(Es spricht Jesus Christus zu uns, mit Seiner Braut)
Auserwählte, liebe Freunde!
Erwartet im Frieden des Herzens Meine Wiederkunft. Ihr wißt, daß Ich bereits an der Schwelle stehe und betrachte, Ich warte darauf, daß im menschlichen Herzen eine Veränderung auftrete, um einzutreten. Denkt an Meine Worte bezüglich der treuen Diener und jenen, die nicht mehr ihre Arbeit verrichteten, da sie sahen, daß der Herr sich verspätete. Welches war das Los der faulen, boshaften Diener? Denkt stets an Meine Worte, liebe Freunde, niemand ignoriere Sie, indem er nach seiner eigenen Willkür handelt. Freunde, Ich zögere aus Liebe, Ich wünsche, alle vorbereitet zu finden, um den reichlichen Lohn zu schenken, der den treuen Dienern zusteht.
Geliebte Braut, Ich stehe an der Schwelle und betrachte was in Meinem Haus geschieht. Ich sehe es in großer Unordnung, Ich sehe müßige Diener, die den Tag in Torheit und Eitelkeit verbringen. Ich sehe Diener, die wie Unmenschen am Boden liegen, weil sie trunken sind und sich nicht auf den Beinen halten können. Ich sehe, daß jene, die nichts tun, angesichts der Tatsache daß Ich zögere, in großer Anzahl sind. - Mein Blick legt sich auch auf jene, die Mir treu geblieben sind, sie müssen die Schikanen der anderen ertragen, und sie warten darauf, daß die Situation sich ändert. Ich sehe einen Schatten von Traurigkeit auf ihrem Gesicht, Ich höre ihre Worte: „Wenn der Herr sich länger verspätet, werden diese müßigen, faulen Diener uns das Leben schwer machen und für uns wird es das Ende sein. Wir sehen sie immer trunkener und törichter werden - was tun, um uns zu schützen?“ Dies die Worte Meiner treuen Diener. Sie sind betrübt und klagen, sie warten darauf, daß Ich zurückkehre und träumen von jenem Tag.
Geliebte Braut, du weißt bereits, warum Ich zögere, Ich habe es oft wiederholt, es ist gewiß nicht, um jene leiden zu lassen, die Mich lieben, sondern um jene zu retten, die sich noch nicht entschlossen haben. Ich sende Gnaden über Gnaden, die fortwährend auf Erden herabfallen, aber Sie werden nicht aufgegriffen und die allgemeine Lage bleibt unverändert. Die Zeichen werden zunehmen, sie werden einschneidender sein, je mehr sich der Tag Meiner Wiederkunft nähert; an den Zeichen, die Ich geben werde, werdet ihr erkennen, daß der Augenblick naht.
Du sagst Mir: „Angebeteter Herr, die gegenwärtigen Zeichen sind bereits deutlich, aber die Menschen begreifen sie nicht, sie ändern sich nicht, sie haben die Gedanken an das Jenseits vertrieben und denken heute sogar, daß es das Jenseits nicht gibt, einige denken an ein ewiges Nichts. Wenn ich sehe, was ringsum geschieht, ergreift Traurigkeit und Niedergeschlagenheit mein Herz, diese schrecklichen Irrlehren verbreiten sich immer mehr. Ich sehe Deinen feind lauthals lachen, wieder zeigt er mir das Siegeszeichen. Wie sehr widert mich seine Gegenwart an, angebeteter Herr, jage ihn fort, er kehre in seine Welt der Finsternis und der Verzweiflung zurück. Unendliche Liebe, er bringt Finsternis und Verzweiflung auf die Erde, jeder Mensch möge ihn abweisen, er kehre in seinen Abgrund des Verderbens zurück.“
Meine geliebte Braut, gewiß erlangt der feind viele Siege, weil die Menschen nicht mehr an das Jenseits denken, sie sind der Meinung, daß alles mit dem Tode endet. Dieser Betrug ist Frucht des höllischen feindes, immer hat er versucht, die Menschen von Mir zu entfernen, mitunter haben sich manche irreführen lassen, aber in dieser Zeit sind viele in sein Netz gefallen, es sind wirklich viele und sie laufen Gefahr, das kostbarste Gut zu verlieren: ihre Seele.
Du sagst Mir: „Angebeteter Herr, lasse nicht zu, daß viele ins Verderben stürzen, sie wurden aus Liebe von Dir erschaffen, von Dir erlöst und Du willst sie für Dich haben. Rette sie, Mildester Jesus, rette sie, hülle sie ein mit Deiner Barmherzigkeit und lasse sie nicht in ihrem Wahnsinn verlorengehen. - Eines Tages sagte ein alter Mann, der angesichts seines baldigen Absterbens eingeladen wurde, seine Fehler zu bereuen und umzukehren: „Ich ändere mich nicht, ich bleibe wie ich bin, weil ich nur an das ewige Nichts glaube.“ Ich kann diese Worte nicht vergessen, es brach mir das Herz, daß man solch einer Überzeugung sein kann, wie kann der feind so viele Siege erringen? Wie kann der Mensch, Dein Lieblingsgeschöpf, solchen Irrlehren verfallen? Wie kann man den Süßen Schöpfer, den Heiland, Der ganz Liebe und Zärtlichkeit ist, ablehnen, um sich an das Nichts zu klammern?“
Geliebte Braut, der feind versucht diesen Gedanken anzuregen, um den Armseligen dazu zu bringen, seinen Willen zu erfüllen. Er macht ihn zum Sklaven, geht in sein Herz und seinen Verstand ein, um gegen Mich zu wirken und entreißt Mir die Seelen. Sie gehen verloren, weil sie nicht auf Mein Wort hören, sie empfangen nicht Meine Sakramente, eine großartige Gabe Meiner Liebe. Sie leben ohne Mich im Herzen und im Verstand, so kommt es zum Gedanken an das ewige Nichts. Jeder Mensch kann seine Wahl treffen; wenn er in einer Welt versunken ist, die aus Aufsässigkeit besteht, ist alles schwieriger und mühsamer; aber wenn das Geschöpf in sich kehrt und nach Mir dürstet, siehe, da greife Ich ihre Sehnsucht auf und rette sie.
Du sagst Mir: „Angebeteter Jesus, es gebe keinen einzigen Menschen auf Erden der nicht nach Dir, Mildester Gott, verlange.“
Geliebte Braut, lege dein Haupt auf Mein Herz und höre Meine Worte: in jedem menschlichen Herzen ist Mein Siegel eingeprägt, weil Ich will, daß der Mensch zu Mir zurückkehre, um für ewig glücklich zu sein. Jeder hat aber auch die Freiheit der Wahl, er kann nach Mir, Gott, verlangen und sich in Mir verwirklichen, er kann aber auch den Entschluß fassen, sich mit Herz und Verstand von Mir zu entfernen und in seinem Nichts zu bleiben. Wundere dich nicht darüber und gräme dich nicht ihretwegen; die Engel, die mit höherer Intelligenz ausgestattet sind, haben dieselbe Wahl getroffen wie heute die Menschen, sie sind in zwei Scharen aufgeteilt: in die Engel, die ganz Mein sind und in Meinem Dienst stehen, und die aufsässigen Engel, die Mich, Meine Geschöpfe und die ganze Schöpfung hassen.
Du sagst Mir: „Angebeteter Gott, wie traurig stimmt mich die Gegenwart der Aufsässigen, seien es Engel wie auch Menschen, mein Herz, das nur in Dir lebt, kann und will nicht begreifen, daß es Wesen geben kann, die Dich nicht anbeten, sondern Dich bekämpfen. Laß mich länger in Deinem Herzen bleiben, um mich in Deinem Ozean der Milde zu verlieren.“
Bleibe in Mir, kleine Braut, genieße die Köstlichkeiten Meiner Liebe. Ich liebe dich.
Ich liebe euch.
Jesus