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DAS WORT GOTTES - UNSER LEBEN
Gedanken dazu von Barbara KK



Das Wort ist nicht mit unseren menschlichen Worten zu verwechseln, es kommt aus geistiger Sphäre und wird schöpferisch. Es verdichtet sich bis in die physische Ebene. (Das Wort ist Fleisch geworden). Damit schwingt aber vielerlei mit, was 'dahinter' lebt. Dazu gehört der Sinn und das Leben selbst, welche unsere Gedanken, Ideen, Worte begleiten. Sind doch Schrift und menschliche Worte ein winziger Abglanz vom Anfang der Dinge, und können wir uns nur behelfsmässig verständigen dank diesen Hilfsmitteln. (Gedankenübertragung findet wohl vor sprachlicher Formung statt, da diese bei Menschen stattfinden kann, die unterschiedliche Sprachen sprechen).

Das Wort ist ein Klang, der auch strukturierende Form beinhaltet. (Ein Lied, das mit Worten gesungen wird, wirkt anders als eine Melodie ohne Worte). Es kann zudem als gestaltende Farbe, die erklingt, gesehen werden. Die Musik folgt Gesetzmässigkeiten, die sie erst als solche erkennen lassen, ansonsten wir eher Lärm vernehmen.

Der Mensch muss erst noch lernen sich diesen Gesetzmässigkeiten zu fügen, um nicht ständig im Chaos zu versinken. Meist denkt er, dass ihm Unabhängigkeit zum Glück verhelfe, bis er die Glückseligkeit der Eingefügtheit in Gott erleben darf. Die Suche kann dann enden und ein geordneteres Wachstum erfolgen, das reinere Früchte hervorbringt. Der Mensch wurde aus diesem Wort gestaltet, er hat die Möglichkeit daraus seine Herkunft abzuleiten und sich in diesen Strom einzugeben, um Wortträger zu werden und Mittler zwischen Himmel und Erde.

Es ist irgendwie auffallend, dass die Künste (Musik, Malerei, Architektur, Bildhauerei, Schrift, Sprache...) in den letzten über 100 Jahren recht zerfallen sind. (Natürlich kann das auch für anderes als nur die Künste so gesehen werden).

Ich denke, dass Strukturen aufgelöst werden, die nicht mehr so gültig sind, keinen Halt mehr finden/geben in religiösen, ethischen... Hintergründen und somit zerfallen wie ein Körper ohne Seele/Geist. Strukturen können auch verhärten, so dass für das Leben keine Entwicklung mehr stattfindet. Wenn sie aufgebrochen werden, ergibt sich für das Leben wieder eine Möglichkeit weiterzufliessen.

Es wird in unserer Zeit wohl wichtig zwischen den Zeilen, Worten, äusseren Ausdrücken zu lesen, um dieses Leben neu zu finden und ein Verständnis zu entwickeln, das über die Strukturen hinausgeht und somit zu neuen sinnvollen Zusammenhängen zu gelangen. Die Auflösung darf nicht Selbstzweck sein, das Schöpferische ist gestaltend und verbindend.

Findet die Menschheit den roten Faden, der zum Inneren -in das Herz- des Labyrinths führt?

27. Januar 2007







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