Gnade des Leidens


  Endzeitprophetie  

Geschrieben von R. Grubenmann am 24. Juli 2007 06:53:03:

Als Antwort auf: Das Gebet des Herrn geschrieben von R. Grubenmann am 23. Juli 2007 07:07:

Da wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasset uns alle Last ablegen und die uns ganz umringende Sünde, und laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist, und aufsehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, welcher, da er wohl hätte mögen Freude haben, das Kreuz erduldet und die Schande verachtete, und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.
Hebr. 12, 1-2.)

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Himmlischer Vater!
Aus den Zerstreuungen und Sorgen dieser Zeit rufen uns diese Wochen zu stiller Sammlung des Geistes. Wir erinnern uns an das Leiden und Sterben Jesu Christi, unseres Herrn; wir sehen denjenigen in tiefe Schmerzen versenkt, der da gekommen war, sein Volk frei und selig zu machen.

Die Finsternis sammelt sich gegen das Licht, alle Leidenschaften, aller Haß der Menschen entladet sich über dem Haupt des Unschuldigen und Gerechten. Er aber bleibt bis ans Ende derselbe; er will das Werk, das du ihm aufgetragen hast, zum Ziele führen; darum weicht er nicht zurück, sondern wendet sein Angesicht stracks hinauf gen Jerusalem. Er erbebt auch vor der furchtbaren Schwere seines Geschicks, aber er legt seinen Willen mit kindlichem Gehorsam in den deinigen. Er reicht seine Hände hin, um sie in Bande zu legen; wir sehen ihn verurteilt und verhöhnt von den Obersten seines Volkes; er steht vor uns mit der Dornenkrone und dem Purpurmantel, ein Bild der tiefsten und schmerzlichsten Erniedrigung; wir sehen ihn am Kreuze schmachten und sterben. Aber während aller Haß der Menschen sich über ihn ergießt, bleibt er stets derselbe in Liebe und Sanftmut. Er vergießt Tränen, nicht über sein Schicksal, sondern über das seines armen Volkes, er versammelt zu herzlichem Abschied seine schwachen, zaghaften Jünger, er bittet für seine Feinde: Vater vergieb ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

O, du reine, selbstlose Liebe, welche Gotteskraft liegt in dir! Du vermagst es, die Welt zu überwinden, ihre Wunden zu heilen, ihre Schuld zu sühnen! Durch dieses Leiden und Sterben ist Jesus unser Heiland geworden, der Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Weil er gehorsam war bis zum Tode, ja bis zum Tode am Kreuz, darum hast du ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist. O laß denn sein schuldloses Leiden auch uns zu Herzen gehen, daß wir erkennen unsern Weltsinn und Leichtsinn, unsere Armut an Liebe, an Geduld, an freudigem Leidensmut. Gieb, daß wir ablegen die Sünde, die uns immer noch träge macht, und nicht müde werden in dem Kampfe, der uns verordnet ist.

Das sei unser Fasten, daß wir entsagen allem ungöttlichen Wesen und den weltlichen Lüsten, und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt. Laß das heilige Feuer seiner Liebe auch unsere Herzen entzünden zu rechter Liebe, daß wir eines dem andern dienen und eines dem andern von Herzen seine Fehler verzeihen, daß wir Sanftmut und Milde üben auch gegen unsere Feinde. Und wenn auch uns die Stunde des Leidens gekommen ist, so laß uns nicht verzagen, laß uns aufsehen zu ihm, dem starken Helden, und mit getrostem Mute das Kreuz auf uns nehmen. Besonders aber laß auch dann uns fröhlich sein, wenn wir um seines Namens, um der Wahrheit willen etwas erdulden dürfen. Schenke uns die Gnade, daß wir mit ihm leiden, auf daß wir auch mit ihm siegen und die Krone des Lebens empfangen können. Amen.





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