Re: 'Lateinische' Texte noch nicht gefunden?


  Endzeitprophetie  

Geschrieben von ISquare am 06. August 2007 11:14:

Als Antwort auf: Re: 'Lateinische' Texte noch nicht gefunden? geschrieben von Frank B. am 05. August 2007 22:22:

Hallo Frank,

ich habe im Grunde keine Zweifel an den Vorhersagen, die sich den Kundgaben von Bertha Dudde entnehmen lassen. Das Gesamtwerk ist bemerkenswert logisch, in sich konsistent und spirituell - wie auch sein eigentliches Zustandekommen geheimnisvoll und letztlich nicht erklärbar ist. Also ich zweifle keinen Augenblick daran, dass die angekündigten Ereignisse und Umstände tatsächlich eintreten werden!

Es wird in den Kundgaben immer wieder ermahnt, alle Erklärungen wortwörtlich zu nehmen in das Ende in kürzester Zeit zu erwarten, gleichsam unsere Generation betreffend. Es wird eindringlich davon gesprochen, dass nur noch Minuten auf der Weltenuhr vergehen, verglichen mit der Zeit der gesamten jetzigen Erlösungsperiode. Aber was heißt hier "in allerkürzester Zeit"? Sind nicht hundert oder tausend Jahre eine kurze Zeit, bemessen an erdgeschichtlichen Perioden? Wie soll man interpretieren, was in kürzester Zeit geschehen soll?

Ich störe mich an dem geringen Bekanntheitsgrad der Kundgaben. Sie sind in deutscher Sprache geschrieben, es gibt ein paar Übersetzungen in diverse Sprache, die aber international wenig bekannt sein dürften. Ich stelle erneut die Frage, wie schon einst hier im Forum: Wer weiß denn überhaupt von diesen Texten? Wer kennt denn die Ankündigungen eines nahen Endes? Sollte die Vorbereitungszeit auf die Endzeit tatsächlich nur wenige Jahre betragen, wenn wir zum Maßstab legen, dass diese Texte einer größeren Öffentlichkeit erst seit 2001 über das Internet zur Einsicht bereit gestellt werden? Es müssten noch Jahrzehnte vergehen, bis auch nur eine nennenswerte Minderheit der Bevölkerung inhaltlich auf die Anforderungen der Endzeit vorbereitet wäre.

Nochmals bestätige ich, dass ich keine Anzeichen sehe, die ein nahes Ende erwarten ließen. Der derzeitige geistige Verfall könnte noch weit mehr zur Tiefe herabsteigen, und gegenwärtige Naturkatastrophen geben mir keinen Anlass zu glauben, es stünde eine globale Krise bevor. Sinngemäß gleiches gilt mir für die Weltwirtschaftslage. Die heutigen globalen Finanzmärkte besitzen wesentlich effizientere Möglichkeiten der Risikostreuung und -minimierung als zu den Zeiten früherer Börsenzusammenbrüche.

Bei allem Eindruck, den die Texte von Dudde doch in einem hinterlassen, ist es umso wichtiger, die Dinge im Licht der Nüchternheit und gedanklichen Ordnung zu betrachten. Ich finde die Endzeitnaherwartung mancher Fantasten, die von einer großen Veränderung im Jahre 2012 (oder wenig später) tagträumen, einfach unerträglich verantwrortungslos und wenig förderlich für das eigene innere Wachstum wie auch für jedwede konstruktive Zukunftsgestaltung und -vorbereitung.

Gruß
I^2





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