Antwort: Lebenswandel

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Geschrieben von Frank Büttner am 16. Januar 2010 22:50:19:

Als Antwort auf: Antwort: Lebenswandel geschrieben von Alois am 16. Januar 2010 18:28:08:

Lieber Frank, danke für deine offene Stellungnahme.
Es mag einiges wahr sein von dem, was du schreibst.
Ich versuche ja auch, damit fertig zu werden.

Lieber Alois,
keineswegs will ich dich in irgendeiner Weise richten, richten tut sich ja der Mensch selbst in seiner eigenen Erhöhung. Du magst in deiner Reife weiter sein als ich es bin und du mir und auch anderen Menschen in vielen Sachen ein guter Lehrer warst und bist. Dennoch sehe ich es als Pflicht sich gegenseitig zu stärken, auch wenn es öfters an der Menschen Schale kratzen tut.

Eines frage ich dich noch: Hatte Rosi recht damit, als sie uns zu Aposteln berufen hatte?

Ja Alois, mit Sicherheit zählst du zu einem Apostel, wie jeder Mensch der sich berufen fühlt im Herrn zu wirken. Es ist Herzenssache und ein Zeugnis der Liebe, aber dem Menschen steht es nicht zu, zu erfahren wessen Geist er Zeugnis gibt, außer Gott will es offenbaren. In der Liebe aber bringt es dem Menschen nicht weiter, ja er wird sogar davon befangen. Also die Freiheit seines Wirkens währe beeinträchtigt und das wiederum steht gegen Gottes Liebe. Also Gott benennt keine Namen, nur Elias wird sich erkennen, Gottes Jünger nur soweit es ihre Reife zulässt. Aber das ist dann direktes Gotteswirken. Mit Sicherheit aber wandelt Gott unter seinen Jüngern zur Endzeit und wer die Reife hat wird ihn sogar erschauen. Alleine daran erkennen die Jünger. Aber du dürftest auch im leisen geistigen Wehen des heiligen Geistes bereits einiges erkannt haben.

Irgendwie fiel das zusammen; war ich die Ursache davon oder habe ich frühzeitig bemerkt, dass sie von einem falschen Geist besessen war? Wenn so, dann kann ich so schlecht doch auch nicht empfunden und erkannt haben.

Dieses spricht dir kein Mensch ab, Alois. Du erkennst sehr viel und hast eine große Liebe, deine Erkenntnis aber war dennoch nicht vollkommen. Rosi selbst sagt, sie währe nicht von einem Geist besessen, das mag wohl in ihrer Sicht so sein, jedoch habe ich ihr deutlich gemacht, dass ihre Aussagen nicht in der Ordnung Gottes liegen, wohl aber in seiner Liebe. Das ist aber der Kern der Sache, du kennst Rosi als übereifrig und sie hat genug Eigenes noch am Leibe wie jeder andere Mensch auch. Darin aber wird sie Jesus auch führen, Geduld ist halt so eine Sache in der Entwicklung des Menschen, keinen Schritt sollte man ohne Gott gehen, darin fehlt es uns allen an Erkenntnis.

Da wäre ich dann doch etwas voraus gewesen. Wenn sie recht hatte und ich die ganze Kette der Berufungen zum Springen brachte, dann könntet ihr doch trotzdem ein Kreis von übrig gebliebenen Aposteln sein. Von denen vernehme ich aber auch nichts ihrer Funktion Angemessenes. Oder kannst Du mitteilen, wo wir diese finden, sie wollen und würden sich sicher nicht verbergen.

Lieber Alois, Rosi hatte bedingt recht, in ihrer Liebe ersieht sie vieles, aber des Menschen Eitelkeit hindert auch die erkannten Bilder zu formen. Der Mensch vermag nichts gegen seine Bestimmung zu tun, alles ist vorgezeichnet. Jedoch kann der Mensch den Willen Gottes in gewisser Weise mit bestimmen, in der Freiheit eben die dem Menschen zugesichert ist. Dieses jedoch vermag der Verstand nicht zu erfassen, die Zukunft ist Gott ersichtlich, und doch kann der Mensch wirksam werden. Du kannst zwar tun im freien Willen, soweit lässt Gott das Raumzeit Gefüge offen, aber er weiß auch um diesen Willen, eben wie er gerichtet ist. Und ich meine, du wirst es schaffen, sonst hätte Gott es nicht so gefügt, der Mensch hat wenig Geduld und wir alles müssten eigentlich einen gewaltigen Zahn zulegen… Du aber gehst Wege, die gut sind, sie reinigen das Herz und die Seele.
Alois, die Jünger Jesus verbergen sich nicht, aber Gottes Jünger wirken nicht so im Offenen, große Menschenmassen können nicht mehr gewonnen werden vor dem Ende, nur noch wenige Menschen sind noch fähig sich Gott zu öffnen und zu denen sendet Gott die Seinen. Sie wirken im engeren Kreise und sie stehen auch heute noch im engeren Kreise zueinander. Wirklich erkennen tun sie sich aber erst nach der großen Katastrophe, durch die direkte Ansprache Gottes, dann bricht es durch. Bei einigen aber kann es durch die Liebesbindung zu Jesus Christus schon vorher durchbrechen.

Es muss also etwas fehl gelaufen sein, das nicht allein an meiner Eitelkeit zu Brüche ging.

Ja sicher Alois, es ist einiges gelaufen, dass nicht gut war, wir alle lernen in Christus und es gibt dir auch keiner eine Schuld als solche, es sind Ergebnisse die sich abgezeichnet haben und du warst der Älteste, vielleicht auch der in der Erkenntnis am fortgeschrittensten, aber es heiß ja auch, hängt euch nicht so sehr am Buchstaben fest und schaut mehr auf dem Geist, hört mehr auf euer Herz als auf euren Verstand. Natürlich sollen Herz und Verstand im Einklang sein, aber immer befeuert das Herz den Verstand. Und wo der Mensch zweifelt, dann sollte man Gott bitten um Erhellung des Geistes und nicht nur darin alleine, sondern auch in der Stärkung und der Bitte um Gnadengaben. Du hast letztendlich im allen unseren Bemühungen um Erkenntnis jeden eine „Zwangsjacke“ anlegen wollen, hast den Kern der Sache sozusagen Nebensache werden lassen- die Unmittelbare Führung Gottes- in eigener Hand genommen. Wir brauchen alle eine gehörige Portion Gnade im Leben, lieber Alois, denn wir sind alle große Sünder und bis zur Vollkommenheit hat der Mensch einen gewaltigen Weg zurückzulegen. Dieser Weg aber ist nicht eben und viele Hindernisse gibt es zu überwinden, wer erkennt schon alles?

Mein damaliger Traum vom Einsturz eines hohen Gebäudes gefährdete nicht mich, weil ich unten in Sicherheit war, sondern jene, die sich hoch oben zum Fest eingefunden hatten. Es zeigte sich dann deutlich, dass mit dem Gebäude das gemeint war, was uns Rosi aufschwatzen wollte und wovon sich einige betören liessen.

Lieber Alois, ich will nicht sagen, dass deine Träume keine Bedeutung hätten, aber auslegen ist so eine Sache. Darin bedürfen wir dem Geist aus Gott, sonst können wir Bezugspunkte setzen so viel wie wir wollen, anderer Geist brächte nur Verwirrung. Manches sehe ich wie Rosi, manches aber auch nicht. Und in sehr vielen Dingen stehe ich mit dir in Übereinstimmung. Aus meiner Sicht machst du dich abhängig von deinen Träumen, eben in deiner Auslegung der Dinge. Hier sehe ich eine gewisse Einseitigkeit, es sind zwar deine Träume, aber sie haben auch ein gewisses Umfeld, dass du wiederum nur aus deiner Sicht betrachtest.

Sapienza schätze ich nach wie vor, aber es ist zu viel zu lesen und steht für uns hinter der Offenbarung von Bertha Dudde. Aber abzulehnen ist sie nicht, so wie auch Benedikt XVI kein schlechter Papst ist, wahrscheinlich ein begnadeter, um auch dem Katholisch-Gläubigen noch eine letzte Hilfe zu sein, in wahre Tiefe zu finden.

Ja Alois, das ist halt so, du siehst aus deinem Blickwinkel, andere Meinungen untersuchst du nicht wirklich, in wirklicher Liebe zur Wahrheit, dann verstopft das Ohr, der Schmalz macht schwerhörig. Beim Papst stehst du ja in dieser Aussage völlig im Einklang mit Rosi, denn sie ist genau die gleiche Meinung wie du darüber. Nun müsste ich hier wieder dir B.D. offen legen, in der das Papstum als Gott-widrig dargestellt wird, ganz offensichtlich. Vielleicht sollte ich nochmals tun, wenn du darüber nichts wissen solltest. Das das Papsttum aber gegen die Evangelien verstößt kann man auch im Leben allgemein sehen, wer Augen hat, der sieht und wer Ohren hat, der hört. Verschlüsselt aber kannst du es aus der Offenbarung des Johannes Kapitel 17,5 z.B. entnehmen.
„Und an ihrer Stirn geschrieben einen Namen, ein Geheimnis:
Die große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Greuel auf Erden.“

Du kannst niemanden schlagartig verändern, sondern musst Einfühlungsvermögen besitzen und in Liebe agieren. Wer hart ist, braucht stärkere Mittel, solche darfst Du bei mir auch anwenden. Ich bin gerne schwach, damit ich zur Demut finde und Jesus in mir an Stärke gewinnt.

Lieber Alois, mir liegt es ferne mich über dich zu stellen, solange nicht der innere Antrieb selbst kommt hat alles keinen Wert. Alles hat auch seine Zeit, Erkenntnis erzwingen kann kein Mensch und währe gegen alle göttliche Ordnung. Es ist meine Art, vielleicht bin ich etwas hart, vielleicht liegt es auch an der Hand, die mich geführt hat, ich hab es nie bereut, heute danke ich Gott dafür.
Auch dir liebe Grüsse
Frank

Liebe Grüsse
Alois



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