Gedenken an die Nacht


  Endzeitprophetie  

Geschrieben von R. Grubenmann am 25. Juli 2007 20:17:55:

Als Antwort auf: Gnade des Leidens geschrieben von R. Grubenmann am 24. Juli 2007 06:53:03:

Und er kam zu seinen Jüngern, und fand sie schlafend, und sprach zu Petrus: Könnet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
Matth. 26, 40 und 41.)


Der Tag ist vorüber und wir danken dir, Vater im Himmel, für allen Segen, mit welchem du uns während desselben begleitet hast; aber wir können den Tag nicht beschließen, ohne auch dessen zu gedenken, in welchem du uns so reich begnadigt hast und an dessen heiliges Liebeswerk uns diese Wochen erinnern. Wir legen uns unter sicherem Obdach zur Ruhe, aber er wußte so oft nicht, wo er des Abends sein Haupt niederlegen werde, und vollends der Schluß seines Lebens, welche Schreckensnacht hat er ihm noch gebracht! Jenen von Angst und Grauen umhüllten Abend, da er zu seinen Jüngern sprach: "Meine Seele ist betrübt bis in den Tod, bleibet hier und wachet mit mir, derweil ich dorthin gehe und bete." Die Jünger verstanden nicht die Angst seiner Seele, sie wußten ja nicht, was bevorstehe, sie gaben sich dem sorglosen Schlummer hin.

Und wir?
O wir können die Angst des Herrn verstehen, wir wissen, was diese Nacht ihm brachte, wir wissen auch, warum alles so gekommen ist, so kommen mußte, daß sein Leidensweg der Weg zum Lichte und zur Freiheit war, der Weg zum Reiche Gottes unter den Menschen; der Kelch seines Leidens, er ist für die Geschlechter der Erde, er ist auch für uns der Becher des Heiles geworden. Aber wie oft vergessen auch wir es, vergessen es, wie teuer wir erkauft sind, geben uns der Sorglosigkeit und dem Schlafe hin, fassen gute Vorsätze und fallen wieder ins alte Wesen zurück: Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.

O vergieb es uns, himmlischer Vater, vergieb uns unsern Leichtsinn und unsere Sünde um deiner großen Liebe willen, um der Liebe willen, mit der du uns in Christus Jesus geliebet hast. Gieb, daß wir aufwachen, daß wir wachsam und nüchtern leben in dieser Welt, wachen über unseres Herzens Gedanken, wachen über unsere Zunge, wachen über unsere Hände und Füße, daß wir wachen und beten und gerüstet seien, wenn die Stunde der Anfechtung kommt, gerüstet nicht mit den Waffen des Fleisches, aber gerüstet mit den Waffen deines heiligen Geistes, mit Kraft und Mut, mit Liebe, Sanftmut und Geduld. Ja, wenn auch uns die Nacht des Leidens, die Nacht schwerer Anfechtung kommt, so gieb, daß wir, gleich unserm Heiland, bei dir unsere Hülfe suchen und finden, unsern Willen in den deinen legen, und gestärkt werden durch den Engel deines Trostes. Ja, deine guten Engel laß nahe bei uns sein in der bevorstehenden Nacht und alle Zeit unseres Lebens. Amen.







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