Körper-Seele-Geist.


  Endzeitprophetie  

Geschrieben von BD am 21. Juli 2007 10:12:

BD 2133 empfangen 29.10.1941


Göttliches Geisteswirken.

Alles verrät das Wirken des göttlichen Geistes, was wieder zu Gott hinweist, und deshalb wird alles, was gut ist und Gutes anstrebt, in Verbindung gebracht werden können mit dem Wirken des göttlichen Geistes.
Dämonisches Wirken zieht herab, es verkehrt Liebe in Haß, es verneint das Gute und Edle, es strebt die Vergrößerung der Entfernung von Gott an, während göttliches Geisteswirken zur Liebe
erzieht, den Menschen veredelt und ihn die Nähe Gottes anstreben läßt.

Und daher wird der Mensch sehr leicht unterscheiden können, welche Kräfte ihn beherrschen. Es kann der Mensch nicht gut handeln und denken, sowie er von schlechten, dämonischen Kräften beeinflußt wird, sowie diese Macht über ihn haben. Sein Denken und Handeln wird immer entsprechend der Macht sein, die ihn beherrscht.
Ist der Mensch bemüht, so zu leben, wie es Gott wohlgefällt, so beherrschen ihn auch gute Geisteskräfte, also Wesen, die von göttlicher Kraft durchflutet sind.

Er steht dann unter der Einwirkung des göttlichen Geistes, des Kraftstromes aus Gott, der alles Wesenhafte, das er durchstrahlt, wieder zu Gott zurückleitet. Göttliches Geisteswirken also ist es, wenn des Menschen Gedanken sich mit Gott befassen, d.h., wenn ihm, so er seine Gedanken bei Gott verweilen läßt, gedanklich Antwort zugeht auf Fragen, die sein Wille beantwortet
haben möchte.

Göttliches Geisteswirken ist ferner, wenn sein Verlangen nach geistiger Nahrung
gestillt wird durch Übermittlung des göttlichen Wortes. Göttliches Geisteswirken ist es,
wenn der Mensch die Fähigkeit erlangt, das göttliche Wort zu verstehen, wie
es Gott verstanden haben will.

Niemals wird man auf dämonisches Wirken schließen können, wo der Wille Gottes
verkündet wird, wo Liebe gelehrt und Liebe verlangt wird, wo Weisheit vermittelt wird
in einer Fülle, die niemals Menschenwerk sein kann. Göttliches
Geisteswirken wird darum nur von den Menschen nicht erkannt werden,
die sich dämonischem Wirken nicht verschließen, die ihm nicht
genügenden Widerstand entgegensetzen und darum keine klare
Erkenntnis haben von Gott und Seiner Geisteskraft.

Und um diesen Zustrom in sich aufnehmen zu können, muß der Mensch sich öffnen,
d.h. ihm bejahend gegenüberstehen, und das kann nur ein Mensch, der
im Gottverlangen steht.
Über diesen aber haben dämonische Kräfte keine Gewalt, folglich erkennt er Gott, wo Er Sich äußert, wo Sein Geist sichtlich wirkt.
Wer aber nicht nach Gott verlangt, an den drängt sich die Gott-gegnerische Macht, deren Einfluß auf ihn stark ist und ihn am Erkennen hindert. Folglich wird er das göttliche
Geisteswirken nicht erkennen oder es als Wirken dessen ansehen, dem
er sich durch seinen Willen unterstellt. Denn das ist das Wirken des
letzteren, daß er das Denken des Menschen trübt und verwirrt und den
Menschen in Zweifel stürzt, dessen Glaube nicht stark und unerschütterlich ist.

Amen

BD 2198 empfangen 30.12.1941

Einigung der Seele mit dem Geist Gnadenakt.

Daß sich die Seele mit dem Geist vereinigen kann, ist ein Gnadenakt
von größter Bedeutung.
Es ist der Geistesfunke, den Gott in einen jeden Menschen hineingelegt hat,
göttlicher Anteil, es ist ein Funke der göttlichen Liebe, die vorerst noch der Seele
mangelt und nun die Verbindung herstellt zwischen dem, was vom Gegner Gottes im
verkehrten Willen gezeugt wurde, und dem Spender der Kraft, die zur
Zeugung benötigt wurde.

Es ist der Liebesfunke Anteil Gottes, er kann aber auch vom Menschen mißbraucht
werden, indem die Liebe sich dem zuwendet, der das Wesen gezeugt hat.
Er kann sich aber auch zu einer hellodernden Liebesflamme entwickeln, wenn der Liebesfunke
zurückstrebt zu Gott. So nun die Seele sich mit dem Geist in sich einigt, ist also alles Denken, Fühlen und Wollen des Menschen darauf gerichtet, mit der göttlichen Liebe Selbst in Verbindung zu treten.

Es strebt also dann Seele und Geist zur ewigen Liebe, zum Geist Gottes zurück. Wäre nun der Seele der göttliche Geistesfunke nicht beigesellt worden, dann würde sie kaum auf Erden ihre letzte
Lebensprobe bestehen.
Sie würde unweigerlich wieder zurückfallen und dem zustreben, dem sie hörig war endlose Zeiten hindurch, da ihr die Kenntnis dessen mangeln würde, was Gottes Anteil ist. Der Geist in ihr aber sucht sie dem Ewig-Göttlichen zuzuwenden.
Er ringt also mit dem Gegner Gottes um die Seele, obgleich er sie nicht zwingt, sich ihm anzuschließen.
Er hat aber doch Einfluß auf die Seele, so sie nicht ganz widersetzlich ist. Gott hilft so dem Schwachen, indem Er ihm eine Kraft zugesellt, die er nur zu nutzen braucht.

Denn der göttliche Geistesfunke in eines jeden Menschen Herz ist Kraft, sowie Gott Selbst gleichfalls in Sich Kraft ist.
Es ist nun ein unvergleichlicher Segen, wenn sich die Seele mit dem Geist einet, d.h. die Kraft nützet, die ihr zusteht durch Gottes große Liebe.

Denn mit dem Geist sich einen heißt, für die Seele jeder Verantwortung enthoben zu sein, denn dann wird der Geistesfunke, die Kraft aus Gott, das Denken des Menschen lenken, und was er nun auch beginnt, es wird die Zustimmung des himmlischen Vaters finden.

Und somit ist die Vereinigung des Geistesfunken mit der Seele die Sicherheit für die endgültige Rückkehr zu Gott, denn der göttliche Geistesfunke strahlt von Gott aus und auch zu Ihm wieder zurück.
Und er zieht die Seele gleichsam mit sich. Der göttliche Geistesfunke aber ist Liebe, er wird Liebe lehren, und darum muß der Mensch, dessen Seele sich mit dem Geist einet, völlig sich zur Liebe
gestalten, er muß die Liebe zur Materie überwinden und in heißer Liebe zu Gott entflammen, und es ist die Seele zurückgewonnen von Gott, sie ist eins geworden mit Dem, Der die Liebe Selbst ist.

BD 2475 empfangen 16.9.1942

Einigung des Geistes mit der Seele.

Das Bedeutsamste im Erdenleben ist der Moment der Vereinigung des Geistes mit der Seele.
Denn dieser Moment ist bestimmend für die ganze Ewigkeit.

Es ist gleichsam das Schicksal der Seele entschieden, es ist ihr ewiges Leben gesichert. Eine Seele, die sich zu einen beginnt mit ihrem Geist, ist dem Gegner Gottes entronnen, sie hat die Materie überwunden, sie strebt also nur noch geistige Güter an und sucht die Verbindung mit dem Geistesfunken in sich immer inniger zu gestalten.

Es hat sich der Mensch nun unwiderruflich für Gott entschieden, und nun bleibt die Seele auch
Sein Eigentum, sie bleibt Ihm ewiglich verbunden.
Die Vereinigung des Geistes mit der Seele findet dann statt, wenn Körper und Seele keine gemeinsamen Interessen mehr haben, wenn die Seele das Verlangen des Körpers ertötet und nur noch dem Verlangen des Geistes in ihr nachgibt .... wenn also die Seele nur das geistige Ziel anstrebt, also auch der Körper sein Verlangen einstellt und die Seele ungehindert ihr geistiges Ziel verfolgen läßt.
Die Einigung der Seele mit dem Geist ist also der Beginn der geistigen Höherentwicklung, denn es kommt der Mensch seiner Aufgabe nach, indem er der Welt nur ihren Tribut zollt, das geistige Leben aber in den Vordergrund stellt.

Amen

BD 2532 empfangen 1.11.1942

Geist und Körper suchen die Seele zu gewinnen.

Geist und Körper haben das eine gemeinsam, daß sie die Seele besitzen wollen, daß sie diese zu gestalten suchen, doch in verschiedener Weise.
Der Körper sucht die Seele der Welt gemäß zu formen, weil ihm selbst die Welt als einzig-erstrebenswert scheint und er also sein Verlangen auf die Seele zu übertragen sucht.

Der Geist dagegen hat ein anderes erstrebenswertes Ziel;
er will das geistige Reich einnehmen, und er sucht die Seele diesem Reich entsprechend zu gestalten; er sucht sie also zu formen in anderer Weise .... dem göttlichen Willen gemäß.

Also steht der göttliche Wille dem Verlangen des Körpers entgegen.
Der Körper erstrebt die Materie, der Geist dagegen ist völlig der Materie entrückt.

Sein Wollen und Streben gilt nur der Angleichung an die ewige Gottheit, er kennt nur ein Verlangen, den Zusammenschluß mit Gott und den ewig lichtvollen Zustand. Also sucht er, auch die Seele zu bestimmen, sich seinem Verlangen anzuschließen, er sucht sie zu veranlassen zum gleichen Willen, er zieht die Seele gewissermaßen zu sich herüber und löst sie sonach von der Welt, was für den Körper das Aufgeben seiner Wünsche bedeutet, also ein Überwinden der Materie, der Welt, die der Gegensatz ist zur geistigen Welt.

Gelingt es dem Geist, die Seele für das geistige Reich zu gewinnen, so hat die Seele ihre Erdenlebensprobe bestanden, denn es bedeutet dies ein Zuwenden des Willens zu Gott und ein Abwenden von dem, der Herr der Welt ist.
Der Körper gehört zwar noch dieser Welt an, doch so er sich dem Begehren der Seele anschließt, also willig nachgibt, so diese sich mit dem Geist vereinen will, sind auch die geistigen Substanzen, aus denen der Körper besteht, reif zur nächsten Verformung, und sie legen den Entwicklungsgang in der Form bedeutend schneller zurück, weil sie ihren Widerstand aufgegeben haben.

Der Geist im Menschen hat den Körper überwunden, und dieser hat sich besiegt erklärt.
Es hat der Körper die Seele dem Geist überlassen, also der Geist gänzlich von der Seele Besitz genommen, es hat die Seele mit dem Geist sich vereint. Und nun wird alles Denken, Fühlen und Wollen nur vom Geist bestimmt, und es muß sonach recht sein, denn der Geist ist Anteil Gottes, und er wird die Seele stets bestimmen, das zu tun und zu denken, was dem Willen Gottes
entspricht.
Und dies ist der Zustand, den die Seele anstreben soll .... in Vereinigung mit dem Geist Gott entgegen und den Zusammenschluß mit Ihm anstreben, um in der Anschauung Gottes die
ewige Seligkeit zu suchen und zu finden.

Amen

BD 2478 empfangen 19.9.1942

Vermindertes Wirken des Geistes.

Die Kraft des Geistes wirkt unentwegt, solange der Mensch sich zur ewigen Gottheit hingezogen fühlt, d.h., solange er das Verlangen hat, sich mit Gott innig zu verbinden und Seine Gnade zu empfangen.
Doch nicht immer ist die Kraft des Geistes gleich stark wirksam, weil auch das Verlangen im Menschen verschieden stark zum Ausdruck kommt.

Das starke Liebesverlangen nach Gott gibt keinem anderen Gedanken im Herzen Raum, und daher kann der Geist aus Gott auch das Herz erfüllen, weil ihm ungehindert Eingang gewährt wird in dieses.
Sowie aber das Verlangen geschwächt ist, d.h. der Mensch außer dem Verlangen nach Gott auch weltliche Gedanken im Herzen trägt, sind dem Wirken des Geistes Schranken gesetzt .... er kann also nicht ungehindert wirken und wird sonach auch nicht außergewöhnlich wirksam empfunden.

Doch sein Wirken bleibt bestehen, bis der Mensch der Welt größere Beachtung schenkt als Gott. Doch wo erst einmal der Geist aus Gott wirksam ist, dort wird weltliches Verlangen niemals überwiegen, denn der Mensch will die göttliche Gabe nicht mehr missen und ringt sich immer wieder durch zur schrankenlosen Hingabe an Gott.

Die geistige Kost befriedigt den Menschen weit mehr als die Erfüllung durch die Welt, und deshalb wird, wer einmal geistige Kost empfangen hat, hungern danach, auch wenn die Welt mit ihren Verlockungen sich immer wieder vordrängt und den Menschen schwach machen will.

Der Kontakt mit der geistigen Welt, der durch inniges Verlangen nach Gott hergestellt wird, ist für den Menschen die Quelle tiefster Weisheit, und hat er einmal daraus geschöpft, so befriedigt ihn nichts anderes mehr restlos, und daher wird er immer wieder nach diesem Wasser dürsten, und sowie er dürstet, auch gelabt werden aus dem Born des ewigen Lebens.

In geistiger Not belässet Gott die Menschen nicht, die zu Ihm verlangen, doch zuweilen läßt Er
sie die Not spüren, um das Verlangen nach Ihm zu erhöhen, auf daß wieder der Geist stärker sich äußern kann, denn Gott weiß um den Seelenzustand jedes einzelnen Menschen, und also erkennt Er auch die Schwäche der Seele und das Nachlassen des geistigen Hungers, und also lässet Er den Menschen zeitweise darben, um ihm seine Not vor Augen zu führen, so er die Gnade des himmlischen Vaters geringachtet.

Und in solcher Not flüchtet das Kind wieder zum Vater, und es stellt die Bindung mit Ihm desto inniger her. Und Gottes Kraft und Gnade strömet ihm nun wieder zu, und dem Wirken des
Geistes sind keine Schranken gesetzt.

Amen

BD 2484 empfangen 26.9.1942

Verbildete Lehre .... Geistige Verflachung..

Daß sich die Menschen immer weiter von Gott entfernen, hat seine Ursache zum großen Teil darin, daß sie nicht mehr richtig, d.h. in der Wahrheit, unterwiesen werden. Denn nur die Wahrheit führt zu Gott, jeglicher Irrtum aber vergrößert die Entfernung von Ihm.

Und es ist die Menschheit schon zu weit im Irrtum verstrickt, und darum ist die geistige Verflachung auch so weit vorgeschritten, daß sie solche Zustände zeitigt, denen die Menschen jetzt ausgesetzt sind.
Es hat diese geistige Verflachung einen tieferen Grund, als es der Menschheit ersichtlich ist.
Es ist ein beispielloser Irrtum Veranlassung gewesen, daß sich die Menschen abwandten vom Glauben, daß sie nachließen im geistigen Streben, weil sie nicht glauben wollten und konnten, was zu glauben von ihnen gefordert wurde.

Es sind die göttlichen Weisheiten wohl nur denen verständlich, die sich durch ihren Lebenswandel aufnahmefähig dafür gemacht haben, jedoch jeder willige Mensch spürt eine gewisse Kraft, die von dem göttlichen Wort ausgeht, wenngleich er noch nicht das volle Verständnis dafür aufbringen kann.
Ist jedoch die göttliche Lehre verbildet, d.h., wird den Menschen etwas geboten als Gottes Wort,
als Wahrheit, was der Wahrheit nicht mehr entspricht, so fühlt sich der Mensch davon abgestoßen, der im Herzen rechtlich denkt, und er lehnt ab .... oder aber, er nimmt an und vergiftet sein ganzes
Denken, weil das ihm Gebotene Unwahrheit ist.

Und eine Lehre, die nicht göttlichen Ursprungs ist, kann niemals geistigen Erfolg eintragen .... sie kann wohl befolgt werden, es kann aber dieses Befolgen kein geistiges Streben genannt werden, denn es wird mehr mechanisch etwas ausgeführt, ohne daß die innige Verbindung mit Gott
hergestellt wird.
Und eine solche Lehre hat eher die Entfernung von Gott zur Folge als den innigen Zusammenschluß. Ist aber diese Lehre sehr verbreitet, so ist auch eine allgemeine geistige Verflachung verständlich, denn die reine Wahrheit klärt die Menschen auf und regt sie zu geistigem Streben an, während alles, was von der reinen Wahrheit abweicht, geistiges Streben unterdrückt. Es können wohl Worte gebraucht werden, die an die reine Wahrheit anklingen, doch sie werden niemals die Kraft haben, die das göttliche Wort in sich trägt, und auch nicht die Auswirkung zur Folge haben .... das Ausreifen der Seele und also einen lichtvollen, d.h. wissenden Zustand.

Sie werden nur Worte bleiben ohne Kraft und Wirkung, es werden die Seelen in einem gewissen Stillstand verharren so lange, bis die reine Wahrheit diese irrige Lehre verdrängt.
Dann erst wird die Menschheit die Entfernung von Gott verringern, wenn sie die reine Wahrheit erkennt und die Bindung mit Gott herstellt, um göttliche Weisheiten zu empfangen. Dann erst wird sie die irrige Lehre hingeben, weil sie die Kraft des göttlichen Wortes spürt und nun auch überzeugt glauben kann.

BD 2494 empfangen 4.10.1942

Materie und Geist.

Was ist die Welt und ihre Materie .... diese Frage beschäftigt viele Menschen, und doch sind sie nicht fähig, sie zu lösen kraft ihres Verstandesdenkens.

Alles Sichtbare ist Materie, d.h. Stoff, der sich verdichtet hat zur Form. Er ist gewissermaßen erst durch das Verdichten zum sichtbaren Stoff geworden, denn zuvor war er unsichtbar, d.h. geistige Substanz.
Geistige Substanz ist aus Gott hervorgegangene Kraft, die Seinem Willen entsprechend zu dem wird,
was sie ist, sowie Gott ihr eine bestimmte Form zugedacht hat.
Diese Form ist wieder der Zusammenschluß unzähliger Substanzen, also ein Gebilde, das sich auflösen kann, um jede einzelne Substanz wieder freizulassen, wenn es Gottes Wille ist.

Es ist also jegliche Form zerstörbar, es ist die Materie etwas, was keinen Ewigkeitsbestand hat, denn sie ist nur die Hülle von geistigen Substanzen, die sich höher entwickeln sollen und daher nicht ewig in diesen Hüllen bleiben.

Die Materie selbst ist zwar auch geistige Substanz, d.h. durch den göttlichen Willen verdichtete geistige Kraft, die aber durch immerwährendes Auflösen und Zerstieben und wieder Neuformen
gleichfalls dazu wird, daß sie sich nach endlos langer Zeit selbst in einer solchen Form bergen kann. Also ist alles Sichtbare geistige Kraft, die noch im Anfangsstadium der Entwicklung steht, während das schon reifere Geistige für das menschliche Auge unsichtbar ist, sich aber einer sichtbaren Form bedient, um darin Aufenthalt zu nehmen.
In jeder Form lebt somit etwas Geistiges, ein Wesen, das sich seiner selbst unbewußt ist, das aber nach Zusammenschluß mit gleichen Wesen verlangt, um die Kraftfülle zu vermehren durch diesen
Zusammenschluß.

Denn es strebt ein jedes Wesen nach Vollendung.
Sowie sich die Materie auflöst, also eine Form in sich zerfällt, strebt das frei gewordene Wesenhafte gleichem Wesenhaften zu, und es vereinigt sich, um eine neue Form zu beleben. Dieser Vorgang liegt dem immerwährenden Werden und Vergehen in der Natur zugrunde, also er ist die Veranlassung zu ständigem Leben und Sterben in der Natur.

Die geistigen Substanzen durchwandeln die gesamte Schöpfung, teils vereinzelt, teils in Unzahl zusammengeschlossen.
Und entsprechend sind auch die sie umgebenden Formen in ihrer Größe und Art. Alles, was dieses Geistige in sich birgt, ist Materie. Die Materie selbst aber besteht aus solchen geistigen Substanzen, die im Anfang der Entwicklung stehen und daher auch dem menschlichen Auge sichtbar sein können, denn nur das schon reifere Geistige ist unsichtbar.

So muß also alles, was sichtbar ist, als unvollkommen, d.h. gottfernes Geistiges, betrachtet werden, das seinen Gang der Entwicklung beginnt.
Das in ihm sich bergende Geistige hat schon diesen Weg zurückgelegt und strebt schon Gott entgegen, weshalb ein Zerstören, d.h. ein Vergehen oder Auflösen der Form, also die Vergänglichkeit der Materie, dem Willen Gottes entspricht, weil dadurch diesem Geistigen die Fortentwicklung ermöglicht wird.

Amen

BD 2495 empfangen 4.10.1942

Materie und Geist .... Sichtbare und unsichtbare Schöpfungen.

Geist und Materie sind gegensätzlich insofern, als das Geistige sich zusammenschließt, während die Materie sich auflöst.
Das Geistige entflieht der Form, die Materie selbst aber verflüchtet sich, d.h., ihre Substanzen zerstieben und verteilen sich im geistigen Reich;
es ist also die Materie den Weg alles Irdischen gegangen, denn sie ist ohne Bestand, sie vergeht, sowie das Geistige in ihr sie nicht mehr benötigt.

Der göttliche Schöpferwille jedoch läßt aus diesen geistigen Substanzen immer wieder neue Schöpfungswerke erstehen, also die materielle Welt, d.h., die dem Menschen sichtbare Schöpfung
wird nie aufhören zu bestehen, weil in dieser das Geistige seinen Entwicklungsgang zurücklegen muß.
Es gibt aber auch unsichtbare Schöpfungen, also solche, in denen das Geistige keine feste Umhüllung benötigt, also nicht mehr in der Materie gebunden ist. Es sind diese Schöpfungen geistige Gebilde, die also auch nur geistig geschaut werden können und die darum auch nur von solchen Wesen bewohnt sind, die in einem solchen Reifegrad stehen, daß sie geistig zu schauen vermögen.
Diese Schöpfungen sind unterschiedlich von denen der materiellen Welt. Sie würden von den Menschen auf Erden als nicht-seiend erklärt werden, weil sie diesen nicht greifbar oder sichtbar sind, sie stehen jedoch mit der sichtbaren Welt in engster Verbindung.

Denn von diesen Welten aus wird die Erde, d.h. deren Bewohner, geistig beeinflußt, die Materie als solche zu überwinden und sich in einen Zustand zu versetzen, der ungeachtet der Materie zu erreichen ist.
Was aus diesem geistigen Reich kommt, wird immer darauf hinweisen, sich von der Materie zu trennen, also den Zusammenschluß mit reifem Geistigen zu suchen und die Materie als wertlos, weil vergänglich, zu verachten.
Denn das Anstreben der Materie macht den Menschen unfähig, in jenes geistige Reich zu schauen, und also auch unfähig, in einer unsichtbaren Welt zu weilen.

Die materielle Welt ist eine Welt des Kampfes, die geistige Welt eine Welt des Friedens.
Die Materie ist Stoff, aus geistigen Substanzen gebildet, die noch keinerlei Entwicklungsgang
zu verzeichnen haben, jedoch nun diesen beginnen, also von Gott eine Aufgabe zugewiesen bekommen, dem zur Höhe strebenden Geistigen Umhüllung zu sein, solange diese benötigt wird.

Doch im Grunde des Grundes ist die Materie von Gott einst ausgegangene Kraft, die der Wille Gottes zur Form werden ließ, um durch sie das gefallene Geistige zu erlösen.

Amen

BD 2497 empfangen 6.10.1942

Geistwirken .... Scheidewand .... Kräfte der Unterwelt.

In den Sphären des Lichtes können finstere Gewalten sich nimmermehr behaupten, und es ist das Wissen darum von so wichtiger Bedeutung, weil es manche irrigen Lehren widerlegt.

Sowie der Geist Gottes in einem Menschen tätig ist, d.h., sowie Gott Selbst offensichtlich durch einen Menschen wirkt, indem Er Sein Wort durch ihn zur Erde leitet, ist auch eine Scheidewand aufgerichtet, so daß böse Kräfte abgesondert bleiben von jenem Menschen, solange der Geist Gottes wirkt, so daß eine Verunreinigung des göttlichen Wortes durch irrige Lehren ausgeschlossen ist.
Es können sonach die Kräfte der Unterwelt sich nicht äußern in der üblichen Weise, daß sie die Gedanken des Menschen verwirren und ihn aufnahmefähig machen für ihre Lehren. Und darum versuchen sie anderweitig die Wahrheit des göttlichen Wortes anzutasten.

Sie streuen zweifelhafte Gedanken in das Herz des Menschen, sowie der Geist aus Gott nicht mehr direkt tätig ist. Sie suchen ihm in Form von Wahrheit ein Wissen nahezubringen, das dem von Gott empfangenen Wissen widerspricht, und unterwühlen so die Festigkeit des Glaubens, sie bringen zweifelhafte Gedanken in sein Herz und sind unentwegt bestrebt, die Glaubenskraft zu erschüttern.

Doch die Wesen des Lichtes sind ständig um den Menschen besorgt, der sich zur Annahme der Wahrheit von Gott bereit erklärt hat. Der Wille, Gott zu dienen, trägt dem Menschen stärksten Schutz ein von seiten der Wesen, die licht- und kraftvoll sind und auch entsprechend wirken können.
Göttliche Weisheit ist unergründbar für Menschen, die nur forschen ohne Liebe. Es ist ein planmäßiges Eindringen-Wollen in solche undenkbar, und also können Weisheiten nicht gelehrt werden, sondern sie müssen durch Liebeswirken erkannt werden. Es kann sich also kein Mensch durch Schulung in einen wissenden oder sehenden Zustand versetzen, sondern nur allein die
Liebe seines Herzens macht ihn fähig, zu sehen und zu wissen um verborgene Dinge.

Errungen werden kann wohl ein Verstandeswissen, niemals aber eine Weisheit, die im Herzen geboren werden muß durch tätige Liebe, die also eine Äußerung des im Menschen ruhenden
göttlichen Geistesfunkens ist der Seele des Menschen gegenüber.

Es kann wohl der Mensch durch Lehren hingewiesen werden auf den Weg, auf welchem er zur Wahrheit aus Gott gelangen kann. Doch den Weg muß er selbst gehen, soll es in ihm Licht werden und er zur Erkenntnis kommen.

Und darum wird nur allein durch Geisteswirken der Mensch in die Wahrheit eingeführt werden, denn dieses Geistwirken ist die Folge der Liebetätigkeit, weshalb auch nur allein die Lehren, die durch Geistwirken den Menschen vermittelt werden, den Anspruch auf vollste Wahrhaftigkeit haben und sonach alles verworfen werden kann, was dieser von oben den Menschen zugeleiteten Weisheit nicht entspricht. Denn dort ist die Wahrheit, wo Gott offensichtlich wirkt.

Amen

BD 2150 empfangen 13.11.1941

Tätigkeit des Geistesfunken im Menschen.

Der Wendepunkt im Erdenleben ist der Moment, wo die Seele dem Geist in sich die Freiheit gibt, daß dieser sich zur Höhe schwingen kann, um mit dem Geistigen außerhalb der menschlichen Seele in Verbindung zu treten.
Je früher dieser Vorgang einsetzt, desto eher erreicht der Mensch den Reifegrad, der Vorbedingung ist zum Empfangen von Licht und Wissen.
Es ist der Mensch unwissend, solange der Geist in ihm noch nicht tätig ist, solange der göttliche Funke im Menschen schlummert, denn es kann das Geistige sich der menschlichen Seele nicht offenbaren; sie ist gleichsam unfähig, eine geistige Mitteilung zu fassen, denn ihr Reich ist die Erde, die Materie .... und Geistiges ist ihr noch völlig fremd. Erst wenn der Geistesfunke in ihr selbst tätig wird und versucht, Wissen aus dem geistigen Reich zu vermitteln, beginnt sie zu begreifen.

Es wird der Mensch so lange kein Verständnis haben für das, was nicht irdisch sichtbar oder greifbar ist, wie er sich nicht näher damit befaßt.
Letzteres tut er aber erst dann, wenn ihm das irdisch Sichtbare und Greifbare nicht mehr genügt, also wenn die Erfüllung des körperlichen Begehrens ihm reizlos erscheint, er den Körper also außer acht läßt und Verlangen trägt nach höherem Wissen;
wenn er plötzlich ein Manko erblickt in seinem derzeitigen Zustand .... wenn ihm das Leben
nicht genügt, das er führt, und er sein Augenmerk richtet auf Dinge, die er mit bloßem Kopfverstand nicht ergründen kann.

Dann grübelt er, also er sendet seinen Geist zur Höhe, und nun verbindet sich der Geist mit dem Geistigen außer sich, das der Wesensart des Menschen entspricht.
D.h., ist der Mensch gut und edel, wahrheitsliebend und im Verlangen nach Gott stehend, dann verbindet sich sein Geist mit dem Geistigen, das im gleichen Streben stand, das also das Gute,
Wahre und Göttliche verkörperte.

Das aber im Gegensatz zum Menschen schon auf einer Vollkommenheitsstufe steht, die es befähigt, das sich ihm anvertrauende Geistige zu belehren.
Was der Geist also nun empfängt, sind Weisheiten, die nur das geistige Reich betreffen, die also wohl der menschlichen Seele vermittelt werden können, die aber keine irdischen Fragen betreffen, sondern lediglich die geistige Höherentwicklung des Menschen fördern.

Diese Höherentwicklung erscheint jedoch nur den Menschen bedeutsam, die sich vom irdischen Erleben trennen können, den anderen aber ist sie ein leerer Begriff, denn ihre Seelen fassen einfach nicht, daß sie ein Leben führen können abseits des Irdischen, das ihnen viel reizvoller und zweckerfüllender scheint.
Erst wenn die Seele den Geist in sich frei gibt, kann dieser die Seele einweihen in die Herrlichkeiten des geistigen Reiches, und dann strebt die Seele gleichfalls zur Höhe, d.h., sie verlangt sehnlichst nach den Ergebnissen des geistigen Fluges zur Höhe, in das geistige Reich.

Denn sie erkennt den Wert dessen, was ihr der Geist zu vermitteln sucht, sie erkennt ihn und sucht sich der Zuwendung aus dem geistigen Reich würdig zu machen.
Also es strebt der Mensch nun bewußt nach Erkenntnis, nach dem Licht, und das bewußte Streben
trägt ihm auch Licht ein, es wird der Mensch wissend, und sein Erdenleben trägt ihm den rechten Erfolg ein .... die Höherentwicklung seiner Seele, die Zweck und Ziel des Erdenlebenswandels ist.

Amen

BD 2144 empfangen 8.11.1941

Umbildung der Außenform nach leiblichem Tod .... Geistig tot sein
.... Tätigkeit - Untätigkeit.

Die Lebenskraft benötigt der Mensch zum Ausführen jeglicher Tätigkeit, also bedeutet Tätigsein auch Leben.
Wird ihm diese Kraft entzogen, so ist er unfähig, sich selbst oder andere Dinge umzugestalten .... er ist leblos.
Die Außenform verändert sich aber dennoch in sich, sowie der Mensch leblos geworden ist. Sie löst sich auf, und dieser Prozeß währt so lange, bis jegliche Substanz wieder in eine neue Außenform aufgenommen worden ist, d.h., ist das Geistige aus der Form entflohen, so wird die zurückbleibende Form wohl ihrer einstigen Bestimmung enthoben, muß jedoch eine neue Bestimmung erfüllen .... sie muß beitragen zur Vermehrung irgendwelcher neuen Außenform.

Die Substanz löst sich auf, um einer neuen Außenform beigesellt zu werden. Dieser Vorgang benötigt wieder längere Zeit..
Es löst sich also scheinbar die alte Form auf, in Wirklichkeit aber treten die geistigen Substanzen, aus der auch die irdische Außenform besteht, mit anderen geistigen Substanzen in Verbindung und bilden eine neue Außenform, weil das Geistige, das sich zur Außenform verdichtet hat, gleichfalls den Höherentwicklungsgang auf Erden durchmachen muß, denn es steht noch im Anfang seiner Entwicklung.
Sowie nun wieder Geistiges diese neue Außenform zu seinem Aufenthalt zugewiesen bekommt, beginnt dessen dienende Tätigkeit, also es erwacht die Form zum Leben .... denn Tätigkeit ist Leben. Jeglichem Schöpfungswerk strömt von Gott aus die Kraft zu, daß es sich dienend betätigen kann, ganz gleich, in welcher Weise, und jegliche Tätigkeit trägt dem Geistigen in der
Form die Höherentwicklung ein. Folglich muß, was lebt .... also tätig ist .... unweigerlich in der Entwicklung fortschreiten.
Nur der Zustand des Todes bedeutet einen Stillstand seiner Entwicklung.

Jegliche Materie aber hat Leben in sich, denn sie verändert sich, nur in verschieden langer Zeitdauer. Selbst die festeste Form wird durch Einfluß von außen, der mit der Lichtstrahlung .... also dem
Wirken der Lichtträger .... zusammenhängt, zur Tätigkeit angeregt, wenngleich dies dem menschlichen Auge nicht erkennbar ist.
Aber es regt sich das Leben auch in dieser Form und bringt Veränderungen zuwege, die also ein Leben derer bestätigen. Völlig tot kann daher die Materie nicht genannt werden, obwohl sie dem Menschen leblos erscheint.
Und doch gibt es einen Zustand der Leblosigkeit, und zwar im Stadium als Mensch.

In diesem Stadium strömt dem Wesen das größte Maß an Lebenskraft zu, die es zu dienender Tätigkeit nützen soll.
Und es kann doch in völliger Untätigkeit der Mensch durch das Erdenleben gehen .... sowie er die ihm zugehende Lebenskraft nicht nützet, um die Aufgabe zu erfüllen, die Zweck seines Erdenlebens ist .... wenn er das versäumt oder unterläßt, was ihm die Höherentwicklung einträgt.

Wenn er das Wirken in Liebe außer acht läßt .... die Tätigkeit, zu deren Ausübung Gott dem Menschen die Lebenskraft zuströmen läßt.
Dann tritt ein Stillstand ein in seiner Höherentwicklung.
Dieser bedeutet einen Zustand der Leblosigkeit, des Todes, und es ist dies das Schlimmste, weil dieser Zustand nur durch das Wesen selbst behoben werden kann .... der Zustand des Todes aber ein Zustand der Kraftlosigkeit ist, also das Wesen sich nicht mehr selbst daraus befreien kann, weil es zuvor, als ihm die Kraft zuging, nicht wollte.

Für die Außenform bedeutet der Tod nur eine Umgestaltung zu einer neuen Form, also gleichsam eine weitere Möglichkeit zur Höherentwicklung der geistigen Substanz, aus welcher die Außenform gebildet ist.
Geistig tot zu sein aber ist das Entsetzlichste, weil die letzte Gnade, die dem Wesen zu Gebote steht, ungenützt gelassen wird .... weil der Lebensstrom, den Gott diesem Wesen zuführt, nicht genützt wird zur dienenden Tätigkeit und das Wesen auf der gleichen Entwicklungsstufe verharrt, auf der es stand bei Beginn der Verkörperung als Mensch.
Ein geistiger Fortschritt ist ohne Tätigkeit nicht möglich, das Wesen ist durch seine Untätigkeit kraftlos geworden und geht kraftlos ins Jenseits ein.

Amen

BD 2154 empfangen 17.u.18.11.1941

Göttliches Geisteswirken bedingt ungezweifelten Glauben.

Göttliches Geisteswirken bedingt einen ungezweifelten Glauben, denn göttliches Geisteswirken ist der Zustrom der Kraft aus Gott, der verständlicherweise niemals einem Menschen zuteil werden kann, der nicht vollgläubig ist.

Was der Geist aus Gott dem Menschen vermittelt, ist oft vom menschlichen Verstand nicht zu fassen. Der Glaube jedoch bejaht alles, auch wenn es der Verstand nicht faßt.

Gibt Gott Sich aber durch den Geist kund, dann will Er auch, daß das, was Er gibt, im Glauben angenommen wird, denn Seine Gabe ist zu köstlich, als daß sie auch denen zugehen könnte, die schwach sind im Glauben, also an der göttlichen Wahrheit zweifeln würden.

Dem gläubigen Menschen erscheint nichts unmöglich, nichts unfaßbar und nichts unausführbar, folglich nimmt er eine jede Lehre an, ohne die Wahrhaftigkeit derer anzuzweifeln.

Der Unglaube aber setzt Schranken;
es wird, wer im Unglauben steht, immer Einwände machen, weil er das Wirken des Geistes im Menschen nicht kennt, weil er nichts weiß und weil er nun urteilet seinem Weltverstand entsprechend.
Denn der Ungläubige wird niemals direkt die Wahrheit empfangen können, sondern sie muß ihm übermittelt werden. Folglich wird er, weil er nicht glauben kann, die Mitteilung dessen, der den
Geist aus Gott in sich wirken läßt, verwerfen, denn er ist noch nicht empfangsfähig für die göttliche Wahrheit.
Der Glaube muß stark sein, dann erst wird der Mensch so, daß er sich in tiefster Demut Gott unterstellt.
Er muß glauben an Gott, dann erst wird er so zu leben sich bemühen, wie es Ihm wohlgefällt. Um den Willen einer Macht zu erfüllen, muß die Macht zuvor anerkannt werden, und dies ist Glaube.

Im Menschen liegt der Hang zum Widerspruch, und er wird so lange widersprechen, bis in ihm selbst der Geistesfunke erwacht, und nun gibt dieser ihm Aufschluß, und wahrlich in der gleichen Weise, denn der Geist aus Gott kann nichts anderes als Wahrheit verkünden.

Der gläubige Mensch erkennt die Wahrheit als solche, der Ungläubige aber ist überzeugt, daß ihm Unwahrheit geboten (wird >= d. Hg.), und er lehnt ab.

Er hat aber auch nicht das Verlangen nach der Wahrheit, ansonsten in ihm der Ablehnungswille nicht so groß wäre, denn Glauben-Können ist erst die Folge des Glauben-Wollens. Will der Mensch zum Erkennen kommen und es fällt ihm schwer zu glauben so ist Gottes Liebe unausgesetzt um ihn
bemüht, denn sein Wille ist ausschlaggebend.

Gedanklich wird er unterwiesen, und gedanklich werden ihm viele Weisheiten nahegebracht, die er immer wieder prüft, und sein Ablehnungswille wird immer schwächer.

Es ist dies auch ein Wirken des Geistes, nur in anderer Form als die direkten Vermittlungen der Weisheiten aus Gott, die eine Vollgläubigkeit voraussetzen.
Doch der Wille zur Wahrheit ist schon ein Bejahen der ewigen Gottheit, also ein unbewußtes Glauben, und diesen vermehret und stärket Gott, sowie es dem Menschen ernst ist darum.

Werden jenem Menschen nun die direkten Äußerungen des Geistes nahegebracht, so wird er sich zwar nicht sofort bejahend einstellen, aber sie werden Anlaß sein für ihn zum Nachdenken.

Und er wird erkennen, daß das ihm Gebotene nicht abweicht von seinem Gedankengut, er wird den Gleichklang dessen erkennen, was ihm gedanklich zuging und was ihm nun vermittelt wird.

Und so lernt er glauben, weil er glauben wollte, denn ihm selbst unbewußt strebt er Gott an. Und Gott läßt ihn nicht vergeblich streben, Gott läßt Sich finden, so Er gesucht wird, und kommt ihm
Selbst entgegen in Form von Wahrheit, die er nun als solche erkennen wird.
Unausgesetzt strömt die Kraft aus Gott den Menschen zu und unausgesetzt wirket der Geist Gottes in jenen Menschen, die sich entsprechend gestalten, daß Er in ihnen wirken kann, denn Gott will
die Wahrheit verbreiten, Er will die Menschen der geistigen Dunkelheit entreißen, und wo der Geist Gottes wirket, dort ist Licht und Helligkeit.

Amen

BD 2192 empfangen 22.12.1941

Geistige Verbundenheit .... Gedankenaustausch förderlich.

Die geistige Verbundenheit der Menschen untereinander kann gar nicht hoch genug bewertet werden, fördert sie doch die Höherentwicklung ungemein durch den gegenseitigen Austausch und Antrieb zum Guten.
Es kann der Mensch nur reifen durch fortgesetztes Streben, durch ständiges Arbeiten an sich und inniges Gebet.
Es muß der Wille, die Tat und die Gnade zusammenwirken. Wo sich nun geistig strebende Menschen zusammenfinden, dort findet ein Austausch der Gedanken statt, dessen Folge ist, daß der Wille im Menschen nach dem Zusammenschluß mit Gott außerordentlich rege wird, daß sie die Verbindung mit Gott ernstlich anstreben und daher auch ernstlich bemüht sind, die Forderung zu erfüllen, die Voraussetzung für diese innige Verbindung mit Gott ist.

Also beginnt die Arbeit an sich selbst.
Es wird der Wille in die Tat umgesetzt, es sucht der Mensch sich recht zu gestalten, und da er sich seiner Schwäche bewußt ist, bittet er Gott um Kraft und Gnade .... und also strebt er zur Höhe.

Es würde der Mensch ermüden an dieser Seelenarbeit, so er sich absondern möchte von den Mitmenschen, es würde ihm der Antrieb fehlen, die Vergleichsmöglichkeit und nicht zuletzt die Gelegenheit zum Dienen, denn wo immer Menschen zusammenkommen in guter Absicht, dort dienet einer dem anderen bewußt oder unbewußt.

Es sucht der Wissende zu geben, er sucht den anderen gleichfalls wissend zu machen, es sucht der Reifere den Unreifen anzuspornen zur Arbeit an sich selbst.

Es gibt der Starke dem Schwachen von seiner Stärke ab, es wird einer dem anderen hilfreich zur Seite stehen, und alles dies führt zur Seelenreife, denn es ist uneigennützige Nächstenliebe das
Bindemittel zwischen ihnen, und immer wird die Liebe zur Höhe führen.

Und immer wird die Gnade Gottes diesen Menschen zuströmen, die sich vereinen, um zu Gott zu gelangen.
Der Wille zu Gott ist entscheidend, ob und in welchem Maß den Menschen die Gnade Gottes
vermittelt wird.
Durch gegenseitigen geistigen Gedankenaustausch wird der Wille zu Gott im Menschen zur höchsten Entfaltung gebracht, und folglich kann ihm nun auch Gnade in großem Maß zuströmen, und
diese bewirkt, daß der Mensch seinen Willen in die Tat umsetzen kann und also erfolgreich an sich arbeitet, daß sein Wissen vermehrt wird, daß er den göttlichen Willen erfüllt und eine immer innigere
Verbindung mit Gott eingeht und dadurch nun auch fähig wird, neue Verbindungen anzuknüpfen und seinen Mitmenschen zu dienen, indem er ihnen gleichfalls zur Höhe hilft.

Durch wahrhaft zur Höhe strebende Menschen äußert sich die göttliche Stimme und also Gott Selbst, und darum werden geistige Bindungen zwischen den Menschen immer gesegnet sein, ist es doch der Wille Gottes, daß die Menschen miteinander und füreinander wirken, daß sie die Liebe pflegen und sich durch die Liebe Ihm nähern .... Denn nur so können sie reifen an ihrer Seele
und sich zu Kindern Gottes gestalten.

Amen

BD 2195 empfangen 27.12.1941

Geistige Mitteilungen müssen im Zusammenhang stehen mit der christlichen Lehre.

Der Geist aus Gott vermittelt nur geistige Wahrheiten, und es kann daher bedingungslos als Wahrheit angenommen werden, was durch Geisteswirken den Menschen kundgetan wird.

Sowie nun irdischer Geschehen Erwähnung getan wird, müssen diese immer in einem gewissen
Zusammenhang stehen mit der geistigen Entwicklung der Menschen, also es müssen diese irdischen Geschehen sich so auswirken, daß sie der Höherentwicklung der Seele dienen können.

Dann ist solchen Mitteilungen aus dem geistigen Reich gleichfalls Glauben zu schenken, und sie sind als göttliches Geisteswirken anzuerkennen.
Immer müssen geistige Vermittlungen mit der christlichen Lehre in Zusammenhang stehen, dann sind sie aus dem Reich des Lichtes ausgegangen und zum Segen der Menschheit dieser offenbart worden.
Und dies ist für euch von größter Bedeutung, daß ihr die Verbindung findet zwischen diesen Kundgaben und dem Wort, das der Herr auf Erden gelehrt hat.

Das gleiche teilt Er nun wieder aus in anderer Form.
Es hat der Herr auf Erden angekündigt, daß die Erde heimgesucht wird, daß Not und Trübsal über sie kommen wird und daß kein Stein auf dem anderen bleiben soll.

Und also muß Er das gleiche wieder den Menschen kundtun und Seiner Ankündigung auch die Tat folgen lassen.
Es muß sich erfüllen, was der Herr gesagt hat, ansonsten Sein Wort nicht Wahrheit wäre.
Es muß sich erfüllen, weil die geistige Entwicklung der Menschen damit in Zusammenhang steht.

Also kann bedenkenlos eine Offenbarung als göttliche angenommen werden, sowie sie die Veredlung der Menschen bezweckt, wenngleich sie irdische Geschehnisse behandelt, denn Gott will durch solche Ereignisse den Menschen die Wahrheit dessen beweisen, was Er gelehrt hat auf Erden und noch immer lehrt.
Er will ihnen einen kleinen Beweis liefern, auf daß die Menschen leicht zum Glauben finden oder
ihren schwachen Glauben stärken, denn es glaubt der Mensch erst, so er Beweise hat, anders aber sind ihm Beweise nicht zu geben, d.h., was an geistigen Wahrheiten dem Menschen vermittelt wird, kann ihm erst offenbar werden nach dem Leibestode, also würde er auf Erden niemals einen Beweis haben für die Wahrheiten, die ihm geistig vermittelt werden.

Und Gott kommt nun dem Menschen zu Hilfe, indem Er ihm die Möglichkeit gibt, Sein göttliches Wort auf seine Wahrhaftigkeit hin zu prüfen, denn daran wird es offenbar werden, daß sich alles erfüllet, was der Herr gesagt hat bei Seinem Lebenswandel, auf daß das Erkennen der Wahrheit dazu beiträgt, das Erdenleben zu führen nach göttlichem Willen, daß also der Höherentwicklung der Seele Rechnung getragen werde, daß der Mensch reife in sich und alles tut, was zur Umgestaltung seiner Seele beiträgt.

Amen

BD 2212 empfangen 15.1.1942

Geistiger Niedergang.

Die Menschen der Gegenwart erkennen nicht, wohin sie treiben.
Sie leben und sind doch tot im Geist.
Sie finden keine Verbindung mit Gott, weil sie Ihn nicht suchen.

Die irdische Welt bedeutet ihnen alles, darüber hinaus aber geht ihr Gedankengang nicht. Und daher ist jeder Tag nutzlos verbraucht im geistigen Sinn .... die Höherentwicklung ist in Frage gestellt, ja oft ist ein geistiger Rückschritt zu verzeichnen, der ungeheuer folgenschwer sich auswirkt.

Und ob auch die Menschen hingewiesen werden auf ihre eigentliche Erdenaufgabe, sie schenken solchen Vorstellungen kein Gehör, weil wieder die Welt und ihre Anforderungen ihnen allein wichtig erscheinen.
Und also ist ihr Erdengang ein verfehlter, es ist die Erde für diese Menschen nicht, was sie sein soll.

Und Gottes Liebe und Weisheit läßt nicht zu, daß die Menschen ihr Erdenleben mißbrauchen, daß sie ihm einen anderen Zweck geben, als Gott es bestimmt hat, denn Seine Anordnungen sind weise und unübertrefflich.
So aber der Mensch die Weisheit Gottes nicht mehr erkennt, so mißachtet er auch Dessen Anordnungen, und dies kann nur zum Untergang dessen führen, was sich aufwärtsentwickeln soll. Eine Aufwärtsentwicklung kann aber nur dann vor sich gehen, wenn der Mensch Fühlung nimmt mit dem Geistigen und die Welt unbeachtet läßt.

Die Menschheit aber ist entgeistet, sie hastet und jagt irdischen Zielen nach, sie ist unfähig zu einer geistigen Verbindung, weil sie unwillig ist, denn Geistiges anzustreben erscheint ihr wertlos, da
es keinen irdischen Erfolg einträgt.
Und es ist dies geistiger Niedergang .... es ist dies ein Zustand, dem Gott nicht tatenlos zusieht, sondern den Er zu beheben sucht, indem Er die Menschen aus der geistigen Lethargie wachrüttelt durch Ereignisse, die das Denken der Menschen stark erschüttern.

Gott hat alle Macht, und Er wird wahrlich auch den Menschen Seine Macht beweisen, auf daß sie Ihn erkennen lernen und ernsthaft nachzudenken versuchen über den Sinn und Zweck des Erdenlebens.
Und also nimmt Er den Menschen zuerst das, was bisher ihr Denken in Anspruch nahm .... irdisches Gut und irdische Freuden.
An der Vergänglichkeit dessen sollen sie zuerst den Unwert erkennen und nach Zeiten der Enttäuschung nachdenken über das einzige Wertvolle ... über das Verhältnis des Menschen zu Gott.

Er sucht in ihnen das Verlangen nach unvergänglichem Gut zu erwecken, indem Er alles das dem Verfall preisgibt, was bisher ihr Denken beherrschte.
Und das ist der Zweck der kommenden Ereignisse, die Gott unweigerlich über die Menschen kommen lassen muß, auf daß sie den Rest ihres Lebens noch ausnützen zum Heil ihrer Seelen, die
bisher jeglicher Sorge entbehren mußten.

Amen

BD 2360 empfangen 7.6.1942

Wiedergeburt des Geistes.

Der Wendepunkt im Leben ist die Wiedergeburt des Geistes .... der Moment, wo ihr bewußt der Geisteskraft inne werdet, die euch durch Meine Liebe zuströmt.

Sowie ihr fühlet, daß ihr unzertrennlich mit Mir verbunden seid, sowie ihr euch bewußt werdet, daß es ohne Mich kein Sein gibt für euch, sowie ihr Mich fühlet in eurer Nähe und nun dieses Bewußtsein euer ganzes Leben bestimmt, drängt der Geistesfunke in euch Mir als seinem Vatergeist entgegen, und nun seid ihr erwacht zum eigentlichen Leben, ihr seid wiedergeboren im Geist.

Und nun strebet ihr Mir bewußt entgegen, euer Wollen und Denken ist Mir zugewandt, euer Handeln Meinem Willen entsprechend.
Und nun erfasse Ich euch und ziehe euch zu Mir empor.

Ich lasse euch keinen Schritt mehr allein gehen, überallhin begleite Ich euch, Ich bin um euch und achte eines jeden Gedankens, der Mich suchet.
Ich höre jede Frage eures Herzens, jeden Bittruf, jeden Seufzer nach Meiner Liebe, und Ich helfe euch, auch wenn ihr es nicht gleich spüret.

Die Liebe zu euch ist grenzenlos, und Meine Sorge um euch immerwährend, und so lasse Ich keines Meiner Geschöpfe ohne Beistand.
Und Meiner Kinder gedenke Ich ganz besonders, denn diese sind Meine Kinder, die zu Mir gefunden haben, die aus eigenem Antrieb sich Mir anvertrauen.
Ihnen gehört Meine ganze Liebe.

Die geistige Wiedergeburt ist gleich der aufgehenden Sonne .... immer strahlender erscheint diese am Firmament, bis sie in ihrer ganzen Pracht am Himmel steht, licht- und wärmespendend Meine
Schöpfungswerke durchstrahlt und neue Schöpfungen zum Leben erweckt und am Leben erhält.

Ist der Mensch wiedergeboren im Geist, so gibt es keinen Stillstand mehr. Immer heller und strahlender wird es um ihn, denn ihn durchstrahlet ja Meine Liebekraft, Mein Geist.

Und also nimmt er ständig zu an Licht und Kraft, und er strahlet sein Licht gleichfalls aus auf alles, was ihn umgibt.
Die geistige Wiedergeburt ist das Erwachen zum ewigen Leben, und es wird der geistig Wiedergeborene gleichfalls das Leblose zum Leben erwecken können, denn wo sein Licht hinfällt, dort durchdringt es mit seinem hellen Schein die Dunkelheit, und wo Licht ist, ist Leben .... wo
Licht ist, bin Ich Selbst, und Ich bringe allen das Leben, die es begehren, die es bewußt von Mir verlangen, die sich gleichfalls sehnend Mir zuwenden, also Mich anerkennen. Ich gebe euch Mein Wort und damit das sichtbare Zeichen Meiner Liebe, Ich gebe euch Kraft, die sich wieder äußert im vermehrten Verlangen nach Mir, denn dieses Verlangen ist das Zeichen, daß Mein Vatergeist den Geistesfunken in euch zu Sich zieht .... und so sollt ihr glücklich sein, wenn ihr Sehnsucht empfindet nach Mir, denn ebenso drängt Mein Geist dem euren entgegen.
Und eure Herzen können sich nicht mehr von Mir lösen, denn Ich lasse sie nicht, so sie sich Mir einmal hingegeben haben.

Ich bin der Geist der Wahrheit, Ich bin das Leben, Ich bin die Liebe und der Urgrund alles Seins. Wen Ich mit Meiner Liebe bedenke, der wird sein von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Er wird leben und sich in der vollsten Wahrheit befinden;
es wird kein Trug und kein Schein dort sein, wo er ist; er wird sein, was Ich bin
ein Geist voller Macht und Kraft aus Mir.

Er wird Liebe ausstrahlen und unvorstellbar glücklich sein, wieder den Geschöpfen Meinen Geist
vermitteln zu können, wieder zum Leben erwecken zu können, was leblos war.

Er wird Mir in allem ähnlich sein, denn Mein Geist durchflutet ihn, und also kann er nichts anderes sein, als Ich bin, ein Wesen voller Liebe, Kraft, Weisheit und Macht.

Und also werdet ihr in Ewigkeit die glücklichsten Geschöpfe sein, in Liebe miteinander verbunden und Mir immer nahe.
Und was ihr begehret, werdet ihr empfangen, denn ihr werdet nur Meine Liebe begehren, und
diese durchstrahlt euch fortgesetzt, auf daß ihr tätig sein könnt zu eurer unendlichen Beglückung in Meinem Reiche, das eines jeden Anteil ist, der sich mit Mir verbindet in Zeit und Ewigkeit.

Amen

BD 2380 empfangen 23.6.1942

Gaben des Geistes .... Göttlicher Lehrmeister .... Verheißung.

Des Geistes Gaben sind unübertrefflich, nichts vermag sie zu ersetzen oder zu entwerten, und jeder Empfänger ist unermeßlich reich zu nennen, denn was der Geist ihm gibt, bleibt sein Besitz bis
in alle Ewigkeit.
Es sind die Gaben des Geistes göttliches Vermächtnis, von Jesus Christus verheißen einem jeden, der an Ihn glaubt und in diesem Glauben Seine Gebote hält. Und es wird dieses göttliche Vermächtnis immer und ewig gültig sein, es wird Gott Seinen Geist ständig ausgießen auf die willigen Erdenmenschen, die nach dieser Gabe Verlangen tragen. Und also werden sie von Gott
gelehret sein.
Und wer von dem göttlichen Lehrmeister unterwiesen wird, dessen Wissen kann nicht übertroffen werden.
Und folglich muß weise werden, wer die Gaben des Geistes vom göttlichen Lehrmeister entgegennimmt, und diese sind die Grundmauern der Kirche Christi, sie sind gewissermaßen das Fundament des Glaubens, denn ihnen wird das Evangelium direkt von Gott übermittelt, das sie nun
wieder weitergeben sollen und das die Menschen zum Glauben führen soll.

Die göttliche Liebelehre also soll weitergegeben werden, und diese wird in allen Einzelheiten den Menschen bekanntgemacht durch das Wirken des Geistes, also ist der Ausgang der Liebelehre
Gott Selbst .... es ist Seine Kraft, Sein Geist, der diese Liebelehre den Menschen zuführt in Form von Unterweisungen, die alle nur den einen Zweck haben, den Menschen so zu formen, daß er gleichfalls die Gaben des göttlichen Geistes in Empfang nehmen kann.

Denn so der Geist Gottes wirksam wird im Menschen, geht er den sicheren Weg zu seiner Vollendung. Denn er geht den Weg bewußt mit Gott, da Gott in jeder Geistesgabe Selbst gegenwärtig ist.
Er ist Selbst im Wort, das als geistige Gabe den Menschen zugeführt wird.
Und Gott kann nie und nimmer ersetzt werden, Er kann nicht übertroffen werden. Er ist immer und ewig zum Austeilen dieser Gnadengabe bereit und bietet Sich Selbst im Wort denen an, die Seine
Gebote erfüllen, denn Er hat diesen Seinen Geist verheißen, Der den Menschen in alle Wahrheit leitet.

Amen

BD 2396 empfangen 5.7.1942

Verschiedene Ergebnisse .... Wiedergeburt des Geistes .... Von Gott berufen.

Der Geist, der Weisheit austeilt, kann nur göttlichen Ursprungs sein, und daher kann dieser Geist niemals irren.
Es ist sonach alles zu glauben, was durch Geisteswirken entstanden ist, auch wenn es schwer annehmbar ist.
Es bleibt nur zu prüfen, ob das Entstandene Geistwirken oder menschliches Erzeugnis ist.
Und es ist dies sehr leicht festzustellen.
Es muß zuerst in Betracht gezogen werden, welchen Zweck der Mensch damit befolgt, daß er dem Mitmenschen davon Kenntnis gibt .... ob irdische Vorteile dadurch erzielt werden sollen oder lediglich der Gebewille ihn antreibt.
Es muß weiter geprüft werden, ob das Entstandene geistige oder irdische Themen berührt, es muß die Art des Entstehens beachtet werden und die Einstellung des Menschen, dessen Geisteswirken geprüft werden soll, zu Gott.
Es kann niemals rein verstandesmäßig ein Werk entstehen, das nur rein geistigen Inhalts ist, ohne die Mithilfe Gottes, also das Wirken Seines Geistes. Denn der Wille, geistige Probleme zu lösen, hat schon das Wirken des Geistes zur Folge, und ist dieser Wille Gott zugewandt, so muß unweigerlich der Mensch im rechten Denken stehen, d.h. das Gedankengut aus der geistigen Welt entgegennehmen, das ihm von gleichfalls Gott-verbundener Geisteswelt zuströmt.

Und so bleibt nur die Frage offen, weshalb verschiedene Ergebnisse verbreitet werden konnten, die alle als Geisteswirken hingestellt wurden.
Es ist ein Unterschied zu machen, ob ein Mensch berufen ist dazu, göttliche Geistesgaben entgegenzunehmen und zu verbreiten, oder er sich selbst dazu berufen wähnt .... ob er sich selbst ein Amt aneignet, bevor er die innige Verbindung mit Gott hergestellt hat, bevor er wiedergeboren ist im Geist.
Die Wiedergeburt des Geistes muß vorangegangen sein, ehe der Geist im Menschen wirksam werden kann.
Die Wiedergeburt des Geistes ist aber nicht immer vorangegangen, und trotzdem wurden unter Nützung des Weltverstandes geistige Fragen aufgeworfen und beantwortet, und also entstanden Lehren, die voneinander abweichen und die alle den Anspruch machen, als Wahrheit anerkannt zu werden.
Es wurden also geistige Probleme nur verstandesmäßig gelöst, die wahrheitsmäßig aber nur vom Geist aus Gott gelöst werden können.
Der Geist Gottes kann aber nur wirksam sein, wenn der Mensch wiedergeboren ist im Geist, wenn er in inniger, schlichter Verbindung steht mit Gott und nichts anderes ersehnt, als göttliche Wahrheit zu empfangen im tiefsten Bewußtsein seiner Zugehörigkeit zu Gott und im heißen Verlangen nach der endgültigen Vereinigung mit Ihm.
Ihm strömt die reinste Wahrheit zu, und die Ergebnisse solcher Menschen müssen unweigerlich übereinstimmen.
Den Grad der Hingabe an Gott können Menschen nicht beurteilen, Gott aber ersieht ihn, und Er erwählet, die Ihm dienen sollen, weil Er ihren Willen und ihre Bereitschaft dazu erkennt.

Es muß ein inniges Verhältnis bestehen zwischen dem Menschen und Gott, denn dieses innige Verhältnis ist Voraussetzung zur Wirksamkeit des Geistes in ihm und durch ihn.

Es kann aber das innige Verhältnis auch nur scheinbar vor den Menschen hergestellt werden, von denen, die sich berufen glauben und es doch nicht sind.
Denn weder Verstand noch Rang, weder Konfessionen noch Ämter sind ausschlaggebend für das Wirken des Geistes, sondern nur die Beschaffenheit des Herzens, die vor Gott aber nicht verborgen
bleibt.
Folglich kann nicht dort die Weisheit und die Wahrheit gesucht und erwartet werden, wo menschlicher Wille einen Beruf daraus gemacht hat, denn die Berufung muß allein von Gott kommen, und berufen wird der Mensch sein, der sich durch Liebeswirken Seiner Gnade würdig macht, der durch Liebeswirken die Fesseln des Geistes löst, also seine Seele öffnet dem geistigen Zustrom von außen.
Diese erwählet Gott zu Seinen Mitarbeitern, indem Er ihnen die Wahrheit vermittelt, auf daß sie wieder lehrend diese weitergeben können. Und wer also von Gott gelehret ist, dessen Wissen wird übereinstimmen und keine Abweichungen voneinander enthalten. Doch zumeist werden diese Menschen zu finden sein außerhalb derer, die für sich das Recht, zu lehren, in Anspruch nehmen.

Sie werden nicht zu jenen gehören, die durch Studium sich ein Wissen erworben zu haben glauben; sie werden zu finden sein in den Reihen derer, die unbeachtet ihren Erdenweg wandeln;

sie werden keine Ämter haben oder solche anstreben;
sie werden nicht die Welt begehren und ihre Güter, sondern durch freiwillige Verzichtleistung sich die größte Gnade erwerben .... das Wort Gottes in Empfang nehmen zu dürfen und von Gott Selbst gelehrt zu werden.
Es ist also die Wiedergeburt des Geistes zuvor unerläßlich, es muß der Zustand eingetreten sein, daß der Mensch bewußt die Verbindung sucht mit Gott, daß er Ihm dienen will, weil er sich als Sein Geschöpf fühlt und den Zusammenschluß mit Ihm begehrt in der Erkenntnis, daß dies sein Urzustand und seine uranfängliche Bestimmung ist (war?).

Diese Erkenntnis macht das Wirken des Geistes in ihm möglich und den Menschen auch für die Wahrheit aufnahmefähig, denn ohne die Erkenntnis wäre ihm die Wahrheit unverständlich, und sie würde nimmermehr als Wahrheit erkannt werden. Schulmäßig kann die Wahrheit wohl vermittelt, also weitergeleitet werden, doch um sie erfassen zu können, muß der Geist Gottes im Menschen wirken können, was Liebetätigkeit zuvor bedingt.

Menschen, die zu lehren sich berufen fühlen, sind jedoch nicht immer liebetätig und liebefähig, also auch zum Lehren unfähig, denn sie können nur weitergeben, was sie besitzen. Ihnen mangelt jedoch die Weisheit, wie ihnen die Liebe mangelt.

Und was sie nun austeilen, kann niemals als göttliche Wahrheit angesprochen werden, denn diese behält Gott Sich vor, sie denen bietend, die Er erwählet, weil sie sich Seiner Gnade würdig erzeigen.

Amen

BD 2403 empfangen 10.7.1942

Göttliches Geisteswirken .... Kampf gegen Lüge und Irrtum.

Aus lichten Höhen senkt sich der Geist Gottes herab, um Licht zu bringen in das Dunkel der Erde. Und er erfüllet die Herzen derer, die im Licht zu wandeln begehren und dieses weitertragen wollen. Im Licht zu wandeln heißt, wissend zu sein, sich in der ewigen Wahrheit zu befinden, im rechten Denken zu stehen und göttliche Weisheiten entgegenzunehmen.

Also teilt der Geist Gottes stets und ständig die Wahrheit aus Gott den Menschen aus .... er erleuchtet sie und gibt ihnen Erkenntnis auf allen Gebieten und Antwort auf alle geistigen Fragen.

Der Geist aus Gott irret nie, sondern er gibt in klar verständlicher Weise die ewige Wahrheit den Menschen, die Wahrheit zu empfangen begehren. Und es sind diesem Empfangen keine Grenzen gesetzt, denn göttliche Gabe kann unbegrenzt entgegengenommen werden, da sie etwas Vollkommenes ist und eine Begrenzung oder Einschränkung niemals mit der Vollkommenheit in Einklang steht.
Göttliches Geisteswirken kann aber nur dort in Erscheinung treten, wo ein Mensch der Vollkommenheit entgegenstrebt, denn dies ist Voraussetzung, daß es dem Wesen ernstlich darum zu tun ist, der ewigen Gottheit nahezukommen .... der also bewußt einen Zustand anstrebt, der Mängel und Fehler ausscheidet.
Der Wille, vollkommen zu werden, ist also erste Bedingung, soll sich der Geist Gottes über den Menschen ergießen.
Und es muß nun der Mensch diesen Willen tätig werden lassen und sich eines Lebenswandels befleißigen, der gottgewollt ist .... er muß einen Lebenswandel führen in Liebe und Gottverbundenheit, er muß alle schlechten Triebe bekämpfen, alles Göttliche, Gute anstreben und also sich so gestalten, daß er ein Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes wird, daß dessen Wirken auf kein Hindernis stößt und er sich ergießen kann in aller Fülle in das ihm sich öffnende Gefäß .... in das Herz des nach Vollkommenheit strebenden Menschen, der nach der Weisheit aus Gott Verlangen trägt.
Der Geist Gottes wirkt überall und unverkennbar dort, wo der Mensch bewußt Gott dienen will, weil Gott auf Erden Wahrheitsträger braucht, die sich erbieten, die Wahrheit weiterzuleiten.

Nur wenige Menschen erkennen die Bedeutsamkeit dieser Aufgabe, und es bieten sich daher auch nur wenige Menschen Gott zu diesem Dienst an, und wiederum muß der Wille aus eigenem Antrieb sich zum Dienen entschließen.
Es zieht diese Dienstwilligkeit die Zuwendung von Gnaden nach sich, die der Mensch kaum ermessen kann, denn Gottes Liebe erfaßt ihn und bildet ihn aus für eine Aufgabe, die von ungeheurer Bedeutung ist.
Es gilt den Kampf gegen die Lüge, gegen den Irrtum auf der Erde zu führen und an dessen Stelle die reine Wahrheit aus Gott zu verbreiten unter den Menschen.

Es muß zu diesem Zweck der Irrtum ausgeschieden und darum zuvor als Irrtum erkannt werden. Und es ist dies wiederum nur möglich, wenn die Wahrheit dem Irrtum gegenübergestellt wird, also die Wahrheit die Lüge verdrängen kann.
Es muß die Wahrheit so für sich selbst sprechen, daß der Irrtum gern dafür hingegeben wird.

Die Lüge und der Irrtum gehören der Erde an, die Wahrheit aber kommt von oben und muß der Erde zugeleitet werden, und dies von willigen Wesen, die Gott dienen.

Ebenso aber muß die Wahrheit empfangen werden auf der Erde von dienstwilligen Menschen. Nur das Unterstellen des Willens unter den göttlichen Willen hat zur Folge, daß die Kraft aus Gott, Sein Geist, überströmen kann von Wesen zu Wesen und also auch zur Erde.

Und dieser Kraftzustrom äußert sich bei dem Menschen als vermehrtes Wissen, als Erkenntnis der ewigen Gottheit.
Es wird der Mensch eingeführt in die göttliche Wahrheit, und dieses durch den Geist aus Gott, der sich herabsenkt auf jene Menschen, die sehnend und gläubig das Wirken des Geistes begehren zum Zwecke der Aufklärung solcher Menschen, die noch völlig unwissend sind.

Amen

BD 2436 empfangen 4.8.1942

Erleuchtung des Geistes .... Prüfen der Lehren.

Jede geistige Frage wird euch gelöst werden, so ihr euch vertrauensvoll an den himmlischen Vater wendet und von ihm Antwort begehret.
Ihr lebt in einer Zeit der Irrungen, es ist euer Denken falsch geleitet worden, und ihr vermögt nicht mehr, die Wahrheit von der Lüge zu trennen, denn ihr rufet nicht Den an, Der allein euch Aufschluß geben kann.
Doch Gott kommt euch in Seiner Liebe entgegen, Sein Geist will euch erleuchten, Er will euch ins
rechte Denken leiten. Das Grundprinzip eures Lebens soll sein, den Willen Gottes zu erfüllen.

Seid ihr von diesem Wunsch beseelt, so müsset ihr auch Ihm euer Ohr leihen, daß ihr Seinen Willen vernehmet;
ihr müsset euer Herz bereitwillig öffnen, auf daß ihr Seine Stimme höret.
„Sehet, Ich stehe vor der Tür und klopfe an;
wer Mir auftut, zu dem will Ich eingehen.“

Öffnet euer Herz, lasset Ihn ein, und nun tragt Ihm eure Fragen vor, und Er wird euch nicht ohne Antwort lassen. Er wird euch sagen, wo ihr irret und was ihr aufgeben oder behalten sollt. Ihr aber beachtet allzusehr, was euch die Menschen lehren, ihr habt kein eigenes Urteil mehr, ihr lasset euch geistige Kost bieten von denen, die selbst solche nötig hätten .... ihr lasset euch belehren von Menschen, die nicht dazu berufen sind von Gott, und ihre Worte nehmet ihr an ohne Bedenken.

Göttliche Gabe dagegen erkennet ihr nicht an. Wohl sollt ihr vertreten, wovon ihr restlos überzeugt seid, doch die Überzeugung müsset ihr eigen gewonnen haben, ihr müsset alles durchdenken und
prüfen, und so es einer ernsten Prüfung standhält, dürfet ihr dafür eintreten .... ihr müsset das Für und Wider einer jeden Lehre bedenken, ihr müsset Stellung nehmen dazu und euch entscheiden für
das, was ihr im tiefsten Herzen bejahen könnt.

Dann erst wird eine jede Lehre in euch lebendig, während sie zuvor nur etwas Eingelerntes bleibt, das für das Ausreifen der Seele ohne Wert ist.
Der ernste Wille zu prüfen muß in euch wach werden, denn Gott fordert von euch nimmermehr, daß ihr, ohne zu prüfen, etwas annehmet, auch wenn Er Selbst es euch bietet.

Er gab euch den Verstand, und diesen sollt ihr auch nützen;
Er fordert dies von euch, auf daß ihr nicht in die Schlingen des Widersachers geratet, der euch in seine Irrlehren verstricken will.
In dieser Gefahr seid ihr aber, so ihr bedenkenlos alles annehmet, was zu glauben von euch gefordert wird.
Gott setzt euch wahrlich von Seinem Willen in Kenntnis, und so euer Wille Ihm zugewandt ist, werdet ihr Ihm keinen Widerstand entgegensetzen, d.h., ihr werdet aus innerem Antrieb euch
für das Rechte entschließen, und ihr werdet nicht zu fürchten brauchen, Seinem göttlichen Willen entgegenzuhandeln.

Doch dazu müsset ihr selbst denken, also euren Geist in euch tätig werden lassen. Ihr müsset euch abschließen von der Welt und dem Geist in euch Freiheit geben, daß er sich hinaufschwingen kann in lichte Höhen;
es muß das Verlangen nach der Wahrheit in euch stark sein, daß ihr diese der geistigen Welt abringen möchtet, ihr müsset sie begehren aus tiefstem Herzen.

Und es wird euer Verlangen wahrlich erfüllt werden, es wird dem Geist in euch die Wahrheit zufließen, die ihm geboten wird aus dem geistigen Reich, weil dies Gottes Wille ist, daß die Wahrheit denen vermittelt wird, die solche verlangen.

Doch so ihr bedenkenlos und urteilslos alles annehmet, was euch menschlicherseits geboten wird, ist euer Wissen nicht viel wert, denn ihr sprecht dann nur nach, was euch gelehrt wurde. Es ist aber nicht euer geistiges Eigentum, denn das wird es erst dann, wenn ihr selbst Stellung dazu genommen habt und dann überzeugungsgemäß vertreten könnt.

Dann aber besitzet ihr einen Reichtum, der unvergänglich ist und der euch wahrhaft beglücken wird. Was ihr aber an Irrtum euch angeeignet habt, das kann nicht beständig sein, ihr werdet es dereinst hingeben müssen, und euer Wissen wird dann nur gering sein, und darum vermehret es, solange ihr noch auf Erden weilt.
Bittet Gott, daß Er Selbst euch unterweiset, und horchet auf die Stimme in euch, die euch belehret der Wahrheit gemäß .
Denn Gott ist die Wahrheit, und Er will, daß diese verbreitet werde auf Erden, daß Licht werde, wo noch tiefste Dunkelheit herrscht.

Amen

BD 2442 empfangen 8.8.1942

Weiterleiten der geistigen Kost .... Nächstenliebe.

Geistige Kost gibt dem Menschen die nötige Kraft zum Widerstand gegen das Böse und zur Arbeit an seiner Seele.
Und er braucht darum nicht zu befürchten, daß es ihm je an Kraft mangeln könnte, so er diese benötigt, d.h., so er den Willen hat zum geistigen Aufstieg.

Der Wille wird ihm stets auch die Kraft eintragen, die durch die Entgegennahme des göttlichen Wortes dem Menschen zugeführt werden kann.
Der geistige Hunger wird ihm jederzeit gestillt werden, und er wird die Nahrung der Seele nicht mehr missen wollen, so er einmal damit gespeist worden ist.

Denn es ist göttliche Gabe, es ist die Äußerung Seiner Liebe, es ist die Zufuhr von Kraft und Stärkung, die zu entbehren für den Menschen Dürftigkeit der Seele bedeutet, so er>sie einmal empfangen hat.
Doch Gott entzieht ihm diese göttliche Gabe nicht willkürlich, und so bleibt die seelische Speisung eine ständige, solange der Mensch selbst nicht die Gnadengabe mißachtet.

Nun aber gebietet es die Liebe, auch dem Mitmenschen geistige Kost zu bieten, ihn gewissermaßen gleichfalls zu speisen, auf daß er den Erdenweg zurücklegen kann so, wie es Gottes Wille ist. Dann erst erweist sich der Mensch als würdig, von Gott mit Seiner Liebe bedacht zu werden.

Die Liebe soll den Menschen antreiben, dem Mitmenschen das gleiche zuzuwenden, was ihm unentbehrlich geworden ist;
er soll die Kraft und Gnade weiterleiten in der Erkenntnis, daß ohne die geistige Kost der Mitmensch darben muß und daß Gott die Gnadengabe für alle Menschen zur Erde gelangen läßt.

Denn die Menschen müssen ständig ringen mit bösen Kräften und benötigen eine Stärkung, um ihren Kampf durchfechten zu können. Es ist die geistige Kost aus Liebe von Gott dem Menschen geboten worden, und sie soll in gleicher Liebe weitergeleitet werden auf die Mitmenschen, dann erst macht sich der Empfänger der göttlichen Gnadengabe Gottes würdig und erfüllt das erste Gebot, den Nächsten zu lieben wie sich selbst.

Amen

BD 2802 empfangen 7.7.1943

„Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“

Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach .... denn das Fleisch gehört noch der Gegenkraft Gottes an, weil es noch viele geistige Substanzen in sich birgt, die unreif sind, also am Anfang
ihrer Höherentwicklung stehen.
Und diese Substanzen sind noch zu sehr in der Gewalt des Gegners, sie drängen ihm zu und suchen auch die Seele des Menschen mit sich zu ziehen.
Und so führet der Geist im Menschen einen ständigen Kampf mit allen unreifen Wesenheiten, die ihn umgeben. Obzwar die Seele sich für ihn entschieden hat, steht auch sie noch inmitten läuterungsbedürftiger Wesenheiten, und sie wird von diesen fortgesetzt bedrängt, sich der Welt zuzuwenden, worunter alles zu verstehen ist, was dem Fleischleib zuträglich, also angenehm ist.

Es ist die Seele sehr oft schwach und vermag nicht genug Widerstand zu leisten diesen Begehren. Und doch muß sie diese Gegenströmung zu überwinden suchen, sie muß ringen mit sich selbst, sie muß ihren Willen nur darauf richten, was ihr der Geist vermittelt, sie muß begehren, ihn zu vernehmen, und jede Versuchung von außen abweisen, indem sie ihnen keine Beachtung schenkt und allein nur die Stimme des Geistes zu hören begehrt.

Sie muß beten inständig um Kraftzufuhr, und sie darf nicht ermüden, denn Gott lässet alle diese Versuchungen zu, um den Willen und den Glauben zu stärken, auf daß er sich bewähre in größeren Widerständen, die von außen an ihn herantreten.

Noch kämpfet der Mensch gegen die rein körperlichen Begehren und Widerstände an, aber es wird eine Zeit kommen, wo er standhalten muß gegen die Anfechtungen von außen, wo er sich bewähren soll vor der Welt und wo der Körper nicht nur entsagen, sondern auch Leiden auf sich nehmen muß, um der Welt ein Beispiel zu geben von starkem unerschütterlichem Glauben.

Ihm wird stets und ständig Kraft zugeführt werden, so daß sein Wille stark wird.
Und dieser Wille soll jetzt schon gestärkt werden durch Überwinden kleiner Widerstände, es soll die Seele nur immer mit dem Geist in ihr verbunden bleiben, sie soll alles Weltliche verachten lernen, es soll eindruckslos an ihr vorübergehen und ihn keineswegs vom geistigen Streben zurückhalten, es soll die Schwäche des Fleisches bekämpft werden, und es wird ein immer stärkerer Wille die Folge sein, der alles überwindet, was sich ihm entgegenstellt.

Kampflos aber ist dieser starke Wille nicht zu erreichen, ansonsten er eine unverdienterweise empfangene Gnade wäre, die den Menschen zur Reife bringen muß, ohne daß solche von ihm angestrebt wird.
Die Kraftzufuhr aus Gott ist wohl eine solche Gnade, die aber immer wieder erbeten werden muß, und so wird das Gebet um verstärkten Willen ihm Kraft und Gnade zuführen, sein Wille wird erstarken, denn dann ruft der Mensch Gott Selbst an um Seine Hilfe, und dann steht ihm diese auch im Übermaß zur Verfügung.
Auch das Gebet ist ein Kampfmittel gegen die Versuchungen des Feindes, obgleich selbst der Wille derart geschwächt sein kann, daß er unfähig ist zum Gebet, denn auch dazu gehört der Wille, der aber dann auch Unterstützung findet.
Nur darf sich der Mensch nicht willenlos den Versuchungen, den Lockungen der Welt, hingeben;
er darf nicht so schwach werden, daß er nicht mehr zu beten vermag, er muß in jeder Not der Seele Zuflucht nehmen zum Gebet, zu Gott, Der ihn dann wahrlich nicht ohne Hilfe lassen wird.

Er muß der feinen Stimme des Geistes achten, die ihn drängen wird zum Gebet, zum Anruf Gottes um Kraft und Gnade.
Dann erst wird jegliche Schwäche des Fleisches überwunden, er wird stark werden im Geist, und sein Wille wird jeden Widerstand besiegen.

Amen

BD 2523 empfangen 25.10.1942

Gebet im Geist und in der Wahrheit.

Ein jeder Bittruf dringt an das Ohr des himmlischen Vaters, so er im Geist und in der Wahrheit zu Ihm gesandt wird. D.h., jeder Gedanke muß empfunden werden im Herzen, es muß der Geist zum Geist sprechen .... es muß der Geistesfunke im Menschen sich zu Gott erheben, zum Vater, von Dem er seinen Ausgang genommen hat.

Es darf das Gebet nicht nur ein Lippengemurmel sein, es muß in aller Wahrhaftigkeit, ohne Falsch und ohne Schein, schlicht und demütig, aus dem Herzen emporsteigen zu Gott.
Dies ist ein Gebet im Geist und in der Wahrheit, das Gott jederzeit erhören wird.

Es kann ein Gebet aus schönen Worten bestehen, und es kann doch ungehört am Ohr des Vaters
im Himmel verhallen, weil ihm jegliche Innigkeit mangelt, weil es nur eine leere Form ist ohne tiefes Empfinden des Herzens.
Und ein solches Gebet ist wertlos vor Gott, wie überhaupt alles vor Gott ohne Wert ist, was nur Form ist ohne inneres Leben. Sowie das Herz nicht beteiligt ist, weiß der Geist im Menschen nichts davon und sucht also auch keinen Anschluß an den göttlichen Geist, dem das Gebet gelten soll, wenngleich er durch Worte die Verbindung mit Gott vorzutäuschen sucht.

Er denkt anders, wie er spricht, und handelt anders, wie er denkt.
Und darum ist sein Gebet nicht wahr, es ist nicht das, was es vor Gott sein soll .... ein schlichter, tiefempfundener, inniger Bittruf, dem die Erhörung zugesichert ist.

Und darum verlangt Gott, daß sich der Mensch in sein Kämmerchen zurückziehen soll, wenn er beten will .... daß er alles um sich her vergessen soll, um nur mit dem Vater im Himmel Zwiesprache zu halten.
So keine Außeneindrücke den Menschen ablenken, wird es ihm möglich sein, sich zutiefst zu verbinden mit Gott, und dann wird er sein Anliegen ohne Hemmung und doch in aller Demut und Zuversicht dem Vater im Himmel unterbreiten, er wird Ihn bitten in schlichter Weise, er wird mit Ihm sprechen ehrfurchtsvoll und doch voller Vertrauen, er wird zu Ihm beten im Geist und in der Wahrheit, so, wie der himmlische Vater angebetet sein will, um Seinen Kindern alle ihre Bitten erfüllen zu können, wie Er es verheißen hat.

Amen

BD 2807 empfangen 10.7.1943

Geistige Wende.

Wenn sich die Menschheit vor einer geistigen Wende befindet, so ist dies immer eine Zeit ungeheurer irdischer Umwälzungen, die geistig und irdisch nur zu einem Chaos führen, das zuletzt in völliger Zerstörung endet.
Denn eine geistige Wandlung der Menschheit ist nicht mehr zu erwarten, so die Menschheit in einem solchen Chaos angelangt ist, wo sie Gott nicht mehr zu erkennen vermag. Darum muß Gott eine gänzliche Umwandlung bewerkstelligen, was also eine geistige Wende genannt werden kann, weil nun ein alter Zeitabschnitt zu Ende geht und ein neuer beginnt, d.h., daß eine Periode der Entwicklung die andere ablöst.

Die Menschen aber glauben an eine geistige Wende innerhalb der Menschheit der derzeitigen Entwicklungsperiode.
Doch es ist völlig aussichtslos, daß die Menschheit, die so Gott-fern ist, von selbst wieder Gott zustrebt, da sie bar ist jeder Liebe und somit auch Gott nicht mehr erkennt.

Folglich ist eine Aufwärtsentwicklung dieser Menschen nicht mehr zu erwarten, sie verharren auch nicht auf der gleichen Entwicklungsstufe, sondern entwickeln sich nur noch rückschrittlich, und es muß dies unweigerlich zum völligen Verfall führen, sowohl geistig als auch irdisch.

Ein unvorstellbares Chaos ist also die Folge davon und letzten Endes ein göttlicher Eingriff, ein Auflösen dessen, was keine Höherentwicklung mehr zuwege bringt. Es muß die alte Erde gewandelt werden und mit ihr auch das in der Form gebundene Geistige, das versagt hat in der letzten Erdenlebensprobe.
Es muß eine geistige Wende eintreten, es muß dem entgeisteten Zustand ein Ende gemacht werden und eine Scheidung stattfinden zwischen den Gott-zustrebenden und den völlig entgeisteten Menschen, auf daß die ersteren nicht den letzteren zum Opfer fallen.

Dieser Zeitpunkt ist nicht mehr fern, denn die zunehmende Lieblosigkeit der Menschen zieht sie selbst heran, und so der denkende Mensch die Lieblosigkeit erkennt, wird es ihm auch verständlich sein, daß Gott Sich immer mehr entfernen muß von den Menschen, weil Sein Wesen Liebe ist.

Und da die Liebe die Ursubstanz der Schöpfung ist, muß sie vergehen, sowie Gott Seine Liebe von ihr zurückzieht.
Noch halten die wenigen Menschen, deren Herzen noch nicht völlig erkaltet sind, dieses Geschehen auf, doch es ist kein geistiges Aufblühen zu erwarten und folglich auch keine lange Dauer bis zum Ende dieser entgeisteten Welt.
Die geistige Wende ist die Umformung der alten zur neuen Erde, die geistige Wende ist das Ausscheiden der entgeisteten Menschen und die Zeit tiefsten Friedens, die dann auf der neuen Erde der Zeit der Trübsal auf der alten Erde folgt.
Die geistige Wende kann aber erst kommen, nachdem das Menschengeschlecht der Jetztzeit, das völlig entgeistet ist, hinweggerafft ist und die wenigen Gott erkennenden und bekennenden Menschen nicht mehr bedrängen kann, denn nun ist ein Menschengeschlecht auf Erden, das
innig mit Gott verbunden ist, das Ihm dienet und die Liebe als erstes Gesetz gelten läßt, das Seinen Willen erfüllt und nicht wider die göttliche Ordnung verstößt, das also ein Leben führt in Frieden
und Glückseligkeit, das aufbauend tätig ist und kein Leid und Trübsal kennt.

Es ist eine Zeit, die völlig abweicht von der Zeit zuvor.
Nimmermehr aber kann diese Zeit der geistigen Wende den Menschen der alten Erde beschieden sein, denn diese wandeln sich nie und nimmer zur Höhe, nachdem sie so weit geistig gesunken sind,
daß jegliche Liebe unter ihnen erkaltet ist.
Es gibt kein geistiges Aufblühen unter jenen Menschen, die weder Not noch Trübsal zu anderem, Gott zugewandtem Denken bewegt.

Es ist nur ein ständiger Rückschritt zu verzeichnen, der geistig und irdisch ein Chaos nach sich zieht, das nur noch beendet werden kann durch eine gänzliche Vernichtung alles dessen, was unreifes Geistiges in sich birgt.
Es kann aber auch der Menschheit nicht mehr lange Frist gegeben werden, weil sie nicht auf der gleichen niedrigen Stufe verharrt, sondern sich immer mehr abtreiben läßt in die Tiefe, und die Folge davon eine unausbleibliche Katastrophe sein muß, denn die immer größer werdende Entfernung von Gott bestimmt selbst die Stunde der Vernichtung, weil sie sich steigernde Lieblosigkeit bedeutet und diese ein Zurückziehen der göttlichen Liebekraft, ohne die nichts bestehen kann.

Und an dem Gebaren der entarteten Menschheit ist auch ihr geistiger Tiefstand zu erkennen. Und es ist daraus zu ersehen, daß die Zeit immer näher rückt, die das Ende der Menschheit bedeutet.

Es ist die Endzeit angebrochen, und sie währet nicht mehr lange, denn die Frist ist abgelaufen, die Gott dem Geistigen zur Erlösung gegeben hat .... Es ist das Ende einer Erlösungsperiode gekommen, und der Anbruch einer neuen Erlösungsperiode bedeutet die Zeit der geistigen Wende .

Amen





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  Endzeitprophetie