Antwort: Nur die Wahrheit macht die Seele frei, auch wenn es schmerzt
Geschrieben von Frank Büttner am 05. Februar 2010 23:04:44:
Als Antwort auf: ohne direkte Schuldzuweisung wird es besser ... ohne indirekter noch mehr .... geschrieben von Roberto am 04. Februar 2010 21:39:43:
| Lieber Roberto, es freut mich außerordentlich dass du dich auch zu Wort meldest, der Geist führt. Es ist schön, dass du dich meldest, (habe dich nicht extra erwähnt) dass Alois diese Liebesbemühungen aus eigenem Munde hören kann. Denn jahrelang gehen nun deine Liebesbemühungen schon.
Nun hast du wirklich gute Worte gegeben und sie zeugen von der großen Liebe die du hast und auch geben willst und ja auch tust. Was aber gesagt werden muss, dass muss gesagt werden Roberto, davor schrecke ich nicht zurück. Du weißt selbst dass fast ein Jahrzehnt bei Alois dahingeht und viele solcher Reden gekommen sind und doch keine Frucht getragen haben. Warum? Lag es an der Saat, dass sie vielleicht ohne Kraft war? Lieber Roberto, im Menschen ist nicht nur Gutes, wir finden auch Schlechtes und dieses kann man nicht lieben, man kann keine zwei Herren dienen, das weißt du. Es bleibt eine Entscheidung, für was man sich entscheidet, einen goldenen Mittelweg gibt es nicht. Das meine ich jetzt in der Erkennung, denn natürlich gibt es Grenzbereiche die man kaum zuordnen kann und wie Mittelwege aussehen, dennoch sie nur Grenzbereiche, Tore bleiben. Der Mensch muss sich also entscheiden, welche Wege er gehen will, ebene, breite Wege die leicht zu gehen sind und zur Tiefe führen, oder schmale und steinige Wege, mit Hindernissen die viel Kraft brauchen zum gehen, weil sie zur Höhe führen. Deine vielen Liebesbemühungen kenne ich lieber Roberto und verstehe sie nur allzu gut, und wem das Herz davon voll ist, der erkennt es auch. Die Liebe bringt das Licht hervor und beleuchtet die Wege, das Licht zeugt von der Liebe, verstehst du Roberto? Man kann das Licht, die Weisheit nicht von der Liebe trennen, sie ist der Ausfluß der Liebe. Das ist das Gesetz und das Leben. Wer nun das Licht scheut, das von der Liebe zeugt, scheut er nicht auch dann die Liebe? Du sagst:
Was Einem erzählt wird, sollte nicht zu einer Verletzung führen.
Wer kennt nicht das Rüstzeug Gottes, wer kennt nicht auch das zweischneidige Schwert, das aus dem Munde Gottes kommt? Kennst du nur die eine Sprache der Liebe? Kennst du nicht auch die Erziehung, die das Evangelium enthält? Kennst du nicht Ursache und Wirkung und kennst du nicht das Feuer, vor dem man die Kinder behüten will, bis sie Herr des Feuers geworden sind und damit umgehen können.
Es ist die Eigenliebe, die nachtragend ist und nichts sieht als sich selbst, sie ist der Gegenpol zur Gottesliebe, dass weißt du lieber Roberto. Ich aber weiß was du meinst, die Eitelkeit des Menschen, und wir alle sind davon nicht frei. Die Liebe Gottes ist unverletzlich, sie hat nichts an sich das verletzlich währe. Rücksicht nehmen auf der Eitelkeit des Menschen ist nicht gut, besser ist es dem Herrn zu gefallen, klar fällt man nicht mir der Tür ins Haus oder erlischt den glimmenden Docht nicht. Das hat auch viel mit Diplomatie zu tun, die aber letztendlich nicht das Ziel aus dem Auge lässt, das Gute. Und die Liebe kennt seinen Nächsten und geht mit ihm sanftmütig um. Aber das ist nur eine Seite der Geschicht. Klar macht auch der Ton die Musik und es gibt weiß Gott sehr verschiedene Musik und verschiede Gefallen darin. Bedenke immer was für einen Menschen du vor dir hast, wie sein Zustand ist, seine Reife und handle entsprechend weise. Die Liebe gibt dir den Impuls dazu. Die Liebe ist auch nicht töricht, verstehst du das Roberto? So hat Gott auch für jede Seele entsprechende Werkzeuge bereit, sie zu bearbeiten, zu einem herrlichen Bildnis. Selbst so Wahrheit zugrunde liegt - und das tut und muss es - so ist es der Umgang, der es widerspiegelt, was in Einem wohnt bzw. aus ihr aufgenommen und weitergereicht wurde. Ja, der Ton macht die Musik, darin hast du ja recht. Der Umgang mit dem Nächsten sollte friedfertig sein, darin hast du wohl auch sehr recht. Einer achte dem Anderen. Das sind Grundtöne der Liebe, sie sollten immer vorausgehen und haben es auch getan. Doch hat das Leben Bewegung lieber Roberto, denn wenn es lange Stillstandszeiten gibt, wenig Bewegung vorhanden ist, dann kommt Trägheit auf, selbst stille Wasser brauchen ihre Bewegung damit sie nicht faul werden. Manche Zustände erfordern eben starke Beben, manche scharfe Winde regen zu neuer Tätigkeit an. Und hat nicht jeder Sturm auch wieder seine Ruhe? Gott regt die Seele zu ständiger Arbeit an, das ist notwendig, die Liebe gibt, sie ruht nicht wenn sie gerufen wird. Du selbst hast mal ein ähnliches Beispiel gebracht wie das hier: Da sitzt ein Mensch im reißenden Strom auf einen kleinen Felsen auf dem der Ast eines Baumes noch etwas halt gibt. In kurzer Entfernung ein Wasserfall. Der Mensch ruft in seiner Not zu Gott, weil er vom Wasser erfasst worden ist und bangt um sein Leben, denn seine Kraft lässt nach und der Wasserstrom hält an. Am Ufer naht Hilfe, man reicht einen langen Ast, der schein dem Menschen zu schwach dass er ihn als Hilfe sieht. Zudem denkt er sicheren Halt noch zu haben. Eine Zeit vergeht und man holt ein Seil, und wirft es ihm zu, doch dieses zieht das Wasser weg, so dass ein kleine Kluft bleibt die zu überwinden ist. Es wird nicht ergriffen. Man hofft auf Rettung von oben, durch einen Hubschrauber. Ein Bot steht nicht zur Verfügung und könnte der Strömung auch nicht standhalten. Was meinst du, wird der Mensch gerettet? Nun, meist gehen solche Rettungsaktionen auch gut aus. Es liegt an den Menschen selbst wie sich die Situation gestaltet. Wie die Winde sich bewegen, wie die Ströme fließen. Verbindet der Mensch sich aber nicht wahrhaft mit Gott, wie will er dann von ihm gerettet und bedacht werden? Dann bleiben auch Hilfen unerkannt oder zu weit weg. Ist es aber dem Menschen ernst und ruft wirklich zu Gott, dann bleiben selbst Hubschrauber nicht aus. Andere (insbesondere Außenstehende) müssen es aber nicht erkennen, was strahlt und werden es i.d.R. auch nicht (insbes. wenn sie "Partei" ergreifen), spielt aber auch keine Rolle für den Wahrheitssucher. Denn, was interessiert uns der anderen Bilderkennungsgabe, so wir selbst erkennen wollen?
Roberto, ich weiß was du meinst und was du ausdrücken willst, doch wirkt diese Wortwahl wie ein zweischneidiges Schwert. Für einen Außenstehenden nicht so erfassbar und kann darum auch abwertend wirken. In gewisser Weise ist man verpflichtet dem Nächsten eine bekannte Sprache zu geben, so dass er eben auch versteht. Was nützt es ihm sonst zur Lehre? Einem törichten Menschen aber sind die Augen und Ohren verschlossen. Und was wollen wir für andere analysieren oder für uns die anderen? Schauen wir auf Menschen oder auf den Herrn? Bleiben wir unverletzt und ohne Angst. Sind wir nachtragend oder lieben wir?
Schuldzuweisung ist nicht unser. Der, der es tut, ist nicht in der Liebe und hält Gottes Gesetz nicht. Das ist Irrtum lieber Roberto. Schuld muss so beleuchtet werden, dass sie eindeutig zugewiesen werden kann. Ansonsten der Mensch sich nicht vervollkommnen kann, aus Unkenntnis seiner Schuld. Gott wirkt doch nicht außerhalb jeglicher Liebe, man kann Gott doch von der Liebe nicht trennen und ihm nur im Jenseits suchen, in den Träumen und Visionen. Er ist absolute Realität, im Himmel wie auf der Erde lieber Roberto, untrennbar. Die Liebe kann keine Schuld auf sich nehmen, weil sie niemals Schuld produziert. Nur was Liebe abweisen tut, nimmt Schuld auf sich, und was sich über der Liebe erhebt. Diese Eigenliebe, Eigensucht aber hat bei Gott keinen Bestand und muss vergehen, sie muss kenntlich gemacht werden, damit Gott, die ewige Liebe erkenntlich bleibt. Scheinlichter sind eben Scheinlichter. Gottwidriges muss erkannt und zugewiesen werden können, ansonsten der Mensch ständig fehl gehen würde und die Sünde kein Ende nehmen würde. Ungewaschen aber kann die Seele nicht ins Himmelsreich eingehen und wenn der Mensch Jesus nicht erkennt, und die Nachfolge nicht antreten tut, wie sollen dann die Kleider durch Jesus gewaschen werden? Auch wenn da so manches im Leben aussieht als ob es ungesühnt bleibt, so ist doch das Jenseits erst der eigentlicher Richter über alle Vergehen. Selig wer im Erdenleben schon seine Läuterung empfängt und der Liebe nachstrebt und sich nicht auflehnt gegen Gott wegen seiner Läuterung. Er wird das Himmelsreich schon auf Erden am Ende seiner Läuterung haben. Wer nicht überwindet, kann nicht in das Himmelsreich eingehen. Also lieber Roberto, ganz klar ist die Schuldzuweisung auch Menschensache und hat sogar ihr Gerichtswesen auf Erden darin, im Himmel ist es nicht viel anders. Wenn nun auf Erden ein Richter ein gerechtes Urteil fällt und damit die Schuld gesühnt werden kann, meinst du allen ernstes, dieser Richter handle nicht in der Liebe und hält nicht Gottes Gesetz? Natürlich findet der Mensch auch Barmherzigkeit und Vergebung seiner Schuld und muss nicht sühnen, aber es bedarf auch den Liebesbeweis zu Gott, bevor die Barmherzigkeit und Vergebung greifen kann. Verdammungsurteile, Beschimpfungen (bzw. einander nicht ernst nehmen - was Hochmut ist) müssten nicht sein. Miteinander reden, ist ein anderes - und prägt die Herausforderung für uns. Ich wünschte, alle Menschen, wären fähig, so einander zu vergeben - dass die Geschichte von Abel und Kain, sich nimmer wiederholt.
Das ist nur eine Seite der Betrachtung Roberto. Wenn du allgemein es so siehst ist es in Ordnung, aber wenn du es speziell zu Alois so siehst, dann muss ich mich ernsthaft damit auseinander setzen und du mir diese Worte noch mal zuführen solltest, damit es nicht nur mir, sondern auch dem Betrachter zur Lehre werden kann. Zumindest von meiner Seite aus sind mir keine Beschimpfungen bekannt, habe das angesprochen was angesprochen werden musste nach dieser langen Zeit. Und Verdammungungsurteil im den Sinne ist nicht ausgesprochen worden, auch wenn ich gesagt habe, geh doch zum Teufel wohin du gehörst. Das sagt man so, wenn ein Mensch nicht auf gute Worte hört und Liebesbemühungen noch verunglimpft. Denn was da Alois geantwortet hat, war zum überwiegenden Teil üble Nachrede. Diesen Geist von ihm kenne ich und er hat nicht losgelassen von diesem üblen Geist, welcher zum Teufel gehört. So lange er aber davon nicht frei wird und diesem Geist nicht wehrt, ja mit Jesus Hilfe ihn nicht dagegen angeht, dann zieht es die ganze Seele mit in den Abgrund. Das dürfte dir klar sein Roberto, du als Wortempfänger solltest das wissen. Man kann doch nur einsichtig einander in Wahrheit vergeben Roberto. Was hat den Uneinsichtigkeit Gutes zur Folge? Auch wiederholt sich hier nicht die Geschichte von Kain und Abel, so wie du es siehst. Abel war gerecht lieber Roberto. Zwischen mir und Alois besteht keine Brüderschaft. Bruderschaft verlangt gleichgerichteten Willen, und man kann das Schlechte und das Gute nicht vorsätzlich vermischen, wie es Alois tut, gerade wenn es erkenntlich gemacht wurde. Solche Vorwürfe sind keine Beschimpfungen, lieber Roberto, auch wenn da mancher es als Beschimpfung auffassen tut, wer diese Bildnisse nicht erkennt ist blind. Mir liegt es nicht ferne an einer guten Beziehung, sondern habe eine Brücke gebaut, die er hätte nutzen können und nutzen kann solange sie erhalten bleibt. Das aber liegt alles im Herzen des Menschen begründet, was er will. Alois hat schon lange gewählt, ich kenne seinen Willen der sich nicht geändert hat. Du solltest ihn auch kennen, jetzt vielleicht noch besser, die vielen Jahre die du ihn umsorgt hast. Aber ich weiß darum, warum Gott solche Liebesbemühungen in diese Zeit gesetzt hat, ich weiß darum. Natürlich können Außenstehende solches nicht erfassen und würden die Tiefe dieser Sache nicht begreifen.
Klugheit aber hat noch nie geschadet. Es gibt Beschimpfungen und auch Verdammungsurteile, die ausgesprochen werden mit und ohne Berechtigung und haben je nach ihrer Berechtigung auch ihre Wirkung, je nach schwere des Vergehens. Ein Schimpfwort hat immer zwei Seiten an sich, einmal verletzt es seinem Nächsten stark (Eigensinn), und lässt durchaus daraus Hass erstehen und zum anderen Male spricht es auch gewisse Seelenzustände an. Diese können aber auch Rückspiegelungen eigener und vorangegangener Seelenzustände sein. Schimpfwörter und Urteile sollte man daher nicht einseitig beurteilen, dass sie der Liebe Gottes gegenüberstehen, sie können durchaus auch dazu führen, dass der Mensch daraus eine gewisse Lehre erhält, beachtet man diese Seelenzustände genauer. Vorurteile entspringen deshalb schnell wegen einseitiger Betrachtung, eigener Anschauung. Verdammung hat da schon eine schwere Tat zur Folge, ein schweres Vergehen geht diesem Wort voraus. Auch Jesus hat Urteile abgegeben, Aussagen getroffen, über Menschen geurteilt, wie sie sind. Verurteilt jedoch hat er keinen Menschen im eigentlichen Sinne, weil der Mensch immer sich selbst verurteilt. Jedoch ist es notwendig Seelenzustände erkenntlich zu machen, zum Heil des Menschen. Man kann sie wie Hinweisschilder betrachten. Wir kennen solche Urteile, wie bekannte Urteile zum Pharisäertum, zu den Schriftgelehrten und Hohenpriester, die Jesus zugleich mit einer Warnung verknüpft hat. Diese Warnung jedoch fällt sie auf fruchtbaren Boden, kann den Menschen zum Nachdenken anregen wie es in der Liebe in und um den Menschen aussieht. Auch im alten Testament finden wir viele Urteile, auch Verdammungsurteile. Zwar gibt es keine ewige Verdammnis, aber die Leidenszeit ist dann wie eine Ewigkeit. Das hat aber auch die Gerechtigkeit zur Folge, ohne Gerechtigkeit auch keine Ordnung gegeben wäre. Verstehst du lieber Roberto, warum die fünf törichten Jungfrauen, obwohl sie doch Jungfrauen waren, nicht in das Himmelsreich eingelassen werden können? Warum Jesus gesagt hat: „Wahrlich sage ich euch, ich kenne euch nicht!“ Darum wachet, wenn der Herr kommt. Also so einfach erwirbt man sich nicht das Himmelsreich, auch wenn man ein gläubiger Mensch ist, tote Liebe ist zu nichts nütze.
Oder lassen wir den Herrn mal durch Moses und die Propheten reden wie Michäas:
Geht es nicht darum den Herrn auch Liebe zu erwidern? In der Wahrheit sollte man dieses auch tun und macht es aus freien Herzen, so die Liebe vorhanden ist. Der Mensch aber trachtet in eigenen Sinnen. Es ist nicht schlau, in das Feuer zu greifen. So greife ich dennoch hinein. Und vielleicht ist ein Gebet auch größer. Klug handelt der Mensch, wenn er mit der Liebe handelt, unklug wenn er dagegen handelt. Wenn nun der Geist Gottes dazu drängt, dann ist es immer klug auch diesem Drängen nachzugehen und nicht zu wehren. Auch wenn es dem Verstande vorerst verschlossen bleibt. Denn Gottes Weisheit ist nicht die Weisheit des Menschen. Wenn der Mensch aber nach Dingen greift, die Gott nicht aufgetragen hat, dann muss der Mensch sich nicht wundern wenn er sich mitunter die Hände verbrennt und das Feuer sogar noch übertragen kann. Ansonsten Gott dem Menschen immer behütet, ist die Liebe Anlass zur Tat. Ein schwacher Glaube aber an Gott und Zweifel im Herzen machen den Menschen verletzbar. Gebete erhört Gott immer, kommen sie aus dem Herzen und sind gut gesinnt. Gott fügt die Wege immer so, wie sie für die Seele nötig und gut sind, nicht wie der Mensch es für gut ansieht. Dadurch kann mitunter ein Gebet auch größeres erwirken, jedoch werden Wunder den Lebensweg nicht zwangsweise beeinflussen. Es kommt darauf an, wie offen die Herzen der Menschen sind, welche Menschen sich dem Dienst Gottes unterstellen. Dabei kann der Mensch in jeglicher Lebensstellung wirken. Aber vor dem Gebet steht die Versöhnung mit dem Bruder bzw. dem Nächsten und das darüber unterhalten. Ja im Grunde genommen ist es so, doch was der Mensch auch macht und anfängt sollte er mit Gott machen. Das Gebet ist eine Liebesbezeugung zu Gott und dem Nächsten und hilft dort, wo gute Worte keinen Eingang mehr finden. Man kann nicht sagen ich liebe Gott und vermag seinen Nächsten nicht zu lieben und darum verstehe ich deine Sprache so, dass man sich zuvor mit dem Nächsten versöhnt (so denn der Wille zur Versöhnung vorliegt und die Einsicht des Vergehens gegeben ist), dass dann die Liebe zu Gott bezeugt. Vergebung heißt aber auch loslassen können; selbst so die Wege unterschiedlich aussehen. Ja genau Roberto, wer aber lässt los von der Eitelkeit? Sie muss auch erkannt werden zum loslassen und die Einsicht des Loslassens muss vorhanden sein. Diese Einsicht aber gibt nur die Gottesliebe. Wer aber das Schlechte nicht loslassen will, oder loslassen kann, weil man gebunden und schwachen Willens ist, dann bringt es die Seele nicht weiter, auch wenn man vergibt. Der überwiegende Teil der Menschen ist blind und wissen nicht was sie tun, nur sehr wenige sind sehend und wenige wirken bewusst gegen Gott. Lieber Roberto, Gott hat Zeiten und Gesetz gegeben, dass die Menschheit eine Lehre hat, ein Ziel hat. Dahin bewegt sich alle Materie, dass sie zu Gott zurückkehrt geläutert. Es ist sehr wichtig dass eben das Vergängliche losgelassen wird und das Unvergängliche angezogen wird. Über Sünde und Vergebung habe ich mich aber bereits geäußert. Es geht um Erziehung zum Guten. Klar ist der Mensch unvollkommen und sündigt viel, mal mehr mal weniger. Wenn wir nicht gegenseitig ständig vergeben würden, die Sünden aufrechnen würden, es gäbe kein Ende. Also nicht sieben mal, sondern sieben mal ziebzig mal sollen wir unseren Nächsten vergeben. Doch dauernde Sünde kann und darf es nicht geben, genau so große Sünde wider den heiligen Geist. Jedes Ding hat Maß und Gewicht und die Lebensbücher werden damit gefüllt. Was dann auf der Waagschale kommt, ist entscheidend für die Seele. Dieser Gerechtigkeit kann kein Mensch entgehen. Man wird nicht durch Glauben an Gott alleine frei und ledig aller Sünden, nur durch Nachfolge, der lebendigen Liebe. Gott will den Beweis der Liebe auch sehen Roberto, leere Worte retten die Seele nicht. Was ist schon unser menschliches Gesicht verglichen mit dem göttlichen Funken, der im Herzen strahlen und somit Wärme und auch Licht aussenden will. Was wir zuerst merken, ist aber die Wärme - so die Gnade Gottes es für uns möchte. Das Licht sehen wir i.d.R. zunächst eher nicht. Und ich spreche hier nicht nur bildlich.
Ja so ist es Roberto. Die Sonne spüren die Menschen, die Tiere und die Pflanzen, sie alle brauchen diese Wärme und wir sehen wie das Leben sich entfaltet, gerade jetzt wieder wenn der Frühling kommt und alles zum Leben erwacht. Die Kälte und der Frost dieser lebensspendenden Wärme weichen muss. Die geistige Sonne aber sehen die wenigsten dahinter, das strahlende Licht der Liebe. Und du hast recht damit, dieser göttlicher Funke im Herzen verhält sich wie eine Sonne. Es liegt im Willen jedes Einzelnen ob man diese Sonne aufgehen und erstrahlen lässt oder nicht. Du strebst ständig danach diese Sonne erscheinen zu lassen und du hast mir viele gute Dinge gelehrt, die Liebe gelehrt gezeigt und entgegengebracht und diese Lehre war eine gute Lehre. Dafür danke ich dir und Jesus Christus unseren Herrn.
„Alsdann redete Jesus, während das ganze Volk zuhörte, zu den Scharen und zu seinen Jüngern in seiner Lehre und sprach:
Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die gerne in langen Kleidern einhergehen und auf dem Markte gegrüßt sein wollen, die in den Synagogen die ersten Sitze und in den Gastmählern die ersten Plätze lieben. Sie verschlingen die Häuser der Witwen, unter dem heuchlerischen Vorwande langen andauernden Gebetes: andauerndes Strafgericht und um so größere Verdammnis wird über sie kommen.
Weh aber euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, weil ihr das Himmelreich den Menschen verschließet! Denn ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen lasser ihr auch nicht hinein.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, weil ihr die Häuser der Witwen verprasset, indem ihr lange Gebete betet; eben darum wird ein um so schwereres Gericht über euch kommen!
Weh euch , ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, weil ihr Meer und Land durchstreifet, um einen Glaubensgenossen zu machen, und wenn er es geworden, so machet ihr ihn zum Kinde der Hölle, noch einmal so arg, als ihr seid!
Weh euch, ihr blinden Wegweiser, die ihr saget: Wenn Jemand beim Tempel schwört, das ist nichts; wer aber beim Golde des Tempels schwöret, der ist gebunden! Ihr Thoren und Blinde!
Was ist denn mehr, das Gold oder der Tempel, der das Gold heilig? Und wenn Jemand beim Altar schwört, das ist nichts; wer aber bei der Gabe schwört, die darauf liegt, der ist gebunden! Ihr Blinde!
Was ist denn größer, die Gabe oder der Altar? Welcher die Gabe erst heiligt. Wer also bei dem Altar schwört, der schwört bei demselben und bei Allem, was darauf liegt. Und wer bei dem Tempel schwört, der schwört bei demselben und bei dem, der darin wohnet. Und wer bei dem Himmel schwört, der schwöret bei dem Throne Gottes und bei dem, der darauf sitzt.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Krauseminze, den Anis und den Kümmel verzehntet, aber das wichtige des Gesetzes, die Gerechtigkeit, die Barmherzigkeit und den Glauben vernachlässigt.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, weil ihr den Becher und die Schüssel von Außen reinigt, inwendig aber voll des Raubes und des Unflates seid! Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers und der Schüssel, damit das Auswendige rein werde.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, weil ihr übertünchten Gräbern gleichet, welche zwar von Außen den Leuten schön erscheinen, inwendig aber mit Todengebeinen und allem Unflat angefüllt sind! Gerade so erscheint auch ihr, freilich gerecht vor den Menschen, inwendig aber seid ihr voll Heuchelei und Ungerechtigkeit.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr Prophetengräber erbauet, und die Denkmäler der Gerechten zieret und saget: Hätten wir in den Tagen unserer Väter gelebt, so würden wir nicht ihre Genossen gewesen sein am Blute der Propheten. So gebet ihr euch ja selbst das Zeugnis, dass ihr die Söhne der Prophetenmörder seid.
Machet es nur voll, das Maß eurer Väter! Ihr Schlangen, ihr Natterngezücht! Wie werdet ihr dem Gerichte der Hölle entrinnen?
Wahrlich ich sage euch:
Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn.
Nun, wir wissen, dass uns nichts von der Liebe Gottes trennen kann, wenn wir es wollen. Ja, Roberto, du sagst es. Nun, es ist die Welt, die mich hier oft traurig stimmt: Der geistige Niedergang der Menschheit, das stimmt wirklich traurig. Es ist dabei auch immer wieder mein eigenes Wesen, was mich zum gleichen Ergebnis führt. Du musst nicht traurig sein Roberto, du hast allen Grund zur Freude, denn dein Herz ist erfüllt von der Liebe. Alles andere wird schon… Du hast deine eigene Führung, jedem ist etwas gegeben von Gott, dem Einen dieses, dem anderen Jenes. Aber diese üble Zeit erfordert auch eine Stärke, wenn die Jünger Gottes keine Stärke in dieser Zeit haben, wer soll sie dann haben? Und ich sehe dich als Jünger Jesus Christus, denn ich sehe diese wahre Liebe. Nicht aber wir sind stark, sondern in Gott sind wir stark. Über diese Schwäche brauchen wir nicht zu weinen lieber Roberto, dafür hat Jesus sein Leben hingegeben, dass wir in und durch ihm stark sind, nur lieben sollten wir ihn wahrhaft und dankbar sein dieser großen Liebe die er der Menschheit geschenkt hat. Dass die Menschheit wieder zu Gott finden kann, durch die Kraft unseres Herrn Jesus Christus, durch sein Wort, durch sein Blut sind alle Menschen gerettet, so sie an ihm glauben und ihm nachfolgen. Gnade über Gnade fließt auf die Menschen über wenn sie in dieser Zeit aufmerken und nicht schlafen. Das aber ist die Freude, dass der Herr schon unter den Seinen weilt, nur die Schlafenden werden es nicht merken.
Herzliche Grüße an alle. Seid besinnt und voll Liebe. Roberto
Auch an dir herzliche Grüße und eine Besinnung in der Liebe an alle Zuschauer und Beteiligten. Danke für die Anregungen und die Aufopferung deiner Zeit. Ich weiß dieses zu schätzen, denn du verbringst viel Zeit mit dem Herrn und die Schiffe die du versendest hast hatten immer auch eine gute Fracht an Bord. Außerordentlich freut es mich, dass du nun zum zweiten male Vater geworden bist, dafür herzlichen Glückwunsch an dich und deine Frau. Gesegnet ist das Kind unter solch einer Liebe. Wie schrecklich auch die Zeiten werden, der Herr ist mit den Seinen und weis sie zu behüten. Die Not wird zwar nicht spurlos an ihnen vorübergehen, doch wird sie nicht so empfunden.
|