Rütligeist - Das Lied


  Endzeitprophetie  

Geschrieben von Epidophekles am 03. August 2007 12:13:

Als Antwort auf: 1. August 2007: Ansatz für eine Eid-genössische Betrachtungsweise geschrieben von Alois am 01. August 2007 15:29:







Rütli Lied
von Franz Joseph Greith


              Von ferne sei herzlich gegrüsset,
              Du stilles Gelände am See,
              Wo spielend die Welle zerfliesset,
              Genähret vom ewigen Schnee.

              Gepriesen sei, friedliche Stätte,
              Gegrüsset, du heiliges Land,
              Wo sprengten der Sklaverei Kette
              Die Väter mit mächtiger Hand.

              Da blickten in nächtlicher Stille
              Sie jammernd auf Vaterlands Noth,
              Und sahen wie Jammer die Fülle
              Vollbringe der Willkühr Gebot.

              Nur trauernd hinglänzten die Sterne
              Auf Berge und sumpfiges Ried,
              Verstummet war nahe und ferne
              Des Kühers erfreuliches Lied.

              Dort stöhnte des Tapferen Stimme
              Tief unten im grausen Verliess.
              Dem bübisch im lüsternen Grimme
              Der Zwingherr die Gattin entriss.

              Dort weinten und seufzten die Waisen,
              Sie hatten die Mutter nicht mehr,
              Sie lag beim Tyrannen in Eisen,
              Den Vater durchbohrte der Speer.

              Es nannte die heimische Heerde
              Nur leise der Hirte noch sein;
              Denn wüsst`es der Zwingherr, er würde
              Gleich sagen, die Heerde ist mein.

              Hier standen die Väter zusammen
              Für Freiheit und heimisches Gut,
              Und schwuren beim heiligsten Namen,
              Zu stürzen die Zwingherrenbrut.

              Der Schimmer der Sterne erhellte
              Nur düster die schlummernde Flur,
              Als rächend zum Himmelsgezelte
              Entschwebte der heilige Schwur.

              Und Gott, der Allgütige, nickte
              Gedeihen zum heiligen Schwur;
              Sein Arm die Tyrannen erdrückte,
              Und frei war die heimische Flur.

              Drum, Rütli, sei freundlich gegrüsst;
              Dein Name wird nimmer vergehn,
              So lange der Rhein uns noch fliesset,
              So lange die Alpen bestehn.


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