belästigen, so wird er toll werden und dich ganz grimmig zur Türe hinausweisen!“

[GEJ 4.240.4] Sagt Cyrenius: „Ja, wie wird man denn hernach solchen Menschen, deren es doch eine Unzahl gibt, Dein Wort vortragen?“

[GEJ 4.240.5] Sage Ich: „Findet ihr bei den Menschen, zu denen ihr kommen werdet, ein teilnehmendes Herz, und werden sie euch
aufnehmen in ihre Wohnungen, so bleibet und suchet vor allem ihr mit einigem Leben behaftetes Gemüt soviel als möglich zu beleben! Werdet ihr das tun, so wird solcher Menschen stets tätiger werdendes Gemüt anfangen, ein Licht im Gehirne zu verbreiten, und die Wärme dieses Lichtes wird dann anfangen, die Gehirntäfelchen mehr und mehr in eine erträgliche Ordnung zu bringen, und es werden dann solche Menschen für eine höhere Lehre bald aufnahmefähiger werden und so von Stufe zu Stufe emporsteigen zum stets reineren Lichte.


[GEJ 4.240.6] Findet ihr aber ein ganz totes Gemüt bei dem, zu dem ihr kommet, da ziehet nur schnell weiter! Denn da sollet ihr die Perlen den Schweinen nimmer vorwerfen! – Verstehet das alles nun wohl! Wer noch in etwas nicht ganz im reinen ist, nun, der frage noch, und es soll ihm eine rechte Antwort werden! Sonst sollen die beiden Gehirne weggeschafft werden.“

[GEJ 4.240.7] Kommt der alte Markus herbei und sagt: „Herr, es nahet der Mittag! Soll ich noch nicht fürs Mittagsmahl zu sorgen anfangen?“

[GEJ 4.240.8] Sage Ich: „Das ist schon ganz löblich von dir, daß du Mich fragest; aber das Mittagsmahl für Seele und Geist, das aus Meinem Munde kommt, hat vor deinem leiblichen Mittagsmahle einen unberechenbar großen Vorzug! Daher wollen wir noch einige geistige Gerichte vorher verspeisen, und Ich werde es dir dann schon sagen, wann es an der Zeit sein wird, für ein leibliches Mittagsmahl zu sorgen! Gut ist gut, aber besser ist besser!“

[GEJ 4.240.9] Mit dem gibt sich Markus ganz zufrieden und bleibt mit seinen Söhnen stehen, um zu sehen und zu hören, was da Weiteres vorkommen werde.

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 am: 07. März 2012, 06:08:55  
Begonnen von Maria - Letzter Beitrag von Maria
Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 239


239. — Der Einfluß einer falschen Erziehung auf das Gehirn

[GEJ 4.239.1] (Der Herr:) „Um aber alles das noch heller und handgreiflicher zu verstehen, wollen wir zu dem Behufe das Gehirn hier zu Meiner Linken mit der größten Aufmerksamkeit in seinen weiteren Ausbildungsperioden verfolgen!

[GEJ 4.239.2] Es ist bis jetzt noch ganz unverändert also zu sehen, wie es, schon im Mutterleibe verdorben, in die Welt ausgeboren wird. Wir werden aber nun gleich sehen, welches Gesicht und was für eine Farbe es annehmen wird, wenn das Kind etwa nach fünf Jahren Alters die ersten Züge einer verkehrten Erziehung bekommt, in der man da anfängt, sein Gedächtnis mit allerlei Auswendiglernereien zu belästigen und soviel als möglich zu verwirren.

[GEJ 4.239.3] Sehet an, Ich will, daß nun die ersten Weltbegriffe dem Gehirne eingeprägt werden! Sehet nun nur recht genau her, und ihr werdet es leicht bemerken, wie die Obelisken vor einem oder dem andern zerstreut vorkommenden Gehirnpyramidchen ganz plump und mit einer sehr trägen Bewegung anfangen, auf eine Gehirntafel von einer Sache ein sehr mageres Bild mit einer ganz dunklen Substanz zu schmieren!

[GEJ 4.239.4] Die erste Anlage ist kaum als etwas anderes als eine pure, ganz sinnlose Schmiererei anzusehen, daher die Seele solch eines Kindes sich anfangs in dem vorgesagten Sachbegriff auch lange nicht zurechtfinden kann. Hundert Male darf es dem Kinde vorgesagt oder vorgezeigt werden, bis es sich davon wohl endlich einmal eine gemerkte, aber immer nur eine höchst dunkle Vorstellung machen kann.

[GEJ 4.239.5] Der Grund davon liegt erstens in der Unreife der etlichen, an und für sich selbst noch ganz ordentlichen Pyramidalgehirntäfelchen. Die vor ihnen angebrachten Zeichenstifte (Obelisken), selbst noch ganz schwach und ungeübt, werden mit äußerer Gewalt genötigt, zu zeichnen ohne die gehörige, aus dem Gemüte hervorgegangene Übung und ohne Besitz der rechten Substanz, und das auf die rohen, noch lange nicht zum Daraufzeichnen gehörig präparierten Täfelchen. Daher verrinnt das Bild immer von neuem wieder und muß nicht selten von den ordentlich genotzüchtigten Obelisken zum hundertsten Male von neuem gezeichnet werden, bis einmal ein Bild, ganz schwach nur, auf der unreifen Tafel haften bleibt.

[GEJ 4.239.6] Und welchen Gewinn hat dann eine Seele von solch einem puren Schattenbilde? Sie erschaut nun bloß die matten äußersten Umrisse. Von einem Eindringen in die Sache selbst ist bei solch einem Bilde wohl von weitem keine Möglichkeit! Wer könnte aus einem matten Schatten eines Menschen ersehen, wie er innerlich beschaffen ist?! Durch vieles und mühsames Zwingen und Nötigen werden die brauchbaren Gehirntäfelchen zum größten Teile mit schwarzer Tünche übersudelt, auch die Gotteslehre wird gleich dem Einmaleins in das Gehirn hineingekeilt, und des Gemütes Bildung besteht bloß in den Raststunden von der materiellen Verstandeskeilerei.

[GEJ 4.239.7] Erst, wenn der junge, geplagte Mensch nach zurückgelegten sogenannten ,Berufs‘verstandesquetschereien (Studien) irgendein Amt überkommen hat, wird sein Herz um etwas freier; er sieht sich nach einer ihm wohlgefälligen Maid um, um sie zum Weibe zu nehmen. Die kurze Zeit des eigentlichen Verliebtseins ist für den jungen Menschen noch die beste, weil während ihrer Dauer der Mensch doch ein wenig in seinem Gemüte eine kleine, wennschon sehr untergeordnete Erregung überkommt, durch die so viel Licht in sein Gehirn kommt, daß er sich erst mit Hilfe dieses wenigen Lichtes in allem dem, was er jahrelang mühsam erlernt hat, doch ein wenig praktischer auszukennen anfängt und also für ein weltliches Amt ein etwas tauglicheres Individuum wird.

[GEJ 4.239.8] Menschen aber, die sogar von dieser Liebe in ihrem Gemüte nicht irgend wärmer erregt werden, bleiben höchst selbstsüchtige und stoische Pedanten, die sich fürderhin nicht um ein Haarbreit über ihre stereotyp besudelten Gehirntäfelchen erheben und in nichts anderem herumwühlen als nur in ihren Gehirnschattenbildern, deren Zahl keine große sein kann, und was noch da ist, ist finster, schwarz und fürs Sehvermögen der Seele rein unwahrnehmbar.

[GEJ 4.239.9] Die Seele eines solchen Stoikers ist daher so gut wie vollends blind. Wie auch ein jeder sonst noch so scharf sehende Mensch in einer stockfinsteren Nacht ebensogut als vollkommen blind ist und sich zur Not nur mit dem Greifen fortbringen kann, also kann auch die Seele so eines rechten Selbstsüchtlers nicht etwa beschauen, was auf ihren Täfelchen gezeichnet ist, sondern weil bei einer so gänzlich verkehrten Gehirnbildung, wo nur durch oft wiederholtes Besudeln einer Gehirntafel ein Bild am Ende ganz stereotyp und plastisch auf derselben haften bleibt, durch irgendeine regere Gemütsbewegung, die nicht vorkommt, gar kein Licht ins Gehirn für bleibend aufsteigt, so muß sich die Seele aufs Befühlen ihrer finsteren, aber stereotypen Gehirntafelbilder verlegen.

[GEJ 4.239.10] Weil aber eine solche verrumpelte Seele nur durchs Betasten ihrer bezeichneten Gehirntafeln sich ihre Weisheit schafft, so wird es etwa doch auch begreiflich sein, warum eine solche Seele in allem ihrem Tun und Lassen so abgemessen pedantisch und stereotyp wird und nichts als ein Etwas annimmt, was sie nicht allergröbst und materiellst mit den Händen greifen und betasten kann. Eine solche Seele hält am Ende auch das, was sie in der Außenwelt mit ihren Augen sieht, für eine optische Täuschung, und was sie hört, für Lüge; nur was sie nach allen Seiten hin mit den Händen betasten kann, hält sie für eine reelle Wahrheit. Wie es dann mit der Weisheit und höheren geistigen Kultur einer solchen Seele aussieht, davon kann sich ein jeder leicht einen Begriff machen, der dieses von Mir nun Gezeigte und hinreichend Erklärte nur einigermaßen aufgefaßt hat.

[GEJ 4.239.11] Besehet nun noch einmal zum Überflusse dieses Gehirn links da! Es stellt nun gerade die finstere Weisheitskammer eines so recht stereotypen Weltweisen dar, und du, lieber Freund Cyrenius, als mit sehr scharfen Augen begabt, rede, was du darin nun alles erschaust!“

 57 
 am: 07. März 2012, 06:06:26  
Begonnen von Maria - Letzter Beitrag von Maria

Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 238


238. — Die Entwicklungsschwierigkeiten einer verweltlichten Seele im Jenseits

[GEJ 4.238.1] (Der Herr:) „Natürlich durch Offenbarung von oben her dürfte es mit der Bildung solch eines Naturvolkes schneller hergehen! Eine Offenbarung kann aber einem Volke auf dieser Welt leichter gegeben werden denn jenseits einer Seele, die vorbeschriebenermaßen aber auch nicht ein Fünklein dessen mit nach jenseits hinübergebracht hat, was nur von fernehin einer göttlichen Ordnung gliche.

[GEJ 4.238.2] Wenn eine so ganz vermaterialisierte Seele durch eine Unzahl von allerlei Notständen und unmenschlichen Bedrängnissen jenseits endlich dahin kam, daß sie zu gewissen Begriffen und Ideen gelangt ist, und aus der größeren Regsamkeit ihres Gemütes ein mattes Licht in ihr substantielles Gehirn kommt, woraus sie sich infolge ihrer sehr dürftigen Einbildung und ihres Wollens eine schimärische (trügerische) Notwohnwelt bildet, die natürlich noch lange keinen Bestand haben kann, weil noch zu ferne von der einigen Wahrheit und der göttlichen Ordnung daraus, – so ist es dann erst möglich, durch Sendlinge, die, ganz ihr ähnlich scheinend, sie besuchen, sie ganz behutsam und so unvermerkt als möglich mit mehreren und besseren Begriffen zu versehen und zu bereichern.

[GEJ 4.238.3] Und da sind oft noch hundert Erdjahre ein zu geringer Zeitraum, um die auf dieser Welt so gänzlich verdorbene Seele in eine ganz kümmerliche Ordnung der Himmel zu bringen.

[GEJ 4.238.4] Höher aber als bis zum untersten, ersten und puren Weisheitshimmel sie zu fördern, ist und bleibt nahezu unmöglich; denn ihr Gehirn verliert die traurigen ersten Merkmale nimmer, aus denen sich von Zeit zu Zeit stets noch eine Art Racherecht und -weisheit entwickelt, was im nun stets mehr erleuchteten Gehirne auch wieder ein Bild hinterläßt und der Seele Gemüt dahin stimmt, daß sie einsieht, daß es ihr zwar ganz gut geht, aber dies Gutgehen lange kein Ersatz ist für alles das, was sie bis dahin ausgestanden hat.

[GEJ 4.238.5] Sie gleicht einem alten römischen Soldaten, der seines Alters und seiner vielen Wunden und Narben wegen vom Kaiser einen Bauerngrund zum Geschenk erhielt, auf dem er sich durch seiner Hände Fleiß ein ganz gutes Auskommen verschaffen kann. Aber der alte Soldat murret dennoch, wenn er seiner Wundnarben ansichtig wird, und sagt: ,Gut ist gut, aber viel zuwenig für mich, der ich für Kaiser, Volk und Vaterland so oftmals mein Leben in die Schanze geschlagen habe! Meine Nachbarn haben nie wider einen mächtigen und bösen Feind gekämpft, haben einen gesunden und geraden Leib und können ihre Felder leicht bebauen. Ich habe wohl auch Diener und Dienerinnen, die mir arbeiten helfen; aber dennoch muß auch ich selbst die Hand ans Werk legen, wenn ich etwas Ordentliches haben will. Ich brauche freilich dem Kaiser keine Steuern und keinen Zehent zu geben, solange ich lebe, und auch meine Kinder bis ins fünfte Nachkommenglied nicht, besonders so einer meiner Söhne für Kaiser und Staat die Kriegsrüstung tragen wird. Aber das ginge unsereinem noch ab, nun auch noch dem Kaiser Steuern zahlen zu müssen! Aber dennoch, auch ohne Steuern, ist dieser sehr angesehene Lohn für mich viel zuwenig!‘

[GEJ 4.238.6] Und so auf diese Weise schmollen denn auch die Seelen des untersten Himmels in einem fort, besonders wenn sie sich erinnern, daß sie viel ausgestanden haben und nun als Selige selbst arbeiten müssen, und das mit vielem Fleiße auch noch dazu, um sich den nötigen Lebensunterhalt zu verschaffen gleichwie dereinst als Menschen auf der Erde, nur mit dem leidigen Unterschiede, daß sie sich dort keinen übermäßigen Überfluß erwerben können; denn das gibt's drüben nicht, weil solches die Vorsteher der Vereine auf das sorgfältigste zu vermeiden und zu hintertreiben verstehen. Und so sind denn diese seligen Seelen nie so ganz glücklich, weil ihnen vermöge ihrer Natur immer etwas abgeht.

[GEJ 4.238.7] Ja, es geht ihnen freilich so hübsch viel ab; aber das Abgängige ist für die meisten von ihnen so gut wie völlig für ewig unerreichbar, weil dazu die Grundelemente in ihnen gar nicht vorhanden sind. Sie gleichen auch den Menschen, die gar so gerne gleich den Vögeln in der Luft herumfliegen möchten und darum oft ganz traurig sind, weil ihnen als Menschen solche vorzüglichen Eigenschaften versagt sind, deren sich so viele unvernünftige Tiere in einem höchst vollkommenen Grade erfreuen können.

[GEJ 4.238.8] Aber was nützt den Menschen solch ein Trauern? Es fehlen ihnen zum Behufe des Fliegens die Grundelemente, und so können sie trotz aller Trauer und trotz alles Schmollens dennoch nicht erreichen, was die Vögel besitzen, nämlich das herrliche, freie Fliegen.

[GEJ 4.238.9] Nun habe Ich dir, du Mein Cyrenius, und euch allen so ganz klar gezeigt, zu welchen Erfolgen eine Seele jenseits durch ihre diesseitige Verweltlichung gelangen muß, weil ihr außer Meiner ohnehin alles umfassenden Ordnung durchaus nicht zu helfen ist, – außer man müßte ihr Sein ganz aufheben und ein fremdes an seine Stelle setzen, womit aber der Seele auch sicher nicht gedient wäre!

[GEJ 4.238.10] Eine jede Seele muß sich entweder hier leicht oder jenseits schwer einmal selbst bilden, wozu ihr die Mittel eingepflanzt sind. Versäumt sie es hier, weil sie sich zu sehr von der Welt und ihren verlockenden Schätzen hat umstricken lassen, so wird sie es jenseits tun müssen. Auf welche Art und Weise, das habe Ich euch soeben ganz klar gezeigt und eure Herzensfragen zur Genüge beantwortet. Machet ihr nun keine gar zu freundlichen Gesichter dazu, so kann Ich euch dennoch nicht helfen und kann es unmöglich anders machen, wie es gemacht und gestellt ist; denn drei mal drei kann nie sieben, sondern stets nur neun sein und ausmachen! Der Apfelbaum muß ewig Äpfel und der Feigenbaum ewig Feigen als Frucht tragen!“

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 am: 07. März 2012, 06:01:11  
Begonnen von Maria - Letzter Beitrag von Maria
Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 237


237. — Die Folgen eines geistig finsteren Gehirns

[GEJ 4.237.1] (Der Herr:) „Oder gebet ihr einen noch so hellen Spiegel in einen total finstern Keller, ob sich wohl die im Keller befindlichen Gegenstände darauf abbilden werden? Ihr werdet, als mit eurem Keller ganz vertraut, mit eurem Tastsinne die darin befindlichen Gegenstände nach ihrer Art wahrnehmen und zur Not auch ohne ein Licht erkennen; aber einen Spiegel werdet ihr umsonst in dem finstern Keller aufstellen, denn der wird euch ohne Licht nie ein feines Abbild von den Kellerdingen für eure Augen liefern.

[GEJ 4.237.2] Also ist es auch bei einem Menschen mit einem weltgebildeten, verdorbenen und finsteren Gehirne der Fall. Von dem aus geht kein die entsprechenden geistigen Formen in sich tragender Lichtstrahl aus dem finstern materiellen Gehirne in das seelische, also schon geistige Gehirn über, und die gänzlich verkümmerten Gehirntäfelchen der Seele bleiben in sich selbst finster und leer; dränge dann auch des Geistes Licht auf die Täfelchen, so würde das dem Geiste und der Seele ebensoviel nützen, als so da jemand stellte ein Licht in ein vollkommen leeres, nur allein mit Kalk übertünchtes Gemach.

[GEJ 4.237.3] Was wird er darin erschauen? Nichts als die leeren Wände! Welche Studien wird er wohl darin vornehmen? Sicher keine anderen als die der verzweiflungsvollen Langweile! Und den Sinn fassend, wird er sich selbst zurufen: ,Hinaus mit dir und deinem Lichte aus dieser leeren Kammer; denn da ist nichts! Dahin mit dem Lichte, allwo es etwas zu beleuchten gibt! Mit dem Lichte soll etwas gewirkt werden, – warum damit die leeren vier Wände erhellen, die, lichtvoll wie lichtlos, leer dastehen?!‘

[GEJ 4.237.4] Wenn des Geistes Augenlicht in der Seele Gehirntäfelchen blickt, und sie sind leer, dann dringt kein Licht eines Geistesauges mehr hinein, und es bleibt darin finster gleich schon so gut wie nahe für ewig! Wenn aber unwiderlegbar also und nicht anders, woher soll dann jenseits eine Seele das Baumaterial zur Erbauung einer für sie bewohnbaren Welt hernehmen? Wie wird sie das anfangen? Ihr meinet, daß Ich auch solch einer armen Seele werde helfen können? O ja, aber ewig nie durch eine Art schwachen, menschlichen, zu unzeitigen Erbarmens, sondern nur nach Meiner ewig unwandelbaren Ordnung, die aber bekanntlich überlange, langmütige und der höchsten Geduld volle Arme hat!

[GEJ 4.237.5] Erst infolge der den höchsten Kulminationspunkt erreicht habenden höchsten Not, in der die Seele durch den mächtigen Druck aller Verzweiflung in eine Art Glühleuchten übergehen wird, werden aus der höchsten Angst ihres Herzens, also aus ihrem beklommensten Gemüte wie aus einer verzehrenden Feueresse Glühfünklein in ihr Gehirn aufsteigen, und es werden sich daraus Dämmerbilder ihrer Not, ihrer Qual, ihrer Pein, ihrer Schmerzen, ihres Elends, ihrer Ohnmacht, ihrer Verlassenheit in ihre Gehirntäfelchen einprägen; dann erst wird sie selbst wieder zu einigen magersten Ideen gelangen und nach langen Zeiten imstande sein, anzufangen, aus solchen höchst kläglichen Bildern sich eine höchst magere Wohnwelt aus sich anzulegen!


[GEJ 4.237.6] Um solch einen Besitz aber wird sie sicher wohl niemand beneiden, und es wird abermals höchst lange hergehen, bis so eine Seele aus sich eine Verbesserung ihrer Zustands-Wohnwelt bewirken wird. Dazu werden lauter Gewaltmittel zur tätigen Belebung ihres Gemüts von neuem nötig sein! Erst aus den vielen und vielen Notständen wird solch eine Seele zu einer Copia von wenigstens lauter höchst traurig aussehenden Begriffen in ihr über sich selbst gelangen und wird sich daraus also auf ihrem Grund und Boden Wege zu ordnen anfangen, auf denen sie nicht so leicht mehr in die allerhöchste Not und Verzweiflung geraten könnte!

[GEJ 4.237.7] Nun, das könnte man dann schon mit Fug und Recht ein Kapital und eine eigene Ernte nennen; aber welch eine Beschränktheit noch darin, welche Magerkeit und welch eine Unbehilflichkeit!

[GEJ 4.237.8] Wenn jemand unmündige Kinder in einem dichten Walde aussetzete, so wäre ein möglicher Fall, daß eines oder das andere aufkäme im Walde. Nehmen wir an, es kämen ein Männlein und ein Weiblein davon, weil sie gerade unter einem Feigenbaum ausgesetzt wurden, dessen Früchte, ihnen in den Schoß fallend, sie anfänglich ernährten bis zu einem gewissen Alter, in welchem sie, als ganz verwildert, sich dann auch eine andere Kost zu suchen anfangen würden! Sie wüchsen nun auf, erreichten ein mannbares Alter, zeugeten Kinder, und es würde aus ihnen in ein paar Jahrhunderten ein Volk; das aber bliebe ohne Unterricht und ohne Offenbarung von oben!

[GEJ 4.237.9] Gehe hin zu solch einem Volke und erkundige dich nach seiner Bildung, und du wirst dich überzeugen, daß du statt Menschen Tiere antreffen wirst, die viel wilder und reißender sind als alle Tiger, Hyänen, Wölfe und Bären! Du wirst unter ihnen keine Sprache, sondern nur eine Nachahmung von allerlei Naturlauten antreffen, mit denen sie sich nur ihre Gier und ihren allerrohesten Willen mitteilen. Sie werden die fremden Menschen, Tiere und Früchte roh auffressen – und bei großem Hunger auch sich selbst. Ihre Beschäftigung wird in einer beständigen Jagd nach Nahrung bestehen.

[GEJ 4.237.10] Erst wieder nach ein paar Jahrhunderten – wenn sie ihre ländergroßen Urwälder überschritten haben und an irgendein gebildetes Volk gestoßen sind, von dem sie zurückgetrieben und etliche von ihnen gefangen und einer Bildung übergeben wurden, und sage, nach öfter wiederholten solchen Fällen und nach der Rückkunft der gewitzigten und einiger zwar gefangen gewesener, aber nun mit einiger Bildung versehenen Landsleute – wird der ganze Stamm mit der Zeit zu einiger Bildung gelangen, die aber freilich von einer rein geistig menschlichen Bildung himmelweit entfernt sein wird!

[GEJ 4.237.11] Wie lange wird so ein Volk darauf aber noch zu tun haben, bis es nur wenigstens eure äußere, weltliche Kultur erreicht haben wird, und wie lange bis zu eurer nunmaligen geistigen, das heißt, auf dem bloß sich selbst überlassenen Naturwege!“

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 am: 07. März 2012, 05:50:05  
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Auszug aus Großes Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 236

236. — Der Charakter des Weltweisen und sein jenseitiges Unglück

[GEJ 4.236.1] (Der Herr:) „So schlecht aber derartige Menschen auch notwendig sind, so ist aus ihnen dennoch eher ein vollkommener Mensch zu machen als aus einem echten Weltweisen. Die Weltweisen haben zwar in mancher Hinsicht – das heißt auf einen Punkt hingezielt, meistens auf den selbstsüchtigen – einen recht scharfen Verstand, und das auf Grund dessen, weil die Pyramidalgehirntäfelchen sich zum wenigsten in der Mitte des Gehirns bei jedem Menschen teil- und zeilenweise erhalten, und das macht, daß viele Weltweise in einem gegenseitigen Rathalten mitunter, aber nur für rein irdische Zwecke, irgend etwas Besonderes herausbringen; aber alles Innere, Tiefere – Geistige bleibt ihnen dennoch fremd. Denn zwischen den Vorteilen der Welt und jenen ewig dauernden des Geistes und der Seele bleibt eine unübersteigbare Kluft, über die ewig nimmer auch der schärfste Weltverstand je eine Brücke finden wird.


[GEJ 4.236.2] Und seht, das liegt alles in der Grundverdorbenheit des menschlichen Gehirnbaues schon im Mutterleibe und darauf in der nahe noch schlechteren Erziehung des Herzens und des Gemüts; denn würde wenigstens nach der Geburt eine rechte Erziehung des Herzens und des Gemütes erfolgen, so würde durch diese das im Mutterleibe verdorbene Gehirn zum größten Teile wieder zurechtgebracht werden, und die Menschen könnten in der Folge zu so mancher Helle und Lebenskraft gelangen, und durch eine fortgesetzte rechte Demut und wahre Herzensgüte würde sich, freilich nach Jahren, das Verlorene wieder ganz finden oder ersetzen lassen.

[GEJ 4.236.3] Denn wer da sät auf ein gutes Erdreich, bei dem kann die Ernte nicht unterm Wege bleiben; aber so in das ohnehin ganz magere und schlechte Erdreich weder ein Dünger und noch weniger je ein Same der vollen Wahrheit des Lebens gestreuet wird, wie und von woher soll da eine Frucht oder gar eine reichliche Lebensernte zu erwarten sein?

[GEJ 4.236.4] Ja, die Weltmenschen verstehen es wohl recht, den materiellen Boden der Erde gleich den Schweinen und Schermäusen zu durchwühlen und mit allerlei Früchten zu bebauen. Sie machen bedeutende Ernten, füllen ihre Scheuern und Getreidekästen bis obenan und werden darauf voll Stolzes und Hochmutes und darum desto härter und gefühlloser gegen die arme Menschheit, welcher die zu große Habgier der Weltreichen und darum Mächtigen keine Spanne breit Erdreichs zum sich selbst erhaltenden Eigentume zukommen ließ.

[GEJ 4.236.5] Also das verstehen die Weltmenschen ganz vortrefflich; aber das Erdreich des Geistes, des ewigen Lebens, lassen sie gleichfort brachliegen und kümmern sich wenig darum. Ob darauf Dornen oder Disteln wuchern, das kümmert sie wenig oder nichts, und es wird darum begreiflich, wie und warum die Menschen dieser Erde anstatt besser stets schlechter und elender werden. Wenn sie sich nur prachtvolle Paläste erbauen können, liegen auf weichen Betten, und sie haben, um ihren Bauch mit den besten Leckerbissen zu stopfen und ihre Haut zu bekleiden mit weichen, königlichen Kleidern, dann haben sie genug und sind zufrieden; denn sie haben ja das, was ihr selbstsüchtigstes Fleischleben nur immer verlangen kann durch die kurze Zeit ihres irdischen Lebens.

[GEJ 4.236.6] Wenn aber dann kommt der stark hinkende Bote, die böse Krankheit und ihr folgend, der Tod, dann geht ihre verkümmerte Seele von einer großen Angst in eine stets noch größere, endlich in die volle Verzweiflung, Ohnmacht und endlich gar in den Tod über, und lachende Erben teilen sich dann in die hinterlassenen großen Schätze und Überflüsse des verstorbenen Weltnarren. Und was hat dieser dann jenseits? Nichts als in jeder Hinsicht die größte Armut, die größte Not und das größte, für diese Welt unbeschreibbare Elend, und nicht etwa nur so auf eine kurze Zeit, sondern auf für eure Begriffe undenkbar lange Zeiten, die ihr ganz sicher mit dem Begriffe ,ewig‘ bezeichnen könnet, was aber auch ganz natürlich ist; denn woher soll eine Seele, die nie für etwas anderes gesorgt und gearbeitet hat als nur für ihren Leib, die Mittel nehmen, um sich zu vollenden in einer Welt, die in nichts anderem bestehen kann und darf als nur in dem, was eine Seele in sich hat und dann durch ihren geistigen Außenlebenslichtäther in eine sie umgebende Wohnwelt umgestaltet.

[GEJ 4.236.7] In solch einer Welt sollte ihre neue, liebtätigste Wirtschaft in ihrem höchst eigenen Geisterreiche beginnen. Wie soll aber das möglich sein, wenn ihr Gemüt, respektive Herz, verhärtet und unempfindsam ist, stets tiefer in einen sich selbst bedauernden Ärger versinkt, Zorn und Rache brütet, und wenn in ihr der Geist wie völlig tot, taub, stumm und blind ist und somit der Seele Gehirntäfelchen nimmer beschauen und in den hellen Augenschein nehmen kann?

[GEJ 4.236.8] Und würde ein solcher himmlischer Geist, so es möglich wäre, sich in der total verkümmerten Seele auch aufrichten, um zu beschauen und zu befühlen, was alles im Gehirne der Seele für Dinge vorhanden sind, um ihr daraus ein neues Wohn- und Wirkungsreich schaffen zu helfen, so würde er im Gehirne der Seele dennoch nichts finden, woraus er selbst, ihr helfend, das zu bewerkstelligen vermöchte. Denn von all dem Materiellen, was die Seele in dieser Welt in ihr total verdorbenes Fleischgehirn aufgenommen hatte, konnte unmöglich etwas in ihr eigenes geistiges Gehirn gelangen, weil ihr für solch eine Übertragung das Hauptlebensmittel, das Licht aus der Lebensliebesflamme zu Gott und daraus zum Nächsten, gänzlich fehlte!“

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 am: 07. März 2012, 00:41:20  
Begonnen von Epidophekles - Letzter Beitrag von Epidophekles
Als Actionheld kämpfte Arnold Schwarzenegger gegen das Böse. Heute will er mit seiner neuen Organisation von der Schweiz aus den Planeten retten:
"Wissen sie, als ich vor 40 Jahren Werbung für Fitness machte, lachte man mich aus. Heute hat es in jedem Hotel einen Kraftraum."

Die Nichtregierungsorganisation (NGO) hat ihren Sitz letztes Jahr in die Schweiz verlegt, genauer gesagt in den Genfer Nobelvorort Versoix. Genf habe man als Sitz gewählt, weil sich in der Stadt viele UNO-Organisationen befinden, die sich mit Klima- und Umweltfragen beschäftigen. Auch die vielen NGOs und Privatbanken hätten den Entscheid beeinflusst. Ein Kommentar dazu: "Mr. Schwarzenegger koennte ja sicher auch nach Oestereich ziehen ,um dort Gutes zu vollbringen.Hat er den Arbeitserlaubniss??"

Gegenüber dem amerikanischen Magazin «The Global Journal» sagte er, dass seine NGO im Verlauf der nächsten fünf Jahre fähig sei, Projekte im Umfang von 100 Milliarden Dollar zu lancieren.

Schwarzenegger: "In Kalifornien haben wir drakonische Gesetze eingeführt, um den Energieverbrauch zu drosseln. Heute stehen wir diesbezüglich um 40 Prozent besser da als der Rest der USA. Die Hauptstädte sollen ruhig verhandeln – wir aber müssen uns in dieser Zeit organisieren. Natürlich gibt es Vorbehalte, gerade in Zeiten der Krise. Aber sehen sie, in Kalifornien haben wir einen regelrechten Cleantech-Boom erlebt. Wir müssen besser kommunizieren, Hoffnung geben und zeigen, dass Umweltschutz sexy ist. Das ist wirksamer als den Leuten Schuldgefühle zu machen."

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